Zwar gelingt es den wenigsten Studien, für den Musikunterricht spezifische kognitive Effekte aufzuweisen. Denn in den meisten Fällen lässt sich nicht ausschließen, dass durch zusätzlichen Unterricht in anderen Inhaltsgebieten dieselben kognitiven Effekte hervorgerufen werden können. Dennoch wird durch diese Untersuchungen am Beispiel von Musikunterricht belegt, dass zusätzlicher Unterricht grundsätzlich positive Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung im Kindesalter hat. Musikunterricht kann daher ein Weg von vielen sein, um die kognitive Entwicklung zu fördern. Man kann die dargestellten Forschungsergebnisse daher auch so interpretieren, dass sie einem mehr Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Art der Förderung lassen – was ja für die Unmusikalischen unter uns gar keine schlechte Nachricht ist! Die Entscheidung, ob man die kognitiven Fähigkeiten von Kindern durch Musikunterricht oder durch zusätzlichen Unterricht in anderen Inhaltsgebieten wie Sprach-, Biologie- oder Physikkursen fördert, sollte sich daher in erster Linie nach deren Neigungen und Interessen richten.
(O. Vitouch, Macht Mozart Schlau? - Bildungsforschung Band 18, Herausgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Seite 154f)
Zitat:"Schließlich verfügen Musikerhirne auch über mehr graue Substanz."
Endlich weiß ich, wo meine permanenten Kopfschmerzen herkommen: kein Platz mehr! :-))
