
Die Unwirtlichkeit der Städte mag für die Tiere nicht oder jetzt nicht mehr gegeben sein, für den Menschen schon. Städter flüchten noch immer sehnsüchtig aufs Land, ob an Wochenenden zum Kurztrip auf die Berge oder im Urlaub in die Wüsten des Planeten. Noch nie zuvor haben sich die Menschen so in Ihrer Freizeit nach den Weiten der Natur gesehnt - als Kontrast zur stressig-verplanten Erwerbs-Stadtlandschaft. Denn den Sommer riecht man eben immer noch besser auf dem Land... Das Problem ist nur, dass die Freiheit des Landes, meine: der freie Blick in zivilsationsarme Landschaften, immer mehr verschwindet. Weil unsere Gemeindeväter (nicht nur im Osten) auch noch im letzten Kaff neue Gewerbegebiete als Glücksbringer der Menschheit ansehen.
Die weitere Verbreitung der 'Unansehnlichkeit auf dem Land' zu stoppen, ist deshalb die neue Aufgabe der Zeit. Vielleicht sogar ein Rück- und Aufbau von Landschaft, so schwierig-fragwürdig der sein wird. Dies ist nicht mehr nur eine ökologische Frage wie in den Siebzigern, als bei uns noch die Müllhalden brannten, sondern jetzt eine kulturelle.
Gerhard Eckl
München

Die Anwesenheit von Turmfalken auf den großen Hochhäusern erweist sich als segensreich, weil damit die Taubenplage gebannt wird, die in vielen Großstädten grassiert. Tauben verbreiten Bakterien und sollten im Falle des massiven Auftretens der Vogelgrippe sofort vernichtet werden, gerade weil sie sich oft auf öffentliche Plätze, Supermärkte und Schulhöfe konzentrieren.