
Viele Beiträge hier sagen bereits genau meine Meinung aus. Diese Hetzkampagne gegen Raab bzw. Pro 7 ist nicht fair. Das Recht auf freie Meinungsäußerung muss auch, bzw. gerade bei heiklen Themen gewahrt bleiben. Es kann nicht angehen, dass Sender wie RTL solche Knebelverträge aufsetzen und damit einen Riesenreibach machen und andere nicht mal ihre Meinung dazu sagen dürfen. Ob es nun Satire ist oder nicht, es ist halt eine andere Sichtweise und das ist gut so.
Den Hinterbliebenen und Angehörigen mag das sicher weh tun, aber die Begnadigung von Mördern finde ich persönlich weitaus taktloser als diese Kampagne von Stefan Raab die sich in erster Linie gegen RTL richtet und das Thema RAF nur als werbewirksamen Aufhänger benutzt...

Ich mag Raab nicht. Habe ihn noch nie gemocht. Doch diese Kampagne (so eigennützig sie ist) ist gut. Derart heuchlerisch dagegen zu wettern macht mich zum Raab-Sympathisanten (um mal bewusst dieses Wort hier zu gebrauchen)
Aber Geschmack ist etwas Subjektives - und so soll Herrn Hanfelds Meinung (neben den anderen Hornbläsern) stehen.
Was ich allerdings viel Aussage kräftiger finde: "In Sachen historischer Feinfühligkeit schwimmt Stefan Raab auf einer Welle mit Günther Oettinger". Oettinger hat (wohlwollend formuliert) historischen Frühjahrsputz betrieben, in dem er Fakten unter den Teppich gekehrt hat und die Schimmelflecken auf der Wand rosarot übertüncht hat. Wer Raabs Aktion mit der Oettingers in einen Topf schmeisst ist, reduziert die Oettingers darauf, die Gefühle der Opfer verletzt zu haben. Und das empfinde ich nun wirklich als die denkbar größte Geschmacklosigkeit, weil sie die politische Gesinnung dahinter mehr als nur einen faden Beigeschmack hinterlässt.

Man kann es nicht verkennen: Im Fernsehen Deutschlands ist Raab für das Grobschlächtige zuständig. Das steht einem ehemaligen, gelernten Schlachter auch gut zu Gesicht.
Warum sich ellerdings der Sohn Bubacks entblödet und sich zu solchen Diskussionen hergibt, bleibt jedem intelligenten Menschen verschlossen. Für meine Begriffe geht d a s auf keine Kuhhaut.....um im Bild zu bleiben.

Was ist so falsch an Stefan Raab? Seine Idee, einen anderen Sender "anzugreifen" und hier und da mal genauer reinzuschauen. Ist doch prima und ganz Unrecht hat er in der Sache selbst ja auch nicht. Das ihm das auch noch viele Zuschauer bringt liegt wohl auf der Hand. Ich kann daran nichts Schlimmes finden und das Bild mit dem RAF Zeichnen, naja, das hätte man geschickter Wählen können.
Es ist keine Frage mehr, ob sondern nur noch wann Max bei Raab auftritt.

...
So schwer die Situation für die Opfer der RAF-Verbrechen ist, sie können sich letztlich nur selbst entlasten von Schmerz und Trauer, indem sie innerlich vergeben und verzeihen. die schräge Diskussion der letzten Tage zeigt, dass sich wenig bewegt, was mit Reue, Scham, Einsicht und Abbitte zu tun hat, die zu leisten wäre. Sie sollten (innerlich vor allem) dem Herrn das Richteramt überlassen.
Ströbele zeigt in seiner Reaktion genau das, was ihn immer ausgezeichnet hat: ein schmieriger Taktierer, ein Verdreher von Worten und Gedanken, ein notorischer Besserwisser, Neurotiker, letztlich ein Polit-Clown, der es genau deshalb zu nix gebracht hat, weil ihm letztlich niemand über den Weg traut.
libertus

wenn man tatsächlch auch alle fernsehbeiträge zum thema RAF, die von hanfeld gennat wurden, gesehen hat - und jetzt mal grade das Raab-fernsehen nicht sah..., dann solte man doch vielleicht in der medienkritik nicht den raab zu sehr überbewerten und eher die anderen dinge beisammen lassen.
und da hat diese FAZ-kritik die nägel doch ziemlich gut auf den kopf getroffen von der ard-sendung, über illner bis wieder zurück beim ard in panorama.
warum sollte einen heute jungen menschen, einen mittelalten oder einen leibhaftig dabeigewesenen dieses thema "kalt" lassen? selbst wenn hier online-user meinen sagen zu müssen, alles olle kamellen.
so sehe ich den selbst den ANSATZ von ströbele (von dem jeder halten darf, was er sonst will) doch für durchaus den einzig richtigen:
alles müsste an faktenlage auf den tisch, und vermutlich mussten einige jahrzehnte ins land gehen, damit das überhaupt möglich ist- und dann bitte möglichst emotionslos und solange noch der eine oder andere historische zeuge sich beteiligen kann.
auch die "vogel-brüder" gaben ja ein ganz eigenes, eigenartiges schauspiel ab. und natürlich mag der deutsche rechtsstaat immer alles best-meinend gemacht haben, wie in wackersdorf... etc

Ich finde Stefan Raab geschmacklos, aber die Idee ist nunmal witzig -und er ist mutig! Es geht doch bei Stefan Raab nicht um Moral, liebe FAZ.net, sondern um Entertainment. Deshalb geht die ausschließlich negative Kritik einfach an die falsche Adresse. Ausserdem kommt mir die Kritik recht einseitig vor, da man auch eine andere Meinung haben kann, wie man anhand der weiteren Kommentaren sieht.
zu den 68er kann ich nur meinen vorherigen Kommentatoren recht geben: Das Thema interessiert nicht mehr. Wer will schon über eine "moralische" Bewegung sinieren, die zwanghafte Freiheit propagiert und deren Kinder heute selbst Spießer und Bonzen sind?

Harald Schmidt lässt seine Zuschauer per Zuruf entscheiden ob Günther Grass oder Stefan Aust Nazis oder RAF Mitglieder sind.
So sollte man auch bei einem Herrn Raab fair bleiben und vielleicht die Idee in ihrer Qualität nicht in ihrer anrüchigkeit kritisieren.

Auch ich hatte im Laufe der gestrigen Runde zunehmend das unangenehme Gefühl in einer Talkshow von Sabine Christiansen zu sitzen. So schwach habe ich Maybritt Illner noch nie erlebt. Wenn das eine Konsequenz der Umbenennung dieser mir bisher recht sympatischen Talkshow "Berlin Mitte" ist, dann werde ich künftig auch darauf verzichten.
Jürgen Krombach

und da wird eben geaasgeiert und in Exkrementen "der anderen" gewühlt, statt wirklich Mut zu zeigen und selbst kreativ zu werden (wobei ich damit gerade Stefan Raab wohl Unrecht tue, dem Erfinder der Wok-WM usw.).
Aber wenn man auf das Unterhaltungsprogramm der "Großen" schaut, besteht dies doch überwiegend nur noch aus Aufgüssen (die besten 100 .. die miesesten 100, die lautesten 50 usw..). Innerhalb dieses "Verwertungs-Konzerts" fällt halt nur der auf, der provoziert.
An Stelle der FAZ wäre ich nonchalant über die RAF-Verballhornung hinweg gegangen, denn mit der ausdrücklichen "Würdigung" von Aktivitäten Stefan Raabs hat dieser genau das erreicht, was er wollte (und womöglich vorher mit seinen Anwälten besprochen). Mißachtung solcher Geschmacklosigkeiten durch die Presse fände ich hier angebracht.
Und den ganzen Zirkus um RAF-Taten verstehe ich nicht wirklich.. jeder Mittäter damals gehört in den gleichen Sack gesteckt .. ob Fluchtauto gefahren oder geschossen. Ich kann nicht einsehen, dass sich der Rechtsstaat genau an solchen Stellen so krampfhaft selbs beweist.

Wer wundert sich eigentlich ,daß Ströbele in der Sendung versucht hat ,die Geschichte der RAF umzuschreiben ?
Wer Ströbele kennt,der weiß,daß er ständig damit beschäftigt ist,die Geschichte seit 1968 umzuschreiben.
Für ihn sind die militanten 68er und deren Kampfsportgruppe RAF bis heute die wahren Freiheits- und Gerechtigkeits-
kämpfer.
Während die BRD sowie alle anderen westliche Demokratien
die Zwangsstaaten gewesen waren,sahen er und seine Genossen nicht,was von Ost-Berlin über Moskau bis Peking und Hà Nội vorging.Oder wollten es nicht sehen.
Es vergällt ihm bis heute sein Leben,daß es der westeuropäischen Guerilla unter Führung der RAF nicht gelungen ist,Westeuropa in das geleiche sozialistische Zwangsgefängnis zu verwandeln,das in diesen Teilen (und daüber hinaus) der Welt Millionen Leben zerstörte.
Was Ströbele und seine RAF-Kommunarden nie begriffen haben:
Außer ihnen wollte niemand das,was sie wollten!

Ein unerträglicher deutscher Zwangsmoralist, getrieben von den eigenen Schuldgefühlen.
Genau wie Grass.
Wir haben diese Leute satt. Ihre Zeit ist vorbei!

Verräterisch, wenn Michael Hanfeld von der "wahren RAF" spricht anstatt von der konkreten, wirklichen, historischen o.ä.

Man kann von einem Populisten wie Stefan Raab wohl kaum "Feinfühligkeit" erwarten. Die Quotenjagd des Fernsehens hat längst das Wohnzimmer als Tatort entdeckt, und geht hier über Leichen.

Wenn interessiert denn die Scheindebatte der 68er Generation um die RAF noch?
Die Jugend? Ja, aber wir machen uns über Euch und Eure Spiessigkeit lustig.
Habt Ihr keine anderen Probleme, als ein paar alternde Schwerstkriminelle?
Oder einen Günther Öttinger und Filbinger?
Wir setzen uns einfach über die von Euch kontrollierten Medien hinweg und deren Themenvorgaben.
RAF? Witwe Schleyer? Sohn Buback? Who cares?

Respekt ist etwas was man von Stefan Raab nicht erwarten kann. Das lavieren an sämtlichen Grenzlinien der Mediengesellschaft beinhaltet eben auch den einen oder anderen Ausrutscher in die eine oder andere Richtung.
Im Falle der als "Dealerin" bezeichneten Mutter wurde der Fernsehmoderator vom Münchner Amtsgericht wegen Beleidigung und Verletzung des Kunst-Urhebergesetzes zu einer Geldstrafe von 150 000 Euro verurteilt. Eine Summe die offensichtlich nicht mehr ausreicht um in Stefan Raab einen Lern-oder Denkprozess in Gang zu setzen.
Die Fotomontage, welche den ausgeschiedenen Fast-Superstar Buschkohl, in Anlehnung an das Entführungsfoto des 1977 mit drei Kopfschüssen ermordeten RAF-Opfers Hans-Martin Schleyer darstellt, ist nicht mehr als Ausrutscher zu verharmlosen.
In der Sendung vom 26.04.2007 wurde unter Stefan Raabs Leitung, ein tragisches Geschehen welches mit der tatsächlichen Tötung eines Menschen endete, für Einschaltquoten als Comedy verwurstet. Diesmal wollte man wohl auf Nummer sicher gehen - Superidee (!) - Tote verklagen niemanden.

Gestern Abend, TV Total:
meine Freundin regt sich über Raab und das nachgestellte RAF-Foto auf.
Ich lache laut.
Meiner Meinung nach wurden hier keine moralische oder sittliche Grenzen überschritten, aber Geschmäcker sind nunmal verschieden.
"Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht"