Nur nicht hinschauen: Arbeitsminister Müntefering will nichts ändern

Einwanderung erschwert

Kein Zugang für Hochqualifizierte

Der ständige Verlust kreativer Deutscher kann durch Einwanderer nicht wettgemacht werden. Das löst in Politik und Wirtschaft heftige Nervosität aus. Nur bei dem Mann nicht, auf den es ankäme: Bundesarbeitsminister Müntefering.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Oktober 2006 19:22

Münteferings Weigerung

Heidemarie Lauer (Login-Heidi)

Als sogenannter "Unterschichtsmensch" wundert mich die Einstellung der FAZ. Es ist richtig, dass zu viele hochqualifizierten Menschen das Land verlassen. Statt zu fragen, ob die Arbeitgeber Fehler machen, wird nach Einwanderern gerufen. Warum fragt sich die "Oberschicht" nicht, wie sich ein junger Mensch vorkommt, wenn er von einem (unbezahlten) Praktikum ins nächste (unbezahlte) Praktikum gezwungen/erpresst wird, in der Hoffnung, irgenwann für seinen beruflichen Einstieg eine Chance zu bekommen. Eine Chance, die ihm intelligente Amerikaner aus Eigennutz geben.

Ist es nicht so, dass die "Unterschicht" fast nicht mehr in der Lage ist, von einem normalen Monatslohn zu leben, weil sie gezwungen ist, mit billigen Arbeitskräften aus und im Ausland zu konkurieren.

Hier bleiben als Ausbeutungsobjekt? Für Arbeitgeber, die den Menschen nicht mehr kennen, sondern nur noch Humankapital? Immer mit der Drohung im Nacken: "Im Ostblock können wir billiger produzieren." Fordern Sie etwa Solidatität ohne Gegenleistung? Niemand muß sein Leben opfern, um andere noch reicher zu machen! Was bieten die Arbeitgeber, damit Hochqualifizierten bleiben? Sind deutsche Arbeitgeber noch konkurenzfähig? N E I N ! Die haben versagt!

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26. Oktober 2006 13:17

Ein Gesetz muß her!

Michael Thum (stefanvolker)

Ich warte nur darauf, daß ein Politiker die Auswanderer als verantwortungslose, unpatriotische Gesellen beschimpft und ein Gesetz gegen Republikflüchtlinge fordert. Bis zum Bau eines antikapitalistischen Schutzwalls um ganz Deutschland herum, der die vaterlandslosen Gesellen an der Auswanderung hindern soll, ist es dann nicht mehr weit.

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26. Oktober 2006 12:41

die deutsche Migrationsbilanz

Christian Braun (christianbraun)

demonstriert einmal mehr, dass unser System
unattraktiv für Leistungserbringer und attraktiv
für Leistungsempfänger ist.

Darum wandern hochqualifizierte Deutsche
zunehmend aus, weil sie es satt haben, ihre
Arbeitskraft zur Alimentierung von leistungs-
unwilligen (aber bald wahlentscheidenden)
Bevölkerungsgruppen zu verschleissen.

Die virtuelle Debatte über Einwanderung von
Hochqualifizierten ist reine Beschäftigungstherapie:
die Hochqualifizierten haben nämlich aus denselben
Gründen wenig Interesse, nach Deutschland zu kommen.

Gleichzeitig garantiert das deutsche System
den eingeborenen Gering- und überhaupt nicht
Qualifizierten noch immer künstlich einen relativ
komfortablen Lebensstandard ohne jede Gegenleistung.

Aus demselben Grund ziehen wir auch zusätzlich
Gering- und überhaupt nicht Qualifizierte aus fernen
Ländern an, die sich in dieser Hinsicht perfekt integrieren.

Aber bisher ist jeder Versuch, in Deutschland eine mehr
an Leistung und weniger an Ansprüchen orientierte Kultur
einzuführen gescheitert. Finden wir uns damit ab:
die Mehrheit der Deutschen will keinen Wettbewerb,
sondern einen Staat von der Wiege bis zur Bahre.

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26. Oktober 2006 11:00

Münteferungs Verweigerung

Niko Akathari (NikoA)

Ich fürchte, Müntefering steht mit seiner Haltung gar nicht so alleine. Ich habe es selbst schon erlebt und von etlichen anderen mitbekommen, daß in Deutschland zunehmend Amtsträger Kritiker darauf verweisen, daß man ja, wenn es einem hier nicht gefalle, auswandern könne. Die glauben wirklich, ihnen gehört dieses Land. Und sind vielleicht über eine Unterschicht und eine steuerbare Mittelschicht gar nicht so unfroh. Ohne Leute, die sich brav verwalten lassen, macht doch Regieren gar keinen Spaß, oder? Und Oberschicht ist man ja selbst.
Wir haben inzwischen hier in Deutschland in zu breiten Politikerkreisen ein Staatsverständnis wie seinerzeit in der Sowjetunion: Die Politiker und Bürokraten verstehen sich als oberste Sovjets (=Experten) und leiten das Volk in allen Dingen. Und solange das mehrheitlich fordert: "Mehr davon", wird noch mancher Zweifler und Kritiker auswandern und Einwanderer werden ausbleiben, denn bewegliche Menschen wollen eben nicht gegängelt werden.

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26. Oktober 2006 10:40

früh erkannt...

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Aber man muss es den Politikern lassen: Probleme, die schon seit Jahren diskutiert werden, zumindest unter Leuten mit etwas Vorraussicht, werden erst erkannt, wenn es schon wieder viel zu spät ist. Aber wenn man die ganze Zeit nach unten treten muss, um seine Macht nicht zu verlieren, hat man auch keine Zeit sich um das Wohl seines Landes zu kümmern. Das muss man ja auch verstehen...

Vorschlag: Arbeitsvertrag für mind. 1 oder 2 Jahre, oder mind. vergleichbarer Hoschuhlabschluss wie in Dtld., in nachgefragten Vertiefungen. Das ist die Bedinung.

Anreiz: Flat Tax oder degressives Steuersystem, als Anreiz für den Menschen, wirklich mehr Leistung zu bringen. Wer nicht will, muss ja nicht. Aber für die, die ein messbares Ergebnis an Leistung (Steuern) bringen, ist es ein wichtiger Faktor. Denn schließlich geht es bei der Frage nicht darum, seinem Land treu zu bleiben oder Sozi-Gerechtigkeit, es geht einfach darum, ausländische Leistungsträger mit einem guten Angebot nach Deutschland zu holen. Das besteht aus einer sicheren Gesellschaft, öffentlichen Gütern in einer Fülle, die andere Länder erreichen müssen, drittstärkste Wirtschafstnation der Welt, und eben vielleicht ein angenehmes Steuerklima.

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26. Oktober 2006 10:17

der markt wird es regeln

d. orth (rodeo)

was soll die ganze aufregung?
wenn mitarbeiter mit bestimmten qualifikationen bei uns fehlen wird der preis / gehälter für diese berufe steigen und dann werden wir sie auch bekommen.

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26. Oktober 2006 10:14

keine 80000 Euro für Hochqualifizierte

Jonathan Lentz (jolentz)

Was wollen Sie mir ihrem Artikel erreichen? Dass noch mehr Hochschulabgänger in Deutschland arbeitslos werden? Dass das Lohnniveau noch weiter sinkt und die Renditen noch weiter steigen??
Wenn für Sie Hochschulabgänger "Hochqualifizierte" sind, dann ist dieser Artikel rein polemisch.
Die Deutsche Wirtschaft soll sich ihre "Hochqualifizierte" selber qualifizieren; Hochschulabgänger haben wir genug. Arbeitswillige noch mehr.
Wer keine 80000 Euro für einen Hochqualifizierten ausgeben möchte macht sich selbst unglaubwürdig.
Diesmal beweist unser Arbeitsminister noch Standhaftigkeit gegenüber den offensichtlich verlogenen Argumenten von renditeversessenen Investoren. Diese nicht mehr nur für einfache Arbeiten billige Arbeitskräfte.

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26. Oktober 2006 09:40

6 Fragen

Dietmar Nix (d.nix)

Grundsätzlich ist fragwürdig, wenn Strukturpolitik wie selbstverständlich davon ausgeht, nur mit Import ausl. Fachkräfte überleben zu können.

1) Kann das eigene Bildungssystem diesen Bedarf nicht decken und warum?

2) Wenn die eigenen Fachkräfte scharenweise das Land verlassen: warum sollten ausl. Fachkräfte dasselbe Land interessanter finden?

3) Solange eigene Fachkräfte in beliebigem Ausland bessere Bedingungen finden: welche Art Einwanderer bliebe übrig, die sich für die BRD noch interessiert - Leistungsträger?

4) Wenn Politik nicht einmal die realen Gehälter im eigenen Land kennt, was kennt sie dann überhaupt vom eigenen Land und wie will sie es regieren?

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26. Oktober 2006 09:17

kein Zugang fuer Hochqualifizierte

Karl-Gerhard Linz (cc.linz)

Prima Herr Bundesarbeitsminister, Sie geben Ihrer Position wieder einen voellig neuen Sinn, denn schliesslich muss es ja auch noch Arbeit fuer die Nachfolger geben, ich meine ein Arbeitsplatz ist damit gesichert, wenn der dann noch die gesamten Beitraege fuer das Sozialsystem bezahlt, bin ich zufrieden!

Was muss eigentlich erst passieren damit im Bundesministerium fuer Arbeit tatsaechlich gearbeitet wird? Laut einer Arbeitsmarktstatistik Ihres Ministeriums, gehen durch eine nicht besetzte hochqualifizierte Stelle, 2 niedrigqualifierte Stellen verloren, also warum denn Handeln, so lange nur 70.000 hochqualifizierte Arbeitskraefte das Land verlassen, weil Sie hier nicht das richtige Arbeitsklima vorfinden!

Toll Herr Minister

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26. Oktober 2006 09:16

Rätsel über Rätsel

B. Keim (bkeim)

mir ist ein wenig unklar, was die Ministerialien sich bei dieser doch nicht geringen Hürde gedacht haben. Der verlangte Gehaltsnachweis dürfte an Universitäten kaum erbracht werden können. Immerhin entspricht die Summe von 85.000 Euro einem doppelten C4 Grundgehalt.
An Universtitäten ist sichtlich kein Platz für die gesuchten Spitzenkräfte.

Aber auch in der Privatwirtschaft bewegen sich diese Gehälter auf einem recht hohen Niveau. Internationale Anwaltskanzleien mögen solche Vergütungen zahlen. Aber selbst bei Siemens muß man schon recht weit nach oben kommen, um sich ein solches Gehalt von Anfang erhoffen zu können.

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26. Oktober 2006 09:12

Xenophobische Entscheidung

Robert Opitz (herr_wiese)

Ich habe den Eindruck, als hätte die Bundesregierung zu sehr auf den "Das Boot ist voll"-Anteil in der Bevölkerung geschielt. So passt diese Entscheidung doch sehr gut in die argwöhnischen Beschlüsse gegenüber ausländischen Studenten und Asylbewerbern. Andererseits möchte ich auch zugeben, dass ich der CDU eine offene, eine progressive Haltung gegenüber Menschen aus dem Ausland die hier wohnen und leben wollen nicht zutraue - die Vergangenheit spricht da leider nicht in meinem Sinne. Wie auch immer, dass jetzt auch die SPD mit Herrn Müntefering fröhlich die Genzen dicht macht, ist irritierend und wohl kaum mit dem Begriff "Realpolitik" zu versehen.

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26. Oktober 2006 08:12

Professorengehalt an deutschen Universitäten?

arthur hund (arturhund)

Wieviele Professoren an deutschen Universitäten verdienen 85.000 Euro pro Jahr? Mehr als die Hälfte? Das Gehalt nach W2 beginnt bei gut 50.000. Das hiesse, die Hälfte ist zu blöd für Deutschland, und sollte daran denken, sich im Ausland umzusehe.

Gehalt gleich Qualifikation? Die qualifiziertesten Arbeitnehmer in Deutschland sind Joseph Ackermann und Jürgen Schrempp?

Die Pest, vor der man fliehen möchte, ist die deutsche Bürokratie. Müntefering und die SPD scheinen darin das Heil zu sehen.

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25. Oktober 2006 22:58

Einwanderung kann Deutschland nicht sanieren

Armin Quentmeier (thiotrix)

Kaum ein Tag vergeht ohne Horrormeldungen über Firmenpleiten und Massenentlassungen. Wie viele gut ausgebildete Facharbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz, ohne das adäquate Stellen bereitstehen? Auch so mancher Ingenieur verliert seinen Job- und sobald er über 45, zählt er bei uns eh´zum „alten Eisen“ und braucht sich keine Hoffnung auf neue Arbeit zu machen. Auf der anderen Seite finden tausende junge Leute, hochqualifiziert und bestens ausgebildet, keine Stelle - man bietet ihnen Praktika mit lächerlicher oder gar keiner Bezahlung an und behandelt sie mit unerträglicher Arroganz: „Generation Praktikum“! Wo soll denn da bitte der Bedarf für hochqualifizierte Zuwanderer sein? Eine verantwortungsvolle Politik sollte zuerst einmal für die eigenen Leute sorgen! Das gilt ebenso für Unternehmer und Manager, die lauthals nach mehr Zuwanderung rufen –„Nieten in Nadelstreifen“ offenbar auch bei der Personal-entwicklung. Was die ungebremste Einwanderung in die Sozialsysteme angeht, kann ich Herrn Doerre nur uneingeschränkt zustimmen. Auch hier versagt die Politik auf der ganzen Linie, unfähig oder unwillig, das Asylrecht als Sesam-öffne-dich zu den deutschen Sozialsystemen drastisch einzuschränken.

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25. Oktober 2006 19:08

13.000 netto genügen selbst für München, die teuerste Stadt Deutschlands

Sophia Orti (rum)

Das kenne ich aus eigener Erfahrung mit meiner letzten halben Stelle. Ich habe immer befristete Stellen und weniger als 50.000 brutto, trotz vier Universitätsabschlüssen. Natürlich brauchen die weltfremden, inkompetenten Politiker mehr als 85.000, sonst könnte man vermuten, daß sie noch unqualifizierter sind als es scheint.

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25. Oktober 2006 17:58

...und der Zugang für Garnichtqualifizierte???

norbert doerre (ndoerre)

Der Zugang in eine hochqualifizierte wertschöpfende Tätigkeit in Deutschland ist in der Tat nur möglich, wenn das Gehalt des Antragstellers im eigenen Land höher als 85.000 € ist.
Die Anzahl dieser Arbeitnehmer liegt unter 5.000 pro Jahr.

Die Zahl der hochqualifizierten Auswanderer dagegen dürfte rund die Hälfte der 145.000 Auswanderer pro Jahr betragen.

Macht ein Minus von rund 70.000 pro Jahr.

Garnichtqualifizierte dagegen haben unter allen möglichen Bedingungen Zugang nach Deutschland und fliehen in die Sozialsysteme. Ihre Anzahl ist jedes Jahr so hoch wie die einer mittleren deutschen Großstadt. Sie leisten nicht nur keine Wertschöpfung, sondern leben auf Kosten der Allgemeinheit und belasten die Sozialkassen heute bereits anteilig mit 25 Prozent.

Was haben sich die Rot-Grünen Politiker dabei gedacht, und warum stellen die heute Verantwortlichen nicht die richtigen Weichen wie in Österreich und Dänemark?
Wie soll das weitergehen?

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25. Oktober 2006 15:58

Ein Betrag von ca. 50.000 Euro wäre ausreichend

Marco Vogt (MarcoVogt)

Das entspricht mehr als dem üblichen Einstiegsgehalt deutscher Absolventen und sollte Zeugnis genug sein, dass der Einwanderer qualifiziert genug ist.

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25. Oktober 2006 15:31

beseelt von dem Wunsch, mit ihren Einfällen viel zu verdienen

Sophia Orti (rum)

>>Das ist eine erkleckliche Summe [85.000], die nur die wenigsten am Tag nach ihrem Studienabschluß zugesichert bekommen, selbst wenn sie bestens ausgebildet sind und beseelt von dem Wunsch, mit ihren Einfällen viel zu verdienen.<<

Und diejenigen, die nicht den Wunsch haben, viel zu verdienen, sondern einen Beruf, eine Berufung haben, etwas, was sie für sinvoll halten, auch dann zu tun, wenn es schlecht bezahlt wird, haben keinen Platz in Deutschland. Es gibt Platz nur für klugen „Leistungsindividualisten”, „Etablierte Leistungsträger” , „Kritische Bildungseliten”, „Engagiertes Bürgertum” , „Zufriedene Aufsteiger” , „Bedrohte Arbeitnehmermitte” ,„Selbstgenügsame Traditionalisten” , „Autoritätsorientierte Geringqualifizierte” und „Abgehängtes Prekariat” aus dem Land, die viel Geld verdienen.

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25. Oktober 2006 15:25

Verbesserungswillen der Politik

Martin Birnschein (wiwi.jena)

.... gibt es offensichtlich in keinem Ressort mehr. Angefangen bei der Familienpolitik, ueber die Bildungspolitik bis hin zum Gesundheitsressort ( dort besteht wohl eher der dringende Willen zur Verschlechterung ). Die Arbeitslosengeld II Reform wird wohl auch wieder meilenweit an dem Expertenvorschlag der Sachverstaendigen vorbeigehen, womit sich mir nur eine Frage stellt? Wie kann das deutsche Volk diesen verantwortungslosen Politikzirkus in Berlin aufhalten/beenden?

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25. Oktober 2006 15:04

Politische Kurzsichtigkeit

C. B. Sturm (CBest)

Ohne Zweifel ist die hohe finanzielle Hürde für Zuwanderer ein großes Problem für die Qualität deutscher Forschung, Lehre und Wirtschaft. Auf mittlere und lange Sicht werden durch Münteferings sinn- und vernunftlose Blockadehaltung Universitäten, Institute, Unternehmen und andere Einrichtungen deutlich geschwächt, was die Qualität der Ausbildung schwächen und die Abwanderung von Akademikern und Firmen ins Ausland verstärken dürfte.

Als im Ausland studierender Deutscher finde ich aber noch mehr die andere Seite der Medaille beachtenswert: Warum ziehen so viele Hochqualifizierte weg? Entsprechende Debatten sind auf dieser Website v. a. unter den Lesern schon vehement geführt worden. Ihr Tenor: Das Land ist zu teuer, bietet keine Perspektiven für Beruf, Familie und Rente, dafür aber gute Aussichten auf Hartz IV und weitere Steuererhöhungen ... - kurz, das Bleiben lohnt sich beruflich wie privat nicht, sondern bringt nur hohe Belastungen.

Wenn die Bundesregierung nicht in den nächsten Jahren handelt und Anreize schafft, die auch gut ausgebildete junge Leute im Land halten, droht Deutschland nicht nur Armut und ein weiteres Schrumpfen der Bevölkerung, sondern auch die geistige Perspektivlosigkeit.

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