Ausstrahlung statt Wirtschaftskompetenz: Gesine Schwan

Gesine Schwan

Warum sie den Linken ersparen?

Es gibt gute Gründe, die Linkspartei nicht zu wählen. Aber es gibt keinen Grund, Gesine Schwan anzugreifen, weil sie sich auch mit Stimmen der Linken zur Bundespräsidentin wählen lassen will. Ein Kommentar des Soziologen Claus Offe.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. August 2008 15:52

Warum Gesine Schwan den Linken ersparen?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Darum geht es doch nun wirklich nicht. Es geht allein darum, dass wir uns diese eitle, selbstverliebte und anbiedernde Dame selbst ersparen - eine Kandidatin, die nichts besseres zu tun hat als jüngst Gregor Gysi in ihrem Privathaus höchst konspirativ und geheim (irgendwie passend) zu "empfangen", wohl um ihre Chancen bei den Linken auszuloten. Ersparen können hätte man sich auch den vorliegenden Artikel, der die Linke und ihre geschichtlichen Wurzeln wieder einmal in typischer Weise bagatellisiert. Auch solche Beiträge dürften mit dazu beitragen, dass ein hoher Prozentsatz Berliner oder Brandenburger Gymnasiasten die Mauer für ein Werk der Alliierten, die DDR für eine demokratien Rechtsstaat und Willy Brandt für einen beliebten DDR-Politiker halten, während Haupt- ich betone: Hauptschüler aus Bayern zum großen Teil die DDR und die zweite Diktatur auf deutschem Boden historisch und politisch richtig einordnen können. Es wäre wirklich einmal die Mühe der Edelen wert, diese Unterschiede in soziologischer Hinsicht noch wesentlich genauer zu untersuchen. Auch das sollten wir uns nicht ersparen, vieles andere hingegen wie gesagt schon.

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29. Juli 2008 10:51

Irgendwie

Werner Neustock (altego)

Wenn ein Herr Professor dieses Wort gebraucht, sehe ich zwei Möglichkeiten: 1. Er will sich nicht klar ausdrücken. 2. Er kann sich nicht klar ausdrücken. In beiden Fällen höre ich das "Trappsen" der Nachtigall. Und bei Frau Schwan kommt mir alles sehr aufgeplustert vor, auch ihre "ausstrahlende Überzeugungskraft".

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26. Juli 2008 14:57

"Warum sie den Linken erparen?

Reiner Kostka (rekostka)

Es bedarf wohl einiger Anmerkungen zum erwähnten Beitrag. 1. Frau Gesine Schwan ist unstrittig eine Persönlichkeit mit aufrichtigem Charakter, einnehmendem Wesen und respektabler Weltanschauung, der ein Großteil der Deutschen das Amt des Bundespräsidenten zutrauen und letztendlich auch ihre Wahl gutheißen würde. 2. Bewußt oder unbewußt öffnet sie die Bewerbung um das Amt des Bundespräsidenten dem politischen Ränkespiel. 3. Claus Offe bereitet dazu den Boden, in dem er die politischen „Rucksäcke“, die die Linken aus der Zeit der PDS/SED und der WASG/KPD mit sich herumschleppen, bagatellisiert. Warum auch nicht? Laut Umfrage hält heute schon ein Teil der jungen Mitbürger die damalige DDR für einen demokratischen Staat. 4. Stellt die Abgeordnete Metzger ihre Gewissensentscheidung über das Parteiendiktat, nennt man sie „Saboteurin“. 5. Unser heutiger Bundespräsident Horst Köhler wird als ein „vor lauter Wirtschaftskompetenz irgendwie entkernt wirkender Amtsinhaber“ charakterisiert. 6. Man meinte, die Zeiten, in denen sich unsere geistige Intelligenz ohne wirtschaftliche Grundkenntnisse in die Öffentlichkeit wagte, sei Vergangenheit. 7. Liebe FAZ, der Beitrag ist zwar aufschlußreich, ihn hätten Sie uns aber auch ersparen können.

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26. Juli 2008 14:10

Schuld der Großen

Margrit Steer (Margrit-Steer)

Die Linkspartei konnte doch nur so stark werden, weil unsere beiden Volksparteien SPD und CDU völlig versagt haben und immer noch versagen. Die SPD unter Schröder Hinwendung zum Neoliberalismus, ich nenne es Feudalismus (oben alles-unten nichts) Die CDU unter Merkel immer mehr zu einer zweiten SED. Schnüffeln, gängeln, verbieten, Freiheitsrechte einschränken. In der großen Koalition tritt dies ganz offen zu Tage. Die wenigen konservativen Kräfte beider Parteien sind nicht bürgerlich-konservativ, sonden kalte Kapitalisten, der Rest beider Parteien ist stramm links Richtung DDR-Politk. Alle sind gleich? Nein, auch in der DDR waren ein paar gleicher. Und dies haben wir hier nun auch. Die großen erhalten die Steuergelder als Subventionen die man dem gemeinen Bürger nimmt. "Das Volk hat nicht zu konsumieren, sondern zu produzeiren" so sagte schon Stalin. Art. 14 des GG sagt was anderes, ist aber unseren Politkern wohl unbekannt "GGArt. 14 (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen" Da wundert es nicht, wenn das kleine Volk einer Linken hinterher läuft, die alles verspricht, aber nicht genau sagt, wie sie es denn machen will. Wobei sie durchaus ein paar brauchbare Ideen haben.

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25. Juli 2008 18:01

Herr Offe

Florian Kenklehoff (iamphil)

In der DDR wurden Kritiker der Regierung in Gefängnissen gehalten und dort über Jahre schwer misshandelt. Heute betreuen wir diese Menschen in den psychiatrischen Abteilungen Ostdeutschlands. An der Innerdeutschen Grenze wurden Menschen erschossen, weil sie den Wunsch hatten das Land zu verlassen. Junge Frauen wurden systematisch (ohne ihr Wissen oder Einverständnis) "gedopt" um später einmal zu brillieren. Diese Frauen sind heute oft krank und unfruchtbar. Die Liste der Verbrechen ist noch viel länger, aber die Linkspartei arbeitet durch Ihre Mitglieder und ihnen nahestehenden Institutionen darauf hin, diese Verbrechen zu bagatellisieren oder sie aus der Geschichtschreibung zu entfernen. Mit jedem Beitrag wie dem Ihrigen, wird das Kaschieren des Verbrecherischen um ein kleines Stück Legitimität reicher.

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25. Juli 2008 09:38

Darauf würde ich nicht wetten,Herr Kleiner

Markus Teuber (arathorn)

"eine Bundesrepublik Deutschland,in der eine verkappte SED regieren wuerde,in der ein quasi Sozialismus herrschen wuerde,wird es nicht geben. Das ist so sicher,wie das Amen in der Kirche..." Also auf diese Annahme würde ich keine -und auch noch so kleine Wette-laufen lassen ! Wenn man sieht,mit welchen Albernheiten zB die hessische SPD sich der Linkspartei anbiedert,nur um bloß an die Macht zu kommen (anstatt einmal sachbezogen gehörig den eigenen Horizont zu erweitern,um vielleicht andere Konstellationen hinzubekommen) und wenn man einen Helmut Schmidt sagen hört,daß er die SPD "nicht mehr wiedererkenne",dann ist diese Partei zu allem bereit .Auch dazu,sich -und dieses Land- der Linkspartei als Opferlamm zu präsentieren.

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24. Juli 2008 23:06

Im Interesse der Demokratie waere es wichtig die SPD zu staerken,denn sonst wird

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Linkspartei auf Kosten der SPD gestaerkt.Es ist ziemlich ungerecht und der Demokratie abtraeglich,dass eine ca 110 Jahre alte demokratische Partei bisher nur zwei Bundespraesidenten stellte(Heinemann und Rau,oder war da noch jemand? Wobei Heinemann einst Mitglied der CDU gewesen war) Man hat scon immer mit allen taktischen Rafinessen gearbeitet,um seinen Kandidaten zum Bundespraesidenten durchzusetzen Derzeit besteht eine grosse Gefahr,dass die Linkspartei auf Kosten der SPD staerker wird.Das sollte auch dei CDU/CSU nicht ausser Acht lassen.Koehler ist ein guter Bundespraesident,aber ein jeder sollte nur einmal zum Bundespraesident gewaehlt werden koennen.Das wuerde die Demokratie staerken,denn so ein bischen mehr Menschen die Chance zum Bundespraesidenten gewaehlt zu werden.Unsere Demokratie wuerde dadurch mehr Pluralismus praktizieren.In einem Volk muss man doch immer wieder faehige Personen finden,die sich als gute Bundespraesidenten erweisen koennten.Einen Trottel wird man doch wohl nie mehr zum Bundespraesidenten waehlen Die kleine FDP viel erfolgreicher als die SPD,ist von der CDU/CSU viel besser bedient worden Da waren immer politisch-taktische Ueberlegungen im Spiel Das sollte die CDU/CSU in diesem Fall weglassen

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24. Juli 2008 16:09

Demokratie feindliche Partei?

Fabian Basten (f.basten)

Also, Sie wollen uns weis machen, dass es keine Demokratie feindlichen Strömungen in der Partei gibt? "Ist die Linkspartei keine „demokratische“, das heißt sich an die Regeln der parlamentarischen Demokratie haltende, sich zur Verfassung bekennende,[...]legitimierte Partei?" dazu ein paar Kommentare: -->"Auch ich finde, diese Demokratie löst die Probleme der Menschen nicht" (Dagmar Enkelmann, ehemaliges SED-Mitglied, parlamentarische Geschäftsführerin der Linken Bundestagsfraktion) "Ich denke (...), wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ [Stasi] wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muss, dass andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen" (ehemalige niedersächsische Linke-Abgeordnete Christel Wegner) Bei Bedarf such ich gerne noch weiter Kommentare, nur will ich einmal deutlich machen, dass ich sehr wohl der Meinung bin, dass es Strömungen, Gruppierungen aber auch Abgeordnete im Bundestag als auch in Landtagen gibt, die ein anderes System anstreben. Wie dies im Konflikt zu unserem Grundgesetz, unserer demokratischen Grundordnung zusammenhängt brauche ich hoffentlich nicht zu erläutern. Dies so außer Acht zu lassen ist Leichtsinn

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24. Juli 2008 14:39

Wer sich in Gefahr begibt,kann darin umkommen.Das darf die SPD nicht vergessen.

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Die Gefahr ist gewaltig gross,dass die SPD von der Linkspartei "aufgefressen" wird. Wenn Genossin Schwan das nicht sieht,dann ist sie politisch blind. Aber es koennte auch sein,dass ihr das sehr wohl bewusst ist und nachdem sie zur Praesidentin gewaehlt wurde darauf achten wuerde,dass diese Gefahr in Schranken gehalten wird. Eines ist sowieso sicher;eine Bundesrepublik Deutschland,in der eine verkappte SED regieren wuerde,in der ein quasi Sozialismus herrschen wuerde,wird es nicht geben. Das ist so sicher,wie das Amen in der Kirche...

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24. Juli 2008 13:51

Gesalbadere

Lutz von Peter (LutzBrux)

Der Artikel ist eine der schwächsten Rechtfertigungssalbadereien, die ich in einer konservativen Zeitung je gelesen habe. Keine moralische Verurteilung der Linken? Unterschied zwischen DDR und Drittem Reich? Da wollen wir doch mal gucken: Die Linke besteht massgeblich aus der Nachfolgeorganisation der SED, die durch zweimalige Umbenennung versucht, Ihre 'Richtungsänderung' glaubhaft zu machen. Die Mitglieder sind massgeblich dieselben, in den wichtigen Positionen in Ostdeutschland sitzen dieselben Genossen, auf eine klare Verurteilung des DDR Regimes als menschenrechtsverachtend und ungerecht wartet man vergebens. Stattdessen eine diffuse Lobhudelei der gerechteren Welt, die leider untergegangen ist. Unterschied zwischen DDR und Drittem Reich? Spielt es eine Rolle, ob Juden umgebracht werden, oder Systemkritiker? Tut as für die Qualifizierung zum Unrechtsstaat zur Sache ob 6 Millionen oder einige Tausende verschwanden? Tut mir leid, solange die Linke keine klare Absage an die ehemalige DDR, ihre Vertreter und ihr Weltbild abgibt ist sie moralisch verurteilbar, egal ob ihre Vertreter demokratisch gewählt sind oder nicht.

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24. Juli 2008 13:29

Fragwürdige Rhetorik

Markus Leibold (MSL)

Zunächst einmal: "Die Behauptung, die PDS habe ihre Wurzeln in der Parteidiktatur der DDR, ist völlig uninformativ – einfach deshalb, weil ihr niemand widerspricht" Wieso sollte auch jemand widersprechen? Ich zitiere hier ausnahmsweise Wikipedia: "Die PDS entstand aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die sich während des Umsturzes in der DDR Anfang Dezember 1989 in SED-PDS umbenannte. Ab dem 4. Februar 1990 hieß sie nur noch Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)." Ich widerspreche auch nicht, wenn jemand sagt, ein Kreis sei rund. Jemanden, der angesichts der Geschichte der Partei nach wie vor kritisch ist, durch die Verwendung eines Wortes der NS-Ideologie ('Sippenhaft') implizit als Nazi zu verunglimpfen, ist darüber hinaus manipulativ und ausgesprochen unfein. Ich stehe linksaußen feindlich gegenüber und werde es immer tun, genauso wie ich rechtsaußen feindlich gegenüberstehe, egal wie sich die Parteien dort zukünftig gerieren - wenigstens die NSDAP wurde verboten und nicht einfach umbenannt.

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24. Juli 2008 12:45

Glückwunsch

Jürgen Vogel (pascht)

Lieber Herr Proffessor Claus Offe, mein Kommentar wird kurz sein. Herzlichen Glückwunsch zu ihrem Artikel. Endlich jemand der mit Objektivität und können die Dinge beim Namen nennt. Herzlichen Dank Ihnen und der FAZ Gratulation zu ihrer politischen Neutralität.

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24. Juli 2008 12:22

@Gianduia Pallazzo

Ivo Huber (jimmycarter1)

Sie übersehen einen entscheidenden Unterschied: bei der Wahl des Bundespräsidenten geht es nicht um die Bildung einer auf Dauer angelegten Regierungskoalition. Bei der Frage, ob sich Frau Schwan mit den Stimmen der Linken zur Bundespräsidenten wählen lassen sollte, geht es um die EINMALIGE Unterstützung durch die Linke. Mein vorheriger Beitrag erläutert die Bedingungen unter denen eine derartige einmalige Unterstützung unproblematisch wäre.

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24. Juli 2008 12:06

Kein Problem

Ivo Huber (jimmycarter1)

Die Sache ist doch klar: solange sich Frau Schwan vor der Wahl eindeutig vom SED-Regime und verwandten undemokratischen Tendenzen distanziert, kann sie sich problemlos mit den Stimmen der Linken wählen lassen. Warum denn nicht? Ist sie einmal Bundespräsidentin, könnte die Linke sie ja nicht mehr abwählen (insofern würde sie sich weder vor noch nach der Wahl in eine moralisch zweifelhafte Abhängigkeit von den Linken begeben). Ich hätte schließlich auch nichts dagegen, wenn sich Herr Köhler mit Stimmen der NPD wählen ließe, solange er sich vor der Wahl eindeutig vom Nationalsozialismus und verwandten undemokratischen Tendenzen distanzierte. Mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen.

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24. Juli 2008 12:05

Normal? Demokratisch?

Johannes Hintzen (JohannesLeonhard)

Wie sich selbst Professoren (hat das bei Offe was mit der Habermasschule zu tun?) Scheuklappen anlegen, sich über die SED/Linke und den Hessenwahlkampf espektorieren, diese Partei für ganz normal "demokratisch" erklären (die SED/Linke "bekennt" sich zum Grundgesetz? - dann fragen Sie mal bei der kommunistischen Plattform nach) und einfach Leute wie die Abgeordnete der SED/Linke im hess. Landtag Christel Wegner und ihrer Verteidigung der Stasi und der Mauer verschweigen („Der Bau der Mauer war in jedem Fall eine Maßnahme, um zu verhindern, dass weiterhin Westdeutsche in die DDR konnten.“), bleibt deren Geheimnis.

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24. Juli 2008 11:35

Also Prof. Offe

Markus Teuber (arathorn)

ich stehe und staune,wie es so einfach und leichtfüßig gelingt,die Linke so rein und weiß zu sprechen ! Die Linke hätte nichts mehr gemein mit jener SED Ulbrichts und Honeckers,sagen Sie ?! Weil schon die PDS damit nichts mehr hätte zu tun gehabt ?! Da sollten Sie einmal sehen,welche Person im Gros bei der Linken in den jeweiligen Parlamenten sitzen.Jener Teil ,den die ehemalige PDS stellt,ist noch der gleiche,der schon bei Honecker in den Volks-"Gremien" saß. In der Linke gäbe es -im Gegensatz zu den rechten Grupierungen-keine Personen oder Gruppen mit "Demokratiestaatsgefährdender Ausrichtung",sagen Sie ?! Welche Ausrichtung dann zB eine Sarah Wagenknecht oder andere Genossen derartigen Coleurs haben,welche die Überwindung des derzeitigen deutschen Gesellschaftssystems auf ihre Fahnen geschrieben haben,müßten Sie mir noch einmal genauer erklären! Die DDR mag vielleicht kein Rechtsstaat in "unserem,westlichen" Sinne gewesen sein,aber auch kein Unrechtsstaat,sondern ein (legitimer) "Staat mit Rechtssicherheit" ,sagen Sie ?! Auch das Dritte Reich war demgemäß ein (legitimer) "Staat mit Rechtssicherheit", denn die Anforderungen,die Sie an die DDR formulieren (und erfüllt sehen),die kann man ebenso auf das Nazi-Reich übertragen.

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24. Juli 2008 11:29

Claus Offe: Warum sie den Linken ersparen?

Wilhelm Storck (w.r.storck)

Es gibt sehr wohl einen wichtigen Grund, sich von der Linken nicht wählen zu lassen: die "Linke" ist nichts anderes als die Nachfolgeorganisation einer kriminellen Vereinigung (nämlich der SED). Die SED hat zwar einige Namensänderungen erfahren (PDS-SED; PDS), dadurch verliert diese Partei nicht ihre Vergangenheit. Die WASG hat diese Vergangenheit durch die Fusion ausdrücklich gebilligt. W. Storck

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24. Juli 2008 10:10

@ Prof. Offe

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Die Hertie School of Governance bereitet ihre Studenten auf öffentliche Führungsaufgaben vor. Wenn die hier veröffentlichte Meinung in Deutschland gelehrt wird, habe ich eine Erklärung für den Erfolg der Neokommunistischen SED-Enkel-Partei. >Hat wirklich irgend jemand in der Linksfraktion des hessischen Landesparlaments jemals einen Sozialdemokraten ins Gefängnis geworfen[]? Hier waltet ersichtlich der Aberwitz einer generationsübergreifenden Sippenhaft.< Geradezu eine Legitimierung aller Akteure und Demagogen (sorry = der- sich- demagogischer-Werkzeuge-Bedienenden) der sozialistischen Bühne! Gilt der Ausschluss der ' generationsübergreifenden Sippenhaft', den Prof. Offe naturgesetzgleich statuiert, auch für die andere Seite des politischen Maßmeters? Nein – jedenfalls laut Prof. Offe, denn auf der anderen Seite des moralischen Spiegels sind 'rechtspopulistische Bandenwesen', dessen Gefolgschaft mit Symbolen herumläuft, unter denen von Deutschland aus Angriffskriege und Völkermord begangen worden sind und sich Lichtjahre von der SED/PDS/LINKE unterscheiden. Die Neokommunisten erschleichen sich durch Demagogie (s.o.) und leeren Wahlversprechen, die gepaart sind mit destruktiver Oppositions-Politik, ihre Wählerstimmen...

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24. Juli 2008 10:01

Der Unterschied zwischen ganz links und ganz rechts,...

Thomas Berger (tberger)

...ist schlicht, daß die ganz linken Ansätze nicht ganz so saudumm sind wie die ganz rechten. (OK, und die Akzeptanz ganz linker Ansätze aufgrund der Sozialisation der heutigen Meinungsführer, aber das ist eine andere Gschichte). Daß die Ideen der Nazis dämlich waren, bedarf keiner Diskussion. Daß die schiere verbohrte Verblendung von Stalin und Mao, die glaubten, daß sich mit den primitiv-wirtschaftlichen Thesen eines Trierer Provinzphilosophen ein hochkomplexes Wirtschaftssystem führen lässt, ist nicht so leicht einsichtig (und aufgrund der dramatischeren Art des Massenmords durch die Nazis vergißt man leicht, daß das ideologische Geschwurbel Marxens zu mehr Todesopfern geführt hat als der Rassenwahn). Grund? Jeder kennt offensichtlich Menschen, und kann daher den menschen-orientierten Unfug der Nazis als solchen entlarven. Aber wer versteht schon, wie eine Volkswirtschaft funktioniert? Die abgebrochenen Philosophiestudenten, welche das Rückgrat der LINKEn und der Grünen bilden?

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24. Juli 2008 09:52

Ach ja...

Gianduia Palazzo (gianduia)

Leute deren Vorfahren geistig der Weltrevolution anhingen und sie mit Vehemenz und ohne Rücksicht durchzusetzen versuchten kann man ja nicht anhand ihrer Ahnen messen, möchte der Autor hier sagen. Genauso wenig kann man behaupten dass ein Udo Voigt oder Holger Apfel einen Angriffskrieg oder den Bau von KZs vorbereiten. Sind diese leute deswegen koalitionsfähig? Natürlich nicht, auf das Programm und die verfassungsfeindliche Einstellung ihrer Akteure kommt es an. Das dialektische Herumeiern des Autors macht die Linkspartei in meinen Augen nicht salonfähig.

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24. Juli 2008 08:48

Janusträume...

Alexander Bräuß (RABr)

Ist der Autor sich darüber bewusst, wie gern sein Beitrag hier gesehen ist ? Gesetzt den Fall, er wüsste dies, so ist ihm doch entgegen zu halten, dass die LINKE nicht der Zaubertrick ist, mit dem die SPD - Führung die neue Mitte und die soziale Partei Deutschlands wird. Gesetzt den Fall, ihm ist diese Überlegung gleich, muss ich doch sagen: Nicht jede Kritik linker Ansätze ist in die Ecke zu stellen, in der der Kundige Begriffe wie "Sippenhaft" zu finden erwarten kann. Die LINKE hat sich eben einfach mal aus den Strukturen der SED - also der Führungszelle einer Diktatur - entwickelt, sich dieser bedient und sich für meine Wahrnehmung kein bisschen kritisch mit diesem Vorgang oder den damit verbundenen Personalien auseinander gesetzt. Und solange die LINKE das nicht macht, machen das eben andere, vornehmlich die politischen Gegner. Das bedarf weder des Mitleids noch der Klage und ist aus meiner Sicht ein banaler, rein politischer Vorgang.

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24. Juli 2008 08:46

Geschicktes Verharmlosungsmanöver Herr Prof. Offe!

Tim Stoll (Nomad07)

Man kann den Ausführungen des Herrn Prof. Offe unter einer Voraussetzung uneingeschränkt zustimmen: nämlich solange man sich in keinem Widerspruch, in keiner tiefen Abneigung zur jeglicher sozialistischen Idee schlechthin befindet. Verabscheut man aber den Sozialismus als Menschen- und Völkerfeindliche Zwangsgleichmachungsideologie so spielt es überhaupt keine Rolle mehr ob die hessischen PDS-Abgeordneten jemals Sozialdemokraten eingesperrt haben oder nicht! Es war die logische Konsequenz der Marxschen und Lasallschen Programme, dass zwischen 1905 und heute Millionen Menschen für die gute Sache des Sozialismus abgeschlachtet wurden. Ob nun unter den "guten" roten Sozialisten oder im Namen des Sozialismus derer, die mit Symbolen herumlaufen, "unter denen von Deutschland aus Angriffskriege und Völkermord begangen worden sind". "Die Linke" steht nach wie vor für diese Programme und Ideen, so wie eine NPD für NSDAP-Ideen steht. Linke und NPD fordern nicht zu Massenmord und Enteignung, zu Raub und Plünderung auf, dass haben die Kommunisten 1895 auch noch nicht getan, das hat ein Hitler 1920 auch nicht getan. Solche Zurückhaltung hat diese Strömungen aber später nicht davon abgehalten, genau das im großen Stil zu betreiben.

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