Demographie

Unser Verschwinden würde gar nicht auffallen

Demographisches Denken ist ins Zentrum unseres politischen Handelns gerückt. Damit steigt die Gefahr von schiefen Interpretationen. Vierzehn Richtigstellungen von dreizehn Legenden über die demographische Entwicklung Deutschlands.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. August 2006 15:48

Ja, packen wir es an!

Peter Luther (HAHOHE)

Dafür bin ich absolut! Aber "anpacken" ist etwas Aktives, also etwas, was ich direkt und unmittelbar tue. Die Gutmenschen und Umverteiler packen dann doch aber lieber die Geldbeutel der bösen Besserverdiener an. Das ist populistischer, die sind auch zu wenige um sich Gehör zu verschaffen und wenn doch... na die werden schon sehen!
Viel Spaß!

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09. August 2006 15:18

Seit 1972

Christine Ulrich (Chris2505)

So weit ich mich an die diversen Artikel, welche ich zum Thema Geburtenrate gelesen habe recht erinnere, liegt es nicht daran, dass weniger Frauen (u. Männer) Kinder bekommen, sondern, dass sie weniger Kinder bekommen. Es handelt sich um den sogenannten Pillenknick 1972. Frauen konnten weitgehend Selbstbestimmen, weniger Kinder zu bekommen. Offensichtlich haben Frauen vor dem Pillenknick nur mehr Kinder gegen ihren Willen bekommen. Dieser Zustand hätte also schon 1972 erkannt werden können und man hätte dementsprechend gegensteuern können. Nun haben wir bekanntermaßen das Jahr 2006 - hallo schon aufgewacht - und plötzlich wird diese überraschende Entwicklung erkannt. Was kann nun außer nach typisch deutscher Art mit dem Finger auf andere zu Zeigen oder zu meckern getan werden? Mehr Kinder kriegen quasi aussichtslos, da es zu lange dauert. Das System umstellen? Die einzige Möglichkeit! Es gibt viel zu tun packen wir es an.

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26. Juli 2006 16:08

Detuschland ist schoen

Frank Martischewski (Ovozim)

Aber andere Laender eben auch. Angesichts der Tatsache, dass es dank der Globalisierung&moderner Kommunikationsmoeglichkeiten&Arbeitsplatzflexibilitaet&meiner Anpassungsfaehigkeit viele Gegenden gibt, in die ich mich zurueck ziehen koennte, wuerde ich diesem eigentlich sehr schoenen Land, deren Sitten&Gebraeuche man wohl erst schaetzen lernt, wenn man es mal von aussen sieht, nach ein paar kleinen Traenen den Ruecken kehren. Wir reden hier immer noch von uns Individuen, und jede "Art" ueberlebt, indem der einzelne Teil fuer sich das beste tut, mit Ruecksicht auf andere, ihm nahe.
Der Staat ist ein kuenstliches Gebilde und "bildet" sich zum Glueck auch in jeder Hinsicht zurueck. Wer es nicht schafft, nationale Gefuehlsmauscheleien hinter sich zu lassen, der hat verloren im Konkurrenzkampf. Menschen zogen schon immer vom schlechten zum guten Ort, diese Eigenart wird erst seit 1648 extrem eingeschraenkt. Wenn die Buerden hier zu schwer werden, dann ist es meist leicht ein schoeneres "Woanders" zu finden. Wenn man mich dann laesst, werde ich mich um meine Kinder&um mein Umfeld kuemmern, ihnen wird es gut gehen&ich werde mich dann auf sie verlassen koennen. Nicht auf die mitfinanzierten anonymen Solidaritaetsgeister, 800km entfernt.

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26. Juli 2006 12:48

es gibt bald nichts mehr umzuverteilen

Richard Herden (richardherdenqwert)

Die Menschen stimmen mit den Füßen ab,
während oben über ideale Systeme theoretisiert wird.

150.000 meist junge leistungsstarke Menschen flüchten
jedes Jahr aus den ihnen aufgezwungenen Umlage-
und Umverteilungssystemen Deutschlands, indem sie
einfach auswandern. Dazu kommt das steigende Heer
derjenigen, die sich in nicht sozialversicherungspflichtigen
Minijobs dauerhaft einrichten. (das dürften noch mehr sein)

Die deutschen Zwangs"versicherungs"-
und Umlagesysteme sind ein einziger Betrug
an den jungen, leistungsstarken Menschen.

Darum laufen sie auch scharenweise davon.

Ihr Umverteilungsideologen könnt jetzt weiter
mit Eurer Puppenstube spielen und auf das böse Volk
schimpfen, das Euer Paradies nicht erkennen will,
und von Mauern mit Stacheldraht und Zäunen träumen,
damit Euch die Republikflüchtlinge nicht weglaufen.

Die zahlreichen Auswandererblogs
z.B. des Manager Magazins sprechen Bände:
Freiheit wagen funktioniert.

Wer will sich schon zwangsweise sein erarbeitetes Geld
von selbsternannten Gutmenschen für deren "Solidarität"
abknöpfen lassen. Leider werden es Leute wie H. Mersch
und H. Lauterbach erst einsehen, wenn der letzte junge
arbeitende Steuerzahler ausgewandert ist.

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20. Juli 2006 23:46

@Richard Herden

Peter Mersch (peter491)

Sie schreiben:
"Die Umverteilungsideologen können jetzt weiter
ihre Puppenstube einrichten und auf das böse Volk
schimpfen, das sein Paradies nicht erkennen will,
und von Mauern und Zäunen träumen, oder zur
Abwechslung mal das System den Menschen
anpassen, damit sich Leistung wieder lohnt."

Ja, und das sähe dann wie aus?

Bislang wurde die Gesellschaft immer an Anforderungen angepasst.

Beispiel: Die bösen Daltons streifen durch die Straße und bedrohen alle Bürger. Lösung: Kleine Steuer von jedem einsammeln und Sheriff bezahlen.

Neues Problem: Es werden keine Kinder mehr in die Welt gesetzt. Lösung: Steuer von denen einziehen, die keine Kinder aufziehen und Eltern bezahlen, die dann viele aufziehen.

Ihre Lösung: System wird den Menschen angepasst. Also Schulen schließen, Kindergärten auch. Öffentliche Einrichtungen an die kinderlose Gesellschaft anpassen.

Oder habe ich Sie da falsch verstanden?

Dass natürlich all die gegen eine Umverteilung sind, die bislang die Gewinner einer ungerechten Verteilung sind, ist klar. Wer von der Transferausbeutung der Familien profitiert (Kinderlose), will natürlich, dass sich daran nichts ändert.

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20. Juli 2006 12:37

auswandern (nicht unbedingt in den Kongo)

Richard Herden (richardherdenqwert)

Schön, dass wir uns jetzt mit den ärmsten Ländern
Schwarzafrikas vergleichen, um unsere Theorien zu
rechtfertigen. Da bin ich bei Ihnen: im ländlichen Kongo
sind vermutlich (war selbst nie da) Kinder die einzige
Altersvorsorge des Bauern, der irgendwann den Pflug
nicht mehr führen und seinen Acker nicht mehr
bestellen kann, so dass keine Hirse mehr wächst
wenn der Sohn nicht den Ochsen einspannt.

Zurück nach Europa: die zahlreichen Auswandererblogs
z.B. des Manager Magazins sprechen Bände. Entweder
unsere Sozialtheoretiker hören auf, krampfhaft die
Menschen dem System anpassen zu wollen, oder
es wandern noch mehr aus. (sei es direkt oder durch
Flucht in nicht sozialversicherungspflichtige Minijobs)

Die deutschen Zwangs"versicherungs"-
und Umlagesysteme sind ein einziger Betrug
an den jungen, leistungsstarken Menschen.

Darum laufen sie auch scharenweise davon.

Die Umverteilungsideologen können jetzt weiter
ihre Puppenstube einrichten und auf das böse Volk
schimpfen, das sein Paradies nicht erkennen will,
und von Mauern und Zäunen träumen, oder zur
Abwechslung mal das System den Menschen
anpassen, damit sich Leistung wieder lohnt.

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19. Juli 2006 23:32

@lars johannes

Peter Mersch (peter491)

"Im Kongo sind Kinder noch eine origniaere Altersversorgung (wenn auch als Schneeballsystem). "

Ach schon wieder eins? Nun werden auch schon im Kongo die Schneebälle gemacht.

"Ausserdem: Auch wenn es dazu noch keine Theorie gibt deutet alles darauf hin, dass sich meschliches Wohlsein und Zuknuftsvertrauen aus der relativen Einkommensentwicklung ergibt, nicht aus den absoluten Einkommenszahlen. Sonst koennte man ja in Deutschland die Sozialhilfe in Deutschland auf 100 EUR kuerzen mit dem Hinweis, dass das im globalen Massstab ohnehin viel zu viel ist."

Da werden absolute Größen, relative Größen und relative Entwicklungen aber munter durcheinander geworfen. Kein Wunder, dass es dazu noch keine Theorie gibt.

""...sondern nur zu viele Individualisten."
Das klingt aber mal wieder stark nach "social engineering". Dass sowas nicht funktioniert sehen wir doch die ganze Zeit."

Wenn jemand sagt "Es regnet zu viel" und als Antwort erhält: "Das klingt aber mal wieder stark nach Weather Engineering" fragt er sich natürlich unwillkürlich, ob der andere von einem anderen Planeten stammt.

""Nehmen wir einmal an, es wäre Ihnen freigestellt, wieviel Steuern Sie zahlen."
Ist doch schon lange so."

Na dann ist doch alles prima!

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18. Juli 2006 15:08

Kongo und so...

Lars Johannes (lars.johannes)

"Sie meinen also, wir hätten schlechtere Zukunftsaussichten als zum Beispiel die Bevölkerung im Kongo (Fertilitätsrate 6,45)."
Im Kongo sind Kinder noch eine origniaere Altersversorgung (wenn auch als Schneeballsystem). Da ist die Entscheidungsgrundlage eine andere.
Ausserdem: Auch wenn es dazu noch keine Theorie gibt deutet alles darauf hin, dass sich meschliches Wohlsein und Zuknuftsvertrauen aus der relativen Einkommensentwicklung ergibt, nicht aus den absoluten Einkommenszahlen. Sonst koennte man ja in Deutschland die Sozialhilfe in Deutschland auf 100 EUR kuerzen mit dem Hinweis, dass das im globalen Massstab ohnehin viel zu viel ist.

"Stattdessen versuchen die, die aus der Tatsache ihre Vorteile gezogen haben, ihr Tun nun moralisch zu rechtfertigen:
- das Rentensystem ist ein Schneeballsystem
- wir brauchen eine kapitalgestützte Rente"
Das ist falsch. Die beiden Argumente werden von denjenigen vorgebracht, die durch das Umlagesystem verlieren.

"...sondern nur zu viele Individualisten."
Das klingt aber mal wieder stark nach "social engineering". Dass sowas nicht funktioniert sehen wir doch die ganze Zeit.

"Nehmen wir einmal an, es wäre Ihnen freigestellt, wieviel Steuern Sie zahlen."
Ist doch schon lange so.

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18. Juli 2006 11:31

@ Herr Mächler

Peter Luther (HAHOHE)

Warum nur glauben alle, dass all unsere Probleme mit dem "Kriegen" von möglichst vielen Kindern gelöst werden würden? Ich profitiere in keinster Weise vom System. Im Gegenteil - ich zahle ohne Ende ein. Gern wüßte ich mehr darüber, wie MEIN eingezahltes Geld verwendet wird. Kein Problem - ganz im Gegenteil - es ganz gezielt für die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses einzusetzen. Aber ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass das ledigliche "Kriegen" von Kjndern schon alle Probleme lösen würde. Nein, wir müssen diese dann auch erst noch sinnvoll auf ihr Leben in der Gesellschaft vorbereiten. Auch daran hapert es in der Breite! Denken Sie mal darüber nach!

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18. Juli 2006 10:18

@ es sind nicht zuviele

Rainer Mächler (wozu)

Herr Mersch, genau so ist es.
Kinderkosten werden privatisiert, der Kindernutzen sozialisiert.
Es wird der Kindernutzen angezweifelt (sind doch eh mißraten, zuviele usw) und so getan, als ob man Familien fördern würde.

Wer von diesem System profitiert, will wahrscheinlich keine Änderung. Er wird es aber in eine tiefe Legitimationskrise stürzen.

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18. Juli 2006 09:13

ach Herr Mersch...

Peter Luther (HAHOHE)

so glauben Sie doch bitte nicht, dass es mit dem "Kriegen" von Kindern getan wäre. Sie müssen ja - und das erklären Sie selbst ja auch - auch erst noch erzogen werden. Nicht irgendwie, sondern zu mündigen Bürgern. Da kommt dann doch schon die erste Grundfrage auf, wer ein Kind "vernünftig" erziehen kann. Die selbstverwirklichte Alleinerziehende - oh Entschuldigung, sie wollte ja nicht allein sein....aber leider konnte sie den "Richtigen" nie finden. Ich weiß, das ist jetzt wieder gemein und wahrscheinlich fallen hernach wieder irgendwelche Interessengruppen über mich her. Aber: DAS IST AUCH EIN ZEICHEN DIESES VOLLKOMMEN FEHLGELEITETEN INDIVIDUALISMUS in unserer (und nicht nur hier) Bevölkerung.
Übrigens: Warum vergleichen Sie Deutschland mit dem Kongo? Warum wieder so übertreiben? Niemand bestreitet, dass es den Menschen in Afrika deutlich schlechter geht als hier. Und dennoch: Mir wird schlecht, wenn ich sehe, wo wir gesellschaftlich in Deutschland hinsteuern.
Wenn ich die Steuern selbst bestimmen dürfte? Wissen Sie, ich würde den aktuellen Steuersatz bezahlen. ABER: Ich würde gern mitbestimmen, wofür das Geld verwendet wird. Noch besser: Weise mir konkret eine Aufgabe mit Gemeincharakter zu! Übrigens: Was zählt Altenpflege?

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18. Juli 2006 08:38

Es sind nicht zu viele...

Peter Mersch (peter491)

sondern nur zu viele Individualisten. Unsere Gesellschaft basiert auf dem Glücksbestreben des Einzelnen. Daneben gibt es auch übergeordnete gesellschaftliche Ziele. Und wenn die, wie das Aufziehen von Kindern, für den Einzelnen eher mit Nachteilen verbunden sind, werden sie nicht erfüllt.

Die demographische Krise hat einen ganz einfachen Grund: Die gesellschaftlich notwendige Aufgabe des Kinderaufziehens ist freiwillig, aber hauptsächlich mit Nachteilen verbunden. Genauso leicht wie das Problem zu formulieren ist, ist es auch lösbar.

Stattdessen versuchen die, die aus der Tatsache ihre Vorteile gezogen haben, ihr Tun nun moralisch zu rechtfertigen:
- wir sind zu viele (wurde zwar schon von Birg widerlegt, aber was soll's)
- das Schrumpfen tut gut
- kein Vertrauen in die Zukunft mehr
- das Rentensystem ist ein Schneeballsystem
- wir brauchen eine kapitalgestützte Rente

Nachteile hat primär die nächste Generation. Denn es ist ein Unterschied, ob 2 Personen 1 Kind in die Welt setzt und diesem nun erklärt: "Wenn du mal groß bist, musst du uns ernähren" oder das zu 2 Kindern sagt. Das nennt man auch Schuldenlast: Die Alten hatten wenig Arbeit (nur 1 Kind aufgezogen), und dieses dafür dankenswerterweise die doppelte!

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17. Juli 2006 23:50

Viel zu viele !

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Zunehmendes Bevölkerungswachstum ruiniert die noch verbliebene Natur und erschöpft die zu Neige gehenden Ressourcen.

Die Expansion setzt sich fort - trotz ein-Kind-Politik z.B. in China und vergleichbarer Versuche in Indien und anderswo. Über 82 Mio. Menschen allein in Deutschland sind zuviel - z.B. 10 Mio. täten es auch.

Die Sozialsysteme sind "sozial" nie gewesen, weil sie von steigendem Wachstum abhängig sind. Es wird höchste Zeit, sie umzustellen auf Kapitaldeckung und deutlich zu machen, daß auch dies keine Garantie für ein sorgenfreies Leben sein kann.

Es ist die Angst vor elementaren Wahrheiten, die uns alle die Augen verschließen läßt in der Hoffnung, daß was wir nicht sehen, nicht passiert.

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17. Juli 2006 22:50

@Peter Luther: Zukunftsaussichten

Peter Mersch (peter491)

Sie meinen also, wir hätten schlechtere Zukunftsaussichten als zum Beispiel die Bevölkerung im Kongo (Fertilitätsrate 6,45).

Und bessere als die in Hong Kong (Fertilitätsrate 0,95).

Oder ist es nicht vielleicht doch eher ein Konflikt zwischen Individualverhalten und Kollektivverhalten, der einer Regelung bedarf, die es zurzeit aber nicht gibt.

Nehmen wir einmal an, es wäre Ihnen freigestellt, wieviel Steuern Sie zahlen.

Wieviel würden Sie zahlen? Ich möchte wetten, viele würden gar keine Steuern zahlen. Anschließend würde es dem Staat immer schlechter gehen, die Schulen hätten nicht genug Lehrer, auf der Straße würden keine Polizisten schützen.

Kein Wunder würde manch einer sagen: Warum soll man Steuern zahlen, bei den schlechten Zukunftsaussichten? Das wäre doch eine schlechte Investition!

In der Folge: Es werden noch weniger Steuern gezahlt.
Und wenn sie nicht gestorben sind...

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17. Juli 2006 20:23

Weder fehlender Gemeinsinn noch Generationenvertrag

Peter Mersch (peter491)

Das demographische Problem hat nichts mit fehlendem Gemeinsinn oder dem Generationenvertrag zu tun. Letzterer hat ja auch bislang funktioniert. Ein Problem ist durch die steigende Lebenserwartung entstanden. Dagegen hilft auch kein Ansparen. Denn wenn ich 500.000 EUR für das Alter zurücklege, dann aber doppelt so alt werde, habe ich Probleme. Mögliche Lösung: Späterer Renteneintritt.

Auch der fehlende Gemeinsinn ist nicht das Problem.

Stattdessen: Uns fehlen Kinder!

Kinder kosten Geld, verringern die Einnahmen und Rentenansprüche, machen jede Menge Arbeit, schränken die Freizeit ein, sind manchmal undankbar und setzen viel Verantwortung voraus. Unter diesen Voraussetzunngen wollen viele Menschen keine Kinder. Das hat noch geklappt, als die Frauen automatisch Mutter und Hausfrau wurden, jetzt funktioniert das nicht mehr.

Das ist bei Ärzten nicht anders. Auch die arbeiten nur dann, wenn es sich auch materiell lohnt. Da nützen Apelle an Hippokrates und Gemeinsinn nichts.
Deshalb muss ein Modell geschaffen werden, was Erziehungsarbeit unter bestimmten Voraussetzungen lohnend macht. Anders wird es in unserer Gesellschaft nicht funktionieren, bei den Amish vielleicht ja, bei uns nicht.

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