Nun ja, warum soll die FAZ etwas verfärben? Ich habe die 68er Zeit ganz anders gesehen. Wir hatten ganz normale Gedanken und haben in gemütlichen Kneipen diskutiert und Musik angehört. Dann gab es da noch die ziemlich Durchgeknallten, die über jeden noch so unwichtigen Scheiß diskutierten. Wie: wieso trinkst du Coca Cola? Warum liest du YXZ? Warum trägst du solche Klamotten? etc. Die größten Erzeugnisse dieser Ära, können wir am Qualitätskanzler Schröder und den Marionetten Schily und Fischer bewundern.
Ich war dabei. Ein ganz schön gekünstelter Reinfall war das. Man kennt ja sein Schauspiel. Aber das Jahr 68 hab ich ganz anders in Erinnerung.
eben nicht das verlangen, was dieses von ihm erwartet: Klasse, Größe und Verständnis. Ob er seinerseits immer dazu fähig ist, soll dahinstehen. Er bleibt heute noch der vielleicht meist mißverstandene deutsche Künstler der eben noch Gegenwart. Im Übrigen gebührt ihm gelegentlicher Dank für die Beschimpfungen seiner ignoranten Umgebung. Der Mann fühlt sich halt mißverstanden und erwartet von seinen Mitmenschen zuviel. Das mag man ihm vorwerfen. Seine Ausfälle treffen dennoch zu Recht verschiedentlich auf großes Verständnis.
Die FAZ ist ja kein großer Förderer der 68er-Bewegung gewesen und tut sich auch heute noch schwer, die historische Bedeutung des Umdenkens zu akzeptieren, das die 68er in Deutschland bewirkt haben. Dieser Beitrag ist wieder mal ein deutliches Beispiel dafür. So interessant wie der Teil über Kinski ist, so unsinnig polemisch und herablassend ist der erste Part. So richtig ist die FAZ noch nicht in der post-68er Zeit angekommen.