Stauffenbergs 100. Geburtstag

Den Dolch im Lorbeerstrauße tragen

Heute vor hundert Jahren wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg geboren. Im George-Kreis erhielt er das geistige Rüstzeug für sein Attentat auf Hitler. Ohne Stauffenberg, schrieb Joachim Fest, hätte sich der Widerstand „ganz und gar verloren“.

Lesermeinungen zum Beitrag

17. November 2007 19:13

Internationales Bild und Elite heute

Holger Eichner (HolgerEichner)

Aufgrund der immensen Reichweite von Tom-Cruise-Produktionen wird der Film einen riesigen positiven Schub für das Bild Deutschlands in der Welt bringen.

Vielleicht kann nebenbei auch noch eine Diskussion über Verantwortung von Elite angestossen werden. Indem das Verhalten Stauffenbergs dem Verhalten unserer heutigen Elite (Manfred Kanther, Peter Hartz, Ex-Bundestagspräsident Thierse) gegenübergestellt wird.

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15. November 2007 12:22

Ein rechter Konservativer !

Arndt Ludwig (Lorddersith)

Das "Hauptproblem" des linksliberalen Mainstreams mit Stauffenberg: Er war ein rechter Konservativer !

Sein Streben galt - nach dem offensichtlichen Scheitern der gewaltsamen Revision des Versailler Diktats
und der Perversion des Nationalen durch die "National"sozialisten- dem möglichst unbeschadeten Überleben seines Vaterlandes.

Und dafür haben er und andere ihr Leben hingegeben.

Das passt so gar nicht in die heile Scheinwelt...

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15. November 2007 11:25

"Großer Zapfenstreich" zum hundersten Geburtstag

wolf haupricht (emilgilels)

Eine Ehrung für einen ehemaligen Soldaten der Wehrmacht, der sich geopfert hat, um einen sinnlos gewordenen Krieg zu beenden, indem er Hitler als "Personifizierung des Bösen" und Urheber des Krieges beseitigen wolte.
Gerade als Soldat und Generalstäbler war ihm bald bewusst, dass ein Krieg, wie Hitler ihn durchsetzte, nicht zu gewinnen war.
Das einzig erfolgreiche Mittel, Hitler und sein mörderisch gewordenes System zu beseitigen, war die Tötung Hitlers. Hierzu gab es viele Fehlversuche des Kreises und Einzelner, der/die sich dazu entschlossen hatten.
Die Bürde und der Mut zur Umsetzung war sicherlich schwer zu tragen und nicht selbstverständlich.
Es war auch eine symbolische Handlung nach innen und außen, dass auch hohe Kreise des Militärs neben "zivilen" Widerständlern die Beseitigung Hitlers als ultima ratio verstand.
Meinen tiefen Respekt gegenüber allen Menschen, die Widerstand gegen das System "Hitler" geleistet und mit ihrem Leben dafür bezahlt haben.
Diese Erinnerung ist notwendig und sollte auch in Schulen behandelt werden, was offensichtlich auch geschieht.

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15. November 2007 10:26

Na?

Sam Tyler (InYourDreams)

"Was legitimiert uns, einem solchen Mann seine bis in den Winter 1941/42 weitgehend ungebrochene Begeisterung für Adolf Hitler vorzuhalten und ihm das Recht auf Widerruf zu verweigern?"

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15. November 2007 08:27

Und noch ein Loblied mehr...

Jens Matuschek (miyuki2)

Einmal mehr die Glorifizierung des deutschen Helden (Siegfried?). Statt diesen Tag zum Anlass zu nehmen der Millionen die dem deutschen Herren- und Rassenwahn zum Opfer fielen zu gedenken, wieder nur die Erhebung des Einen Wahren Helden. Dass dieser bis dato williges Werkzeug (dem Führer Treue geschworen, bla, bla...), in der milöitaristischen (Un)Tradition der Wehrmacht verhaften geblieben,... geschenkt. Ziel der Verschwörer war ja auch keineswegs ein freiheitliches, demokratisches Deutschland, sondern ein ehrenvoller Kriegsabschluss (im Felde unbesiegt..).
Für seinen Mut etwas zu tun, Anerkennung. Aber Millionen andere haben diesen Krieg mit ihrem Leben bezahlt und nicht in luxeriösen Generalstabsquartieren verbringen dürfen. Erst die Treue der Wehrmacht zu "ihrem" Führer hat diesen Krieg möglich gemacht und Stauffenberg war lang genug aktiv beteiligt.

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15. November 2007 07:46

Wat ihr wollt ?

St. Koch (Pensacola)

Hat Herr Karlauf in seinem Beitrag nun versucht Herrn Stauffenberg mit Herrn Cruise als "sektenmäßig verblendet" gleichzusetzen ? Das würde ich als spätpubertären "Schrei nach Aufmerksamkeit" seitens Herrn Karlauf zurückweisen wollen. Es war damals durchaus üblich, dass die Eliten -zu denen der deutsche Adel irgendwann auch mal gehörte- sich unter Zuhilfenahme von Eliten bildete und erzog. Das hat mit einer Sekte wie Scientology nichts zu tun.

Für den Plan, Deutschland eine Alternative zum Untergang in Schutt und Asche zu bieten, gebührt Herrn Stauffenberg eigentlich täglich eine Verbeugung.

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