Machtkampf im Verlag

Suhrkamp-Kultur, verweht

26. November 2006 In Deutschlands berühmtestem Verlagshaus ist ein Kampf um die Macht entbrannt. Die neuen Gesellschafter verlangen Mitspracherecht bei Programm und Finanzen und zweifeln an der Kompetenz der verlegerischen Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkéwicz. Was sagen die Autoren dazu? Fünf der renommiertesten nehmen Stellung.



Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: dpa

Meine Meinung (1)

Peter Handke

Er ist unzufrieden mit der neuen Sachlage. Zwar hat Peter Handke mit der „Suhrkamp-Kultur“ nie etwas im Sinn gehabt, doch mit der Gewissenhaftigkeit eines ordentlichen Kaufmanns haben Käufe und Verkäufe nichts gemeinsam.

Meine Meinung (3)

Peter Sloterdijk

Er sieht Suhrkamp mittlerweile mehr als einen suchenden Verlag als ein dozierenden und begrüßt diese Entwicklung. Im Interview spricht Peter Sloterdijk über die „Suhrkamp-Kultur“, Heuschrecken und Antifeminismus.

Meine Meinung (2)

Durs Grünbein

Ihm ist die jüngste Kampagne des Suhrkamp-Verlagshauses ein Rätsel. Den aus seiner Sicht höchst eindeutigen Putschversuch nennt Durs Grünbein ein Muster für Tatsachenverdrehung, wie es lupenreiner kaum sein könnte.

Meine Meinung (4):

Katharina Hacker

Sie verweist vor allem auf die Kontinuität, die bei Suhrkamp gewahrt bleibt. Katharina Hacker meint, daß das Verlagsprogramm nach wie vor genug Mut und Vielfalt zeigt. Daher lobt sie die Arbeit von Ulla Unseld-Berkéwicz.

Meine Meinung (5)

Hans-Ulrich Gumbrecht

Er zählt sich zur Suhrkamp-Generation. Hans-Ulrich Gumbrecht gehört zu jenen Lesern, deren geistiges Leben seit vielen Jahren von den erstaunlichen Leistungen des Verlags abhängig gewesen ist. Daher will er als dankbarer Kunde urteilen.

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