Familie

Der verunsicherte Mann

Die Debatte um die Greisenrepublik und ihre Folgen dreht sich allein um die Frau und ihre Gründe, keine Kinder zu wollen. Dabei gibt es weit mehr Männer als Frauen ohne Nachwuchs. Über sie wissen wir fast nichts.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. April 2006 11:20

falsch verstandene Emanzipation schafft Kinderlosigkeit

Heike Aulich (Heike24)

Den Hauptgrund für die zunehmende Kinderlosigkeit sehe ich in der krampfig betriebenen Emanzipation und der Überbewertung der Frau in der heutigen Gesellschaft. Die Männer werden zu Hampelmännern gemacht oder Marionetten, sie werden aber nicht mehr als Männer geachtetet. Und die sogenannten Emanzen verpönen weibliche Tugenden, die jahrhundertelang Familien zusammengehalten haben. Ein Mann, der nur noch zum Erzeuger stilisiert wird und den "Frau sonst nicht braucht" bekommt natürlich kalte Füße. Wer möchte schon gern den Deppen spielen? Männer und Frauen müssen wieder miteinander leben, nicht gegeneinander. Wer arbeiten geht und wer nicht, sollten auch diese Familien bestimmen. Es gibt Studien, dass weltweit Frauen "vermännlichen" während Männer "verweiblichen". Sollte uns das nicht zu denken geben? Falsche verstandene Emanzipation führt zu einem Dauerkrieg der Geschlechter, in dem die Kinder die Verlierer sind.

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14. September 2005 14:06

Großmutter

Andreas Bille (akb1)

Unglaublich, das ein deratig hetzerischer Artikel überhaupt Abdruck findet - die Autorin läßt ja wirklich keine Beleidigung gegen Männer aus. Aufschlußreich, daß Ihr gesamter Artikel, obwohl in feministischen Gewand daher kommend, eigentlich ja doch nur wieder die Denkschemata von Großmutter wiederholt: Frau will etwas (hier zufällig ein Kind), und ist Mann ihr nicht zu Willen, wird Mann als kindisch und familien-/versorgungsunfähig dargestellt (Urangst 1) und es wird neckisch mit der Konsequenz gedroht, die heutzutage kein Mann mehr wirklich fürchtet: Frau sucht sich einen anderen, Beispiel Schauspieler ( Urangst 2 ).
Gähn.

Leider ist genau diese großmütterliche Haltung der Autorin diejenige, die durch das gegenwärtige Familienrecht abgesegnet ist, in dem eben Männer, die ihr Recht auf Familie auf Ihre Weise wahrnehmen wollen, von der Frau willkürlich durch Scheidung auf die Rolle eines Zahlvaters mit eingeschränktem Besuchsrecht eingeschränkt werden können - was der eigentliche Grund für die dankbare Inanspruchnahme moderner Zeugnisverhütung durch Männer sein dürfte.

So schön kann eben eine Frau garnicht sein, als daß Mann sich ihr auf Gedeih und Verderb ausliefern möchte...

Neue Frauen braucht das Land.

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13. September 2005 01:13

Keine Rechte für Väter

Karsten Rademacher (Hajek)

Das Grundgesetz Artikel 3 sagt ausdrücklich:
"Gleichheit vor dem Gesetz"
1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
2) Männner und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
3)Niemand darf wegen seines Geschlechtes,........benachteiligt oder bevorzugt werden.......

Leider werden Väter nach der Trennung von den Müttern, den Jugendämten, den Gerichten und vom Gesetzgeber als reiner Zahlesel betrachtet, die keinerlei Rechte an ihren Kindern haben. Die Mutter kann machen was sie will, sie wird in den seltesten Fällen zur Rechenschaft gezogen.

Warum haben Mütter automatisch eine Erziehungsqualifikation für Kinder, die den Vätern vollkommen abgesprochen wird, wo heutzutage selbst zum Mofafahren ein Führerschein verlangt wird?

Warum habe ich als unehelicher Vater kein Auskunftsrecht über mein Kind im Kindergarten, Schule oder Ärzten?

Ich warne heutezutage jungen Männern z.B. beim THW oder beim CVJM vor dem Gründen einer Familie und vor Kindern, den zu 25% riskiert man sich seine seelische und finanzelle Gesundheit und die Kentnis, obes wirklich eigene Kinder sind oder eins von ca. 70000 Kuckkuckskinder soll ja von Frau Zypries verhindert werden.


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12. September 2005 07:32

"Sonstige Gründe" ...

Alexander Heumann (Aleh)

Deutschland ist in punkto Kinderlosigkeit /demographische Probleme Weltspitze. Und hier wie nirgends sonst auf der Welt treibt das Familienrecht seit der Scheidungsreform von 1977 entrechtete Väter vor sich her - und schafft vaterlose Kinder en masse. Zufällige Simultanität ? Oder haben wir hier einen bedeutsamen "sonstigen Grund" für Kinderlosigkeit bei Männern im Sinne der Allensbach-Studie (immerhin 60 % der befragten kinderlosen Männer hatten "sonstige Gründe" angekreuzt)?
Erst erkämpfen sich die Frauen die Lebensstandard-Garantie nach der Scheidung. Dann wurde klar, daß es eigentlich noch praktischer wäre, diese ausufernden Rechte der Ex-Ehefrauen auch als nichteheliche Mutter zu besitzen - nur eben ohne einem Gatten vorher jahrelang die Socken waschen zu müssen. Solange es um einen Zeitraum bis zum 3. Geburtstag des Kindes ging, war das -dem Kind zuliebe - auch völlig berechtigt. Mit der nun anstehenden Reform des Unterhaltsrechts (die durchaus auch Vernünftiges enthält) werden allerdings auch diese Grenzen aufgehoben werden ... Das den Frauen gleichwohl von Gesetzes wegen nach wie vor zustehende alleinige (!) Sorgerecht wollen die wenigsten freiwillig mit dem Vater teilen. Und (zu) viele boykottieren d. Besuchsrecht des Vaters. Erst wenn im Zuge der Emanzipation häufiger "Karriere-Frauen" mit "neuem" (Haus-) "Mann" - nach Trennung in eine vice-versa-Situation geraten, kommt das böse Erwachen in einer (selbstgeschaffenen feministischen) gesellschaftl. Realität ....

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11. September 2005 23:45

Der verunsicherte Mann

Holger Beck (marlow66)

Bezeichnenderweise ist der Beitrag im Feuileton, vorallem psychologisch geprägt(wie auch immer exakt diese Wissenschaft sein mag) und wenig pragmatisch. Wenn man über ein gewisses Alter ist, geht man(n) nicht mehr unbefangen an die Dinge heran. Ein Punkt ist sicher der Arbeitsmarkt und die entsprechende Unberechenbarkeit für eigene Planung. Und dann muss man sich die Gesetzeslage betrachten: sprich Scheidungs-, Unterhalts- und Kindschaftsrecht. Wer möchte schon sehenden Auges seine Existenz gefährden? Und das ist leider die bestehende Situation. Im Übrigen ein Mittelstandsproblem und weder für die Einkommenschwachen, als auch Großverdienerin relevant, eben den typischerweise angesprochenen Akademikern. Die Emanzipation ermöglichte Frauen (zu Recht) die gleichen Rechte, aber von Pllichten ist kaum die Rede, nämlich seinen Allerwertesten auch eigenverantwortlich durch die Welt zu tragen. Die Kollegen von der BILD haben das Thema kürzlich mit großer Resonanz aufgegriffen. Ich würde mir wünschen, dass dies von Ihrer Seite, vielleicht mal vertiefter, ebenfalls geschieht. Wenn man mal davon ausgeht, dass viele Männer ab dem mittleren Alter in ihrem Freundeskreis einen Fall wie meinen haben, und davon können Sie ausgehen, dann erklärt es mehr, als sich darüber zu ergehen, ob wir Männer eine Identitätskriese hätten. Die geltenden Rechtslage ist sicher nicht die ganze Antwort, aber in jedem Fall ein Teil des Problems und eine schreiende Ungerechtigkeit.

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10. September 2005 15:16

Der verunsicherte Mann

Holger Sulz (H._Sulz)

Immerhin ist es zur Kenntnis genommen worden: Männer wollen nicht mehr und es ist geradezu zum Lachen, wie um die wahren Gründe herumgeeiert wird. Kinder zeugen mit 'starken Frauen' à la Gaby Hauptmann ("Eine Frau, die spätestens nach der dritten Scheidung keinen Porsche fährt, hat etwas falsch gemacht")? Nicht wirklich. Pferdeschwanzträger, die im Fransenhemd und Cowboystiefeln durch die Fußgängerzone tänzeln als Väter? Gruselig. Eine Familienministerin, die Familie dort verortet, wo alle aus einem Kühlschrank fressen und ein schwuler Bürgermeister, der Menschen willkommen heißt, die ihren libidinösen Höhepunkt nur dann erreichen, wenn man sie fesselt und quält? Es darf nicht wahr sein. Die feministisch- grün- roten Ideologen haben eine infantilisierte Gesellschaft der völligen Beliebigkeit und Wertefreiheit hinterlassen, die nur noch als dekadent zu bezeichnen ist. Männer sind zu Samenspendern deformiert worden, die vaterlose Gesellschaft gewollt- sie ist jetzt Wirklichkeit.

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09. September 2005 19:32

'Der verunsicherte Mann'

Tano Carridi (Tano_Carridi)

„Gelassen kann er seine Unentschiedenheit bis ins hohe Alter pflegen - und darauf spekulieren, daß seine Zeugungskraft dereinst noch so intakt ist wie die von Charlie Chaplin.“ – spätestens nach dieser Stelle weiß man zwei Dinge über den Autor. Erstens, es handelt sich um eine Frau. Und zweitens, diese Frau hat vermutlich keinen süddeutsch-katholischen, sondern einen leistungsethisch-protestantischen Hintergrund.
Der Beitrag ist gleichwohl typisch für die Art und Weise, wie in Deutschland über Kinder und Familie diskutiert wird. Nämlich wie über jedes andere Thema auch. Nirgends hat sich der Verlust des christlichen Menschenbildes so verheerend ausgewirkt wie hier. Statistiken werden bemüht und Rechenexempel vorgeführt, ohne dem Sachverhalt dabei wirklich auf die Spur zu kommen. Selbst der kaum unterdrückte Affekt darf nicht fehlen. Bei alledem wird übersehen, dass Paar- und Familienbildung als grundlegende soziale Bindungen einer anderen Logik unterliegen, als etwa die Jahresbilanz der Deutschen Bank.
Solange das Verhältnis Mann/Frau/Kind am falschen Maßstab quantifizierbarer Größen gemessen wird, werden Fehlentwicklungen, wie etwa der Ruf nach einer staatlichen Ganztagsbetreuung für die 0 bis 3-jährigen die Regel und nicht die Ausnahme bilden. Derlei postnatale Spätabtreibung bildet den vorläufigen Höhepunkt einer wachsenden seelischen Verelendung, die wohl kaum durch bloße familienrechtliche Korrekturen – so nötig diese auch sein mögen - wird aufgehalten werden können.

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09. September 2005 18:29

Privatisierungsideologie mitursächlich

Klaus P. Lücke (microplan2002)

Aus meiner Sicht ist die Privatisierungsideologie für die demographische Katastrophe, deren familiärer Hintergrund in dem sehr informtiven Beitrag ausgeleuchtet wird, wesentlich mit verantwortlich. Die Sichtweise einer gesellschaftlichen Verantwortung - und damit natürlich auch einer gesellschaftlichen Beduetung des Nachwuchszeugens - gilt als ideologisch belastet und ist verpönt. Mit fatalen Folgen: Erst "dürfen" die Eltern die Kinder mit hohem Zeit- und finanziellem und emotionalem Ressourceneinsatz die Kinder über lange Jahre groß ziehen. Wenn sich dann später, so wie heute, auf Grund grober politischer Mißwirtschaft (die prinzipiell dieselben Ursachen hat wie die Privatisierungsideologie auf familiärer Ebene) und unter Verletzung des Versprechens, "Schaden vom deutschen Volke abzuwenden", die Situation so darstellt, dass die Kinder enorme Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt überhaupt Fuß zu fassen, schnappt die Falle endgültig zu: der Staat plündert erstmal das Vermögen der Eltern, die Risiken sind privatisiert. Oder der andere Fall, dass die Eltern z.B. zum (teuren) Pflegefall werden: dann werden die Kinder mit dem scheinheiligen 'Argument', sie müssten sich schließlich den Eltern erkenntlich zeigen, von "Big Brother" zur Kasse gebeten.

Gewinner sind diejenigen, die auf Nachwuchs verzichtet haben (zum vergleichsweise geringen Preis einer etwas höheren Besteuerung). Aber es ist der Staat, der ihnen die risikolose Ausbeutung der Familien ermöglicht hat!

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09. September 2005 18:19

Der verunsicherte Mann

Hans-Detlev Ross (hd-ross)

Es ist schon bedrückend, wie oberflächlich mit Mutmaßungen über die männl. Enthaltsamkeit umgegnagen wird. Sogar in der FAZ.Schade!Dabei könnte eine gezielte + positive Diskussion über die wahren Gründe männl. Kinderverweigerung unsere (deutsche) Gesellschaft weiterbringen und die Gesellschaft vor der Vergreisung bewahren. Doch mit Mutmaßungen, wie: angeblich männliche Spätpubertät, Genusssucht, Kindsköpfigkeit, muss das scheitern. Ich lasse mich von Frau und niemandem in solch eine Ecke stellen (trotz 3 Kindern, fühle ich mich angesprochen). Dieses Empfinden unterstelle ich vielen meiner Mitmänner. Bei einer wahrnehmbaren offenen + neutralen Dialogbereitschaft, diesbzgl. geschlechterspezifischer Verhaltensmuster, käme sicherlich ein Dialog in Gang. Doch bei der momentan eher einseitig feminin geprägten gesellschaftlichen Sichtweise, bezweifele ich die Möglichkeit eines lonstruktiven Dialogs in naher Zukunft. Da muß Mann doch noch ordentlich für seine Gleichstellung kämpfen!

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09. September 2005 15:45

Der entrechtete Mann

Thomas Janke (th12)

Auch wenn viele Männer es so öffentlich nicht sagen würden und sich dessen evtl. oft auch nicht völlig bewusst sind, so sitzen doch Angst und Verunsicherung über das mögliche Ausgeliefertsein an ein grotesk ungerechtes, gnadenloses Justizmonstrum bei einer großen Mehrheit tief.
Dass Alpträume Realität werden, ist in diesem Zusammenhang nicht einmal unwahrscheinlich. Verdammt zum Leben am Existenzminimum, d.h. zu einem Leben in Armut, und im Umgang mit dem Kind im Zweifelsfall auf die Willkür einer potentiell hasserfüllten Ex-Partnerin angewiesen zu sein - diese Vision kann nur als absoluter Worst Case eines "schiefgelaufenen" Lebens empfunden werden.
Kaum umstritten ist, dass Väterrechte im deutschen Familienrecht wenn überhaupt, dann nur eine untergeordnete Rolle spielen. Alle Risiken, auch für potentielles Fehlverhalten der Mutter zu übernehmen, erfordert starke Nerven - und geht für den Vater of genug böse aus.
Warum sollte ein derart entrechteter Mann unbedingt Kinder wollen?

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09. September 2005 14:29

Partnerschaftlich grossziehen

Jan Plaß (yoann)

Der Beitrag und die Kommentare enthalten viele wahre Punkte über die Angst der Männer vor dem Nachwuchs. Wobei ich den Eindruck gewinne, dass es da ein systematisches Problem gibt: Die Entscheidung für den Nachwuchs wird häufig mit der Entscheidung eines Partners gegen sein berufliches Weiterkommen verknüpft. Trotz aller Sachzwänge, die hier immer vorgegeben werden, ist dieser Zusammenhang so nicht zwingend, ja sogar schädlich für die Beziehung. Denn diese leidet unter einem Kind in den ersten 12 Monaten sowieso. Viele Probleme lassen sich vermeiden oder reduzieren, wenn beide Partner arbeiten und sich um die Kinder kümmern. Jeder hat Anteil am gesamten Spektrum des Lebens und kann viel besser beurteilen, was um ihn herum passiert. Frauen und Männer mit einer total verzerrten Realitätswahrnehmung des jeweils anderen sind häufig der Grund für die Scheidung.

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09. September 2005 13:40

Ein paar wichtige Punkte fehlen da ..

Jens-Christian Pohl (punxsatawnyphil)

Mit Interesse habe ich diesen Artikel gelesen.

Dass nun ausgerechnet die Politik vorgibt nicht zu wissen, was zu tun sei, vermag ich nicht mehr nachzuvollziehen. Allein, man könnte es auch als blanke Heuchelei bezeichnen.

So hat die Rot-grüne Regierung ein neues Unterhaltsgesetz auf den Weg gebracht, wonach auch bei nicht verheirateten Paaren, für die Kindsmutter nach Trennung des Paares nicht mehr wie bisher, nach § 1613 BGB drei Jahre Betreuungsunterhalt gezahlt werden muss, sondern bis zum achten Lebensjahr des Kindes. Geringverdiener muss man dabei nicht mal sein, um dies zu fürchten; Unterhaltszahlungen machen alle arm, egal ob Gut- oder Geringverdiener.

Und das ist nur ein Beispiel: warum, falls sich Mann und Frau um das Sorgerecht nicht einigen können, fällt das Sorgerecht nach wie vor an die Frau und der Mann steht wehrlos daneben? Andere Länder weltweit sind hier bereits wesentlich weiter, siehe Kanada und die dort praktizierte Doppelresidenzlösung.

Zahlende Väter, die kämpfen müssen, um ihre Kinder sehen zu können, und ein vom Faschismus geprägtes Mutterbild in allen politischen Lagern sind dabei die nur allzu gerne ausgeblendete deutsche Wirklichkeit.

Deutschland wird nicht nur über Kitas, mehr Kindergeld und bessere Betreuung kinderfreundlicher und kindereicher - wir werden auch mehr Nachwuchs bekommen, wenn es zwischen den Geschlechtern gerechter zugehen wird.

Da sehe ich bis jetzt wenig Anlass zu Optimismus.

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09. September 2005 11:38

Kinderkriegen? Viel zu riskant!

Dominik Stoffel (d.stoffel)

Für den Mann ist das Kinderkriegen heutzutage mit sehr hohen Risiken verbunden. Zerbricht die Beziehung (und das ist heute wahrscheinlicher als dass sie hält), so muss er damit rechnen, auch seine Kinder zu verlieren. Damit einher geht sehr oft auch der persönliche finanzielle Ruin.

Jeder in Deutschland weiß das. Niemand spricht darüber.
Das Thema wird im gesellschaftlichen Diskurs geflissentlich ausgeklammert. Selbst in wissenschaftlichen Umfragen wie der zitierten Allensbach-Studie wird das heikle Thema umschifft. Männer, die als Grund für ihre Kinderlosigkeit ein untragbar hohes Risiko angeben möchten, können das nur unter der Rubrik "Sonstige Gründe". 60 Prozent haben so geantwortet.

Leider geht auch der Artikel von Sandra Kegel nicht auf dieses Thema ein. Es ist anscheinend politisch inkorrekt, darüber zu sprechen.

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09. September 2005 08:04

Der verunsicherte Mann

Werner Messerer (laudasa)

Das gegenwärtige Scheidungsrecht läßt sich aus Sicht der Frau in dürren Worten zusammenfassen: Ich kann den Alten nicht mehr leiden, sein Geld aber schon.
Mit 'Kindern ist der geschiedene Mann ruiniert. Als Selbstständiger wird Kindesunterhalt auf der Basis eines fiktiven Einkommens berechnet. Selbst als Arbeitsloser wird der Kindesunterhalt auf Basis eines fiktiven Einkommens berechnet, es sei denn, man weist 30 Bewerbungen pro Monat nach.
Der Unterschied zwischen einem 60 000 Euro Jahreseinkommen (für das der Arbeitgeber 80 000 bezahlt)und Arbeitslosengeld 2 verkommt zu einem Taschengeld.
Die Altersversorgung ist von Kindern völlig entkoppelt.
Meine beiden Söhne bekommen diese Rechtslage zur Zeit am Beispiel ihrer Eltern life mit. Bei klarem Verstand werden sie sich kaum auf eine derartige Situation einlassen.



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08. September 2005 20:42

Kinderverlust

Gerd Materna (gmaterna)

Ein treffender und zeitgemäßer Artikel. Vergessen wurde die nachhaltige Erfahrung, dass diese Kinder leicht verloren gehen. Immer wenn eine Beziehung zerbricht verlieren die Männer die Kinder. Viele Väter machen diese Erfahrung, viele Männer arbeiten jeden Tag mit solchen Vätern zusammen und viele mänliche Jugendliche haben dies ebenfalls vorgeführt bekommen.
Das die Männer eine größere Rolle spielen als gedacht hängt sicher damit zusammen, das die Frauen gerne einen Partner haben, der mit Ihnen die Elternrolle übernimmt.

Gerd Materna/ Essen

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