250. Geburtstag

Eindeutig Mozart

Bildergalerie In Salzburg und Wien wird der Rummel endlos sein. Eiferer werden ihn vom Sockel stoßen wollen, Kenner ihn verehren, Besserwisser bislang Unbekanntes enthüllen und Ahnungslose ihn entdecken: Die Welt feiert Mozarts 250. Geburtstag.

Lesermeinungen zum Beitrag

30. Januar 2006 21:05

Ein Augenzeugenbericht ueber Mozart in Wien

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

"Niemand weiss, wie Mozart wirklich ausgesehen hat", schreibt Renate Schostach in der FAZ vom l.3.05. Dies trifft jedoch nicht ganz zu, denn wir besitzen Michael Kellys "Reminiscences", in denen er berichtet:

"He was a remarkably small man [man denkt heute noch
unter 1,60 m], very thin and pale, with a profusion of fine fair hair, of which he was rather vain."

Das entspricht dem obigem Beitrag beigefuegten Bild, nicht jedoch der total falschen Darstellung, die zu Millionen auf Mozartkugeln verbreitet wird.

Kelly, der in der Welturauffuehrung des "Figaro" die Rolle des Don Curzio sang, war als Schauspieler ein blendender Beobachter von Gesichtszuegen und Manieren. Da er im Hause Mozart ein- und ausging, berichtet er u.a. auch ueber dessen exzessiven Hang zu Punsch, kostbaren Kleidern und Billiard.

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30. Januar 2006 09:38

Mozart macht sprachlos

gisbert heimes (gisbert4)

Gut so.

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29. Januar 2006 22:02

Mozart, das ist auch alpenländische Volksmusik

Eckhardt Kiwitt (Eckhardt_Kiwitt)

Die Musik des W.A. Mozart - wie auch die Musik anderer Komponisten der "Wiener Klassik" und der unmittelbar vorausgegangenen wie nachfolgenden Musikstile "Spätbarock" und "Frühromantik" - hat ihre Wurzeln vermutlich in der Alpenländischen Volksmusik (also der Musik Bayerns, Österreichs, Norditaliens und Sloweniens) - man höre nur mal ganz genau hin.
Bei aller Wertschätzung für W.A.M. : ganz so perfekt und durchkomponiert finde ich seine Werke keineswegs immer - wenngleich seine Musik fast immer ausgleichend und sehr beruhigend wirkt.
Doch selbst seine mittleren (z.B. das Jeunehomme-Klavierkonzert KV 271) und späteren Werke (Klavierkonzert KV 488) weisen durchaus einige Brüche auf.
Seine vielen musikalischen Späße wie das "Dorfmusikanten-Sextett" KV 522 oder Lieder wie "Leck mir den Arsch fein recht schön sauber" KV 233 und "Leck mich im Arsch" KV 231 sprechen ohnehin eine ganz andere Sprache, und lassen "unseren Liebling" in einem weniger verklärten, einfach menschlicheren Licht erscheinen.
Sein Volkslied "Komm lieber Mai und mache" KV 596, dessen Melodie auf dem dritten Satz seines letzten Klavierkonzerts ( Nr. 27) in B-Dur KV 595 basiert, wird aber hoffentlich noch lange ein Hit bleiben !

Eckhardt Kiwitt
Freising

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29. Januar 2006 20:59

Melodien!

Georg Dargelies (ragnita)

Melodien!
Die Komposer der heute so aktuellen,intensiven Terror-
compositionen und deren unsichtbaren Dirigenten kann man vieleicht nicht mit Mozart vergleichen, denn die
Trompeten sind wohl zu dominierend in der Ersteren!
Ich hoffe sie verhallen bald im Wind!
Ich ziehe den leider so jung verstorbenen, wohl Bekannten Komponisten um ein viefaches vor.

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29. Januar 2006 17:48

Es genuegen schon wenige Takte?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Oder vielleicht auch nicht! Immerhin haben die "Eindeutig-Mozart-Experten" schon einige Schlappen erlitten. So zum Bespiel Mozart's Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, Koechel-Verzeichnis Nr.18, welche sich als die Sinfonie Opus 17, Nr.6 von Karl Friedrich Abel entpuppte, die sich Mozart lediglich in sein Notizbuch kopiert hatte. Vielleicht ist es doch besser, die Authentisierung auch weiterhin den Musikologen zu ueberlassen. Ganz so simpel ist es denn wohl doch nicht mit der "Eindeutigkeit".

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