
...das Recht auf den selbst ausgewählten Zeitpunkt der Erkenntnis und Weisheit, die manchem niemals kommt, muss er seinen Mitmenschen trotzdem lassen

Liebe FAZ vielen Dank für den Artikel über Douglas Tompkins. Man kann über diesen Mann meinen, was man will, aber sein privates Engagement für den Naturschutz ist einzigartig und verdient viel grösserer Publizität, als es derzeit der Fall ist. Vielleicht finden sich ja auch bei uns in Europa Menschen, die anstatt als Kunstmäzen aufzutreten mal was für die Natur tun, die sie zur Erlangung ihres Vermögens ausgebeutet haben. Schade ist, dass Ihr Artikel zwar zeigt, wo Tompkins Konflikte mit andersdenkenden hat, diese Konflikte sind aber so gross, dass sie kaum überschaubar sind. Nicht nur das Misstrauen der populistischer Politiker ist zu finden. Südlich von Pumalin soll eine neue Mine gebaut werden. Der Park stört. Der Park ist kostenlos für alle Besucher. Vorbildlich und sauber. Das stört. In Chile zahlen Ausländer ein Vermögen für den Besuch von Nationalparken mit verdreckten Anlagen. Das stört das nationale Ego. So wurden kurzerhand ein Grossteil der gut ein Dutzend wunderbar und ökologisch angelegten Campsites von den Behörden wegen "Gesundheitsrisiken" geschlossen. Wir waren dort. Nur traurig sein? Man muss wütend sein! Auf uns alle. Denn niemand begreift, dass der Mensch nur Teil des ganzen ist und nicht der Herr der Welt!