
In der "Emma"-Redaktion gehts reaktionär zu, alles wird dem Feminismus willkürlich untergeordnet. Deshalb eigentlich ein schlechter Witz, aber man muß sehen, daß Schmidt der alleinige Juror war, das erklärt Alles.

alice schwarzer ist in der tat eine leuchtende ikone der deutschen intellektuellen der nachkriegszeit und hebt sich durch ihre immer wieder unter beweis gestellte fähigkeit zum freien und selbständigen denken sehr positiv ab. harald schmidt ist in meinen augen auch ein würdiger juror.

Herr Schmidt wird sicher gute Gründe zu haben, Fr. Schwarzer, die ja mehrmals in seinen Shows aufgetreten ist und dort auch in der Regel für gute Stimmung gesorgt hat zu ehren.
Zu den größten intellektuellen Leistungen Fr. Schwarzers gehört zweifellos auch ihr Meinungsaustausch mit Fr. Pooth auf dem Sofa von Herrn Kerner. Es war eine Freude zu verfolgen, wie das sprachliche Sturmgeschütz Schwarzer und die Frau, die durch ihren unvergleichlichen Verona Sound, man könnte also sagen durch die Macht ihrer Worte mediale Bekanntheit erlangt hatte, dezidiert die verschiedensten Probleme des Feminismus besprachen und sich dabei zunächst in nachstanden. Ich schreibe zunächst, denn im Verlauf des Gesprächs hat Fr. Schwarzer gezeigt, dass sie ein ganz anderes Kaliber ist als Fr. Pooth, hat sämtliche Verteidungsargumente vor Fr. Pooth sturmreif geschossen und den Sieg errungen. Denn eines muss klar sein: Es kann nicht sein, dass jemand versucht, sich durch sein Aussehen Vorteile zu verschaffen!
Für mich ist Frau Schwarzer seitdem eine Ikone. Sie hat Verona Pooth besiegt. Ganz allein!

Harald Schmidt feiert heute den Feminismus und morgen den Chauvinismus, gestern war es, glaube ich, noch der Fauvismus oder Kretinismus. Eh alles egal.
Herzlichen Glückwunsch, wem auch immer.

der letzten Monate spielt das bei Schmidt nun auch keine Rolle mehr.