Rätsel um Saint-Exupéry gelöst?

„Ich bedauere es zutiefst, den verehrten Autor getötet zu haben“

Der französische Schriftsteller und Kampfflieger, Antoine de Saint-Exupéry, gilt seit 1944 als verschollen. Nun scheint das Rätsel gelöst: Horst Rippert, früherer ZDF-Reporter, erzählt im F.A.Z.-Interview, er habe den Autor abgeschossen.

Lesermeinungen zum Beitrag

17. März 2008 16:19

Krieg ist Krieg

Christian Roigk (Dubai1)

Eigentlich ist es nicht wichtig, wer Saint- Exupery abgeschossen hat, er ist offensichtlich auch mit einer schnellen Lightning von einer deutschen Maschine abgeschossen worden. Auch Glenn Miller kam mysterioes ueber dem englischen Kanal ums Leben.
Es ist um jeden Menschen tragisch, der in einem Krieg ums Leben kommt, lassen wir die Geschichte ruhen, einen Orden gibt es dafuer nicht mehr.

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17. März 2008 16:09

Filmische Umsetzung

Stefan Jung (digistefan)

Ich erlaube mir an dieser Stelle auf eine filmische Umsetzung dieses Themas hinzuweisen, die Regisseur Roger Mönch, Wiesbaden, im Jahr 2003 mit deutschen Top-Schauspielern (André Hennicke, Herbert Knaup, Daniel Brühl und vielen anderen...) in einer aufwendigen Inszenierung umgesetzt hat.

Basis der Verfilmung war die Kurzgeschichte "Ein ganz gewöhnlicher Abschuss" aus dem Buch "Ein Himmel voller Abenteuer" von Rudolf Braunburg, Jagdpilot der Luftwaffe, Flugkapitän der Lufthansa, Journalist und Schriftsteller. Es ist frappierend, wie nah die Fiktion bis in die Details an der Realität zu liegen scheint.

Der Film erhielt 2004 den F.-W-Murnau Kurzfilmpreis, wurde auf internationalen und deutschen Filmfestivals gezeigt und war für die Filmfestspiele in Cannes nominiert. Im Fernsehen ist er bis heute nur im Rahmen der Berichterstattung von der ILA Berlin 2005 auf Phönix zu sehen gewesen.

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17. März 2008 13:06

Ob das Gedächnis mit 85 da noch so einwandfrei funktioniert?

Mark Franzen (Whoknows)

Die Behauptung Herrn Ripperts ist m.E. sehr fragwürdig, da sie in einigen Punkten den Fakten zum damaligen Geschehen entgegensteht.
1. Die von Saint-Exupery geflogene P38 Lightning war das weit schnellere Flugzeug als die von Herrn Rippert geflogene ME 109. Erst recht in der großen Höhe, in der Saint-Exupery auf seinem Aufklärungsflug unterwegs war. Dort hätte er auch die Kondensstreifen anderer Maschinen bemerkt.
2. Kurz nach seinem Verschwinden haben die Alliierten in offenen Funksprüchen die deutsche Seite darüber informiert, dass er vermisst wird und um Hilfe gebeten. Daraufhin wurden auch alle deutschen Fliegerhorste befragt. Von denen wurde jedoch für den fraglichen Tag kein einziger Abschuß gemeldet.
3. Es gab bereits damals einen deutschen Jagdflieger, der wenige Tage nach dem Verschwinden Saint-Exuperys behauptet hat, diesen abgeschossen zu haben. Damit ist klar, dass den deut. Piloten sehr wohl bewußt war, dass ein berühmter Fliegerkamerad der anderen Seite vermißt wird. Dieser andere Pilot konnte seine Behauptung jedoch nie beweisen und kam selber wenige Tage später ums Leben.
4. Die Franzosen haben sehr intensiv nach ihm gesucht - und davon will ein deut. Reporter und ehem. Pilot all die Jahre nichts mitbekommen haben?

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