Börne-Preis

Harald Schmidt ehrt das Sturmgeschütz Schwarzer

06. Februar 2008 Die Journalistin und Schriftstellerin Alice Schwarzer erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis. Wie die Börne-Stiftung am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, entschied dies als alleiniger Juror Harald Schmidt.

Der Fernsehmoderator würdigte die 65-jährige Schwarzer als „personifiziertes Sturmgeschütz der Gleichberechtigung“ und „unsere Simone de Beauvoir ohne Sartre“. Die Auszeichnung geht an deutschsprachige Autoren für hervorragende Leistungen in den Sparten Essay, Kritik und Reportage. Der seit 1993 vergebene Preis erinnert an den scharfzüngigen jüdischen Schriftsteller Ludwig Börne (1786-1837). Der Preis wird am 4. Mai in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

Die auch aus vielen Talkshows bekannte Schwarzer leite die Redaktion der Zeitschrift „Emma“ seit über 30 Jahren „als eine Art Vatikan der Frauenbewegung“, heißt es in der Begründung Schmidts weiter. Dies tue sie leidenschaftlich, streitlustig und mit Witz und Humor. „Wir haben verstanden: Als Mann wird man nicht geboren, man wird es“, witzelte Schmidt.

Das Spektrum der Bücher Schwarzers reicht von „Der kleine Unterschied und seine Folgen“ (1975) bis zu einem jüngsten Lesebuch über die französische Schriftstellerin Simone de Beauvoir, eine Ikone der Frauenbewegung. Zu den Börne-Preisträgern gehören unter anderem der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger sowie die Publizisten Rudolf Augstein, Joachim Kaiser, Marcel Reich-Ranicki und Joachim Fest. Im vergangenen Jahr hatte der Journalist Henryk M. Broder die Auszeichnung erhalten.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: picture-alliance / dpa

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