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Metaller-Einigung

Bis zum Anschlag ausgeschöpft

Die Metall- und Elektroindustrie hat nach zähem Ringen endlich ihre Lohnzahl für 2007 gefunden. Die Gefahr eines Arbeitskampfs ist gebannt. Das ist freilich die einzige frohe Kunde aus Sindelfingen. Ein Kommentar von Nico Fickinger.

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Mai 2007 22:14

@Ossian Peuker

Sybilla Taubald (sybilla84)

@Ossian Peuker

***30-Jahresrekord eingestellt

Die deutschen Maschinenbauer verzeichnen einen Auftragsrekord: Im März gingen 47 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahresmonat. Solch einen rasanten Anstieg gab es zuletzt in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts*** (manager-magazin 30.04.2007)

Gut wir wissen was bis April 2007 zum verteilen erwirtschaftet wurde, angesichts des "Aufschwungs" sind 4,1 % Lohnzuschlag äusserst gering.

Aber woher wußten die Tarifvertraggsparteien was es in 2008 zu verteilen gibt. Mit 1,7 % Lohnzuschlag ab Juni2008 offenbar verfügen manche über Hellseherische Fähigkeiten oder ist doch die schwache Position der Gewerkschaften ausschlaggebend?

Niedrigstlohn und Zeitarbeit sind seit Hartz IV mE ein mächtiges Druckmittel der Arbeitgeber.

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06. Mai 2007 03:11

@sybilla

Ossian Peuker (ossipeu)

Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung. Es ist doch nicht Problem der Firmen, dass der Staat seine Steuern erhöht. Genausowenig kommt dieses Geld bei der Wirtschaft an. Im Gegentei, theoretisch gehört dieses erhöhte Steueraufkommen immer noch dem Bürger. Nun aber eben der Gemeinschaft aller Bürger, die damit "gutes" für den Bürger tun soll, indem es öffentliche Güter bereitstellt und damit den Wohlstand der Bürger erhöht. Dass dies oft nicht so ist, ist aber nicht Schuld der Wirtschaft, sondern der Wahlergebnisse der Bürger.

Es wird ja nicht mehr erwirtschaftet durch höhere Steuern. Und man kann nur das verteilen, was auch da ist. Ansonsten gibt's halt Inflation.

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05. Mai 2007 14:26

ch empfinde 4,1 % in 2007 und 1,7 % in 2008 angesichts des Aufschwungs als Hohn

Sybilla Taubald (sybilla84)

Für den Metall-Arbeitnehmer heisst dass.

Er muss 100 % der Mieterhöhung zahlen das heisst wenn er 600 € Miete zahlt und diese um 5 % steigt zahlt er 30 € mehr.

Die Mehrwertsteuer - Erhöhung muss er voll tragen konsumiert er durchschnittlich bei 500 €/Monat (1,5%) 7,50 €/Monat bei 1000 €/Monat belastet ihn die MwSt. Erhöhung (1,5%) 15,00 €/Monat und bei 1500 €/Monat mit (1,5 %) 22,50€/Monat

Die Energiekosten muss der Arbeitnehmerhaushalt voll tragen (und die Veränderung der Pendlerpauschale verkraften) Benzin, Strom, Pendlerpauschale sind 25 € Mehrbelastung des Haushalts/Monat

[B]Reale Mehrausgaben eines Arbeitnehmerhaushalt in 2007 62,50 € oder 70,00€ oder 77,50 €/Monat[/B]

Bruttogehalt [B]2.000,00 Euro[/B] + 4,1 % Nettogehalt 1.328,60 Euro Netto + 38,91 €/Monat

Bruttogehalt[B]3.000,00 Euro[/B] + 4,1 %Nettogehalt [B]1.792,71 Euro [/B] [B]Netto + 51,55 €/Monat[/B]

Bruttogehalt[B]4.000,00 Euro[/B] + 4,1ettogehalt 2.242,77 Euro Netto + 72,49 €/Monat

Wer hier von einem zu hohen Lohnabschluss spricht verkennt das dieser von der POlitik durch + 3% MwSt. und Änderung der Pendlerpauschale nötig war.

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05. Mai 2007 14:03

Bis zum Anschlag ausgeschöpft ?

Klaus Zajac (crawler)

Um die Arbeitnehmer ruhig zu halten,wird mit 4,1% für nur
7 Monate ab Juni eine geltende schöne Zahl über "4" hochge
zogen. Mit der vorgesehenen Einmalzahlung sind das auf das
ganze Jahr bezogen nur noch etwa 3,4%,nach Abzug der
Preissteigerung bleiben gerade mal 1,8% übrig.
Im Jahr 2008 folgt eine Erhöhung,die mit 1,7% gerade mal
ungefähr in der Höhe der zu erwarteten Preissteigerung von
1,3% ( für die 10 Monate bis Oktober) liegt.
Viele Arbeitnehmer werden untertariflich bezahlt,von den 1 -
Euro Jobs,den geringfügig bezahlten Beschäftigten u. den
wuchernden Zeitverträgen spielt sich vieles unterhalb der
Tarifebene ab.In vielen Betrieben gelten keine Tarifverträge
mehr,die Tarifbindung beträgt in Ostdeutschland nur noch
ca. 55% im Westen nur noch ca.70%.
Es ist folglich zu bezweifeln,daß dies der große Hit ist oder
aber bis zum Anschlag ausgeschöpft wurde,meine Antwort
ist ein klares "NEIN".

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05. Mai 2007 10:00

Mitarbeitereinkommen

Dietmar Kolbus (DK1701)

Solange wie die Einkommen von Topmanagern, die keine
risikotragenden Unternehmer, sondern nur gutbezahlte Angestellte des Unternehmens sind, deutlich staerker steigen als die des Fussvolkes in den Unternehmen, ist der Spielraum in den Unternehmen noch nicht ausgeschoepft.

Erst wenn diese Schere geschlosssen wird, werden die Argumente der Unternehmerschaft glaubwuerdig.

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05. Mai 2007 09:35

Sogar zu wenig (zumindest von der Datenlage)

Martin Watzinger (martin.watzinger)

Laut Gesamtmetall (dem Arbeitgeberverband!) ist die Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde in 05 um 4,5 % gestiegen, die Lohnsumme um 1,8, in 06 ist die Produktivität um 7% gestiegen die Lohnsumme um etwas über 2%, und in 07 wird eine Produktivitätssteigerung je geleisteter Arbeitsstunde um 8% erwartet. So nach Adam Riese und unveränderter Lohnstückkosten könnte der Abschluß auch bei 5, 6 oder 7 % liegen ohne auch nur im geringsten Maße die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden, die ja nicht schlecht ist wenn man die Exportquote anschaut. Die FAZ betreibt reinen Lobbyismus. Wer einen Wirtschaftsteil lesen will, sollte FTD lesen.

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05. Mai 2007 08:58

Bis zum Anschlag...?

wolf haupricht (emilgilels)

Ja, jedoch kann diese Branche das verkraften und die Arbeitnemer werden vertretbar entlohnt. Und das ist gut so, weil Erfolg auch den Menschen gebührt, die dieses Wachstum erwirtschaften.

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05. Mai 2007 08:50

O.K.

Hugo Remer (aragornschlumpf)

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, das moderate Tarifabschlüsse und Zugeständnisse der Arbeitnehmer beim Lohn und der Arbeitszeit von den Arbeitgebern in der Regel nicht positiv honoriert werden. Auch ohne Lohnsteigerungen würden die Unternehmen rationalisieren und Arbeitsplätze abbauen. Wer glaubt, das angepasstes Wohlverhalten zum alleinigen Vorteil der Arbeitgeber mit Arbeitsplatzsicherheit belohnt wird, der Irrt sich gewaltig.

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05. Mai 2007 07:34

4.1% für die Arbeitnehmer, 41% Rendite für das Großkapital...

Heinrich Rieler (HeinrichRieler)

... und sind leider keine Einzelfälle.

Klar, die "hohen" Tarifabschlüsse sind an allem schuld: Der Massenarbeitslosigkeit, der Übermacht Chinas und vermutlich auch dem Klimawandel...
Liebe Gazettenschreiber, was für eine christdemokratische Neiddebatte helft Ihr da mit anzuschüren? Es ist keine große Weisheit, daß hundert Euro in den Händen von Millionen Bürgern volkswirtschaftlich sinnvoller sind als Millionen Euro in den Händen weniger hundert. Und das das Erschaffen von Werten durch Arbeitgeber UND Arbeitnehmer stattfindet, habt Ihr wohl vergessen...


Es bewahrheitet sich immer wieder: 100 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh.

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05. Mai 2007 00:03

Es ist schon lustig ...

Karl Fuchs Karl (fuka60)

... wie unterschiedlich dieses Ergebnis kommentiert wird. Allerdings verkauft der Verfasser hier die Leser für dumm. Er wird doch nicht im Ernst glauben wollen, die Arbeitsplätze der Metaller wären sicherer, wenn die Lohnerhöhung moderater ausgefallen wäre. Es ist - mit Verlaub gesagt sch...egal, ob die Metaller jetzt 2 % oder 4 % mehr bekommen. Wenn die Geschäfte schlechter laufen, werden sie entlassen - selbst wenn sie zum Lohn chinesischer Wanderarbeiter schaffen würden. Deshalb: Wenn sie jetzt gut verdienen, fällt nachher wenigstens das AlgI höher aus.

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04. Mai 2007 21:59

Ein Pyrrussieg!

Hermann Trouvain (liwiz)

Die Zeitarbeitsfirmen werden dankbar sein.
Es wird spannend und möglicherweise dramatisch werden, wenn der nächste Abschwung kommt.

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04. Mai 2007 19:19

Es scheint ein vernünftiger Kompromiß zu sein

Hafis Aram (hafisaram)

Auch die Arbeitnehmer haben einen angemessenen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen verdient.

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04. Mai 2007 18:09

solide Grundlage

Klaus Steffen (krs)

Man erinnert sich, daß der IGM schon einmal ein vergleichbar fulminanter Abschluß gelungen war. Eine solide Grundlage für das spätere Anwachsen der Arbeitslosigkeit im Lande. Ebenso Anlaß für Rationalisierungen erheblichen Ausmaßes. Auch diesmal wird dies so kommen. Leider.

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04. Mai 2007 17:49

Belastung für die deutsche Wirtschaft..

Hayri Ergun (DrErgun)

Belastung für die deutsche Wirtschaft

Die Zahl der Arbeitslosen belastet die deutsche Wirtschaft mehr als es nur den Anschein hat.

Für jede Arbeitsstelle müsste man mit einer Jahresarbeitszeit von 2000 Stunden p.a. rechnen. Die Zahl der Arbeitslosen durfte jetzt bei 4 Millionen angekommen sein, was eine Belastung für die deutsche Wirtschaft, d.h. eine nichtegeleistete Wertschöpfung von etwa 320 Milliarden Euro p.a. bedeuten würde: 2000x4 000 000=8 Milliarden Stunden p.a. Leerstunden , was einer jährlichen Durchschnittswerterzeugung von 320 Milliarden Euro entsprechen würde, wenn man eine stündliche Wertschöpfung von 40 Euro pro Stunde annehmen würde.

Das Entgegenkommen der Metall- u. Elektroindustrie ist zwar begrüßen, was jedoch nicht daran hindern sollte, weitere Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl der Arbeitslosen zu treffen.

Dr. H. Ergun
PD

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