Endlich besinnt sich wenigstens die CSU wieder auf die traditionellen Stammwähler von CDU und CSU. Die Wahlverluste und die schlechten Umfragewerte der vergangenen Monate können nicht den jeweils handelnden Landespolitikern allein angelastet werden. Sie beruhen zum einen aus der negativen Bürde, die es für eine Partei in den Ländern bedeutet im Bund regieren zu müssen. Die SPD hat von 1998 bis 2005 ähnliches erfahren müssen. Im Falle von CDU und CSU im Jahr 2008 kommt hinzu, dass die äußerst linksgestrickte Politik der ehemaligen FDJ-SED Propagandasekretärin Merkel als Bundeskanzlerin nicht nur die Wahlversprechen von 2005 ins Gegenteil verkehrt hat, sondern grundsätzlich den Markenkern der CDU verkennt, weshalb die enttäuschten Stammwähler zuhause beleiben. Der Ruf zur Umkehr, ein Zurück z.B. zur Politik der Steuersenkungen wie auf dem Leipziger Parteitag versprochen, kann die 3%-ige Mehrwertsteuer und andere fiskalische Grausamkeiten zwar nicht vergessen machen, zeugt aber wenigstens von Einsicht und Besserungswillen. Die Bundes CDU ist längst noch nicht so weit. Hier wird es des Muts zum Aufstands der Landesfürsten gegen die Bundeskanzlerin bedürfen, damit die CDU wieder Zukunft hat.
