Die Tibeter und China

Geiseln der eigenen Ansprüche

Zu Gast bei Freunden? Der Dalai Lama, derzeit auf Deutschland-Besuch, hat die Welt aufgefordert, Tibet zu helfen. Er selbst wird nicht umhinkommen, auf China zuzugehen. Von Sabine Wienand

Lesermeinungen zum Beitrag

16. Mai 2008 13:58

eigene Ansprüche

Oskar Geri (Oskar1a)

Ein kritischer Kommentar, und das ist auch gut so. Wenn Deutschland ernsthaft versuchen will den Dialog zwischen China und Tibet zu fördern, dann muß genau hingeschaut werden. Das ist aber schwer, solange Tibet abgesperrt ist, kein Journalist Tibet betreten darf und ganz China von einer Propaganda der KP benebelt ist. Die KP in China muß wichtige Vorraussetzungen für einen ernsthaften Dialog mit den Tibetern erst noch erfüllen. Der UN-Kommissarin für Menschenrechte wird bis heute die Einreise nach Tibet verweigert. Deshalb braucht der Dalai Lama auch die internationale Gemeinschaft, um Druck auf Peking zu machen damit die wichtigen Vorraussetzungen für einen Dialog endlich erfüllt werden. Was hat die KP in Tibet zu verbergen? - Viel!

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16. Mai 2008 11:39

vernunft nach tibet-pop

albert feldmann (abfeldmann)

sehr gut. freue mich, dass sich die medienstimmung endlich in eine etwas facettenreichere und reflektiertere darstellung wandelt. - olympia macht eben doch sinn. freun wir und drauf.

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16. Mai 2008 09:24

Nach endlich

Hede Zhou (SunWukong)

bewegt man sich in Deutschen Blaettern auf eine realistische Position zu und reflektiert die tatsaechliche lage, anstatt im Schwelgen des Exotismus China-Bashing zu betreiben: - der DL als religioeser Fuehrer, nicht als Politiker, zu behandeln, egal wie er das sieht - Abwehr der imperialistischen Traeumerei eines Grosstibet, indem Millionen andere Ethnien, nicht nur Han-Chinesen umgesiedelt werden muessten - den Gedanken an eine rein an der tibetanischen Tradition, was auch immer das ist, abgelegt: junge Menschen werden ohne Chinesischkenntnisse keine Chance haben, sich der Moderne anzuschliessen, dazu gehoert auch eine sekulaere Erziehung und Ausbildung - zur Kenntnis genommen, das China ein Vielvoelkerstaat war und ist, und die Erhaltung einer anderen als der "Han-Kultur" Aufgabe der Interessierten ist; die Han ueben einfach durch ihre Zahl "Druck" aus, der durch etliche Sondergesetze fuer Minderheiten ja versucht wird zu mildern - Anerkenntnis, dass China ein saekulaerer Staat ist und damit jede politische Betaetigung von Religionen ausgeschlossen ist; immerhin unterhaelt der Staat die Liegenschaften der Religionen - zur Kenntnis genommen, dass da einige "exilierte Adlige" aus Tibet ihr eigenes Sueppchen kochen, im Exil wohlgemerkt. Warum nicht gleich so.

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