Brennpunkt Arbeitsmarkt

Meßlatte der Regierungsarbeit

16. September 2005 1998 erhob der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder den Arbeitsmarkt zur Meßlatte seiner Regierungsarbeit. Im Frühjahr 2005 durchbrach die Statistik dann die Fünf-Millionen-Marke (FAZ.NET-Spezial: Fünf Millionen Arbeitslose). Im Bundestagswahlkampf haben die Parteien den Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit zum Topthema gemacht. Doch was steckt hinter den bloßen Zahlen?

Warum finden immer weniger Jugendliche eine Lehrstelle, gelten die meisten älteren Arbeitslosen als kaum vermittelbar? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat vor der Bundestagswahl in der achtteiligen Serie „Brennpunkt Arbeitsmarkt“ die Problemfelder und die Lösungsansätze diskutiert:

- Jugendarbeitslosigkeit (Arbeitslose Jugendliche kommen Deutschland teuer zu stehen)

- Vermittlung (Arbeitsvermittlung bleibt Sorgenkind)

- Arbeitslosenversicherung (Die Zweifel an der Arbeitslosenversicherung wachsen)

- Ältere Arbeitnehmer (Das Ende der Frühverrentung)

- Niedriglöhne (Arbeitslose haben kaum Anreize, auf reguläre Stellen zu wechseln)

- Tarifrecht (Kündigungsschutz hilft nur denen, die einen Job haben)

- Schwarzarbeit (Mit Fahndungstrupps der Schwarzarbeit auf der Spur)

- Frauen im Beruf (Karriere und Kinder passen noch immer nicht richtig zusammen)

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

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Frauen im Beruf (8)

Karriere und Kinder - das paßt noch immer nicht

Die Zahl erwerbstätiger Frauen in Deutschland steigt, von Chancengleichheit kann aber noch keine Rede sein. Kinder sind nach wie vor ein Karriere-Killer. Teil 8 der F.A.Z.-Serie „Brennpunkt Arbeitsmarkt“.

Schwarzarbeit (7)

Mit Fahndungstrupps der Schwarzarbeit auf der Spur

Neue Gesetze scheinen Mentalitäten geändert zu haben. Empirische Schätzungen bleiben aber schwierig. Ist Schwarzarbeit für die Wirtschaft tatsächlich schädlich? Teil 7 der F.A.Z.-Serie „Brennpunkt Arbeitsmarkt“.

Niedriglöhne (6)

Niedrige Löhne, geringe Arbeitsanreize

Hohe Transfers und niedrige Einkommen verhindern bei vielen Arbeitslosen den Sprung aus der Beschäftigungsfalle. Der Kombilohn birgt viele Risiken. Ist die „negative Einkommenssteuer“ ein Ausweg?

Ältere Arbeitnehmer (5)

Das Ende der Altersteilzeit

Deutschland hat lange den Vorruhestand kultiviert. Nun werden ältere Arbeitnehmer seltener aus dem Beruf gedrängt. Es fehlt aber eine halbe Million Stellen. Vor allem strukturelle Hemmnisse müßten beseitigt werden.

Kündigungsschutz (4)

Kündigungsschutz diskriminiert Junge, Alte und Frauen

Deutsche Arbeitnehmer sitzen relativ sicher im Sessel

Arbeitslose haben durch die Gesetze zum Kündigungsschutz schlechtere Chancen, eine Stelle zu erhalten. Viele Ökonomen fordern deshalb eine Lockerung des Arbeitsrechts. Der vierte Teil der Serie „Brennpunkt Arbeitsmarkt“.

Arbeitslosenversicherung (3)

Die Zweifel an der Arbeitslosenversicherung wachsen

Die Zahl der Beitragspflichtigen schrumpft permanent. Bislang fordert nur die Wissenschaft eine konsequente Privatisierung.

Arbeitsvermittlung (2)

Die Arbeitsvermittlung bleibt ein Sorgenkind

Seit dem Statistikskandal der Bundesagentur gibt es kaum Besserung. Auch die private Konkurrenz tut sich schwer. Die Zahl der Personal-Service-Agenturen hat sich halbiert. Gut läuft es dagegen bei den Zeitarbeitsfirmen.

Ausbildung (1)

Arbeitslose Jugendliche kommen Deutschland teuer zu stehen

Trotz aller Bemühungen haben 630.000 junge Menschen keine Arbeit, und die Lehrstellenlücke wächst. Ein Drama, denn „wer als Jugendlicher scheitert, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft zu den Arbeitslosen zählen“, sagen Fachleute.