Wer ist hier der Gute? Tom Cruise und Meryl Streep in „Von Löwen und Lämmern”

„Von Löwen und Lämmern“

Der Antikriegsfilm unserer Zeit

Der Dritte Weltkrieg ist rhetorische Option geworden. Und Worte können ihn auslösen. „Von Löwen und Lämmern“, der neue Film Robert Redfords, zeigt unsere Welt nach dem Verlust aller moralischen Sicherheiten. Von Frank Schirrmacher.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Oktober 2007 10:13

Parallelen?

Joachim Mense (JMense)

Wenn man geschichtliche Parallelen ziehen mag, fällt zumindest auf, dass auch der 1. Weltkrieg eine aus der damaligen Perspektive "harmlose" Vorgeschichte hatte. Da gab es einen Kaiser Wilhelm II., der öffentlich unhaltbare Reden schwang und das Deutsche Reich politisch in die Isolation zwang, da gab es latente Ängste, die von interessierten Kreisen geschürt wurden und da gab es eine zunächst friedensgeneigte Bevölkerung, die in der Aufbruchszeit des beginnenden 20. Jahrhunderts sich nicht vorstellen konnte, dass es überhaupt irgendwann noch einmal Krieg geben könnte in Europa. Man fühlte sich sicher, weil auf das Engste vernetzt mit den Nachbarstaaten - und man glaubte obrigkeitshörig, dass die da oben es schon richten würden und alles unter Kontrolle hätten. Und dann kam es zur Katastrophe, die nach historischen Quellen nicht einmal von den damaligen Politikern und adligen Herrschern so gewollt wurde: Militärische Obliegenheiten und Bündnisverträge entwickelten eine Eigendynamik, die keiner mehr in den Griff bekam.

Im Hinblick auf heute sind wir schlechter dran: Denn die US-Herrscher wollen offensichtlich Krieg und setzen viel daran, mit dem Feuer zu spielen. Man kann nur hoffen, dass sie noch rechtzeitig abgewählt werden.

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24. Oktober 2007 08:55

Logik des Krieges: "Dogs of War"

Karsten Krug (kkrug)

der Krieg hat eine eigene Logik, die aufgrund der massiven Änderungen zB ideologische und materielle Aufrüstung der Gesellschaft usw. nur schwer zu stoppen ist. Es hat schon der Irak des Saddam Hussein erfahren müssen, dass eine Umkehr ein Einlenken "praktisch" unmöglich ist.

Die Deutschen dürfen NIE vergessen, dass dieses weltpolitisch 'harmlose' Attentat in Sarajevo den 1. Weltkrieg auslöste. Und das das Münchener Abkommen von 1938 dem Größenwahn Hitlerdeutschlands die Bestätigung zum 2. Weltkrieg gab. Wobei ich der Meinung bin, das man den 1. und 2. Weltkrieg nicht trennen sollte, da der Versailler Frieden viel zu sehr zu Lasten Deutschlands ging. Das war vor allem Frankreichs Schuld. Dies ist die Logik des Krieges: sobald man einen ersten Schritt tut, MUSS der Gegner reagieren UND ZWINGT zum nächsten Schritt!!!

In einem nächsten Weltkrieg würde Europa seinen Wohlstand vernichten und wahrscheinlich wäre es eine globale Katastrophe da mit ausufernden Terrorismus und Einsatz von chemischen und atomaren Waffen zu rechnen wäre.

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24. Oktober 2007 08:43

Ursache und Wirkung

Anton Seidel (ase)

Ursache des Konflikts sind die Ideen und Gedanken des Koran und einige bis viele, die diese Umsetzen und noch (viel) mehr planen.
Es wird vergessen, dass Iran schon seit einiger Zeit die Auslöschung des Landes Israel mehrfach angekündigt hat.
Es ist die Frage wie wir darauf reagieren. So wie das Ausland um Hitler herum mit Wegsehen?
Bush agiert, aber er ist nicht der Aggressor. Vielleicht nicht besonders glücklich.
Außerdem profitieren alle Kritiker und insbesondere die Herren Schauspieler und Journalisten besonders davon. Diese reisen doch wie die Weltmeister und Flugzeuge fliegen bis heute nicht mit Wasser.
Warum kritisieren denn diese Leute nicht die Wurzel des Übels? Es ist die Angst vor der Gewalt des Islam.
Die Parallelen zur Gewalt der Nazis sind erschreckend.

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24. Oktober 2007 08:27

Bushs Kriegshetze (Terror)

A. Malliki (a.malliki)


... wird sehr wohl in der Bevölkerung erkannt. Nur die Politik ist blind und taub. So wie es immer vor Kriegen ist.

Die Absprachen der Regierenden sehen die Bevölkerung nur als Soldatenkapital, weil bei Kriegen immer die Wirtschaft an vorderster Hetzerfront steht, damit deren Interessen billig mit Bürgerblut besiegelt werden.

Maßgeblich sind auch die Medien an diesem Geschäft beteiligt. Vor Kriegen wird immer in hetzerischer Art und Weise in Schwarz-Weiß gemalt. Denn vor jedem Krieg muss der Bürger bereit sein, sein Blut für die Interessen anderer zu geben. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn er die Interessen der Wirtschaft als seine mit Angst (Terror) verinnerlicht.

Es gibt sogar historische Beweise, in denen unter falscher Flagge mit Terroranschlägen oder Attentaten nachgeholfen wurde.

Krieg ist ein lukratives Geschäft.

1. Rüstung
2. Wiederaufbau
3. Reparationen von ganzen Volkswirtschaften
4. Rohstoffe

Solange Demokratien für diese Ziele ausgenutzt werden, haben wir Demokratie und Gerechtigkeit noch lange nicht verstanden.

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23. Oktober 2007 19:59

Klartext reden

rudolf hering (schindergraben)

Wenn ein amerikanischer Präsident den 3. Weltkrieg prophezeit, dann ist normalerweise "Schluß mit lustig". Wenn der "Spiegel" am 22.10.07 schreibt, daß der USA- Vizepräsident einen Angriff durch Israelis auf Teheran ausführen will, dann fragt man sich, was sagt die deutsche Regierung ? Nichts!
Sind wir schon so weit im israelisch- amerikanischem Schlepptau, daß unsere Regierung gegen diese Wahnsinnspläne nicht mehr reagieren darf?

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