Deutsche Spielfilme vermisst

Grauzonen im Bildergedächtnis

Von Lücken im audiovisuellen Erbe der Nation zu sprechen, ist eine Untertreibung: Mehr als ein Drittel aller deutschen Spielfilme gelten als verschollen. Politiker fordern deshalb, von jedem Film ein Pflichtexemplar zu archivieren: ein kompliziertes Unterfangen. Von Thomas Jansen

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Mai 2008 17:31

armseliges Verhältnis zur Kultur

Jerry Thomas (initial)

Was soll denn überhaupt der Schmarren einer "Plichtabgabe"? Unter Androhung von Strafe, oder wie? Wenn das Land Deutschland gerne seine Filmgeschichte dokumentieren möchte, das soll es auch dafür aufkommen. Wenn es ihm das nicht wert ist, kann man es auch gleich sein lassen. Das Letzte ist ja wohl, den Produktionsfirmen die Kosten dafür aufzubürden, als Pflichtveranstaltung auch noch. Kleinproduktionen sind sowieso schon verhindert genug. Eigenständige Autorenfilmer haben kaum Chancen an Fördermittel ran zu kommen - gibt's fast nur noch für Firmen. Aber die eigentliche "Kultur" interessiert, glaube ich, in der "repräsentativen" Republik sowieso niemanden unter den "Repräsentanten".

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