28. Juni 2008 Nach den in der Nacht zum Samstag gescheiterten Verhandlungen über eine neue Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie stehen die Zeichen auf Sturm. Der baden-württembergische IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann kündigte nach den ergebnislosen, mehr als siebenstündigen Gesprächen eine Verschärfung des Konfliktes an.
Wir sind heute letztendlich gescheitert an der wesentlichen Frage der IG Metall, wie wir einen Anspruch für alle Betriebe öffnen können, erklärte Hofmann. Er fügte hinzu: Wir streben weiter eine Regelung dieser Frage vor der Entgeltrunde an. Dies bedeutet, dass wir über eine Verschärfung des Konfliktes nachdenken. Auch IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte Anfang der Woche angekündigt, bei einem Scheitern werde das Thema in die im Herbst anstehende Tarifrunde einbezogen, was ein explosives Szenario sei. Bislang hatten bundesweit mehr als 300.000 Metaller an Warnstreiks für eine Anschlusslösung für die noch bis Ende 2009 staatlich geförderte Altersteilzeit teilgenommen. Beide Seiten betonten, im Südwesten mache ein Fortsetzen der Gespräche derzeit keinen Sinn.
Pilotabschluss in weiter Ferne
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Gewerkschaftskreisen erfuhr, war der Hauptstreitpunkt die Obergrenze für Beschäftigte in Altersteilzeit pro Betrieb. Nach einer Einigung auf insgesamt vier Prozent pro Betrieb hätten die Arbeitgeber für Unternehmen ohne Schichtarbeiter nur noch eine Quote von zwei Prozent durchsetzen wollen. Das sei für die Gewerkschaft nicht akzeptabel gewesen.
In der siebten Runde hatten die Tarifparteien eine für alle Tarifbezirke richtungweisende Anschlussregelung für die noch bis Ende 2009 staatlich geförderte Altersteilzeit finden wollen. Mit dem Misserfolg in Böblingen erscheint ein Pilotabschluss für die Branche mit bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten in weite Ferne gerückt.
Die Gespräche hier sind beendet
Der tarifpolitische Vorstand von Gesamtmetall wird nach Angaben von Südwestmetallchef Stefan Roell am kommenden Mittwoch entscheiden, wer, wann, wo, was mit der IG Metall besprechen soll. Er fügte hinzu: Die Gespräche hier sind beendet. Ich gehe nicht davon aus, dass sie in Baden-Württemberg wieder aufgenommen werden. Die IG Metall ruft am Montag in Sindelfingen bei Stuttgart ihre Große Tarifkommission zusammen. Das Gremium soll über das weitere Vorgehen entscheiden.
Bislang konnten Metall-Beschäftigte vom 57. Lebensjahr an in eine sechsjährige Altersteilzeit gehen und dabei 82 Prozent ihres bisherigen Nettojahreseinkommens für die Hälfte der Arbeitszeit beziehen.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.302,23 | +2,85 |
| TecDax | 783,80 | +2,97 |
| DowJones | 11.505,28 | +2,53 |
| Nasdaq | 2.262,88 | +0,31 |
| STOXX 50 | 3.306,64 | +3,79 |
| Nikkei 225 | 12.624,46 | +3,38 |
| S&P 500 Zert. | 12,75 | +3,83 |
| Euro/Dollar | 1,42 | -1,08 |
| Bund Future | 114,76 | -0,45 |
| Gold | 810,62 | +0,97 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |