Nicht jedes verweigerte Mail wird gleich zum Brief.

E-Mail-Flut

Per Mail nicht erreichbar - ein Selbstversuch

Alle klagen über E-Mails. Viel zu viele bekomme man, schrecklich sei das, jeden Morgen der Posteingang wieder voll. Aber man könne sich ja nicht wehren. Kann man nicht? Valentin Groebner hat seine Mailbox einen Monat lang ausgeschaltet - ein Erfahrungsbericht.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. November 2008 10:41

@Franz Müller (Franzy)

Robert S. (jojo08)

Tja, ich würde mir da eher die Frage stellen, ob nun Google tatsächlich gut ist oder Ihre Anbieter ansonsten sehr schlecht. Ich vermute eher letzteres. Auf meinem Mailserver läuft aktuelle (freie) Software, die Mails intelligent klassifiziert. Der Anteil der durchkommenden Spam-Mails liegt bei 1-2 im Monat, false positive habe ich bisher nie feststellen können und genau so sah es auch bei meinen Arbeitgebern aus.

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11. November 2008 19:27

Google hat den besten Spamfilter

Franz Müller (Franzy)

Ich mag Google nicht so, aber ich muss dieser Firma zugute halten, dass sie tatsächlich den Sieg über Spams errungen hat. Noch nie war ein Spam in meinem Inboxfach bei Googlemail. Alle Spams befanden sich stets sauber aussortiert im Spamfach. Einfach klasse. Wie machen die das? Ich weiß es nicht. Mein Arbeitgeber schafft es nicht, andere Provider schaffen es auch nicht. Google kann es.

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11. November 2008 18:33

Kampf gegen den Fortschritt..

Norbert Heller (nheller)

Mir kommt das ein wenig vor, wie der damalige "Kampf" gegen den Strom, oder das Telefon. Aber alle sinnvollen Dinge haben sich letztendlich durchgesetzt. Das man alles übertreiben kann, ist klar! Aber gerade beim Mailverkehr gibt es wunderbare Helferlein, die einem die Verwaltung gewaltig vereinfachen. Man muß sich aber damit auseinandersetzen, und auch wollen...

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11. November 2008 14:35

Je nachdem, wo man arbeitet...

Ralf Becker (mfoe)

... ist email Pflicht oder nicht. Im normalen Büro käme die Weigerung, mit emails zu arbeiten, einer Arbeitsverweigerung gleich, die letztlich wohl in Kündigung münden würde. Wie der Autor es ja am Ende darlegt: emails sind dann doch deutlich besser als nicht-virtuelle Kommunikation (Post, Besuch, Telefon). Übrigens: Kollegen zwingen, zur Post zu gehen, ist ein Affront. Ich hätte dem guten Professor den Marsch geblasen. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, dass der Autor vom email- Schreiben genervt ist, nicht vom email-Lesen. Das ist merkwürdig. Emails zu beantworten heißt meist, Entscheidungen zu treffen. Emails lesen heißt dagegen gar nichts, weil man vielleicht in zig Verteilern steht oder Leute einem irgendwelche unwichtigen emails einfach weiterleiten. Von daher: wer vom email-Schreiben genervt ist, ist wohl eher entscheidungsfaul. Oder tippt mit dem rechten Zeigefinger.

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11. November 2008 12:59

Schon mal was von SPAM-Filtern gehört?

Mathias Goldstein (saphit)

Der Herr Professor, der nicht nur beruflich dem Mittelalter verschrieben erscheint, breitet sich über seine Unfähigkeit aus, einen SPAM-Filter auf seinen Email-Account zu schalten. Das ist dann tatsächlich ein Mitteilungsdrang, der auf eine fehlende emotionale Mitte hinzudeuten scheint. Jetzt erzählt der Tausenden von "klugen Köpfen", daß er nicht mehr mit Viagra-Werbung belästigt wird und wie gar lustig es doch ist, wenn Kollegen oder Dienstleister jetzt seinetwegen aufs Postamt müssen. Mit solchen Belanglosigkeiten auf dem Niveau einer Schülerzeitung kommt man also auf die erste Seite von FAZ-Online. Ist das jetzt wegen oder trotz der Kapitalismuskritik, mit der unser akademischer Autor seine selbstverliebtes Treiben verbindet, denn immerhin sei doch Email (Zitat:) " die perfekte Verkörperung des Kapitalismus neuer Prägung. In seiner vermeintlichen Bequemlichkeit und Spontaneität stecke permanenter, intensiver Drill." Che wäre stolz auf diesen tapferen Widerstand.

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11. November 2008 12:50

9 Monate ohne Email - als IBM Angestellter

Henning Grote (Rerun)

So charmant das Experiment sicher ist, realitätsnah ist das nicht. Aber Email wird über kurz oder lang abgelöst werden. Ein Beispiel wie es ohne Email gehen kann, gibt Luis Suarez von IBM, der inzwischen schon neun Monate ohne Email arbeitet. Er ersetzt aber Email nicht durch analoge Briefe und Karten oder Anrufe sondern durch soziale-software Werkzeuge wie Twitter, Instant Messaging Systeme oder kolloborative Software. Wie er das macht, erzählt er in einem kurzen Vortrag. Da er auch keine Powerpoint Folien dafür einsetzt, kann man den Vortrag nur als Video ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=H5GRzeIIoZM

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