Bombay ist bunt, tolerant und offen - nicht alle finden Gefallen daran

Der Terror von Bombay sollte den indischen Traum zerstören. Für die F.A.Z. geht der diesjährige Booker-Preisträger Aravind Adiga der Frage nach, wie die Metropole von einer Handvoll Fanatiker als Geisel genommen werden konnte.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Dezember 2008 09:40
Lieber Ulrich Hofmann (UlrichHof), 'Mumbai' hieß der Ort  
TOBIAS RÜGER (t.ruger)

auf Maratisch, der Ortssprache, schon seit jeher. Als die Portugiesen im 16. Jahrh. an der 'guten Bucht' (Bom Bahia) eine Niederlassung errichteten, etablierten sie parallel dazu einen zweiten Namen, den die Engländer nach Übernahme der Niederlassung in 'Bombay' umbenannten. Gerade gestern hat sich ein indischer Bekannter von mir aus Delhi über den 'Quatsch' mit dem 'neuen Namen' auslassen. Kurzum: beide Namen können verwendet werden. Auf Maratisch auf jeden Fall 'Mumbai', auf Englisch eher 'Bombay' und auf Hindi geht beides. Das ist ja eigentlich nichts besonderes: Al-Kahira/Kairo, Cassnewidd/Newcastle, Bratislava/Pressburg, København/Kopenhagen, Al-Quds/Jeruschalaim/Jerusalem usw. usf.

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01. Dezember 2008 14:49
Arvind Adiga: Die Stadt, die ich liebe, hat sich selbst verraten  
Rca Godbole (rcagodbole)

Mumbai, so wie Bundesland Maharaschtra dessen Hauptstadt Mumbai ist , ist seit Jahr 2000 von einer Koalition von Congress (I) und NCP regiert. Shiv Sena hat die Oberhand in der Stadtverwaltung Mumbai's, und darf daher z.B. entscheiden welche Muelltonnen in welchem Stadtbezirk vorerst entleert werden sollen (wenn ueberhaupt...). Es ist schwer zu sehen, was fuer eine faktische Basis Arvind Adiga's Vorschlag "politisch umdenken und die Shiv Sena aus dem Amt jagen.." haben kann. Bitte erspart uns solche faulen, belanglosen Politikbeiträge.

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01. Dezember 2008 14:29
aravind, der windbeutel  
joshek joshekus (joshek)

die deutschen sollten von den englaendern etwas lernen: denen ist naemlich wirklich komplett egal was andere von ihnen denken! also lieber aravind adiga - meine erachtens bist du ein eheblich zu viel redender windbeutel und anstatt in deiner ach so knappen zeit einen artikel fuer die faz zu schreiben solltest du einfach mal den mund halten. du magst uns nicht - dein gutes recht - aber dann sei bitte auch kosequent und lass uns mit deinen erguessen in frieden. we can jolly well do without you, thank you very much.

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01. Dezember 2008 13:36
Adiga  
Ricardo Salva (RicardoSalva)

Der Typ quasselt einfach zu viel! Er sollte mehr nachdenken, bevor er redet, dann müßten ihm seine Aussagen hinterher auch nicht Leid tun. Schön, daß er sich nun in Deutschland nicht mehr äußern will. Nachdem er zuvor schon zugesichert hatte, nicht einreisen zu wollen, könnten wir jetzt endlich Ruhe vor ihm haben, ... wenn ihm die FAZ nicht ständig hinterher hechelte.

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01. Dezember 2008 12:07
Individuen, die eine Weile lang...  
kristian kroflin (kroflin)

...von der Mehrheit unterdrückt werden, werden dadurch resistent und können somit diese Mehrheit erfolgreich ausser Gefecht setzen. Quid pro quo. Wer das nicht akzeptiert, der wird immer Strafmaßnahmen durch die erleben, die dauerhaft belästigt wurden und das nicht abstellen konnten. Konventionen, also Gleichschaltungen sind z.B. derartige Belästigungen. z.B. die Konvention der Aufrechterhaltung und Weitergabe (urbaner) Mythen, deren Bruch durch die Überprüfung des tatsächlichen Sachverhaltes unter Kollektivstrafe gestellt wird.

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01. Dezember 2008 10:49
Warum Bombay statt Mumbai?  
Ulrich Hofmann (UlrichHof)

Es wurde, glaube ich, schon alles Wichtige zu diesem Anschlag gesagt! Eines beschäftigt mich jedoch, aber dies bereits seit längerer Zeit. Warum wird von den Medien in Deutschland - und zwar durchgängig - immer noch der alte Name "Bombay" verwendet? CNN, und die Medien in allen anderen Ländern verwenden den neuen Namen der Stadt "Mumbai". Haben wir hier in den diversen Redaktionen mal wieder etwas nicht mitbekommen? Oder soll der Bevölkerung keine Umstellung zugemutet werden?

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01. Dezember 2008 10:43
Sinnfrei  
Michael Müller (MichaelMueller)

Was befähigt denn diesen "Schöngeist" Aravind Adiga zur Beantwortung der Frage " Für die F.A.Z. geht der diesjährige Booker-Preisträger Aravind Adiga der Frage nach, wie die Metropole von einer Handvoll Fanatiker als Geisel genommen werden konnte."? Das er seit 2 Jahren dort wohnt und vermutlich immer noch Probleme mit Frauen hat? Oder ist der gerade für die FAZ im Sonderangebot zu haben? Die Schlußfolgerung "Wenn Bombay sich gegen die Terroristen wehren will, muss es politisch umdenken und die Shiv Sena aus dem Amt jagen." ist hanebüchend! Demnach bestimmen also Terroristen wie demokratische Wahlen auszugehen haben? Laßt den Jung' Romane schreiben, aber bitte erspart uns diese naiven Politikbeiträge.

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01. Dezember 2008 09:43
@Rüger  
Rene Meyer (matrix1329)

Ihr Kommentar zeigt nur, wie wenig sie von Indien verstehen. Die Hindu-Nationalisten stehen in ihrer Radikalität und Gewaltbereitschaft den muslimischen Radikalen in Nichts nach. Das zeigen unzählige antimuslimische Progrome in Indien, gerade im Norden. Stellen sie sich mal vor, in Bremen würden die Leute die Rechten wählen, weil sie die Gewalt von Immigranten satt haben. So ungefähr ist das.

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01. Dezember 2008 08:05
Vieleicht ist der Erfolg von Shiv Sena,  
TOBIAS RÜGER (t.ruger)

ja eine Reaktion auf den Terrorismus. Gewalt erzeugt nun mal einen Gegendruck. Agida ist ein Zugereister, dem sich viele Zusammenhänge in Bombay vermutlich nur von außen erschließen. Er sollte etwas bescheidener in seinen Urteil sein und nicht versuchen, die Opfer zu Tätern umzudeuten.

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