Einsperren allein aufgrund einer Hirndiagnose? So ließe sich der Diskurs auf ...

Kriminalität und Hirnforschung

Raus aus dem Richter-, rein in den Neuro-Staat!

Hirnforscher behaupten, kriminelles Potential diagnostisch erkennen zu können. Eine interessante Position in der aktuellen Standortdebatte: Wo soll Deutschlands Zukunft verteidigt werden - am Hindukusch, in der U-Bahn oder unter der Schädeldecke? Von Christian Geyer

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Januar 2008 13:30

H. Binsack

Annette Lotz (Anlo)

Es ist nicht so, wie sie da schreiben, ich müßte an vielen Stellen da widersprechen, doch das führtezu weit ab in Allgemeines. Ihnen geht es um die Natur-Kultur-Debatte. Dazu ließe sich aus Sicht der Hirnforschung eine Menge sagen. Ich verweise sie einfach mal auf die Titel von Gerhard Roth, der bevor er Hirnforscher wurde, Germanist und Philosoph war. Ich halte ihn für jemanden, der gerade kulturell orientierten Leuten, das Gehirn und seine Funktionen naturwissenschaftlicher Perspektive sehr gut nahebringen kann und dabei auch philosophische, gesellschaftliche Perspektiven nicht zu kurz kommen läßt. Hier geht es ja jetzt aber um den Neuro-Staat, den uns die Gehirnforschung angeblich jetzt bescheren will. Dabei geht es ja gerade den Hirnforschern nur darum, auch Gutachen machen zu dürfen. Und allein da gibt es in diesem Zusammenhang auch einen monetären Aspekt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Januar 2008 22:59

Das Gewaltpotential in der Ökonomie suchen!

Herold Binsack (Devin08)

@AnnetteLotz:Danke für die Erklärung,und soviel habe ich verstanden:Das Testosteron spielt seine Rolle bei der männlichen Aggression,so wie eben auch das Serotonin bei der Depression.Wie es aber zum Umschlagen von Depression in Aggression kommt und umgekehrt (nehmen wir nur mal den Borderliner) erklärt uns das alles nicht.Die gesellschaftlichen Bedingungen spielen bei den Menschen ,d.h. bei der Auslösung einer Krankheit,vermutlich die überragende Rolle;mag sein,dass die Gene die Disposition bestimmt.Ich halte unser Hormonsystem für ein unglaublich komplexes System,wo nicht nur geringste Abweichungen zu einschneidenden Verhaltensauffälligkeiten führen,sondern wo auch die Resonanzwirkung mit dem kulturellen Umfeld Teil einer solchen „Abweichung“ darstellen kann.Ich glaube nicht,dass die „Serotoninspritze“ alle Depressionen auf der Welt abschaffen wird.Das ist nur ein unhaltbares Versprechen einer reaktionär (käuflich) gewordenen Wissenschaft,die schnelle Kohle machen will und so nebenbei die Klassengesellschaft unangetastet lassen möchte.Und gleiches gilt selbstredend für die „hormonell ausgelösten Gewaltverbrechen“.Das Gewaltpotential liegt in der Ökonomie dieser Gesellschaft selber,nicht in der Gene einzelner ihrer Mitglieder.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Januar 2008 13:31

Lesevorschlag

Thomas Berger (tberger)

Wer sich für das angesprochene Thema interessiert, dem lege ich "A Philosophical Investigation" (deutsch: "Das Wittgensteinprogramm") von Philipp Kerr ans Herz. Ein brillant geschriebener Kriminalroman aus den frühen Neunzigern, der die gesellschaftlichen Folgen einer Erkennbarkeit von extremem Gewaltpotential und des folgenden Vigilantismus darstellt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Januar 2008 10:21

Ursache-Wirkung!?

Herold Binsack (Devin08)

@Annette Lotz: Hatten die „neuroanatomisch und -physiologisch geschädigten Gewalttäter“ den verdoppelten Testosteronspiegel vor oder nach ihren jeweiligen Taten? Die Frage scheint mir nicht uninteressant, weil es eben mit solchen Analysen nicht klar bewiesen ist, dass die Taten mit solchen Auffälligkeiten in einem eindeutigen Ursache-Wirkungsverhältnis stehen. Oder anders ausgedrückt: Möglicherweise verursacht erst eine entsprechende Gewalttat (oder eine Serie von entsprechenden Gewalttaten) die Veränderung von gewissen Hormonspiegeln!? Und damit bleibt der sozial-kulturelle Kontext weiter im Fokus; und es bleiben solche Wissenschaftler wie Markowitsch verdächtig!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
09. Januar 2008 00:02

namhafte Forscher?

Andreas Winkler (fonzie)

Also wenn das wirklich namhafte Wissenschaftler ihres Forschungszweigs sein sollen, dann scheint es um die Hirnforschung sehr schlecht bestellt zu sein. Die mangelnde Demut vor den Erkenntnisgrenzen der eigenen Forschung finde ich erschreckend.

In den letzten Jahrhunderten gab es immer wieder "Wissenschaftler", die Kriminelle anhand ihrer Kopf- oder Nasenform ausfindig machen wollten. Wie kommt man also bitte jetzt auf die Idee, anhand von bunten Bildern "aus dem Hirn" Verbrecher rausfiltern zu können? Nur, weil man mittlerweile komplexere mathematische Modelle und Computer zur Verfügung hat? Zu behaupten, man hätte ein System aus etwa 20 000 000 000 Zellen und entsprechend unvorstellbar vielen Wirkkombinationen, vorhanden in 6 000 000 000 Varianten, soweit verstanden, um so ungeheuerliche Verfahren und die Abschaffung des Rechtsstaats wie wir ihn kennen zu fordern, ist wirklich abartig.

Mal ganz abgesehen davon, dass es einem Naturwissenschaftler sehr schwer fallen wird, mir ein Bild von meinem Geist oder meiner Seele zu zeigen. Auch wenn es noch so bunt ist. Und auch wenn der Naturwissenschaftler noch so größenwahnsinnig ist.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 22:44

Determeniert mag das alles schon sein, ...

Stephan Zitzmann (hotzen)

aber der Vorgang ist so komplex, dass er nicht vorausgesagt werden kann. Wer die Theorie eines Verbrecherhirnes aufbringt, hat nicht im geringsten verstanden, wie komplex der Vorgang ist. So komplex, dass man Jahrhunderte lang von freien Willen sprach.

Sollte Strafrecht eine Wirkung haben, dann wird das im Angesicht der Neurowissenschaften mit anderen Begriffen verhandelt. Die Strafe wird dann zur sinnfälligen Intervention. Man wird nicht mehr von Schuld sprechen, sondern von schädlichen Impulsen. Doch auch diese wollen reguliert sein.

2. Man tausche in dem Satz:

"„Einige Neurowissenschaftler behaupten, sie wüssten aufgrund der von ,neuroimaging' sichtbar gemachten Hirnanomalien, dass es anlagebedingt chronische Gewalttäter gebe. Deren körperliche Bedingungen seien bereits vorgeburtlich so schlecht, dass schon deshalb von ihnen eine Kriminalitätsgefahr ausgehe und sie eventuell auf Dauer verwahrt werden müssten.“

einige Wörter aus.

„Einige Wissenschaftler behaupten, sie wüssten aufgrund der Schädelform' sichtbar gemachten rassischen Merkmalen, dass es anlagebedingt chronische Gewalttäter gebe... und sie eventuell in Schutzhaft verwahrt werden müssten.“

und frage sich, an was dies plötzlich erinnert.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 21:48

Der Beitrag glossiert zu recht. Aber bitte auch mal ernsthaft !

Klaus P. Lücke (microplan2002)

Solche Tests an Kindern oder Erwachsenen vorzunehmen, halte ich ebenfalls für mehr als bedenklich - auf der Basis der gegenwärtig äußerst dürftigen 'wissenschaftlichen' Grundlagen schon mal sowieso.
Aber nehmen wir mal an, die Genforschung würde eines Tages tatsächlich in der Lage sein, schon für den ungeborenen Fötus eine seriöse Kriminalitätswahrscheinlichkeits-Prognose aufzustellen, dann wäre ich auch dafür, dass dann die Konsequenzen gezogen würden. Auch - so schmerzlich das sein würde - auf die Gefahr hin, dass Unschuldige am Geborenwerden gehindert werden. Per Saldo aber wäre es - nicht nur für die Gesellschaft -, sondern gerade auch für die Eltern und vor allem natürlich für die (sonst) Betroffenen selbst, denen ein verpfuschtes Leben erspart werden würde, ein Segen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 21:29

Hirnscan ja, aber!

Franz Müller (Franzy)

Hirnscan ja, aber zuerst an denen durchführen, die sowas einführen wollen!
Danach an allen Politikern, Managern, Psychiatern und sonstigen raffgierigen Schädlingen der Menschheit. Wenn das getan ist, kommen die Kannibalen, Menschenzerstückler, Pädophilen und anderen Abartigen dran.

Also, es gibt viel zu tun, packen wir's an!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 20:53

Käse

Annette Lotz (Anlo)

1. Markowitsch ist kaum ein Gewährsmann für härteres Jugendstrafrecht und Wegsperren, bevor etwas verbrochen wurde. Markowitsch hält die anatomisch geschädigten Gewalttäter für nicht schuldfähig, plädiert nicht für Gefängnis, sondern für Resozialisierungsmaßnahmen und Therapie (er ist Psychologe).

2. Nur knappe 8% der neuroanatomisch und -physiologisch geschädigten Gewalttäter begehen bei verschiedenen Gewaltdelikten 60 bis knapp über 70% dieser Taten (dabei sind Teile des limbischen Systems nicht beeinträchtigt, sondern Kleinhirn, Präfrontal- und Frontalcortex, Striatum, Basalganglien). Die Mehrheit davon bleibt bis auf die Tatsache, daß sie im Kindergarten mal wild um sich schlugen oder als Babies viel geschrieen haben, verhaltensunauffällig. Damit scheitert schon mal die Prävention.

4. Bei anderen Gewalttätern konnte man neurochemische Absonderlichkeiten feststellen: So ein verdoppelter Testosteronspiegel, oder einen verminderten Serotonin und 5-HIAA-Spiegel, beides Schutzmechanismen gegen Ausrasten.

5. Neurophsychologisch einen Mangel bei der Intepretation von Gesichtsausdrücken.

6. Die Ergebnisse der Gehirnforschung eignen sich somit kaum für ein Plädoyer gegen den Rechtsstaat und minority-report-Ängste.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 20:24

Die Akte Serkan A.

Torsten Klier (TorstenKlier)

31.10.07 Körperverletzung
18.06.07 Schwerer Diebstahl aus Kfz
18.06.07 Diebstahl (Kraftrad)
25.07.06 Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz
22.05.06 Betrug
28.04.06 Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz
09.07.05 Nötigung
20.06.05 Schwerer Diebstahl aus Warenhaus
12.06.05 Schwerer Diebstahl aus Warenhaus
28.05.05 Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz
03.05.05 Unterschlagung
09.04.05 Hausfriedensbruch
09.04.05 Missbrauch von Notrufen
20.03.05 Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz
05.03.05 Schwerer Raub
26.12.04 Räuberische Erpressung
26.12.04 Schwerer Diebstahl aus Kfz
26.12.04 Verstoß gegen Waffengesetz
21.09.04 Sachbeschädigung (Kfz)
11.09.04 Schwerer Diebstahl (Kraftrad)
30.08.04 Ladendiebstahl
28.07.04 Diebstahl (Moped)
15.07.04 Erpressung
19.06.04 Räuberische Erpressung
21.03.04 Beförderungserschleichung
14.03.04 Beförderungserschleichung
02.03.04 Diebstahl aus Wohnung
24.12.03 Bedrohung
24.12.03 Beleidigung
04.12.03 Gemeinschädliche Sachbeschädigung
16.10.03 Einbruchdiebstahl aus Wohnung

Bevor wir über die neueste Form von Quacksalberei reden, wäre es ganz nett wenn erst mal das kodifizierte Recht angewendet würde!
Wenn die Justiz nicht mal dazu fähig ist, wird unser Gutachterunwesen garantiert nichts besseres bringen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 20:18

Kritik an Karlsruhe fehlt

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Entweder weiß Müller es nicht besser (was ich nicht ausschließen mag) oder er unterschlägt unredlicherweise geflissentlich (was m.E. näher liegt), dass die Rechtsprechung der Strafgerichte maßgeblich auf der Rechtsprechung des BVerfG in Karlsruhe fußt, die Müller m.W. noch nie so deutlich kritisiert hat, mag man auch dort am BVerfG zum Teil den größten Unsinn judizieren.

Ich weiß nicht, woran es liegt, dass Journalisten seit jeher ungeheuren Respekt vor den höchsten deutschen Gerichten hatten und haben - nicht nur unter der Geltung des Grundgesetzes, aber zu jeder Zeit mit Verve gern auf kleine Fachgerichte einschlagen, die vielleicht nicht die gerade politisch erwünschte Linie vertreten. Müller wird´s wissen. Ihm sage ich: Es gehört Mut dazu, nicht nur immer mit dem Strom zu schwimmen, sondern auch mal etwas gegen die Mächtigen in einem Staat zu sagen. Wann tun Sie es, Müller?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 18:52

Minority-Report

Konstantin Richter (kiloromeo)

...raus aus dem Richterstaat, rein in den Neuro-Staat! Wenn man das weiterdenkt, ließen sich Kriminelle allein aufgrund einer Hirndiagnose einsperren - noch dazu, bevor sie straffällig werden. Ein Traum würde wahr: Deutschland wäre sicher!... Darum, aber auch genau darum ging es in dem Spielberg/Cruise-Film "Minority-Report". Den Artikel hätte sich der Autor sparen können und dafür die Inhaltsangabe zum Film abtippen können. In diesem Hollywood-Film ist die Freiheit noch mal davongekommen - aber für die Wirklichkeit sehe ich schwarz. Überall sind orwellsche-faschistoide Merkmale auf dem Vormarsch. Nur merkt es keiner, oder will es keiner wahrhaben, weil alles entweder so schön rot angemalt aussieht oder im feinen Business-Dress daherkommt. Aber mal im Ernst - es besteht ja auch wirklich keine Gefahr mehr, denn Hakenkreuze wurden ja verboten.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 18:48

Danke für dieses Statement

Holger Sulz (H._Sulz)

Was hat ödipal blinde, ideologisch indoktrinierte Forschungspiraterie nicht schon alles herausgefunden! Z.B. das "verkrüppelte" Y- Chromosom dingfest gemacht (leider ein völliger Flop), die "multitasking- Kompetenz" von Frauenhirnen übers Kreuz- Ass gelobt (der Wissende würde es mit "Geschwätzigkeit" übersetzen), Ejakulationen von modischen ZeitgeistclownInnen à la Beauvoir entgegen der simplen und jedem einsichtigen Anschauung zum Dogma erhoben wie des Kaisers neue Kleider- und die Kerlchen des nach Gesinnung von Politos ausgesuchten BGH stimmen bramassierend ein in den Chor der Minderbemittelten- wir dürfen darauf warten, daß erbärmliche Figuren wie der rote Ex- Justizminister Niedersachsens, Pfeiffer unter großem Beifall der Medien wieder schnell den Mann an sich als kriminell definieren dürfen und diesen "Geistesblitz" als ultimativen Big- Bang verkaufen.
Die schlichte Vernunft hat in dieser Feministo- Ochlokratie keine Chance.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 18:34

Der Unterhaltungswert steigt

Harry Hain (zx10)

Man könnte es auch so sehen:
Hätte man das schon vor über 2300 Jahren machen können (Erkennen und Wegschliessen von solchen "Hirnis", wäre uns ein "Großer Alexander" u. a. jugendliche "Despoten" der Antike mit ihrem Gewaltausbrüchen "erspart" geblieben. ;-)
Vielleicht ist gerade das ein Problem. Die Räume für "gewaltneigende" bzw. "kampfbetonte" Jugendliche und "Jungerwachsene" werden immer kleiner. Der weichgespülte Softie ist klar auf dem Vormarsch und momentan im Vorteil. Solange er sich nicht in die U-Bahn verirrt. ;-)
Keine Sorge, der Wahlkampf ( und Karneval dann fast auch) ist in 3 Wochen vorbei. Dann wird man sich wegen einem plötzlichem Sommereinbruch im Februar wieder der Klimakatastrophe widmen. Wenn nicht gerade plötzlich die Feinstaubbelastung rapide ansteigt. :-)

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
08. Januar 2008 18:31

Der Klassenkampf in der U-Bahn!

Herold Binsack (Devin08)

Ich schlage vor,„in der U-Bahn“,denn dort spielt sich auf engstem Raum das ab,was in der (weiten, entfremdeten) Gesellschaft für gewöhnlich erfolgreich verdrängt wird: Diskriminierung,Klassenkampf etc..Und die These von den kranken Hirnen ist gar nicht so neu.Das Biotechnische Zeitalter (Jeremy Rifkin) hat nur der Eugenik eine aktuelle (technische) Semantik verpasst.Und wenn ernsthaft von Wissenschaftlern vorgeschlagen wird,das „Neuköllner Grundwasser mit Drogen anzureichern“ (wie ich vor einiger Zeit in der Süddeutschen lesen durfte),anstatt „diesen Bezirk einzuzäunen“,sehen wir, wie ernst es damit ist.Im Übrigen ist diese Theorie schlichtweg falsch,weil sie die soziale Verifizierung der genetischen Disposition im Alltag unterschlägt.Mag sein,dass es aufgrund langer sozialer Ausgrenzung nun zu quasi vorgeschädigtem Sozialverhalten in bestimmten Klassen kommt (zumal der politische Kampf dort keine Option mehr ist),aber mal davon abgesehen, dass eben die Ursache schlichtweg unterschlagen wird – die Diskriminierung - , wird auch unterschlagen,dass das reparierbar wäre.Ändern wir die Gesellschaft,schaffen wir die Klassenteilung ab,begünstigen wir die „geschädigten“ sozialen Milieus für eine gewisse Zeit, und der Spuk wäre dahin.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 15 von 15 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche