05. Dezember 2004 Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leichter zu machen. Eine familienbewußte Personalpolitik rechnet sich, weil sie zu Wettbewerbsvorteilen in der Personalentwicklung führt und positive Auswirkungen auf die Produktivität der Mitarbeiter hat, sagte Koch am Freitag beim Kongreß Vereinbarkeit von Beruf & Familie in Frankfurt.
Die Berücksichtigung der familiären Lebensverhältnisse steigere die Zufriedenheit und damit die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten, sagte der Ministerpräsident. Sie sei eine Investition in die Zukunft, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden, was mit Blick auf den Rückgang an Arbeitskräften immer wichtiger werde.
Anforderungen der Arbeitswelt stehen Kinderwunsch oft entgegen
Vielfach wird aus dem Kinderwunsch keine Kinderwirklichkeit, weil die Anforderungen der modernen Arbeitswelt dem entgegenstehen, sagte Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU). Dies sei einer der Gründe, weshalb die Geburtenziffer in Deutschland bei 1,35 Kindern pro Frau liege und mehr als ein Viertel der 40jährigen Frauen kinderlos seien. Um diese Entwicklung umzukehren, seien flexible Arbeitszeiten, Telearbeit und eine partnerschaftliche Teilung von Familien- und Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen notwendig.
Mit der Veranstaltung hat die Landesregierung zusammen mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der hessenstiftung - familie hat zukunft eine neue Kongreßreihe zum Thema Dialog von Beruf und Familie in Hessen gestartet. Damit sollen Ansätze für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickelt und die Bedeutung der Familienpolitik als Standortvorteil bewusst gemacht werden.
Text: dpa/lhe.
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