„Goldene Handschläge“

EU debattiert über hohe Managergehälter

14. Mai 2008 Die EU hat eine neue Debatte über Managergehälter entfacht. Die meisten Länder des Eurogebiets seien für steuerliche Maßnahmen gegen übermäßige Abfindungen für Unternehmenschefs. Das sagte der Vorsitzende der Finanzminister des Eurogebiets, der luxemburgische Premier und Ressortchef Jean-Claude Juncker, am späten Dienstagabend in Brüssel.

In mehreren Mitgliedsstaaten seien „skandalöse Tendenzen“, vor allem bei Abfindungen, zu beobachten, sagte Juncker nach einem Treffen der Minister. Den Bürgern seien Aufrufe zur Lohnmäßigung als Antwort auf die steigende Inflation nicht zu vermitteln, wenn diese Exzesse nicht gleichzeitig angesprochen würden.

„Soziales Übel“

„Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass bestimmte Unternehmenschefs von übermäßigen Gehältern und vor allem von goldenen Handschlägen profitieren, die nicht im Zusammenhang mit der Leistung stehen“, sagte der dienstälteste Regierungschef der EU. Er wolle die Debatte nicht nur im Kreis der Euroländer, sondern in der gesamten EU mit 27 Ländern führen. Es gehe um dem Kampf um ein „soziales Übel“. In der Debatte stellten die Ressortchefs dar, was sie in dieser Hinsicht zu tun gedenken.

In Deutschland hatte die SPD vorgeschlagen, dass Unternehmen Gehälter und Abfindungen von Managern nur noch bis zu einer Million Euro voll von der Steuer als Betriebsausgaben abziehen dürfen. Was darüber hinausgeht, soll nur noch zur Hälfte geltend gemacht werden können.



Text: dpa / Reuters
Bildmaterial: AFP

Kursabfrage 
NamePunkteProzent
Dax 6.387,29 -0,83
TecDax 719,88 -0,24
DowJones 11.360,03 +0,09
Nasdaq 2.302,76 +0,99
STOXX 50 3.323,32 -0,93
Nikkei 225 13.334,76 -1,97
S&P 500 Zert. 12,50 -2,34
Euro/Dollar 1,57 -0,07
Bund Future 111,00 +0,05
Gold 924,05 -0,39
Öl 124,98 -1,22
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