
Herr Geyer, „hallo: Hier geht es um Kinder, nicht um Autos!”
Die These, der Staat müsse Krippenplätze schaffen, um Wahlfreiheit für Eltern zu ermöglichen, geht am Problem vorbei und greift zu kurz. Eltern und Kinder sind eben nicht die Autoindustrie, bei der die Politik durch finanzielle Anreize Angebots- und Käuferverhal-ten steuern darf, wie sie will. Der Staat hat nach dem Grundgesetz die Aufgabe, Ehe und Familie in besonderer Weise zu schützen, die primär für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind. Greift der Staat wie in der Autoindustrie auch in Bezug auf Kinder in der Weise ein, dass er ein Angebotsmodell - Kinderkrippen - besonders fördert auf Kosten eines anderen - der familiären Betreuung, die wie bei den automobilen „Dreckschleudern“ zu einem Drauf-zahlmodell wird, dann stellen sich einige grundsätzliche Fragen. Das eigentliche Problem liegt dabei nicht im Für oder Wider von Krippen, sondern darin, dass faktisch eine Grundversorgung an Krippen auf Kosten familiärer Erziehung politisch hergestellt werden soll. Die Krippenbetreuung wird wie das „schadstoffarme Automodell“ zum besonderen Förderobjekt. In diesem Sinne können die Krippen einem nicht „guten Gewissens auch gestohlen bleiben“.

Hört doch endlich mal damit auf, Familien, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, zu diskriminieren!
Fällt sowas unter das Diskriminierungsverbot?
Familien, die ihre Kinder zu Hause erziehen, leisten wertvolle Erziehungsarbeit für den Staat, für die Gesellschaft. Und zwar kostenlos !
Diese Familien schicken ihre Kinder nicht vom ersten bis 18. Lebensjahr in staatliche Verwahranstalten, um keine Verantwortung mehr übernehmen zu müssen! Diese Familien übernehmen Verantwortung und lassen die Kinder die Wärme eines Elternhauses spüren.
Schizophren wird es dann, wenn die Politiker wünschen und fordern, daß mehr alte Menschen zu Hause in der häuslichen Umgebung gepflegt werden sollen.
Von wem denn? Ist doch keiner mehr zu Hause! Die sind doch alle Doppelverdiener geworden und auf Ego-Trip.

Fr. v.d.L will doch „nur“ qualifizierte Mütter dem Arbeitsmarkt erhalten.
Wenn sie dafür sorgt, daß die Junior-Professorin weiter forschen kann und deren Kind in einer Krippe unterkommt, so ist dies keine familien- sondern eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme, die in den Kompetenzbereich des Arbeitsministeriums fällt. Der Arbeitsminister wird erfreut sein, daß das BMFSFJ diese Finanzierung übernehmen will! (Wobei man über die geplanten Kosten von 3 Milliarden für 500.000 Kinder nur traurig und müde lächeln kann – die doppelten Kosten werden wohl fällig werden. Ein Krippenplatz ohne Subvention kostet derzeit mindestens 1200 Euro pro Monat).
Der Familienministerin sollten alle Kinder gleich viel wert sein, die sozial benachteiligten Kinder aber vorallem „am Herzen“ liegen. Und dies ist im Vorschlag von Fr.v.d.L. Nicht zu erkennen.
In einer freien Gesellschaft sollte man alle 2 und 3-Jährigen gleich fördern und den Eltern die Wahlfreiheit lassen (Mutter/Vater erzieht oder ein Krippenplatz). Nur die Mütter zu fördern, die unbedingt arbeiten wollen, kann nur aus ideologischen Gründen gerechtfertigt werden.

Warum werden wir jetzt auch in der FAZ so schlecht informiert? Wahlfreiheit für Eltern ja, aber doch nicht in der Form, dass diejenigen, die einen 2. Gehalt brauchen oder wollen mit staatlicher Subvention ihre Kinder fremdbetreuen lassen können, wer es aber selbst tun will nicht nur auf den 2. Gehalt sondern auch auf die staatliche Subvention verzichten muss. Das ist ja keine Wahl sondern ein Wirtschaftsdiktat. Und was heißt hier Familiensplitting wie in Frankreich? In Frankreich gibt es nicht Familiensplitting statt Ehegattensplitting sondern das Familiensplitting kommt dazu. Darum zahlt eine durchschnittlich verdienende Einverdienerfamilie bei drei Kindern keine Steuern. So sieht Familienförderung aus. Und übrigens, das hat jetzt die Friedrich-Ebert-Stiftung in einer Studie festgestellt, bleiben in Frankreich 2% mehr Frauen ganztags zu Hause als in Deutschland, wenn sie eigene Kinder haben. Also, wenn nach Frankreich schielen dann bitte mit zwei offenen Augen!

Wie wäre es mit einem generellen Versorgungsanspruch für Mütter bis zum 3. Lebensjahr des Kindes und anschließender Jobgarantie? Es kann nicht sein, dass die Krippe gefördert wird ohne gleichzeitig die häusliche Betreuung zu erleichtern. So wie jetzt wird die Familie zugunsten einer kurzsichtigen, ökonomischen Zielsetzung substantiell verändert.
Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Frauen bei der Betreuungsfrage mehr wirtschaftlichen Notwendigkeiten als ihrem freien Willen und ihrem Fürsorgeinstinkt folgen.
Und wie wäre es, wenn wir den Modebegriff "Kinderfreundlichkeit" öfter durch "Kinderliebe" ersetzen? Eine Krippenlösung aufgrund nicht zu änderner Umstände kann kinderfreundlich sein, ein echter Ausdruck von Liebe zum Kind ist sie nicht. Unsere Begriffe decouvrieren unser Denken.
Das ungeborene Leben, das zur "falschen Zeit" oder mit Risken entsteht, die Ehe, die wegen "Auseinanderlebens" geschieden wird, Alte und Kranke, die die Last des Lebens nicht mehr tragen können, Babies und Kleinkinder, die wirtschaftlichen oder individuellen Bedürfnissen entgegen stehen: Wir sind die Entsorgungs-Weltmeister. Solange, bis eine "Sorgenwelle" zurückschlägt, die dann endgültig nicht mehr zu beherrschen ist.

Vergessen Sie nicht, dass es auch Familien gibt, in denen der eine Partner aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht arbeiten KANN, oder schlicht arbeitslos ist.
Das wird in der Diskussion um Doppelverdiener immer bewußt ausgeblendet, insbesondere bei der FAZ, da hier nur "Gutverdiener" vertreten sind.
Warum soll eine Familie in der ein Partner behindert ist, oder schlicht arbeitslos ohne eigenes Verschulden die Gören von Doppelverdienern unterstützen und sich damit an einer Umverteilung von unten nach oben beteiligen?

Geben Sie doch den Männern die gleichen Chancen!
Bei Alleinerziehenden wäre das sogar durchaus sinnvoll!
Wie wäre es mit einer diskriminierungsfreien 50% Quote bei Sorgerechtsentscheidungen und schnelleren Aberkennen des selbigen bei Verwahrlosung? Ich sage das bewußt aus der Erkenntnis heraus, dass es für mich durchaus sinnvoll gewesen wäre meiner Mutter das Sorgerecht damals umgehend zu entziehen.
Dann hat die Frau die Wahl das Kind auch dem Mann zu überlassen, doch interessanterweise wird Politik für Frauen gemacht und ein Mann der sein Kind nach einer Scheidung aufziehen möchte muss schon nachweisen, dass die Ex-Frau "sittlich verwahrlost" ist, bevor er das Sorgerecht bekommt, während Sie durch falsche Behauptungen wie "unsittliche Berühungen des Vaters am Kinde" nicht einmal spätere Verleumdungsklagen fürchten muss, sondern Fakten geschaffen hat, die das Kind prägen. Von den Vorteilen Kinder legal unterschieben zu können ganz zu schweigen. Jammern Sie nicht über die armen Frauen. Das sind auch nur Menschen!
Warum entscheiden sich aber viele Frauen dann doch für die Alleinerziehenden Rolle und das Kind, wenn sie doch andererseits Karriere machen könnten, wenn der Mann das Kind großzöge? Es geht nicht um Karriere!

Warum rufen alle nach dem Staat? Warum gibt es keinen privaten Markt, von den Kosten mal abgesehen?
Eine Bekannte wollte eine Kinderbetreeung eröffnen, es scheiterte am lokalen WIderstand der örtlichen Kirchen, die meinten das sei Konkurrenz für ihre Kindergärten und Krippen.
Nebenbei: Wenn sich 5-6 Elternpaare zusammentun für die Betreeung ihrer Kinder, können sie fast Vollzeit arbeiten, wenn jedes Paar, jeder Alleinerziehende einen Tag auf die Kinder aufpasst.
Doch das verhindert der Staat durch teilweise irrsinnige Auflagen. Wer hat sich mal damit beschäftigt, welche Auflagen für private Tagesmütter gemacht werden? Warum werden hier Hürden aufgebaut? Bewußt, um der staatlichen Erziehung den Weg zu ebnen!
Niemand hindert Eltern selbstinitiativ zu werden, sich zu organisieren und Betreuungen zu gründen. Bei 300 Euro pro Monat pro Kind für sieben Kinder könnte man eine festangestellte Fachkraft beschäftigen. Teurer als die staatlichen Tarife ist es dann auch nicht. Bei Mehreinnahmen durch doppeltes Einkommen 300 Euro nicht viel.
Warum muss der Staat Grundversorgungen zur Verfügung stellen, wenn es doch auch möglich wäre selber aktiv zu werden? Später schieben wir dann die Renter in Heime ab. Aber jammert dann nicht.

Gegenfrage: Warum soll ein Paar mit doppelten Einkünften einen teuer subventionierten Krippenplatz bekommen, der von allen Familien per Steuern bezahlt wird, auch von denen, die diese Segnung nicht in Anspruch nehmen und dafür Einkommenseinbußen hinnehmen? Der Bedarf nach Kinderbetreuung ist höchstpersönlich, wer gerne arbeiten möchte (und ich rede vom Zeitraum unter 3 Jahren, danach haben wir ein gut funktionierendes Kindergartensystem, das auch unbestritten wichtig ist), kann das tun, dann aber bitte auf eigene Kosten. Die anderen Eltern lassen sich ihren Erziehungsaufwand ja auch nicht per "Heimsubventionierung" vergüten. Ich empfehle die Lektüre des Beitrags von Herrn von Wachter (FAZ- gleichgeschaltet). Den Familien nicht das Geld wegnehmen, sondern belassen und danach: Wahlfreiheit.

"Haben Sie selber Erfahrung damit? Wenn nein, sollten Sie auch nicht so laut brüllen hier."
Ja, das habe ich, da ich selber aus einer Wohnung geholt wurde, um danach drei Jahre im Kinderheim aufzuwachsen.
Vielleicht sollten Sie einfach mal Ihren Umgangston hier im Forum ändern? Dann würde ich Sie auch nicht so angreifen. Ihre Reaktion zeigt, dass Sie keine Ahnung haben.
Wohlbehütet aufgewachsen und vorgeben sich "sozial" zu engagieren reicht nicht, um die Wirklichkeit wahrzunehmen, denn dann nimmt man nur die Wirklichkeit wahr, die man sich selber konstruiert.
Ich finde es immer wieder niedlich, wie man attackiert wird, wenn man als selbst Betroffener nicht die Meinung des "sozialen" Mainstreams teilt, weil man weiß, wie scheinheilig dieser daherkommt.

Herr Geyer hat es endlich auf den Punkt gebracht! Hier geht es um eine Grundversorgung und ganz besonders vorallem um die von den Frauen (und in der Folge natürlich den Paaren) lang ersehnte Wahlfreiheit. Wahlfreiheit eben auch für eine eigene Vorstellung der Gestaltung einer Familie (was ein gewisses demokratisches Grundverständnis notwendig macht), welche letztendlich der gesamten Gesellschaft und auch ihren Sozialsystemen zu Gute kommt. Es ist ebenfalls endlich an der Zeit, dass sich die Politiker - aller Couleur -nicht weiterhin auf Kosten der Gesellschaft mit unqualifizierten und ständig veränderten Aussagen je nach Gusto profilieren und so den wirklich dringend notwendigen Auf- und Ausbau in der Kinderbetreuung verzögern. Wir hinken in Europa schon lange hinterher und die Politik bildet hier nicht die mehrheitliche Meinung und das Bedürfnis der Bürger ab. Wie die Bürger ihr Familienleben gestalten, muss aus demokratischem Grundverständnis heraus ihnen überlassen werden. Zumindestens sollte uns (besonders den Frauen) endlich eine Wahlmöglichkeit geboten werden. Diesbezüglich könnten die Steuergelder sinnvoll investiert werden. Schön wär`s! Ass. jur. Janine-Isabelle Emmrich (39 Jahre, derzeit noch kein Kind)

Jetzt regen sich alle wieder ordentlich auf um danach in eine angenehme Ermüdung zu fallen, mit dem Gefühl es den Anderen wieder so richtig gesagt zu haben. Scheint auch so ein Volkssport der Deutschen zu sein wenn man sich die Kommentare durchliest.
Alles muss richtig kompliziert und unübersichtlich dargestellt werden, dann kann wenigstens nachher keiner sagen man hätte nicht ausreichend nachgedacht. Beiträge von Vogt & Co lesen sich wie Schnipsel aus der Bild-Zeitung und haben keine praktische Relevanz für das Thema.
Vielleicht hilft ja mal ein erfrischender Blick aus dem Fenster zur Abkühlung der Gemüter: In Nachbarländern wie Frankreich funktioniert das staatliche Krippensystem ganz ohne die katastrophalen Folgen, die hier prophezeit werden. Die Krippenplätze oder Tagesmütter sind nicht gratis sondern je nach Einkommen gestaffelt zu bezahlen. Das funktioniert sehr gut wie wir aus eigener Erfahrung sagen können. Keine Anarchie der Tagesmütter und Erzieherinnen sondern eine sehr aufgeräumte Atmosphäre für Kinder ab 6 Monate.
Wer es nicht kennt sollte es sich vielleicht erst einmal anschauen, bevor er hier ein Urteil fällt. Es ist alles nicht so kompliziert wie es sich die Deutschen im Moment mal wieder machen.

Darum geht es eigentlich : Über den Zwang des Geldbeutels den Zwang in die Kindertagesstätte/Kindergarten herzustellen.
Wenn alle (über Abgaben) an den Kosten einer Sache beiteiligt werden,dann werden doch zwangsläufig auch alle am an derselben Sache teilhaben wollen.
Noch dazu,wenn durch unterschwellig ,aber bewußt erzeugten pyschologischen "Druck" Wert und Stellung der "Nur"-Hausfrau mehr und mehr gemindert wird.
Mit den Mitteln des Kapitalismus den Sozialismus wiedereinführen -und das nahezu auf allen Feldern.
Das macht uns Deutsche so leicht keiner vor.

dass man schon am Tonfall den Angehörigen des öffentlichen Dienstes erkennt.
„Der Wirtschaft geht qualifiziertes Personal verloren“ kann nur jemand schreiben, der noch nie in Wirtschaft (dort wo die Gelder erarbeitet werden, um den ÖD zu finanzieren) anwesend war, geschweige denn gearbeitet hat.
Welche angeblich so hoch qualifizierten Frauen gehen denn der Wirtschaft verloren, wenn keine Kinderkrippen vorhanden sind?
Wollen Sie, Herr Freytag, uns wirklich einreden, das Bruttoinlandsprodukt geht in die Knie, wenn die Philosophin, Literaturwissenschaftlerin oder Gleichstellungsbeauftragtin nicht mehr (fast hätte ich geschrieben „arbeitet“) an ihrem bezahlten Platz anwesend ist?
Die Wirklichkeit sieht doch anders aus:
Wenn die wenigen hochqualifizierten Frauen in der Wirtschaft (es gibt schon einige Ingenieurinnen, Konstrukteurinnen usw.) mal drei Jahre nicht arbeiten, fällt das kaum ins Gewicht. Warum soll man dafür die Zukunft der Kinder auf´s Spiel setzen?

Sie haben es erfasst: Es geht um das Stehlen von Geld für die heutigen Renten!
Nur deshalb sollen Frauen arbeiten wie in der DDR und das alte, marode System noch ein paar Jahre über Wasser halten.
Wehe uns, wenn diese selber wie die Frauen in der DDR Renten erhalten müssen!
Dann ist niemand mehr da, der das finanziert.

Ist ja interessant, was Sie meinen zu wissen!
Und selbst wenn: Wäre Elterntraining denn nicht auch sinnvoll? Oder wollen Sie, dass noch mehr Kinder verwahrlosen?
Haben Sie selber Erfahrung damit? Wenn nein, sollten Sie auch nicht so laut brüllen hier.

Frau von der Leyen hat es deutlich gesagt, um was es ihr geht: Die Demographische Katastrophe abwenden!
Sprich die Renten sollen "sichaaa" sein!
Vor 30 Jahren waren sie das mit einer Alleinverdienerfamilie, heute braucht man Doppelverdiener, egal ob die Familien das wirklich wollen - die Mehrheit der Frauen will das nicht laut Umfragen .
Was macht man, wenn auch alle West-Frauen Rentenansprüche haben?
Die Dreifachverdienerfamilie, in der Kinder dann zur Kinderarbeit für den Staat geschickt werden, um die Renten zu sichern?

Jetzt ist wohl die FAZ auch schon gleichgeschaltet. Christian Geyer sagt, die Politiker sollten nicht mehr Gründe für und gegen Krippen vorbringen. Geyer will Krippen, ohne dafür Gründe vorzubringen. "Grundversorgung", keine Diskussion!
Wieso soll denn der STAAT so etwas machen? Warum nicht die Bürger selbst? Es ist nicht verboten, Krippen zu eröffnen. Der Staat hat den Eltern das von ihnen verdiente Geld zu lassen. Derzeit stiehlt er es ihnen. Sie müssen ungerecht viel Steuer zahlen und müssen gleichzeitig für ihre Kinder und für die Rente zahlen. Wird den Eltern das Geld nicht mehr gestohlen, können Sie entscheiden, ob sie damit einen Krippenplatz finanzieren oder die Kinder selber erziehen. Offensichtlich ungerecht ist, wenn Einverdienerfamilien Steuern bezahlen müssen, mit denen die Krippenplätze anderer bezahlt werden.

Ja, ich denke an den Geldbeutel von Alleinverdienern, warum sollte ich das leugnen?
Warum soll ein Doppelverdienerhaushalt nicht für die Kinderbetreuung selber aufkommen, bei einem Familieneinkommen von ca. 4000 bis 5000 Euro, während ein Alleinverdienerhaushalt mit 2500-3000 Euro auskommen muss?
Was ist sozial gerecht den Doppelverdienern noch mehr zu schenken? Und was ist, wenn ein Elternteil nicht arbeiten KANN oder keine Arbeit findet? Warum auch immer?
Sollen diese Eltern dann noch mit ihren Steuern vom Alleinverdiener den Doppelverdienern die Leistungen in den A... schieben?
Im Übrigen: Wir würden als Doppelverdiener davon profitieren, wenn Doppelverdiener besser gestellt werden. Gerecht finde ich es noch lange nicht eine Umverteilung von unten nach oben zu starten, denn nichts anderes wäre die Begünstigung von Doppelverdienern Ehen.

Eine Querverbindung zwischen Kindern, Autos (Kfz-Steuer) und der aktuellen 'hypen' Umwelt(schutz)diskussion gibt es! Familien/Paare/Alleinerziehende mit einem, zwei oder gar mehr Kindern benötigen in der Regel ein etwas größeres Auto (welche i.A. mit einem stärkerem Motor ausgestattet sind) als Singles/Paare ohne Kinder - allein schon, um einen praktikablen Tagesablauf geregelt zu bekommen. Nun soll aber ein größeres Auto (mit stärkerem Motor) zu mehr Steuerlast führen - auch für die Eltern unserer Zukunft? Es würden wieder einmal Familien/Paare/Alleinerziehende mit Kindern bestraft!
Warum nicht eine degresive Kfz-Steuer, gemessen an den Kindern im Haushalt (als ein plattes Beispiel)?
Und - sollten wir nicht den Eltern die individuelle Entscheidungsfreiheit zubilligen, in welcher Form sie ihre Kinder heranziehen (solange das Wohl und das Leben dieser Kinder nicht gefährdet wird natürlich)?! Wenn denn KiTa's so verpönt sind in Deutschland, dann lasst uns doch nach alternativen, bezahlbaren Betreuungsmöglichkeiten suchen - für Eltern, die weder ihre Kinder noch ihre Kreativität vernachlässigen wollen!

Lieber Herr Friederich,
ich habe eine Tochter und ich habe einen Sohn. Ich habe einen akademischen Beruf und ich übe ihn auch in Teilzeitarbeit aus, nachdem ich mich bis zum Kindergartenalter (worunter ich immer noch 3 Jahre verstehe) vorwiegend um meine Kinder gekümmert habe. Mein Mann ist ebenfalls ein halbes Jahr in Elternzeit gewesen, in seinem beruflichen Umfeld eher ein Novum. Ich finde es selbstverständlich, dass Frauen einen qualifizierten Beruf erlernen und diesen auch ausüben. Es gibt aber auch die Bedürfnisse von Kindern und ich sehe Familien, die von dem Dogma, alles parallel unter einen Hut zu bringen, total ausgebrannt sind. Ich finde es also falsch, wenn Politik suggeriert und finanziert, dass ein Lebensmodell zum Vorbild wird, dass auf Kosten der Kinder geht und Frauen noch früher in die Doppelbelastung bringt/zwingt. Es gibt schützenswerte Lebensphasen für Familien, die durch nichts zu ersetzen sind.
Diese Phasen dauern nicht nur ein Jahr, sondern mehrere. Sie werden sehen: der nächste Schritt wird sein, dass die dreijährige Elternzeit Schritt für Schritt verkürzt wird, so dass die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz immer früher erzwungen wird. Dann wird es richtig schwierig mit der Wahlfreiheit.

...soll nun mit dem politrhetorischen Allzweck-Etikett "Grundversorgung" vorangetrieben werden?
Kein Wunder, dass immer weniger Menschen Eltern werden wollen, wenn sie damit rechnen müssen, ihre Kinder weder nach ihren eigenen Vorstellungen erziehen, noch bilden zu dürfen.
Wer möchte schon Kinder haben, wenn er damit rechnen muss, dass sie zu Beamten erzogen werden?

wie die neue Kfz-Steuer kann die Politik nur mehr Geld wittern oder Schulterklopfen aus Brüssel, oder beides - dann geht es noch schneller.
Wie sich die CDU in die KiTa-Diskussion verrannt hat zeigt das Bild der Ministerin: Kinder abgeben und Karriere machen.
Ich kenne einige Kinder die so aufgewachsen sind:
Völlig unfertig fürs Leben sind diese.

Krippenplätze sind keine Perspektive für Kinder.
Sie bieten allerhöchsten den Müttern die Perspektive, die Grundversorgung der Familie zu sichern - eine sehr traurige Bilanz der Emanzipation.
Unser Staat zieht es also vor, den Nachwuchs ohne die Lebenserfahrung und Kritikfähigkeit der Eltern zu erziehen und mulipiziert die Arbeitskraft der Eltern zu einem Grundsicherungseinkommen in einer ungleichen Formel.
Die deutsche Kleinfamilie ist die Revanche der "Starken Jahrgänge" für die Politik und Wirtschaft, die ohne den denkenden Menschen auskommen wollte.
Nur der Älteste durfte studieren; vererbtes Spielzeug bis hin zu den Schuhen - so etwas kann bei der eigenen Familienplanung prägen. Dazu kommen die Aussichten auf das 21. Jh. und wer will unter diesen Bedingungen noch die Verantwortung für 5 Kinder übernehmen, damit Deutschland endlich zum 100 Millionenvolk anwächst?

Ein sehr schöner Artikel, die Kommentare sind allerdings mehr als unverständlich. Wozu Krippenplätze?? In einem Land in dem man sich schon bei der Zeugung des Kindes auf einen Krippenplatz anmelden muss, läuft einiges falsch. Wer zu Hause bleiben will, der kann das gerne tun. Viele andere, vorallem junge Eltern können es sich nicht leisten ihren Job für längere Zeit aufzugeben. Der Wirtschaft geht qualifiziertes Personal verloren und der spätere Wiedereinstieg in die Arbeit ist mehr als schwierig.
Desweiteren ist eine Erziehung des Kindes in einer Krippe förderlicher als eine Erziehung zu Hause, wo das Kind kaum in Kontakt mit Gleichaltrigen kommt. Schauen sie sich die Modelle in Skandinavien an. Dort ist das Früherziehungssystem weitaus besser ausgebaut und Studien zeigen, dass es dem Wohle des Kindes förderlicher ist.
Dies sind keine neuen Erkenntnisse und es wird höchste Zeit, dass sich entwas in der Früherziehung ändert. Es ist eine der lohnendsten Investitionen, die man machen kann.
Menschen, die sich dagegen streuben, haben wohl keine Kinder und denken nur an ihren eigenen Geldbeutel. Dieser wird in Zukunft aber von den Kindern gefüllt.

natürlich, die Frauen sind immer die hart arbeitenden Teile in einer Ehe, der Mann ist eh nur der faule Schmarotzer, der sich um nichts kümmert, die Kinder links liegen läßt und anschliessend in die Eckkneipe geht, um sich einen reinzuschütten.
Es leben die Vorurteile, es lebe die Diskriminierung! Ach, wie ich Emanzipation liebe!
Sagen Sie es doch: Es geht Ihnen nicht um Emanzipation, sondern darum genauso faul sein zu dürfen, wie Ihr Ehemann! Das wäre dann wenigstens ehrlich.
*ggg*
Ansonsten: Einfach mal die Menschen so leben lassen, wie sie es selber wollen und "Hausmütterchen" nicht verunglimpfen als Arbeitslosenmütter, wie es ein anderer FAZ-Autor mit sozialistischer DDR-Grundbildung hier getan hat. Doch das von Ihnen zu verlangen, ist vermutlich schon zuviel Liberalismus, den ich fordere.
Entweder ein konvervatives Weltbild, oder ein sozialistisches Weltbild in unserer Gesellschaft, dazwischen scheint es nichts mehr zu geben.

Wer hat die Achtung nicht vor Müttern, die ihre Kinder zu Hause erziehen?
Fragen Sie mal Ihren Ossi-Kollegen, der diese Mütter als Arbeitslosenmütter diffamiert.
Ach ja: der Vater, der zu Hause bleibt, während die Mutter arbeitet, bleibt natürlich unerwähnt.

Sehr geehrte Frau von Puttkamer,
stellen Sie sich vielleicht einmal vor, Sie hätten selbst eine Tochter, die mit viel Talent und Begeisterung für ihr Fach auf eine berufliche Zukunft in Forschung oder Wirtschaft hoffen würde. Andererseits habe diese Tochter das Bedürfnis, eine Familie mit Kindern zu gründen, werde aber bei der Suche nach einem engagierten Hausmann nicht fündig (das wäre auch ein Ausnahmefall, könnte man mal thematisieren).
Würden Sie wirklich diese Ihre Tochter vor die knallharte Alternative zwischen Beruf und Familie stellen wollen?
Sollte es nicht für ein solches Paar die Möglichkeit geben, dass beide ihren beruflichen Weg weitergehen und doch den Traum von einer gemeinsamen Familie umsetzen können? Natürlich sollte nicht ohne Rücksicht auf das Wohl der Kinder an einer Karriere gebastelt werden, komme, was da wolle. Aber eine Mischung aus extra- und intrafamiliärer Betreuung kann doch wohl ein guter Weg sein sein (nicht nur eine Notlösung), und deshalb muss es diese Möglichkeit auch geben.
Anmerkung: Wenn ich eine Tochter und nicht einen Sohn imaginiert habe, dann deswegen, weil ich Sie nur so zu überzeugen hoffe. Der Gedankengang hängt daran natürlich in keinster Weise.

Allmählich gehts los. Mit einer entsprechenden Grundversorgung hätte ich auch, hätte jeder, "mehr Wahl", sogar die Wahl arbeiten zu gehen oder nicht.
Mir würde es schon reichen, wenn wenigstens das Existenzminimum von Familien steuerfrei gestellt wäre. Das hat das Bundesverfassungsgericht ja erst vor vielen Jahren reklamiert. Aber selbst die Verfassung beeindruckt ja offensichtlich unsere Regierung nicht mehr.
Wenn man aber nicht einmal das Existenzminimum steuerfrei stellt wie höchstrichterlich geboten, dann aber solche Krippenvorschläge macht, die ja Steuergelder kosten, dann darf man wohl annehmen, das das Mache ist, daß DIEDAOBEN Lebensentwürfe staatlich steuern wollen.

Und wieder wird die Diskussion um einen zündenden Gedanken bereichert. Grundversorgung mit Krippen, aber wozu eigentlich? Der Staat gibt viel Geld aus, damit etwas geschaffen wird, was gar nicht nötig wäre, wenn das Geld direkt an alle Familien fließen würde. Niemand wäre dann gezwungen zu arbeiten, wenn seine Kleinstkinder ihn eigentlich brauchen. Und wer dann trotzdem arbeiten will - zum Anheben des Lebensstandard oder des Selbstbewußtseins - bitte schön: das Geld kann dann zusammen mit dem Kind in die Krippe gelegt werden.
Anderer Vorschlag: Grundversorgung mit Bordellen auf Staatskosten. Wer dann partout noch treu sein will, bitte schön, für alle anderen gibt es die Wahlfreiheit.
Oder noch besser: Schönheitsfarmen für alle! Wer häßlich bleiben will, wird nicht gezwungen, aber so viel Wahlfreiheit muss schon sein.
Nein, jetzt hab ich´s: Autos für alle! Kurbelt die Wirtschaft an, schafft Arbeitsplätze (ja, genau wie die Krippen) und wer dann noch aus Umweltgründen nicht fahren will, ist selber schuld. Ein Fahrrad gibt´s aber nicht stattdessen, gell!
Na Herr Geyer, wie wär´s?

Gibt es bei der FAZ keine Redakteure, die auch die Tatsache angemessen würdigen, dass die ersten Jahre Kinder nicht in die Krippe gehören und dass das nur eine Notlösung sein kann? Wir sind eines der reichsten Länder der Erde und sollten uns nicht Krippen als Normalität vorgaukeln lassen! Es geht hier nicht um Wahlfreiheit, denn es gibt keinen Zwang zur Doppelverdienerehe! Der Staat muß nur mehr tun für Alleinerziehende und die Einverdienerehe mit Kindern. Wir sind bisher ganz gut ausgekommen ohne den Berufsstress für Mütter in den ersten Kindeslebensjahren! Statt Kinderkrippen zu finanzieren sollten Einverdienerehen mit Kindern besser gefördert werden, weil das besser für die Gesellschaft ist! Lehrer wissen davon ein Lied zu singen, wenn die Eltern beide berufstätig sind und die Kinder darunter leiden und deshalb in der Schule gereizt und aggressiv sind!

Offensichtlich scheint ein Jahr Elterngeld nicht 20 Jahre Erziehung plus 5 Jahre Studiengebühren plus undefinierte Jahre Unterhalt der Generation Praktikum aufzuwiegen, ganz zu schweigen vom Verzicht auf die eigene Entfaltung in Freizeit und Karriere.
Ich vermute, auch in einer postindustriellen Gesellschaft brauchen die Menschen den gleichen Druck, Kinder zu bekommen, wie in einer archaischen Jäger- und Sammlergesellschaft: wer keine Kinder hat, wird im Alter allein dastehen.
In unserer Gesellschaft ist es aber intelligenter, keine Kinder zu bekommen und sich später von den Kindern Anderer versorgen zu lassen.

endet der Artikel leider sehr undifferenziert.
Niemand, auch Herr Schönbohm nicht, hat etwas gegen einen Ausbau von KiTas. Wogegen zu opponieren ist ist allerdings das Ansinnen, ihren Besuch auf Kosten aller Steuerzahler (also auch z.B. der Alleüinverdiener-Familien) zu finanzieren.
Dadurch, dass man (der Staat) sich dieses Geld also zunächst bei der Masse (u.a.) der Familien holt und es anschließend nur einem Teil (nämlich den KiTa-Nutzern) zukommen lässt entsteht einerseits eine neue materielle Ungerechtigkeit, andererseits wird ein ganz bestimmtes Familienbild öffentlich durch Förderung bevorzugt.
Das hat dann nicht mehr viel mit echter "Wahlfreiheit" zu tun!

Die Argumentation des Herrn Geyer nachzuvollziehen ist nicht möglich, da es sie nicht gibt. Worin der Unterschied zwischen dem Angebot von Hybridautos und dem von Kinderbetreuungsplätzen besteht, wird sein Geheimnis bleiben. Und es mag eine Glaubensfrage sein, welche Art der Kinderbetreuung dem Kindeswohl dient. Analoges lässt sich von Hybridautos und dem Umweltschutz feststellen. Auffallend ist nur, dass Herr Geyer sich die Hybridautos von der Industrie für den privaten Konsumenten wünscht. Die Kinderbetreuungsplätzen dagegen vom Staat. Man fragt sich warum.

...mal ein Artikel in der FAZ zum Thema Familienpolitik, der nicht so elend ideologisch gefärbt ist und der die Kirche in dem Dorf lässt, in dem sie gebaut wurde.
Vielen Dank Herr Geyer. Sind sie junger Vater?
Allerdings vermute ich, dass auch hier wieder die Herren der Schöpfung (in den Kommentaren zu Artikeln über Familienpolitik findet man erstaunlich wenig Frauen, warum eigentlich? kann es sein, dass die meisten Mütter und potentiellen Mütter vor Wut in den Tisch beissen, oder haben sie ganz schlicht keine Zeit und keine Lust ihre kostbare Zeit mit dem Lesen bizarrer Ansichten zu vertrödeln) ihren Machisme dazugeben müssen. Schade eigentlich.