
Afghanistan??! Wer interessiert sich denn in diesen Tagen noch für Afghanistan, wo doch das ganze Öl und der Einfluss auf den mittleren Osten im Irak gewahrt werden muss. So ist wohl die Devise eher "Augen zu und durch"...die US Soldaten hetzen nur noch, gleich verängstigten Hasen, durch das Land. Meiner Meinung nach auch verständlich, denn niemand möchte dort sein Leben verlieren, in einem Unterfangen, bei dem er nicht mit Leib und Seele sich beteiligt. Die US Boy sind so zu sagen Freiwild, dass überall und zu jeder Zeit erlegt werden kann. So sind doch die Angst, der Alkoholkonsum und all die anderen Übel der Arme verständlich.
Letztendlich sind und bleiben die Amerikaner "Besatzer", in einem verlorenen und vergessenen Land.

Kampftruppen gehört. Die Besatzungskräfte haben anfängliche Sympathien der Bevölkerung inzwischen weitgehend verspielt. Ursachen dafür sind neben der exzessiven Militärdominanz vor allem das brutale Vorgehen gegen die traditionelle Landwirtschaft (Schlafmohn-Anbau), fehlende oder aufgrund von Unkenntnis der lokalen Verhältnisse gescheiterte Versuche, die katastrophale Armut im Land zu lindern, sowie die Korruption der vom Westen installierten städtischen Eliten. Nur noch auf diese könnten sich die Besatzungskräfte stützen, während in der ländlichen Bevölkerung vor allem im afghanischen Süden die Aufständischen inzwischen als "Machtinhaber" akzeptiert werden. Die Tätigkeit westlicher Entwicklungsorganisationen ruft massiven Widerspruch in der afghanischen Bevölkerung auch hervor. Westliches Personal absorbiert einen bedeutenden Teil der angeblichen Entwicklungshilfe, verfügt zumindest in Kabul über eigene, vergleichsweise luxuriöse Konsum- und Freizeiteinrichtungen und kooperiert im Rahmen zivil-militärischer Projekte eng mit den Besatzungstruppen. Zudem gingen fast alle Entwicklungshelfer "von der Überlegenheit der westlichen gegenüber der afghanischen Gesellschaftsorganisation aus" und ignorierten die "facettenreiche Kultur" ihres Gastlandes.