Ach, es will merr nett in de Kopp enei, wie kann ein Mensch nett aus Frankfurt sei ...
Nun denn, es dürfte wohl kaum eine Stadt in Deutschland geben, in der man deutsche Fachwerkgemütlichkeit und amerikanische Skyline-Athmosphäre so hautnah erleben kann wie in Frankfurt. Das ganze garniert mit der Historie einer Stadt in der die Deutschen Könige und Kaiser gekrönt wurden ... und die Nationalmannschaften im Fußball für ihre erfolgreiche WM-Teilnahmen gefeiert werden.
Und alles erscheint doch irgendwie ein Dorf ... dazu noch ein inzwischen sehr sauberes und auch sicheres. Bei Sonnenuntergang auf dem Eisernen Steg stehen und die Skyline betrachten ist in Berlin nicht möglich. Aber warum auch. Berlin hat seinen eigenen Flair und das sollte auch so sein. Jede Stadt in Deitschland steht für ein gewisses auch landsmannschaftlich und geschichtlich gewachsenes Lebensgefühl. Und Frankfurt hat hier viel tolles zu bieten. Kommt her und schaut es Euch an, Ihr Berliner, Münchner und Hamburger !!!!
interessanteste Stadt Deutschlands ist Berlin allemal. Und wenn man der ausländischen Presse glauben darf - z.B. der New York Times aber auch zahlreichen anderen Blättern - dann ist Berlin ganz stark im Kommen. Nur in Frankfurt scheint das trotz aller Internationalität noch niemand bemerkt zu haben. Wie kommt's?
...immer mal schön, die vertraute gegend zu verlassen. In der Provinz kann es auch mal ganz nett sein.
Vielleicht ist es ja auch für uns Berliner nett, daß Berlin ab Ende der 40er Jahre politisch und wirtschaftlich Schachmatt gesetzt wurde. Berlin wäre sonst immer noch eine Metrople und das Wirtschafts- und Finanzentrum Nr.1 in Deutschland. So ist nun alles etwas beschaulicher geworden. Fast schon schwäbisch, nicht zuletzt der zahlreichen schwäbischen Immigranten wegen, die in der Stadt leben.
Es ist ja auch schon so gekommen, daß man sich kaum noch traut frei nach "Schnauze" zu sprechen. Ziemlich "oberdeutsch" heute! Wer berliniert wird für einen Pankower gehalten. In einen dieser letzten Hiltler-Filme (Untergang) sprechen die Berliner Gören auch kein Dialekt mehr. Außer ein Mädchen aus Pankow.
Naja, muß wohl schön sein in Moskau. Alles groß und herrlich. Charlottengrad war bekanntlich auch mal schön.
Der Bericht von Tobias Rüther zeigt einen Eindruck, den man nur haben kann, wenn man ein wenig zurückgezogen oder elektronisch eine Stadt erkunden möchte.
Bei aller Freundschaft, in Frankfurt gibt es schöne Wohnungen, nette Kneipen und reichlich nette Menschen die man als Freude eroborn könnte und ein schönes, sowie atrraktives Umfeld (ist in Berlin allerding noch schöner).
Berlin hat eine erstaunliche Verwandlungskraft, die der Anlass für den Ausspruch "der wahre Städter kommt vom Lande" sein muß. In 25 Jahren Kindheit, Schule und Studium erlebt man,wie biedere Menschen aus Orten mit drei Buchstaben auf dem Autokennzeichen,sich innerhalb von 10 Tagen in Slang sprechende Scenewesen verwandeln und ihr vorheriges leben in selbst für Freud vermutlich erstaunlicher Weise verdrängen. Das Liebenswerte und zugleich Bedauerliche ist, dass das in Berlin alles kiezig und provinziell bleibt. Es ist immer noch die Realitätsflucht der Bundeswehrverweigerungsflüchtlinge und ihrer Surrogate, die Kleingartenmentalität der ummauerten Westler und neuerdings der sich latent unterdrückt fühlte Sozialismus, der sich nun endlich die vielen Schokoladensorten aus dem Westen kaufen könnte, wenn er nur Geld hätte.
Wer ein paar mehr Städte gesehen hat, findet das leicht unterkühlte, kleine Frankfurt ziemlich praktisch. Man kann im Prinzip durchlaufen. Multikulti bietet Unter- und Oberschicht. Der wesentliche Rest der geschäftlichen Republik liegt im Umkreis von max. 4 Autostunden. Die Stadt hat sogar einen brauchbaren Flughafen, so dass man seine Berlin Sehnsucht in gut 2 Stunden an der Champagnerbar im KaDeWe kurieren kann.
Vorweg, ich bin Berliner und auch in Berlin geboren.
Natürlich denken viele Berliner, Berlin ist was Besonderes, wer denkt das nicht von seiner Stadt.
Der autor hat vollkommen Recht, es ist hauptsächlich für die zugezogenen wichtig, wo man wohnt, weil diese sich mit bestimmten Bezirken identifizieren, den Urberlinern ist das nicht so wichtig. Und das mit dem Taxifahrer kenne ich auch genau in der Gegenrichtung. Wenn man einen ehemaligen West-Berliner sagt, man muss nach Hellersdorf oder Prenzlberg, dann gibt dieser einem den Rat, vorher vollzutanken und Proviant mitzunehmen, da das ja kurz vor Moskau liegt.
Ich habe bereits auch in Frankfurt gelebt, die beiden Städte lassen sich nicht wirklich vergleichen, beide haben ihren Reiz.
Vorab: Ich bin Kölner. Dennoch einige Anmerkungen: Ein Teil der Tauentzienstraße (KaDeWe!) gehört zu Wilmersdorf. Die Bemerkung des Taxifahrers "...kurz vor Hannover..." ist nur ein Einzelfall. Seriöse Lokalzeitungen (Tagesspiegel, Berliner Zeitung) stellen den Weltstadtstatus selber häufig in Frage. Sicher ist hier das Boulevard-Blatt BZ gemeint, das von Schlagzeilen lebt. Übrigens fehlt dem überwiegenden Teil Reinickendorfs, das der Autor für "groß im Kommen" hält, jegliche kulturelle/ gastronomische/architektonische Attraktivität. Es ist eine einfache, gewerblich durchmischte Lage. Nur der Norden hiervon, u.a. Frohnau, wohin es einen lt. Autor nur durch Zufall verschlägt, ist attraktiv und im Kommen (z.T. große Altbauvillen, steigende Preise etc.). Die gebürtigen Berliner, die durch Mauerbau etc. nur noch ca. ein Drittel der Einwohner Berlins stellen (!) sind übrigens selber, soweit ich sie kennengelernt habe, sehr kritisch. Ein heiliger, übersteigerter Lokalpatriotismus, wie er beispielsweise den Kölnern zu eigen ist, ist den nüchternen Berlinern fremd. Die Größe des Riesenrads am Zoo hat nichts mit Minderwertigk.-gefühlen zu tun sondern wirtschaftlicher Notwendigkeit. Der Investor möchte zahlende Touristen anlocken.
Die Überschrift stimmt. Denn die Luft ist da sehr dünn. Berlin ist so sehr Metropole wie Bottrop oder Magdeburg. Womit ich jetzt die beiden letztgenannten nicht beleidigen will. Aber, in Deutschland wird es keine Metropole gegen die mit anderen Weltmetropolen vergleichbar ist. Gab es auch nie. Liegt an der deutschen Mentalität. Es sein denn, der Geist wandelt sich und es wird viele (wie in USA, Canada etc.) Metropolen geben und keine Zentralisierung.
Deshalb ist Berlin auch immer so schnell beleidigt, weil die manchmal latente, aber sehr häufig offene Selbsüberhöhung auf die harte Realität prallt.
Es ist auch unsinn, denn dieses Land lebte und wird gut mit und von föderaler Vielfalt leben.
Andererseits macht das Städte wie Frankfurt auch so interessant. Weil sie nämlich maximal (relaltiv) international sind. Weil ein merkantil offener Geist herrscht und weil es eben kurzsichtig und meisst von totaler Unkenntnis geprägt ist, nicht die Metroarea einzubeziehen und nur die Bevölkerungszuzahl der Stadt Frankfurt zu repitieren. San Francisco ist insgesamt viel kleiner als das extrem potente Frankfurt-Rhein-Main, dennoch schwärmen auch hier zulande viele davon. Nur über Frankfurt meckern? Genießt und verbessert es! Engagiert Euch!
ich musste wegen der schlechten WIrtschaftslage wegziehen.
ich würde gleich wieder hinziehen, wenn ich es mir leisten könnte
wenn du einmal in berlin gelebt hast, ist der rest von deutschland uninteressant
…der Artikel ist sehr erfrischend geschrieben. Nun, ich habe in beiden Städten gearbeitet und gelebt und es hat mir in beiden gefallen. Aber nun kommt’s leider, liebe Frankfurter: Frankfurt mag ja eine internationale Stadt sein (zumindest tagsüber), das hatte sie ja 50 Jahre als umworbene Bankenstadt der sektorengeteilten Millionenstadt voraus. Und wer weiß, wie sich alles entwickelt hätte, wäre Frankfurt und nicht die Provinz Bonn damals unter Adenauer Hauptstadt geworden. Egal. Berlin ist und bleibt Berlin. Und was Berlin besonders ausmacht sind die waschechten Berliner. Einfach unnachahmlich. (O.k. Hessen sind manchmal auch unnachahmlich.) Das eine Stadt nach langer Zeit der Teilung und Abschottung (wo bitte gab es das vgl. in der jüngeren Geschichte) auch noch ein bisschen ihre Depression pflegen muss, um wieder als echte Diva unter Deutschlands Städten zu gelten, versteht sich doch von selbst… Sonst wäre es auch nicht Berlin.
PS: Bin weder Berliner noch Frankfurter.
Fürwahr - witzig geschrieben ist der Artikel wohl. Aber es gibt Gründe, das Frankfurt, und nicht Berlin, die einzige deutsche Alpha World City ist. Wer Frankfurt nach dem Papier bewertet, wird sich wundern. Der Großraum Frankfurt hat mehr Einwohner als Hamburg, das Rhein-Main-Gebiet mehr Einwohner wie Berlin und Hamburg zusammen. Ich bin ebenfalls nach Frankfurt zugezogen, und bereue es nicht. Ich bin beruflich viel unterwegs, habe alle deutschen Großstädte kennen gelernt, und würde FFM niemals gegen Berlin, Hamburg oder München tauschen wollen.
Natürlich ist das subjektiv. Aber wer mal mit offenen Augen durch Berlin fährt, muss sich schon wundern, dass der Berliner tatsächlich fragt, wie man freiwillig nach FFM ziehen kann. Wahrscheinlich haben diese Berliner ihre Stadt noch nie verlassen.
Berlin hat sich in den letzten Jahren zwar gemacht , ist aber in großen Teilen immer noch ein ziemlicher Moloch. Runtergekomme Stadtteile mögen für linksorientierte Studenten ihren Reiz haben, Berlin ist auch ohne Frage kulturell eine Reise wert. Aber wohnen würde ich da weiss Gott nicht wollen, da ist mir unser schickes, überraschend grünes, internationales und vor allem wirtschaftlich erfolgreiches Frankfurt wesentlich lieber!!!