Sein Bekenntnis überrascht und verstört

Reaktionen auf Grass

„Ein globaler Schock“

Fassungslos, irritiert, aber auch mit Verständnis reagieren Kollegen und Medien auf das Geständnis des Schriftstellers Günter Grass, in der Waffen-SS gewesen zu sein. FAZ.NET faßt die wichtigsten Reaktionen zusammen.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. August 2006 17:34

Mit großer Verwunderung...

Armin Chiriac (Chiriac)

...habe ich die Meldung aufgenommen, denn hierbei handelt es sich eben NICHT lediglich um eine jugendliche "Dummheit" (Leserbrief v. M. Krause), quasi um eine Lausbubengeschichte, auch ist der 17-jährige Grass nicht einfach da "hineingeraten" (Leserbrief v. H. Ullrich), wie ich zufällig in einen Stau geraten kann, noch reicht mir der Hinweis auf seine vermeintliche Unreife (Leserbrief v. S. Kizilkaya) nicht aus, denn mit 17 J. ist es durchaus schon möglich sensibel, differenziert zu handeln. Nein, m.E. zeugt Grass von einem allzumenschlichen Verhaltensmuster und damit verliert er endgültig den Nimbus der moralischen Übervaterfigur, die auch noch mittels des Nobelpreises geadelt wurde: er war auch ein typischer, klassischer Mitläufer, ein Mitglied einer menschenverachtenden Struktur der NS-Diktatur. Andere 17-Jährige in jener Zeit haben besonnen und mutig reagiert, indem sie sich nicht vom allgemeinen Mainstream der damaligen Zeit mitreißen ließen. Sie waren schon mit 17 J. hellwach! - Und dass G. Grass sich bis dato dieses Bekenntnis nicht abringen konnte, ist m.E. ein deutliches Zeichen für eine berechnende, unmutige und auch beschämende Grundeinstellung. Die Maßstäbe, die wir an einen G. Grass anlegen müssen, sind eben höher!

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13. August 2006 15:17

Karasek hat recht: es ging um den Nobelpreis!

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Das ziemlich links orientierte Nobelpreiskommittee verlieh den Preis an den "Darling der Linken Günter Grass". Ob sie ihn auch an das ehemalige "Mitglied der Waffen-SS Günter Grass" verliehen hätten, möchte ich doch stark bezweifeln. Wobei nicht auszuschließen ist, daß sie ihm nun möglicherweise den Preis wieder aberkennen, weil sie düpiert wurden.

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13. August 2006 14:48

Verkaufsstrategie für das neue Buch von G.Grass

Antje Gruen (Antje.Gruen)

Ach, was hat sich dieser linke Grass (links=Aufstand der Ansträndigen) moralisch entrüstet! Jetzt wirft er sein neues Buch auf den Markt und rührt werbewirksam seine Blechtrommel. Herzlichen Glückwunsch, Herr Nobelpreisträger, Sie sind bestens angekommen im bösen, rechten Westen, im Kapitalismus, im Selbstmitleid, oder was?

Antje Gruen

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13. August 2006 13:54

"ein globaler Schock"

Hans Chr. Riedelbauch (riedelbauch)

an sollte die Sache schleunigst niedriger hängen.

Es leben nicht mehr viele, die jene Zeit erlebten und diejenigen, die sich heute moralisch über das "Mitglied" (sic!) entrüsten, wo er doch allenfalls der Waffen SS als Wehrmachtsteil "angehören" konnte, haben außer Angelesenem keine Ahnung, wie es 1944/45 in Deutschland zuging: Da wurden halbe Kinder bei Schulentlassung oder der aus dem Reichsarbeitsdienst vor versammelter Mannschaft gefragt, wer sich nicht freiwilig zur Waffen SS melde, der solle vortreten. Keiner trat vor, zumal mancher von verwandten, älteren Urlaubern gehört hatte, die Waffen SS sei stets besser ausgerüstet und verpflegt als das Heer und werde als Elite auch nicht so schnell "verheizt". Letzteres traf aber nicht immer zu ( s. Division "Hitlerjugend" in der Normandie).
Ganz und gar sollte man es unterlassen, die mehr abenteuerdurstigen als politischen Phantasien eines 15jährigen zum Bewertungsmaßstab für ein mit Anstand gelebtes 80jähriges Leben zu machen.
HRi

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13. August 2006 13:52

Gras(s)-Dackel (Schwäbisch für Dummkopf)

Martin Stauch (Martin.Stauch)

Als Flakhelfer auch im Januar 1944 in Berlin eingezogen, gab es im Herbst 1944 nur wenige in unserer Einheit, vor denen man sich mit Äußerungen z.B. über die Unwahrscheinlichkeit des "Endsiegs" vorsehen mußte. In unserer Gruppe wurde abends BBC gehört. Auch das Schicksal von Juden war in Umrissen bekannt. Wenn Grass zu dieser Zeit noch "gläubig" war, ist das mit (vorübergehender Jugend-)Dummheit fast nicht zu erklären. War es das Elternhaus oder eine Danziger Atmosphäre?

Speisten sich seine politischen Äußerungen in der Nachkriegszeit aus dem schlechten Gewissen oder nun erlangter breiter Intelligenz? Oder ist dieser Verlauf ein weiteres Beispiel dafür, daß politische Intelligenz und andere, wissenschaftliche oder literarische Intelligenz wenig miteinander zu tun haben. Während der Nazizeit war das vielfach zu beobachten, auch wenn man die Opportunisten ausklammert.
Dr. Martin Stauch, Wiggensbach

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13. August 2006 13:38

"Einer unserer Besten"

Paul H. Peiseler (paolo5)

Gerade diejenigen, die fassungslos und irritiert reagieren, sollen die klare Meinung eines Jahrgang 1941gers hören: Wahrscheinlich sind auch SIE Heuchler!!! Grass und viele Andere, die in die Waffen-SS gezogen wurden, taten als junge Leute Ihren Dienst fürs Vaterland. Ggf, freiwillig, ggf. auch nicht. Wie überall auf dieser Welt. Sie sollten Achtung haben vor dem Bekenntnis eines große Deutschen.

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13. August 2006 13:29

Grass' Coming Out

Turander Becht (turander)

In fast allen deutschen Familien wird die Zeit des 2. Weltkrieges mit Ausnahme der Schilderung typischer Opfersituationen (z.B. "wir hatten nichts zu essen") ja einfach totgeschwiegen, ganz besonders aber auch, wenn aktiv mitgemacht wurde. Ich bin auch einer der Nachfolgegeneration, dem man nie was erzaehlt hat. Daher bin ich Grass - stellvertretend fuer meine Vorfahren - extrem dankbar fuer sein Hinstehen. Er muss zwar die Konsequenzen dafuer akzeptieren, das mussten aber damals vor allem auch diejenigen Ungluecklichen, die ev. Opfer seine Handlungen wurden. Er stellt einen Glauben an eine marginale Integritaet ansatzweise wieder her, der mir ansonsten fuer diese Generation der Deutschen vollkommen fehlt. Eigentlich ist die spannende Frage: Wo sind eigentlich alle die anderen, die auch aktiv waren? Reden die auch darueber? Wie breit war denn nun die Unterstuetzung wirklich, die das NS Regime aktiv von der Bevoelkerung erhielt? Was sind die wahren Gefuehle, die Deutschland totzuschweigen versucht? Fassungslos bin ich hoechstens ueber die Hartnaeckigkeit des Leugnens angesichts des wahren Horrors im Dritten Reich.

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13. August 2006 11:46

ich denke...

Servet Kizilkaya (Sergen)

Das Günter Grass damals nicht reif genug war um richtig zu handeln.Wenn ich mit mich mit älteren Menschen unterhalte, die in der Nazi-Zeit gelebt haben, blieb den meisten nichts anderes übrig ein Nazi-Mitglied zu sein.Eine große Mehrheit der Bevölkerung ließ sich von Hitler mitreißen.Nur sehr wenige "Mutige" waren gegen Hitler.Nur hätte Grass es vielleicht schon vor 30 Jahren erwähnen sollen, wo er so gegen rechte Politik ist.Aber, besser jetzt, als garnicht.Gratulation Herr Grass, dass sie im nachhinein ihre Fehler eingesehen haben und sich mit gegen rechte Politik auseinandergesetzt haben.

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13. August 2006 11:10

Wollte man Grass nicht verstehen?

Nicole Busch (Nicole.B21)

Angesichts der folgenden zwei Grass-Zitate (derer es so viele gibt!) ist es mehr als verwunderlich, dass Grass´ Geständnis solch einen Sturm der Entrüstung hervorruft:

1) "Ich erinnnere mich, dass Goebbels´ Fangfrage: >Wollt ihr den totalen Krieg?< auch in mir, dem damals Sechzehnjährigen, opferbereite Weihestimmung auslöste"

aus: Rede zur bayerischen Landtagswahl in München, November 1966

2) "Dank einer leichten, aber ausreichenden Granatsplitterverletzung erlebte ich den Tag der bedingungslosen Kapitulation des Großdeutschen Reiches im Lazarett. Bis dahin war meine Erziehung als Drill im Sinne nationalsozialistischer Zielvorstellunen verlaufen. Gewiss waren gegen Kriegsende diffuse Zweifel aufgekommen, doch von Widerstand keine Rede. Kritik rieb sich allenfalls am Zynismus militärischer Befehlsgewalt, an Parteibonzen, die als Drückeberger angesehen wurden, und an unzureichender Verpflegung."

aus: Rede zum 8. Mai 1945, gehalten 1985 in Berlin

Auch wenn hier nicht expressis verbis die "SS-Karriere" gestanden wurde, kann bereits an dieser Stelle gesunder Menschenverstand die Fakten entsprechend deuten. Der Aufschrei von "Experten" ist m.E. maßlos überzogen - haben diese Grass´ Werke vielleicht nicht verstanden???

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13. August 2006 11:08

Dreck spült hoch

Rud Haller (rodolfissimo)

Selbstverständlich hat Grass recht: keinem soll etwas mitgeteilt werden, der damit nicht umgehen kann.
Selbstverständlich kann nicht alles ausgesprochen werden, wenn Ausgesprochenes hinterhältigen Sanktionen unterliegt.
Selbstverständlich braucht man Heuchlern und Verdrehern keinen Gefallen tun.
Wer von früherer Mitteilung spricht: sorgt er mit dafür, daß offenere freie Diskussion möglich ist? Wenn nicht, dann ist dieses Schweigen unser nötiges Thema.

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13. August 2006 10:57

Herr @Schaefer fragt, wieso Grass es zugelassen haben sollte,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

mit anderen ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS in einem Topf zu landen? Und wieso er in die hysterische Diskussion um das Händchenhalten zwischen dem SDI-Nachrüstungs-Reagan und dem Wende-Kohl über den Gräbern von Bitburg hätte eingreifen sollen?

Die Antwort ist wohl ebenso klar wie einfach: Weil es nun einmal der Wahrheit entspricht, dass er dazu gehört!

Was ist denn eigentlich Auslöser der momentanen Empörung: Die Wahrheit an sich oder ihr spätes Bekenntnis?

Mich beeindruckt und irritiert gleichermaßen das augenblickliche Bemühen, mit dem erläutert und "erklärt" wird, dass Grass damals natürlich zu einer nicht an Verbrechen beteiligten Einheit gehörte, dass sein Freiwillig-Melden in seinem konkreten Fall zumindest nachvollziehbar sei...

Der 17jährige Grass war, das maße ich mir als 39jähriger an zu behaupten, um keinen Deut besser oder schlechter als die Mehrheit seiner Generation, von denen viele allerdings unfreiwillig zur Waffen-SS eingezogen wurden und sich heute nicht mehr outen können, weil sie nämlich im Alter von 17, 18 oder 19 Jahren bereits auf einem Friedhof wie z.B. in Bitburg begraben wurden, wenn überhaupt. Haben sie weniger Anrechte als ein Nobelpreiträger nach 60 Jahren Lebenslüge?

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13. August 2006 09:29

Grass in der Waffen-SS

Franz-Josef Becker (FJB1MAINZ2)

Mit diesem Geständnis macht der Schriftsteller, Nobelpreisträger und Wahlkampfhelfer GRASS die Kurzatmigkeit seiner "MORALIN-Apelle" gegen alle Globkes, Kiesingers, Filbinger etc. transparent. Bereits als Schüler hatte ich eine mehr instinktive Skepsis gegenüber Grass, dessen Welt- und Menschenbild nicht in meine Erwartungen an eine integere Identifikationsfigur paßten, wie es z.B. Heinrich Böll oder Wolfgang Borchert waren. Als Student der"68-er-Generation" habe ich Grass total abgelehnt, da er mir keine konsequente Kontinuität seiner immer nur auf dem Papier beeindruckenden Appelle unter Beweis stellen konnte. Es ist schon ein "Witz" unserer ohnehin nicht widerspruchsfreien Deutschen Geschichte im 20.Jahrhundert, daß ein Waffen-SS-Mitglied seine "Blut-und Eisen-Ideologie" erfolgreich zur Stützung des Ex-Emigranten/Vertriebenen Willy Brandt einsetzen wollte. Hoffentlich hat er wenigstens nun die Größe zur Konsequenz von Ex-Nazi-Prominenten oder "Brandt-Förderern" wie Guillaume, die bei Aufdeckung ihrer "wahren" Vergangenheit ihr Amt niederlegten.(Nobelpreisrückgabe etc.inklusive),wäre auch ein später Trost für den Leser W.HAMMEL(s.Beitrag vom 14.8.2005!)
Hoffentlich ist in der FAZ-Redaktion ein "KLUGER KOPF", der darauf achtet.

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13. August 2006 03:28

Waffen SS und mehr

Paul V. Kelner (paul49)

- als gebürtiger engländer mit wurzeln im ukrainisch-polnischen bereich möchte ich folgendes zur "mitgliedschaft bei der waffen ss v g grass " meinen:

> 1, alle die den 2.weltkrieg miterlebt haben,- besonders als aktive teilnehmer - haben ein massives traumatisches syndrom, sei es ein künstler oder wer auch immer..- dies wird noch ca 2 generationen andauern bis zur auflösung dessen.
> g grass als "waffen ss mitglied" abzustempeln ist völlig fehl am platz.- wer nur einigermassen bescheid weiss und dazu steht, der/sie weiss, dass die waffen ss-mitglieder oft gar nicht wussten was und womit sie zu tun hatten,- im unterschied von der "schwarzen -hitler-ss",

>2, in der endphase des krieges alle möglichen leute als "kanonenfutter" zb zur waffen ss einberufen wurden - die philosophische u politische ansicht war weder den meisten bewusst noch hätten sie in den widerstand gehen können- ohne ihr leben aufs spiel zu setzen,

3, als pazifist und anarchist - im echten sinn des wortes - stehe ich für frieden und gegen jede aggressive aktivitäten- auch gegen deren der israelischen armee/politik derzeit im libanon - obwohl selbst wurzeln dort habe, jedoch mich seit meinem 16.lebensjahr mit yoga- musik-philosophie beschäftige.

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13. August 2006 01:09

Überzogen und scheinheilig

Wolfgang Schaefer (schaeferw)

Als 17-jähriger zur SS oder zur Wehrmacht eingezogen zu werden, konnte man sich zu Ende des Krieges nicht aussuchen, wenn sich auch da noch viele freiwillig meldeten. Viele dieser Flakhelfer-Generation taten es überdies aus Zorn, direkt aus den Bombenkellern, nicht unbedingt aus völkischer Überzeugung.
Wie auch immer sie zur Waffen-SS kamen, wenn sie überlebten, hatten Sie objektiv keinen Grund, solch ein Geheimnis daraus zu machen, es war schlicht nichts Besonderes.
Wenn Grass es dennoch tat (wieso blos, mit den KZ-Wächtern hatte er doch nichts zu schaffen), dann gehört schon viel Unverschämtheit hinzu, ihm indirekt zu unterstellen, er habe etwa bereits 1955 nach dem Nobelpreis geschielt.
Vielleicht war er dann 1985 noch nicht so weit, es gab Leute wie Schönhuber und Skandal um Treffen ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS, wieso sollte er zulassen, mit denen in einem Topf zu landen? Und wieso sollte er in die hysterische Diskussion um das Händchenhalten zwischen dem SDI-Nachrüstungs-Reagan und dem Wende-Kohl über den Gräbern von Bitburg eingreifen?
Aber jetzt zeigt die linke Ikone Grass endlich eine Schwäche, das ist die Gelegenheit für alle intellektuellen Dackel und Pinscher, nach seinen Waden zu packen....Abscheulich!

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13. August 2006 00:34

Reaktionen auf Grass

Philip Lachmann (PLachmann)

Wie würden die politisch Korrekten wie Giordano wohl auf das (zu) späte Eingeständnis eines anderen Schriftstellers, z.B. Martin Walsers, reagieren, als Jugendlicher der Verführung der Nazis erlegen zu sein wie 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung?
Die moderaten Reaktionen von sonst gnadenlosen Richtern ist schwerer zu ertragen als die Selbstgerechtigkeit von Grass.

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