
Welch wunderbare neue Welt. Nun soll es also möglich sein, praktisch jede Person jederzeit und überall ausfindig zu machen - auch ohne Anlass, versteht sich. Was kommt als nächstes? "'BankSpy' - Prüfe Nachbars Bankonto!" vielleicht, oder "'Lauschangriff', aktiviere Schatzis Handy-Mikrofon". Dass besagtes Tracking (so) nicht funktioniert, ist dabei nicht der springende Punkt.
Das neue Jamba-Angebot reiht sich nahtlos ein in die derzeit populäre Unverhältnismäßigkeit von Anlass und Reaktion und suggeriert, Misstrauen, Neugier und sogar Langeweile legitimierten letztlich alles, hier eben eine Kontrolle des Aufenthaltsortes der angewählten Person ohne deren Einverständnis im konkreten Einzelfall. Aber ist das wirklich schlimm? Schließlich speichert Vater Staat ja auch alle möglichen Daten ohne unser autonom erklärtes Einverständnis.
Ja, es ist schlimm. Denn im Gegensatz zu Schatzi braucht der Big Brother eine rechtliche Grundlage und ist strengstens an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden. Was mich aber am meisten stört ist, dass hier eine Desensibilisierung im Umgang mit der Freiheit anderer Personen stattfindet und derjenige, der sich nicht unterwirft zum Buhman gemacht wird. Generalverdacht olé!
Wunderbare neue Welt.

Ich stimme Ihnen ja in grossen Teilen zu, aber warum ist mal wieder die "freie Marktwirtschafgt" an allem Schuld? Ich meine mich erinnern zu koennen, dass es Ueberwachungsgesetze auch schon im nicht ganz so frei-marktwirtschaftlichen Sozialismus gab. Und zwar Ueberwachungsgesetze, nicht Gesetzesluecken gegen Ueberwachung (weshalb auch immer diese geoeffnet wurden). Vielleicht sollte man also nicht immer alles auf die Marktwirtschaft (einem Mechanismus, der meist so gut funiktioniert, dass wir es gar nicht mehr merken) schieben, sondern eher politische Entscheidungen und Gesetzgebung als Ursache nennen. Nur dann kann man einen Ansatzpunkt fuer Aenderungen finden. (Die "Linke" z.B. ist zwar ganz sicher anti-marktwirtschaftlich, haette aber auch eher keinen guten "track record" darin, unsere Datenfreiheit zu sichern, oder...? ;-)

Diese Teile (hier Handy genannt) haben einen Ausknopf.
Wer bei netter Zweisamkeit oder auch in Situationen wo er Herrn Schäuble nicht gern dabei hat, sein Handy mitnimmt oder gar eingeschaltet lässt....
hat den Schuß nicht gehört.
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Für Technik Freaks gibt es Prepaid karten von Diskounter und Doppelkartenadapter.
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Wo ist das Problem, außer das Jamba mit einem Trick leicht in der Grauzone dummen das Geld aus der Tasche zieht?
Gruss Sikasuu

Herzlichen Glückwunsch, ein wirkliches Kleinod, Ihr grandioser Einfall: Wanze - Lanze - Speer!

Und was kann man dagegen tun?
Es kann doch eigentlich nicht sein, daß ein Mobilfunkanbieter die aktuellen Standortdaten seiner Kunden einfach so "an jeden" verkauft der dafür bezahlt?
Ich hatte das mal vor einiger Zeit im "Selbstversuch" mit einem anderen Anbieter von Ortungsdienstleistungen getestet. Da gab es keine "Hinweis-SMS" vor der eigentlichen Ortung. Die Mitarbeiter der O2 Hotline erklärten mir von nichts zu wissen und die Reaktion eines Mitarbeiters des Bundesdatenschutzbeauftragten war "sehr bedächtig". Immerhin hat er die Firmen angeschrieben. Und diese haben ihm zugesagt zukünftig in Abständen eine Hinweis-SMS zu schicken.
Ich habe mich irgendwie veralbert gefühlt!
Wofür ist der Bundesdatenschutzbeauftragte eigentlich da?

Hat jemand genau aufgepasst, weshalb sich Jamba rechtlich nicht an das Angebot halten muss? Ist der Trick allein die Titulierung als "Unterhaltung"?
Wäre für eine kurze Aufklärung auf lange Sicht sehr dankbar!
(Die verwendete Technologie spielt keine Rolle. Die Definition von meinen Liebsten, meinem Partner alias Schatz kann ebenfalls nicht der Trick sein. Ist es die juristisch nicht definierte Bedeutung des Wortes "tracken"?)
Hier das Angebot:
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Suche deine Liebsten und finde heraus was sie machen.
Wolltest du nicht schon immer wissen was dein Schatz macht, während du nicht in der Nähe bist? Noch besser: Zeige deinen Freunden wo Ihre Partner sind und was sie im Moment wirklich tun!
Einfach die Nummer eingeben, tracken und schon zeigt es dir dein Handy.
Mit dieser coolen Software bist du garantiert der Held jeder Party! Ein Riesenspaß für alle! Neugierig? Worauf wartest du?! Hol' Dir jetzt den Partner Tracker! PS: Die Software benötigt kein Internet. Partner Tracker benutzt keine GPS Technologie. Diese Software dient lediglich der Unterhaltung.
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Danke, liebe Juristen!

Nach dem Schäferstündchen wieder hinein mit ihm und die Mailbox abfragen. Wo ist das Problem ? Eine Begründung, warum man unerreichbar war, läßt sich leicht finden.

Offensichtlich macht Überwachung Spaß. Was für den einzelnen Handynutzer (noch) nur ein Gedankenspiel ist, wird an anderer Stelle längst Realität: Wirtschaft und Staat spähen uns seit langem und immer stärker aus. Mit der Vorratsdatenspeicherung haben sich die EU-Staaten gerade einen "Citizen Tracker" beschert, der weit mehr als nur den Standort verrät. Über Kameras, mit Kundenkarten und -daten erfassen Firmen die Bewegungen und Interessen von "König Kunde", um ihm "personalisierte" Angebote zu machen oder die Daten einfach nur weiterzuverkaufen. Wussten Sie übrigens, dass Computerprogramme zur Eingabe von Kundendaten das Kästchen "Werbung" gern automatisch ankreuzen, ohne dass der Kunde vom Verkäufer gefragt wird?
Natürlich stecken hinter diesem Streben nach permanenter Überwachung meist handfeste Interessen wie Macht und Geld. Dass vielen Bürgern bzw. Kunden das egal ist, stellt Demokratie und freier Marktwirtschaft ein Armutszeugnis aus. Indem sie Menschen gegen jedes Moral- und Rechtsempfinden immunisieren, führen sie sich selbst ad absurdum. Viel Spaß in der "brave new world"!
Schweinegrippe durch Trinkwasser übertragen
07:41@F.Reemtsma - Aktuell ca. 3.200.000 Arbeitslose - wohl nicht ganz aktuell
07:38Im links kommunistischen Tümpel fressen sich die drei Kröten gerade gegenseitig
07:32Nun gut, dann sehen wir einmal, was ausser - zutreffenden - aber bislang netten