Die Gastarbeiter aus Eurasien sind in Moskau meist nur als Arbeitskräfte wohlgelitten

Rassismus in Russland

Nachts wird die Metro zur national befreiten Zone

Seit Jahresbeginn sind in Russland fünfundzwanzig Menschen bei rassistischen Überfällen getötet worden. Für die ungeliebten Gastarbeiter aus Eurasien ist es besonders gefährlich. Wer nachts in der U-Bahn fährt, riskiert viel. Ein Augenzeugenbericht von Ulrich Heyden.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. April 2008 15:25

Der Artikel ist unsauber

Enite Lauterbach (Enite08)

und journalistisch unethisch. Detaillierte Einzelfallbeschreibungen wie die vorliegende, verfaßt für eine zur Relativierung nicht unbedingt fähigen und nicht umfassend informierte ausländische Leserschaft, sind manipulativ und unanständig. Vergleichbar wäre eine Ablaufbeschreibung (wohlgemerkt: nicht Analyse) z.B. des Stuttgarter Flughafen-Ehrenmordes oder des grausamen kürzlichen Hungertodes eines Kleinkindes, veröffentlicht in einer Moskauer Zeitung, für die über Deutschland nicht umfassend informierte dortige Leserschaft. Effekt? Das Bild einer mit Ehrenmördern durchsetzten, ihre Kinder links und rechts verhungen lassenden, hochgradig perversen Gesellschaft. Eine grobe Fälschung der Wirklichkeit.

Herr Heyden sollte Nachhilfestunden in Sachen sauberer Journalismus nehmen und aufhören, in das so wohlfeile Horn der allgegenwärtigen einäugig russlandfeindlichen Berichterstattung zu stoßen.

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25. April 2008 10:13

Es ist nicht alles schlecht in Russland

Michael Pörschke (michaelpoerschke)

Der Russe ist zwar im allgemeinen ein böser Kommunist,
wenn er aber dunkelhäutige Einwanderer totprügelt
dann wird er einigen Leuten richtig sympathisch.

Die dürfen !! Und warum wir nicht ??

Die Dummheit und Bösartigkeit des rassistischen Mobs
kennt eben keine Grenzen. (weder im wörtlichen noch im übertragenen Sinne)

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24. April 2008 17:20

Mutig,Traurig und Wahr

Jewgenij Protas (russiatimes)

Herr Heyden,
<br>Rassismus war auch in Russland vor der dem Zerfall der Sowjetunion. Der KGB hat immer wieder den "KGB gemachten" Rassismus begrüßt. Wenn dem Russen schlecht geht schaltet er die Glotze an und da läuft Talkshow mit dem Thema "Wer ist an der Armut schuld?" Kandidaten: Abramowitsch, Beresowski, Gaidar usw. also alles Juden und dann denkt der "betrunkene" Mann: "Ja, die Juden sind an allem Schuld!" So läuft das in Russland.
<br>
<br>Sie haben einen Mutigen, Traurigen und Wahren Artikel geschrieben. Weiter so...
<br>
<br>

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24. April 2008 12:49

Nur Ostdeutschland?

Matthias Habel (Matthias.85)

Sehr geehrter Herr Stettner,

ich finde es ja fast schon eine frechheit nur den Osten Deutschlands als Problemzone zu erklären. Bitte schauen Sie sich die Aufstellungen der NPD in NRW und Niedersachsen an. In diesen beiden Ländern waren die rechten Gruppierungen kurz davor in den Landtag "einzumarschieren". Sie sprechen von Problemen in vielen Ländern, beziehen sich innerdeutsch aber nur auf den Osten der Republik. Aufwachen!!!

Desweiteren ist der Beitrag sehr gelungen und Situationsnah geschrieben. Ich bin mir dennoch sicher, dass dieser Artikel ein sehr krasses und überspitztes Beispiel bringt. Auch sollte man mit Statistiken vorsichtig sein. Es ist schwer zu glauben, dass 55% der Russen Ausländerfeindlich sind!!! Dann wären wir ja schon wieder fast im 3ten Reich...
Russland hat Probleme und dieser Ausländerhass zählt dazu, nur ist dies nicht das größte Problem.

Beste Grüße aus München,

Matthias Habel

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24. April 2008 11:21

Tolle Story

Werner Stettner (WStettner)

Beim durchlesen des Berichtes fühlt man sich gleich "mittendrin", als ob man direkt neben Ermek sitzt und diese aufregende Geschicht mitverfolgt.

Sofern die Story stimmt, macht sich bei mir "Erleichterung" breit. Es wird deutlich, dass es Rassismus nicht nur in Ost-Deutschland gibt, und das auch in Russland Politiker teilweise - genauso wie bei uns - gerne weg sehen. Berichte dieser Art könnte man auf eine Vielzahl(!) anderer Länder projezieren, und bestimmt auch etwas umfassender als es dieser Bericht tut, der zu 80% die Leiden des armen Ermek inmitten der kalten und gewaltbereiten Russen darstellt (Vorsicht; Ironie).

Gewalt und Rassismus geht fast von jedem Volk aus. Wir sollten vor allem unsere eigenen Nachlässigkeiten fokussieren und als Prämisse haben, den Osten unserer Republik weltoffener zu gestalten. Eine Menge an Arbeit wartet!

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24. April 2008 11:10

russische Ausländerfeindlichkeit

Daniel Loos (neueziel)

Ja, sich mit Russen über Ausländer zu unterhalten kann durchaus eine faszinierende Sache sein.
Das Interessante bei so einer Diskussion jedoch ist, zumindest in Deutschland, dass diese Menschen sich selber nicht ausnehmen von Kritik. So findet man zwar Aussagen über jüdische Mitbürger oder ausländische Minderheiten, bei denem jedem "politisch korrektem" Menschen die Haare zu Berge stehen würden - allerdings hört man im gleichen Atemzug, dass viel schlimmer noch die Russischen Landsleute seien.
Vieles was gesagt und getan wird ist durchaus vollkommen gefährlich falsch. Manches jedoch auch einfach eine Wahrheit, die für westliche Gewohnheiten einfach zu harsch zuzugeben ist.

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24. April 2008 10:18

Russische Verhältnisse

Andreas Schulze (sunny1703)

Eigentlich waren ja immer US amerikanische Verhältnisse die für mich schrecklichste Vorstellung, doch russische Verhältnisse scheinen ja noch um einiges unmenschlicher zu sein. Es zeigt aber auch,dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nichts mit Deutschland zu tun haben,also sollten wir endlich unsere noch aus der Vergangenheit herrührenden Ängste beiseitigen und sagen, was bei uns nicht mehr stimmt. Multikulti gehört auf den Müllhaufen der Geschichte,das nutzt weder den Deutschen noch den Ausländern in diesem Land.

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24. April 2008 10:05

Krankenhauspersonal

Dietmar Nieder (DUWN01)

Krankenhauspersonal, das nachts keine Lust hat zu arbeiten und eine russische Ärztin, die sich um den Patienten nur kümmert, wenn jemand Dampf macht, das habe ich vor ein paar Monaten bei meinem ersten Krankenhausaufenthalt (in Deutschland!) auch erlebt. Hier war es nur Faulheit. Was es in Moskau war - vielleicht eine andere Methode, irgendwelchen Frust am Patienten auszulassen und die eigene Arbeitsunlust zu kaschieren?

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24. April 2008 09:41

Herr Heyden...

Nils Decker (nifiction)

da muss ich mich meinen Vorschreibern aber wohl anschließen. Sachlich ist der Artikel wirklich nicht. Ist ja vielleicht auch in Ordnung, Einzelschicksale haben auch Bedeutung. Was aber tatsächlich fehlt, ist die Frage nach den Ursachen. Mal abgesehen davon ob die Geschichte echt oder als Abbild eines möglichen Problems gedacht ist, warum irgendjemand einfach wahllos auf den Hinterkopf eines Fahrgasts schlägt ist doch wichtig. Vorurteile entstehen nie in der Fantasie der Massen, sondern immer mit rationalem Hintergrund, bevor sie sich dann verselbstständigen. In diesem Sinne kann ich mich t.ruger und herbiger wohl nur anschließen...

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24. April 2008 09:19

Vor 16 Jahren" - Phantasiegebilde !

Markus Teuber (arathorn)

Nichts ist also wahr ?! :

Nicht der russische Rassismus,nicht die Intoleranz,nicht die Gewalttägtigkeit,nicht die Armut ,nicht die völlige,unbegründete Ungleichbehandlung,nicht die völlige Armut vieler udn der unermäßliche Reichtum einiger weniger Ex-KGB- und Armee-Funktionäre ?
All das wären Märchen aus 1001 Nacht ?

Am unwahrsten vorallem ist die Behauptung : " bis vor 16 Jahren wäre alles bestens gewesen."

Nichts war anders damals.
Es wurde alles nur unter der sowjet-sozialistischen Knute versteckt !

Die (slawischen) "Russen" betrachteten sich schon seit Lenins Zeiten als
(sowjetische) Herrenmenschen und als die "wahren" Sowjets !
Der Rest waren "Untermenschen" .

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24. April 2008 09:11

Stimmt schon

Thomas Berger (tberger)

Vielleicht war Ermek ja ein typischer Spießer, dann könnte man das verstehen...

Nen, aber ernsthaft: Die meisten Russen, die ich in Moskau kennengelernt habe, hatten in der Tat eine von politischer Korrektheit völlig unberührte Fremdenfeindlichkeit an den Tag gelegt. Deutschen gegenüber nicht unbedingt, da möchte ich das Verhältnis eher als widerwillige Bewunderung bezeichnen (ich hatte nie Angst in der Metro) aber "Schwarze" sind für die meisten Russen einfach keine Menschen.
Das hängt damit zusammen, daß die viele Kaukasier in Moskau ein unangenehmes Volk sind. Viele primitive Leute, Messer locker, bis zum Großen Aufräumen ab 2000 Drogenhandel fest in der Hand, usw.

Aber: Als ich mich mit unserer neuen russischen Kollegin hier unterhalten habe, und sie über Ausländer in Moskau und in Deutschland zu reden angefangen hat, habe ich mich umgeschaut, und ihr erklärt, daß sie so etwas um Gottes Willen nicht auf Deutsch sagen darf, weil man nie weiß, wer zuhört, und ihr das Strafmaß für Volksverhetzung und die Folgen eines AGG-Verstoß erklärt. Sie hat dann gefragt, ob wir schon wieder anfangen. Und das hat mir mehr Sorgen gemacht als Kriminalität in Russland...

P.S. Die Opferzahlen im Text sind definitiv zu niedrig.

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24. April 2008 08:25

Sehr einseitiger Artikel

Christian Erkelenz (Christian_030)

Der geschilderte Fall ist sicher übel, aber es gäbe mit Sicherheit auch andersherum gestrickte Fälle, welche - die entsprechende Verallgemeinerung vorausgesetzt - bei uns allen Abscheu hervorrufen würden. Wie hoch die Gewalt und die organisierte Kriminalität innerhalb dieser ethnischen Gruppe ist, fehlt als Information völlig.

Mit Sicherheit kommt eine solche massenhafte Ablehnung wie sie den Kaukasiern widerfährt, nicht ganz ohne Grund. Das ist aber wichtig, um nicht ein schlagseitiges Bild der Russen zu bekommen. Sicher ist nur, daß die Gewalt am Ende fast immer die Falschen trifft.

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24. April 2008 07:46

U-Bahn Moskau

Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)

Ein erschreckender Bericht, auch angesichts des Fakts, dass noch bis vor 16 Jahren alle so ziemlich friedlich in einem Land lebten ..... Die Zustände in Russland jedoch sollten nicht von der Lage in der U-Bahn in Berlin und anderen deutschen Großstädten ablenken, die seit Jahren zum Drogenumschlagsplatz von Palästinensern und Libanesen geworden sind.

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24. April 2008 07:23

Eine Szene aus dem Kultfilm

Kamil Khadisov (Kkkama)

Die Szene mit der nicht bezahlten Fahrkarte, kommt in dem russischen Kultfilm "Bruder" vor, wo der russische Held Danila dem "Schwarzen" mit einer Pistole in der Hand beibringt, dass man für das Fahren bezahlen muss und nicht so tun soll, als ob man die russische Sprache nicht versteht. Das ist eine Kultszene in einem Kultfilm und war als Vorbild gedacht.

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24. April 2008 00:50

Rational befreiter Artikel

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Was dem armen Kirgisen widerfahren ist, ist natürlich übel. Aber die Verallgemeinerung, die der Artikel betreibt, ist schon sehr einseitig. Bereits zu Sowjet-Zeiten waren islamische Kaukasusnationalitäten berüchtigt für Banden(un)wesen, Schutzgelderpressung usw.
<br>Russen leben außerhalb des russischen Kernlands übrigens mitunter noch gefährlichlicher als Nichtrussen in Moskau. Gerade im Kaukasus kommt es immer wieder zu Mordanschlägen auf russische Familien. Zuguterletzt muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Kriminalität in Moskau auch die ''reinrassigen'' Russen nicht verschont. Also, faz.net, etwas mehr Sachlichkeit im Großen und Ganzen, bitte!

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23. April 2008 23:51

Russland

Herbert Bullermann (herbiger)

Dieser Artikel ist wohl der Phantasie des Autors entsprungen. Lebe seit 3 Jahren in RU.
1. Wenn sie mit dem Trolleybus fahren, zahlen sie entweder gleich bei der Fahrerin oder sie kommen erst garnicht rein. Der gute Ermek hat also bestimmt nicht einfach so dagesessen.
2. Was fuer ein aufopfernder Mensch Hr. Heyden doch ist. Zufaellig im Bus gesessen und gleich nen rassistischen Uebergriff als Augenzeuge erlebt und heldenhaft geholfen. Bin selbst 3 mal Augenzeuge von Gewalt in Moskau geworden!! Taeter waren immer "Schwarze(Kaukasier)", Opfer "Weisse(Russen)", darunter eine Frau. Hass ist nicht automatisch Rassismus, sondern auch eigenes Leid!

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23. April 2008 23:42

Ah... Da wir grad beim Thema sind

Gabor von Zoltan (Putinras)

Angesichts der Prognose, dass hinter der Grenze, auf die es die Kleptokraten Russlands zuschlittern lassen, nur noch Anarchie und Chaos gäbe, fällt mir aufgrund der aktuellen Geschehnisse bloss die Frage ein: Wo findet die Winterolympiade 2014 gleich noch mal statt?

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23. April 2008 23:40

zivilgesellschaft

Gianduia Palazzo (gianduia)

"Kratzt du an einem Russen, kommt der Tatare darunter zum Vorschein"
würde ja bei dieser Ärztin passen, wenn man die Klassifizierung Tatare mit den Attributen stumpfsinnig, brutal und hysterisch belegt.

Die Hoffnung, dass in Russland etwas mehr Mitmenschlichkeit und zivilere Umgangsformen sich durchsetzen, war schon immer gering und durch diuesen Bericht erhält sie nicht gerade auftrieb. diese gesellschaft ist einfach in der nach-oben-buckeln-und-nach-unten-treten - Machtvertikale gefangen.
das ist auch ein mangel einer gewissen sittlichen reife.

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