Dem Jussuf hören 40 Mio zu, die einer Idee anhängen,
dem Pabst hören 500 Mio zu, die Interessen haben.
Goethe: Der Mensch einer Idee ist stärker als Hundert, die nur Interessen haben.
Und was sagt dazu dann Adam Riese??
Ich halte einen fruchtbaren Dialog zwischen den islamischen Rechtsgelehrten- das sind sie eigentlich und keineswegs nur Theologen- und der katholischen Weltkirche für absolut nicht machbar.-
Papst Benedikt hat in seiner Regensburger Vorlesung-für jeden Christen verständlich-hingewiesen auf die Tatsache, daß das abendländische Christentum nicht denkbar ist ohne die "Vernünftigkeit" griechischer Philosophie. Die hinterfragte immer, die hatte immer Zweifel.-Er will uns sagen, daß die Kirche letztlich die Auflärung akzeptiert hat.-
Nicht so der ISLAM:
Ich zitiere aus der internet-Seite" DAS KALIFAT -nur eine Frage der Zeit" den Beitrag WIR HÖREN UND GEHORCHEN:
"...Gehorsam bedeutet nämlich nicht, etwas zu tun, das man auch ohne Aufforderung von sich aus tun würde, sondern eine Handlung zu vollziehen, die nicht dem eigenen Willen enspricht."
Nach dem weiteren Text dürfen nur RECHTSGELEHRTE untereinander einen Disput führen über die rechte Auslegung des Koran und der Hadithe, Laien also nicht!
Der Beitrag fährt dann fort:
"Ebenso kann es...vorkommen, daß zwei Rechtsgelehrte...zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und dadurch zwei verschiedene Rechtsmeinungen entstehen...
AUF DEN GEHORSAM HAT DIES JEDOCH KEINEN EINFLUSS."
Immerhin interessant zu wissen, daß Zorn jetzt friedlich, gar eine Tugend ist. Mit Hilfe der Semantik und williger Journalisten werden seit geraumer Zeit Begriffe ihres eigentlichen Inhalts entleert und eine Art Neusprech installiert: Krieg ist Frieden. Weiterhin fröhliches Nachplappern. Die Leser sind ja (schon) doof.
Vielleicht könnte der Vatikan Scheich Qardawi den Wortlaut des Referats in Regensburg zur Lektüre zukommen lassen. Dann würde gewiß eine etwas gehaltvollere und vielleicht sogar segensreiche Debatte ergeben. Es ging in dem Professoren-Vortrag des Papstes nicht um Gewalt sondern um die Frage, ob Gott durch menschliche Vernunft erfaßbar ist oder ob sich Gott über jede Vernunft erhebt, wie es wohl die Muslime sehen.
hört auf zu lesen und schreiben, niemand hört euch. Natürlich habt ihr alle Recht. Ihr lebt in derselben christlich-säkularen Welt, demselben aufgeklärten Europa, unter demselben Grundgesetz in Deutschland. Es ist kein Unrecht geschehen, das wissen wir. Dennoch die Entschuldigung unseres Papstes für eine kleine Unaufmerksamkeit.
_Hier_ stimmen Christen, Muslime, Andersgläubige und Atheisten überein. Doch was nützt es?
Wer geht hin und erzählt es den Muslimen in der "islamischen Welt", im unaufgeklärten Asien oder Afrika, in den religiös geführten Staaten?
Wir erleben doch zwei Effekte:
Die Zensur der staatlichen Medien, die z.T. an diesem Konflikt aus Selbstprofilierung sehr interessiert sind, und die Zensur der Quote privater Medien, die ihre Reichweite steigern wollen.
Wer ist denn an Versöhnung, Frieden und Dialog interessiert, das kann doch niemand gebrauchen, denn das existiert doch ohne individuelle Handlung.
Deswegen unterhalten wir uns lieber wieder über das Wetter und warten ab, bis sich die Aufregung gelegt hat, lehnen uns zurück in unsere bequemen Sessel und warten auf den nächsten Aufreger, der schon in den Startlöchern steht.
Mein Vorschlag: Deutschland wählt NPD und schickt Soldaten Richtung Israel...
... hat Jussuf al Qardawi, dass der Papst sich nicht für den Inhalt seiner Zitate entschuldigt hat, sondern für das Unvermögen der Islamisten diese zu verstehen und zeitgerecht zu interpretieren. Was auf islamischer Gelehrtenseite als zusätzliche Spitze aufgefasst worden sein dürfte.
Zur Entspannung dient die Haltung Qardawis gleichwohl nicht.
Sollte der Papst das rhetorische Duell mit Qardawi aufnehmen wollen, so sollte er hier seiner Linie treu bleiben und rational diskutieren.
Ein zurückweichen in der Sache würde leicht als Niederlage des Vatikans und des Christentums betrachtet werden und den unlauteren Mitteln der Gegenseite Rechtfertigung und Absolution verleihen.
Dies kann jedoch nicht im Sinne des Papstes sein und geschähe auch keinesfalls im Sinne der friedliebenden Mehrheit der Christen.
Dessen ist sich der Papst aber auch bewusst, da bin ich mir ganz sicher, ...glaube ich.
Dem alten Jussuf mögen 40 Millionen zuhören, liebe Tante FAZ. Dem alten Benedetto hören 500 Millionen zu!