Können die Notenbanker die Welt retten?

Hilflose Helfer

Notenbanken diskutieren über Kauf minderwertiger Wertpapiere

Das gab es noch nie: Die Staaten der Welt wollen sich verbünden, um das Finanzsystem zu retten. Auf beiden Seiten des Atlantiks diskutieren die Notenbanken jetzt darüber, ob sie die Wertpapiere aufkaufen sollen, die gerade massiv an Wert verlieren. Von Tim Höfinghoff und Christian Siedenbiedel

Lesermeinungen zum Beitrag

25. März 2008 17:01

Weder Hypotheken- noch Staatspapiere haben etwas in Notenbanken zu suchen

Sophia Orti (rum)

Nur gute Warenwechsel.

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23. März 2008 23:22

Krise nur mit Mühe noch zu bewältigen

Arnfred Andres (lucas229)

Es wundert mich, dass so wenig Bürger intensiver über die Bankenkrise nachdenken und sie nur als Thema am Rande wahrnehmen, denn schließlich ist ihr Erspartes in Gefahr, wenn Banken Milliarden abschreiben müssen, die sie vorher in windigen Konstrukten ( Derivate auf Hypothekenanleihen ) verschleudert haben, weil sie das schnelle Geld machen wollten.
Das Schlimmste an der Subprime-Krise ist der weltweite Vertrauensverlust der Banken untereinander: keine Bank traut der Bonität der anderen mehr, solange diese kaum bewertbare Ramschkonstrukte auf Hypotheken in ihren Büchern hat.
Insofern macht der Vorschlag Sinn, diese Ramschprodukte in einer "bad bank" auszugliedern, indem die Notenbanken diese Papiere aufkaufen.

Da dies inflationsneutral nur mit Steuergeldern geschehen kann, ist aber auch die immense Belastung der Öffentlichen Haushalte zu beachten.

Im Übrigen ist es auch ein moralisches Dilemma, wenn die Banken ihre Gewinne an Aktionäre und Vorstand ( Tantiemen etc. ) ausschütten, die Verluste aber zulasten aller Bürger sozialisieren dürfen. Das kann und darf so nicht sein !!

Die Banken müssten in Zukunft für solche Krisen selbst Rückstellungen zu bilden gezwungen werde, selbst aufkommen für ihre Gewinnsucht im Kasino Weltfinanz

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23. März 2008 22:24

neues Zeitalter

Konrad Fit (Einstein-1)


Was mir Sorgen macht !?

Ein neues Zeitalter ist angebrochen.
Die Banken dürfen ihre Gewinne weiterhin in die eigene Tasche stecken,
und bei Verlusten wird der Steuerzahler aufkommen.

Ein weiterer Schritt um die Lücke zwischen arm und reich zu vergrössern,
und zugleich eine beitragsfreie Lebensversicherung auf Dauerreichtum.

Die nächsten Wochen, Monate und vielleicht auch Jahre versprechen im
Bankenbereich hoch interessant zu werden.

Getreu dem neuen Leitspruch :
Gewinne privatitisieren,
Verluste verstaatlichen !

Hoffendlichen kommen die französischen Steuerzahler nicht auf die Idee,
freiwillig in die erneute Produktion von Fallbeilen zu inverstieren.

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23. März 2008 19:22

@ Ch. Anschütz > Steuern......?

wolf haupricht (emilgilels)

Banken zahlen kräftig Steuern: Einkommenssteuern(Gewinnsteuer) mit 35 %, hinzu kommt die Gewerbesteuer, so daß die Gesamtsteuern deutlich über 40 % liegen. Noch mehr Steuern zahlen hingegen z.B. Manager u. Großverdiener mit bis zu 50 %.
Dagegen führen Wertberichtigungen als Folge von Verlusten zu Steuerausfällen, die dem Fiskus somit verloren gehen. Das sind dann zusätzliche Millionen als Ausfälle.
mfg

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23. März 2008 18:21

Der ethisch vertretbare Abschluss einer unmoralischen Entwicklung

Eric Mrozinski (Dadycool)

Wir erleben den Zahl"tag" für die Fehler der vergangenen Jahrzehnte. Der eingeschlagene Weg führte unweigerlich zu exzessivem Geldmengenwachstum und Bereicherung auf Kosten derer, die es bereits spüren oder noch spüren werden.

Bereichert haben sich Politiker (schuldenfinanzierte Wahlversprechen), Bankangestellte (Boni, finanziert durch hohe Gebühren auf Scheingewinne in aufgeblähten Märkten), Ratingagenturen (gutes Geld für Ihren Dienst an Banken und Händler, riskante Verbriefungen überzubewerten), wir uns als Wähler (wir nahmen in Kauf, daß die eingelösten Versprechungen der Politiker von Anderen bezahlt werden).

Wo liegt die Lösung? In einer Inflationierung der Preise, die sich zwangsweise aus den ständigen Rettungaktionen durch Staaten und Notenbanken ergeben wird? In einer Deflation, die aus dem in Kauf genommenen Bankrott von Banken entstünde?

Die einzige vertretbare Lösung ist eine zügige Weltweite Währungsreform unter Berücksichtigung der dann prekären Situation der Rentner und Kinder; und die Wiedereinführung des Goldstandards als einzige funktionierende disziplinierende Instanz.

Aber werden sich die genannten, die sich bereicherten, auf Grundwerte des menschlichen Miteinanders besinnen und eine solche Reform tragen?

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23. März 2008 18:13

Immobilienkrise - Notenbanken helfen

Knut Leipziger (autodieb)

Ich kann ueberhaupt nicht verstehen, wie man in Zusammenhang mit den amerikanischen Haeusern ueberhaupt von Immobilien sprechen kann. Ich kann den Ausfuehrungen Ihres Kommentators Rech nur zustimmen, amerik. Haeuser sind - gleich welcher Ausstattung - nur zusammengenagelte Bretterbuden und weit ueberteuert. Es ist deshalb absolut unverstaendlich, dass deutsche Bankmanager auf so etwas reinfallen koennen und Milliarden in den Sand setzen.
Nun ist das Geschrei gross und wer soll helfen: natuerlich der Steuerzahler !
Hoffentlich hat die Politik endlich mal den Mut, diese Herren zur Kasse zu bitten und zu enteignen oder eine Bank pleite gehen zu lassen. Der Steuerzahler hat inzwischen von diesem Rumgeeiere die Nase voll und sollte das bei der naechsten Wahl beruecksichtigen.
Warum sollen wir fuer die Amerikaner die Haeuser bezahlen ?

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23. März 2008 17:04

Wirklich letzter Beitrag zu diesem Skandalthema

Marcus Rech (marcusrafael)

Jeder Investor möge er Tausende oder Milliarden investieren berechnet erst einmal den Inneren Wert des Ziels eine Fundamentalanalyse etc. Hätten Kreditgeber dies ebenso gemacht wäre es nie zu solchen Szenarien gekommen. Aus genau diesem Grund kann es nicht sein dass der Steuerzahler sei es in D, F, GB etc. für solche geplatzen Immobilienblasen haften müssen o. werden. Nur weil Tausende für ein 100qm Holzhaus 300000€ zahlen heisst es noch lange nicht dass das Haus auch in 5 Jahren noch soviel Wert ist oder das es überhaupt so viel Wert ist. Schauen Sie auf Länder und auf die Exportgüter was ist der größte Gewinnbringer und was passiert wenn Preise für diese Güter, aus verschiedenen Gründen fallen?. Standbeine werden entztogen Arbeitsplätze gehen verloren etc. Aber das Geld ist weg in Taschen einzelner Personen o. Firmen. Das ist Marktwirtschaft. Habe ich ein Produkt das alle möchten produziere ich mehr davon um eine eventuelle Nachfrage Zeitnah befriedigen zu können. Beschaffen Sie sich einen Überblick über Immobilien Nachfrage und Angebot, Preise etc. und dass nicht nur in Nordamerika. Sie brauchen nicht weit zu fahren.
Sie haben Kritik o. Anregungen schreiben Sie mir.

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23. März 2008 17:00

Remedur durch eine "Bad Bank"?

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Das wäre die sozialistische - bequeme - Lösung:
- Das Bekenntnis dazu, daß man nicht weiter weiß.
- Daß führende Köpfe bei FED und Politik - vornehmlich in USA - ihre Kollegen aus den oberen Etagen der Finanzwirtschaft nicht im Regen stehen lassen möchten.
- Zuweisung der Verlustrisiken an die große Masse der Steuerzahler, die es letztlich zu vertreten haben, daß ihre unterpriviligierten Mitglieder durch ihre Zahlungsunfähigkeit nach der ausgelebten Gier auf Eigenheim, Konsum und Geldschöpfung die Subprimekrise verursachten.

Die weitgehend systemkonforme - bessere - Lösung wäre:
- Freundliches Abwarten, wie sich die Meister des schnellen sowie die des großen Geldes selber helfen werden, um nicht zum Insolvenzrichter gehen zu müssen.
- Sind die Damen und Herren bei dieser Aufgabe nur halb so kreativ wie beim Herausfinden der jüngsten Chancen für fast money, sollte sich das Warten lohnen können.
- Mit äußerstenfalls leicht flankierenden Hilfen sollte dem Markt in den notwendigen Fällen zum Recht verholfen werden und auch größere Bank- und Investmenthäuser pleite gehen. Das System wird dadurch kaum zerstört werden, wenn es hier und dort auch schmerzen wird - zu Recht.
- Verbesserungen im Bereich von Privatinsolvenzen.

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23. März 2008 14:56

Notenbanken diskutieren über Kauf minderwertiger Wertpapiere

Marcus Rech (marcusrafael)

Zu meinem Beitrag vom 22.3. Man sollte nicht falsch verstehen was ich darüber denke. Vielmehr ist es aus dem Blickwinkel zu betrachten dass wenn jemand nie in Nordamerika gelebt hat und daher nicht weiss um was es geht natürlich als erstes die "Hedgefonds etc." als Übeltäter sieht. Dies muss aber nicht so sein. Das Problem liegt darin dass es in Nordamerika eine Industrie ist die sich aus vielen Faktoren zusammensetzt. Landhändler, Häuslebauer, Immobilienberater, Investoren etc. Preise werden künstlich in die Höhe getrieben. Das Ziel ist es ein gutes Geschäft zu machen mit Immobilien die von der Qualität her niemals dem entsprechen was sie eigentlich vom Material"Keller aus Beton teilweise ohne Eiseneinbringung, Plywood Böden, Decken, Wände. Kustofffassaden und Dächer etc." Wert sind. Es geht nur ums Geschäft und wenn nach einigen Jahren vieles marode ist dann aus dem Grund da es eben billiger ist Holzhäuser zu bauen und davon gibt es mehr als genug. Anschließend wird renoviert und damit steigen die Preise nochmals. Dies ist nur eine kurze Ansicht der Dinge. Aber es soll nur eine Ahnung davon wieder geben wie es wirklich abgeht. Es ist eine Industrie die Geld verdienen will und muss. Sehen Sie den Zusammenhang von oben nach unten?

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23. März 2008 14:44

Zu kurz gesprungen

Georg Metz (Leser00815)

Gewinne zu privatisieren und Verluste zu solidarisieren wäre sicherlich eine Verlockung für die "Zocker". Das kann im Interesse einer stabilen Staatswirtschaft -sie leidet unter diesen Verwerfungen am Finanzmarkt ohnehin schon- allerdings nicht sein.
Sicher wird am Ende der Steuerzahler für den Schaden aufkommen. Wäre es da nicht legitim, einen solidarischen Ausgleich von denen zu fordern, die uns die Suppe eingebrockt haben?
Nicht die wertlosen Papiere soll der Staat kaufen, sondern gleich deren Eigentümer.
Es gilt, innerhalb der Banken aufzuräumen, um eine solche Katastrophe in Zukunft auch sicher zu verhindern. Die Bankenwerte gehören zu denen, die für diese horrenden Verluste aufkommen müssen - den Steuerzahlern. Erst wenn neue Regeln gelten, dürfte wieder privat gezockt werden; ansonsten wäre die nächste große Blase bereits in greifbarer Nähe.

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23. März 2008 13:36

Doch, Peter Kolb, die Schäden

Torsten Klier (TorstenKlier)

wurden verursacht worden von ein paar verantwortungslosen Spekulanten und Bankern. Deren Schwachsinns-Konstruktionen können langfristig gar nicht funktionieren.

Jeder weiß, dass mit weitgehend standardisierten Produkten (wie etwa Autoreifen oder Schokolade) die Preise für den Kunden vergleichbar, also niedrig sind. An solchen Produkten verdient der Hersteller, der Distributor und der Einzelhändler Das war´s.
Und jetzt kommen die „Experten“ mit ihren Kreationen aus Frankensteins Labor und erzählen uns, der Gewinn würde steigen, wenn man Autoreifen oder Schokolade zu „Paketen“ einer Mischung aus Autoreifen und Schokolade vermengt und 20mal von einem Distributor zum nächsten distributiert?
Jeder Eigentumsübergang ist verbunden mit Handlingskosten und einem (im Einzelfall geringen) Risiko. Und die Aufsummierung der Verluste und Risiken soll einen Gewinn ergeben?!
Lächerlich!

Hypothekendarlehen für Einfamilienhäuser sind genauso standardisierte Produkte; die Margen äußerst gering. Schon das x-fache verrühren zu „Paketen“ suspekt. Wie, bitteschön, wird denn der Wert eines solchen „Pakets“ ermittelt? Und das x-fache verhökern dieser „Pakete“ (deren Wert nicht mehr feststellbar ist) – soll einen Gewinn erbringen?
Lächerlich!

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23. März 2008 13:18

Bravo erst mal für ...

Reinhold Eysel (Eysel)

Seyfarth, Dünnhaupt !!!
Der Wahnsinn ist, daß die ganze ( unangebrachte ) Panik, ( wann ist Panik denn überhaupt angebracht??? ) jetzt auch noch von Fehlinterpretationen der Notenbank-Aktionen verstärkt wird!
Immerzu VERGESSEN aus Panik wird: All diese Derivate H A B E N einen Wert. Aus schierer Panik kommt kein "Marktwert", damit keine Handelbarkeit zustande. DAS wiederum verursacht PANIK! Usw. usw.
Wenn nun Notenbanken für die jeweiligen Papier durch ihren Ankauf einen "Wert" festlegen - und sei er auch NOCH so niedrig - dann G I B T es wieder einen Anhaltspunkt für einen "Wert". Die Bank-Bilanzen können mit Verusten, aber OHNE irrwitzige "Unsicherheits-Abschläge" bereinigt werden.
Und wenn das geschehen ist, in 1,2,3 Jahren werden für die "fraglichen Derivate" wieder zu begehrten Handelsobjekten werden. Und man wird viel Geld damit verdiene. Das einzige Problem ist die übertribene Angst, die "Markt" verhindert und zur P A N I K führt!
Selbst Notenbanken werden DANN mit den fraglichen Papieren einen netten Gewinn machen. Insofern ist das ganze Gejammere Tenor "der kleine Mann zahlt am Ende Alles" einfach nur B L Ö D S I N N. In Deutschland "emotional aufgeladen" durch kleinkarrierte Systemdiskussion.

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23. März 2008 11:40

Die Allgemeinheit als Rückversicherer der freien Marktwirtschaft?

Zufferey Marcel (Davos08)

Diese Krise soll gefälligst von denen gelöst werden, die sie verursacht haben: Man kann sich nicht jahrelang gegen jeden staatlichen Regulierungsversuch wehren und staatliche Interventionen kategorisch als Sozialismus brandmarken und nun den ganzen Papierschrott auf die Schultern der so lange verhöhnten und verspotteten Allgemeinheit laden!

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23. März 2008 11:23

Was für ein Getöse...

Rolf Jonasson (R.Jonasson)

@ Martin Seyfahrth

Verstehe ich Sie richtig: Der Steuerzahler soll in einer weltweiten Aktion dafür aufkommen, dass "Millionen Amerikaner" (die das eigentlich absehbarerweise nicht bezahlen konnten) sich ein Häuschen leisten konnten?!

Die Wahrheit sieht doch so aus: Vermeintlich clevere Bankmanager haben einen Markt geschaffen, wo eigentlich keiner ist. Und andere Banker rund um den Globus haben dieses Instrument zur Spekulation genutzt - und sind grandios gescheitert. Für dieses Scheitern, das in aller Regel in die Insolvenz ihrer Institute münden müsste, haben sie fette Prämien kassiert. Und nun, da das Scheitern ihrer Spekulation offenkundig wird, soll Vater Staat zahlen?!

Aber dann bitte auch nicht wundern, wenn noch der letzte bürgerliche Wähler den Lockrufen der Altkommunisten erliegt! Schluß mit dem Irrsinn: Wer in der Marktwirtschaft fette Gewinne will, soll gefälligst auch die Verluste tragen - die Eigentümer der Banken zahlen - oder verlieren ihr Kapital. So einfach ist das.l

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23. März 2008 11:21

Wer darf eigentlich bei Banken entscheiden???

Michael Arndt (Mikel1962)

Und wieder hat das allseits hochgelobte anglo-amerikanische Finanzsystem eine extreme (Welt-?)finanzkrise ausgelöst. Die Renditeerwartungen der Banken waren einfach abenteuerlich und nur zu erreichen, wenn man Roulette spielte.
Das wäre nicht schlimm, wenn man diese Hasardeure jetzt im eigenen Saft in die wohlverdiente Pleite gehen lassen würde. Nun kommt aber der altbekannte "Too big to fail"-Gedanke, nach dem jetzt die Steuerzahler den Dreck wegräumen sollen.
Es ist grotesk, dass nun die Allgemeinheit quasi für die Gewinne der Banken bzw. die Boni der Investmentbanker einstehen soll. Dann kann künftig jede Bank ohne Risikobewusstsein ihre Geschäftsmodell durchziehen...
Im Übrigen sind die Konstrukte nicht so komplex, wie immer behauptet wird. Die Leute sind lediglich zu faul, um wirklich einmal nachzuvollziehen, was in den strukturierten Papieren überhaupt drinnsteckt. Dies war in der Anfangsphase dieser Verbriefungen noch ganz anders: da wurden die zu Grunde liegenden Forderungen noch auf Herz und Nieren geprüft.
Hinterher war es nur noch hipp, dabeizusein.
Keinem Obsthändler auf dem Wochenmarkt wäre so etwas passiert; dem hätte sein gesunder Menschenverstand schon weitergeholfen.

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23. März 2008 11:11

Und ist es doch Wahsinn, so hat es doch Methode

Rolf Jonasson (R.Jonasson)

Was für eine Super-Idee, die dann auch noch als "Rettung des Finanzsystems" (was immer das sein mag) gefeiert wird. Der Effekt einer solchen Aktion wird doch wohl ganz klar der sein: Bankvorstände werden künftig noch sorgloser mit dem ihnen anvertrauten Geld umgehen. Es wird spekuliert, was das Zeug hält - oder eben auch nicht. Risiken? Egal, Hauptsache meine Erfolgesprämie stimmt. Und wenn dann doch mal einer merkt, dass wir auf heiße Luft spekuliert haben - Schwamm drüber, der Steuerzahler löhnt, am besten weltweit.

Es gibt nur einen Weg aus der Krise: Hausaufgaben machen, Risiken offenlegen und notfalls in die verdiente Insolvenz gehen. Unternehmen, die Risiken eingehen, die sie nicht mal im Ansatz kennen geschweige denn beherrschen, sind am Markt ohnehin überflüssig da nicht lebensfähig. Diese künstlich auf Kosten der Allgemeinheit am Leben zu erhalten ist schwachsinnig und politisch brandgefährlich, da es den Sozialisten in die Hände spielt - Oskar Lafontaine und Konsorten frohlocken doch schon!

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23. März 2008 10:10

Die Deutungsversuche sind ja alle richtig

gisbert heimes (gisbert4)

Aber niemand ist bereit, die entscheidende Erkenntnis daraus auszusprechen.

Außer Josef Ackermann, und auch der schreckt vor den weiteren Konsequenzen wieder zurück.

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23. März 2008 08:51

freischwebendes Kapital

Peter Kolb (thales4)

Die Idee halte ich für großartig. Das Problem gemeinsam, auf internationaler Ebene anzugehen, wäre in Zeiten der Globalisierung angemessen. Und selbstverständlich wird der Steuerzahler, werden wir alle für die Verluste aufkommen müssen. Sollte das Finanzsystem entgültig zusammenbrechen wird der Schaden noch viel größer sein.
Falsch ist die Vorstellung, die Schäden seien veruracht worden von ein paar verantwortungslosen Spekulanten und Bankern, die ihre eigenen Erfindungen nicht verstanden haben. Es handelt sich um viel mehr: um einen Fehler im System. Am Anfang stand shareholder-value. Das hat im Verhältnis zwischen Arbeit und Kapital den Wert der Arbeit entwertet. Zu viel "freischwebendes" Kapital (als Resultat schlechter bezahlter Arbeit) hat nach immer besserer Verzinsung gesucht. Wo die eine Blase platzt, werden sie woanders schon wieder aufgepustet. Inzwischen ist es der Ölpreis, der zum Objekt für "Fantasie" geworden ist und die wirtschaftliche Entwicklung behindert. Es gibt zu viel Geld, das nach Anlage sucht. Arbeit muß sich wieder lohnen!

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23. März 2008 08:30

Tobinsteuer auf Finanztransaktionen

heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)

Der Skandal ist dass die Bänker seit Jahren immun gegen Regulierungen waren und das Hohelied des freien Marktes gesungen haben. Die Renditen, die Ackermann ausgibt, sind pervers. Eine Besinnung zur Vernunft wäre der erste Weg. Weg von 20 bis 30 Prozent Rendite. 10 Prozent tun es auch.
Die Tobinsteuer auf alle Finanztransaktionen. Damit der Staat, der jetzt helfen soll auch zu Geld kommt.

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23. März 2008 02:28

Natürlich !

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Eine bodenlose Frechheit, was die Banken da verlangen. Offenbar haben uns die Bank so im Griff, dass wir Ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Wenn die Banken Taumeln, muessen die Steuerzahler einspringen.

Wenn nun Notenbanken die Schrottanleihen kaufen, so werden Sie geschwächt, den Banken wird Geld "geschenkt" und alles nur, weil insbesondere in den USA die Menschen über Ihren Verhältnissen gelebt haben. Wir alle wissen, dass die Immobilienblase nur eine der vielen Blasen ist, die sich insbesondere in den USA aufgebläht haben. Wenn nun die Konjunktur in den USA den Bach runter geht, könnte es zum platzen der Kreditblase führen. Und dann sieht es mal ganz böse aus.

Toll gemacht USA ! Aber wie immer: Die dummen Europäer werden euch schon helfen. Keine Angst

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23. März 2008 01:02

Auch Minderwert ist immer noch Wert

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Selbstverständlich repräsentieren alle Hypotheken immer noch einen gewissen Wert, selbst wenn es nicht mehr derselbe ist wie vor dem Platzen der Immobilienblase. Genau das ist, was Bernanke auf Befragung im Kongress antwortete: "Das Problem ist, dass kein Mensch weiß, was die blöden Dinger eigentlich wert sind." Das Beste ist vermutlich, dass man sie zunächst ganz abschreibt. Später, wenn ihr wirklicher Wert feststeht -- selbst wenn es nur 10% ist -- kann man dies als Gewinn verbuchen.

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22. März 2008 23:15

Chance + Risiko für alle ?

Karl Friederichs (KFrieder1)

Dem Laien scheint die Idee nicht so abwegig. Allerdings wäre es keine faire Arbeitsteilung, wenn die Privaten einseitig die Chancen und die Notenbanken bzw. Staaten die Kosten und/oder Risiken bekämen. Aber warum sollen nicht Notenbanken, Privatbanken und andere private Kapitalgeber versuchen, die Gegenstände, bei denen es keinen vernünftigen Preis durch Angebot und Nachfrage gibt, über einen Fonds zu einem Preis aus dem Markt zu nehmen, der bei der Abwicklung einen anständigen Gewinn erwarten lässt ? Sinnvoller ist natürlich, wenn man stattdessen die private Spekulation in dem Bereich anregen kann, d.h. - wie anfangs von einigen Banken in USA geplant aber ua. von der Deutschen Bank nicht unterstützt - ein Privater Fonds die Wertpaiere zu ihrem inneren Wert abzüglich Gewinnspanne aufkauft. Aber wenn das scheitert, ist zu prüfen, ob die Staaten mit ins Boot gehen. In einem solchen Fall hätten die Banken den moralischen Anspruch auf Staatsfreiheit des Bankenwesens (d.h. den Verbot von Wettbewerb durch Staatsbanken) allerdings verspielt. Aber dem deutschen Steuerzahler wird man auch dann nicht empfehlen können, die Bank für Gemeinwirtschaft auf Steurzahlers Risiko neu aufzuziehen.

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22. März 2008 21:53

Neid oder Unwissenheit?

Martin Seyfarth (Martin.Seyfarth)

Versteht eigentlich einer der vorausgegangen Kommentatoren das Prinzip Verbriefung?

Ich stelle die etwas provokante These auf, dass keiner dieser Spezialisten jene
Profite quantifizieren könnte.

Im Nachhinein peifen die Spatzen natürlich jede Weisheit von den Dächern raffgierige Manager und Hedgefonds haben dieses Debakel ausgelöst, um sich die Taschen zu füllen ... das ist Bild Niveau.

Für eine wirklich vertiefte und vor Allem NEUTRALE Betrachtung sollte sich der geneigte Leser

Anson, Mark J. P. / Fabozzi, Frank J. / Choudhry, Moorad / Chen, Ren-Raw
Credit Derivatives Instruments, Applications, and Pricing

anschauen.

Zu den horrenden Gewinnen der Bänker: Der typische Profit der Banken bei diesen ABS liegt bei ca. 80 BPS = 0,8% ! Merril hat knapp 120 Mio. dadurch verdient und knapp 10 Mrd. USD verloren. WOW

Durch diese Derivate, die nichts anderes als eine VERSICHERUNG für einen Kredit darstellen, wurden Millionen Amerikaner eigene Häuser ermöglicht. Davon sind ca. 30% zahlungsunfähig ... und 70% können sich über ein Eigenheim freuen, dass sie sonst NIEMALS bekommen hätten durch ihre schlechten Kreditratings. Dank dieser Securities.

Durch die Panik der normalen, kleinen Investoren ist dieses Boot gesunken, nicht andersrum

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22. März 2008 21:53

Never !!!

Jürgen Clasen (Heini1946)

Ankauf von diesem Scheißdreck mit unseren Steuergeldern?
Habt ihr noch alle Tassen im Schrank ?
Genau darauf spekulieren diese niederträchtigen SUV Fahrer, Bonikassierer.
Wenn das passiert, wähle ich die Linken bis zum Lebensende !

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22. März 2008 21:24

Notenbanken diskutieren über Kauf minderwertiger Wertpapiere

Marcus Rech (marcusrafael)

Langsam wird es zum Witz!. Irgendwelche Leute haben sich die Taschen richtig voll gestopft. Ich warte nur noch auf die Big Fish. Dann gehts richtig ab.
Staat gegen MoneyPower. Viel Spass. Ich freue mich schon darauf. Lesen Sie mal eins der aktuellen "Soros" Interviews. Wow.
Man kann nur hoffen das es nicht soweit kommt!.

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22. März 2008 21:17

Zum ersten mal, seit ich denken kann...

Dirk Walbrühl (Kelen)

... wünschte ich, es stünde eine große Wahl vor der Tür. Damit meine ich nicht irgendeine kleine Landtagswahl, sondern eine Bundestagswahl, bei der die Parteien wirklich um Macht ringen. Dann wäre das Thema ohne zu Zögern vom Tisch und sowohl die Volksparteien, als auch die kleinen würden sich mit Protesten überschütten um sich beim Wähler einzuschmeicheln. > Denn dieser ist, entgegen landläufiger Meinung, kein dummes Schäflein, das das Kreuzchen dort macht, wo Vati das auch gemacht hat. Jahrelang hat man ihm versucht die Selbstregulierung des Marktes zu verinnerlichen und nun merkt er genau, dass dort oben, weitab seiner kleinen Wohnung die richtig Reichen und richtig Dreisten jahrelang geglaubt haben nach anderen Regeln spielen zu können. Wenn der 'kleine Mann' Fehler macht, wird er zur Rechenschaft gezogen, nun aber sieht er, dass die 'großen Bosse' ihre Fehler gar nicht ausbaden wollen und er bangt und fürchtet, dass sie es auch nicht müssen und das damit bewiesen wäre, dass für ihn eine andere Gerechtigkeit gilt, als für sie. ... ... ... <
Genau dies ist das Denken, dass so eine nächste Wahl bestimmen würde. Schade, dass das Gedächtnis des Wählers nur bis morgen reicht.

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22. März 2008 21:02

Aberwitzig

Andreas Grey (Arbitrage74)

Sollte es tatsächlich zu einem solchen "Notankauf" kommen, wäre dies ein Treppenwitz der Geschichte. Alle Bücher, die jemals zum Thema "Moral Hazard" geschrieben wurden, wären letztlich nur noch akademisches Schmuckwerk. Auch bedeutet ein solches Vorgehen nichts anderes, als das gescheiterte Geschäftsmodell von Carlyle, Bear Stearns., Peloton, etc., diesmal auf Kosten des Steuerzahlers zu betreiben, da auch vorgenannte sich ausschließlich dem Kauf von CMBS verschrieben hatten.
<br>
<br>Eines lässt der Artikel m.E. vollkommen außer acht: Es handelt sich hier um ein Regulierungs- und Aufsichtsdefizit: Kein Gesetzgeber und keine Aufsichtsbehörde hat dem skruppelosen Treiben zu irgendeinem Zeitpunkt Einhalt geboten. Das FBI ermittelt nun (nachträglich) gegen die Geschäftspraktiken der großen Investmentbanken im Hinblick auf die Emmission minderwertiger Wertpapiere. Und gerade diese wollen die Zentralbanken jetzt aufkaufen. Mir fehlen die Worte.

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22. März 2008 20:57

Und da darf man sich schon fragen, was man mit den mindestens 2 Mrd Euro

Alphonse Diable (lediable)

die allein die Bayrische LB im amerkanischen Immomarkt versenkte , so alles hätte anfangen können , ihr Herren Beckstein und Huber (nur stellvertretend genannt) .
Zum Beispiel tausende Ingenieure ausbilden!

Vergleiche z.B. http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EB62F020E6FF043D1929477F1BAC52E6E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Fachkräftemangel .. an Ingenieuren und Technikern. .


Siemens meldet 900 Mio Gewinneinbruch , unter anderem weil im Kraftwerkssegment nicht genügend Pro ektingenieure vorhanden sind, um den Aufttragseingang zu bewältigen !!!!


Wo und wie wird denn da die Zukunft unseres Volkes und auch unseres Sozialsystems verspielt, wenn die von uns gewählten Politiker als Aufsichtskräfte der Geldverteilstellen die Kapitalströme in die falschen Bahnen lenken - sei es nolens , sei es volens - egal - es ist eine Versündigung an der Zukunft unseres Landes.

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22. März 2008 20:48

Zur Verantwortung ziehen

Julius Franzot (JFranzot)

Wenn gewisse Banker aus Karrieregründen oder um in den Genuss von Stock-Options zu kommen, wissentlich dubiöse Geschäfte genehmigt haben, dann sollten dese mit ihrem, in den meisten Fällen nicht unerheblichen, Privatvermögen in die Verantwortung gezogen werden. In einer demokratisch gesinnten Gesellschaft sollte doch der Verursacherprinzip gelten. Es geht nicht an, dass nur der unbeteiligte Steuerbürger zur Kasse gebeten wird.

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22. März 2008 20:45

Als ein Beispiel für Politiker, die ihre Aufischtspflicht nicht wahrnahmen

Alphonse Diable (lediable)

seien die Herren Beckstein und Huber in Bayern genannt (in jedem anderen Bundelsland gibt es gleiche oder bessere/schlimmere Beispiele , Milbradt in Sachsen, der doch angeblich ein Wirtschaftsfachmann ist) .. da sitzen diese Leute also im Aufsichtsrat einer Landesbank und diese investiert unter ihrer Aufsicht ZWEISTELLIGE MILLIARDENSUMMEN in den amerikannischen Immobilienmarkt - natürlich indirekt. Aber die Underlyings kennt der Bankmanager und sollte auch dem Aufsichtsrat verständlich sein. Seit Jahren ist in einschlägigen Wirtschaftsforen bekannt und publiziert, wie der amerikansche Immomarkt funktioniert, nämlich zunehmend nach dem ARM (adjustable rate mortgages) Prinzip .. Geringverdienern, die die nötige Finanzmathematik selbstverständlich
NICHT beherrschen, wird ein extrem niedriger teaser (=Lock) Zins angeboten, der ihnen den Kauf einer Immobilie erlaubt, die sie sich unter normalen Umständen NIEMALS kaufen könnten. Die spätere Steigerung der Zinsen verstehen diese Käufer nicht - steht eben im Kleingedruckten - die Vermittler kassieren ihre Provisionen und gut is - bis zur nächsten Zinsstufe. All dies seit langem bekannt und publiziert - doch unsere Becksteins und Hubers finden nichts am
LB Bayern Engag. dort. ;

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22. März 2008 20:29

Abwarten ist tödlich......

wolf haupricht (emilgilels)

@ Uwe Paulsen. Genau so ist es, wie Sie das beschreiben.
Dem immer neuen Erfindungsreichtum von Finanz-und Produktjongleuren sind keine Grenzen gesetzt.
Die Produktpalette der Wertpapiere ect. ändert sich so schnell, dass Kontrollmaßnahmen kaum greifen.
Ein Riesenproblem, das dennoch gelöst werden muss.
Ein Gremium von Bankfachleuten sollte sich der Neuprodukte annehmen und auf Bonität/Qualität prüfen. Alsdann könnten diese Erkenntnisse den Banken, unabhängig von Bewertungen durch Ratingagenturen, verfügbar gemacht werden.
Politiker sollten jedoch nicht mit von der Partie sein. Es genügt, wenn der BMF und BMWi davon Kenntnis bekommen.
Die so gewonnenen Bewertungen können somit Maßstab für Banken und Finanzinstitute werden, ohne einen bürokratischen Aufwand zu produzieren.
mfg

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22. März 2008 20:10

Raffgier Finanzieren

Jo Silva (chimero)

Leider muss etwas geschehen und dem Anschein nach werden die jeweiligen Notenbanke dazu stehen muessen. Jedoch muss man genau jetzt sich ueberlegen: Warum sollte der ohnenhin schon von Steuern ueberlastete Buerger, die Raffgier und Machtsucht von Banken und Unternehmen unterstuetzen? In Zeiten von Massenentalssung des Profits willen (siehe BMW) oder Rekordgewinnen der Banken wird nur deutlich dass die Macht nicht mehr bei den Buergern liegt, wie es sich in einer Demokratie gehoert, sondern bei den hohen Herren CEOs in den Hochburgn, meine Hochhauesern. Wenn einmal ihre Finanzbauwerke zusammenbrechen ist mal wieder der kleine Buerger gefragt damit Herr Ackermann und Co. fein aus dem Schneider sind und ihre Schaefchen ins trockene nach Lichtenstein bringen koennen.

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22. März 2008 19:52

Minderwertige Papiere sollen die zurücknehmen, die sie emittiert haben !

Alphonse Diable (lediable)

Wer minderwertige Papiere aus mafiosem Gewinnstreben und oft gegen besseres Wissen emittiert hat, der soll sie gefälligst auch zurücknehmen. Es muss auch hier das sonst immer von der Wirtschaft geforderte Verursacherprinzip gelten.

Die Lasten aus dubiosem bis mafiosem Geschäften letztlich dem steuerzahlenden Bürger aufzubürden, das können nur panikgetriebene Politiker sich ausdenken, die jahrelang ihre gesetzlichen Aufsichtsplichten versäumt haben.

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22. März 2008 19:47

Idiotie aus Hilflosigkeit

Alphonse Diable (lediable)

ist ein schlechter Ratgeber.
Nachdem sich Bankmanager jahrelang die Taschen gefüllt haben mit millionenschweren Boni indem sie Verbriefte Papiere mit wertloser Schein-Bonität
an Kunden und Mitspieler weitergereicht haben, OBWOHL sie aufgrund der von ihnen verlangten Kompetenz von der Minderwertigkeit der von ihnen vekauften bzw. weitergereichten Papiere hätten wissen müssen (und oft auch wussten ) ... nachdem aus skrupelloser Profitgier also das Kind in den Brunnen geschmissen
wurde, bis es die Urheber schließlich doch selbst erwischte, nun also soll der normalbürger und Steurzahler mit dem Instrument der Notenbanken für den Schaden aufkommen. Indem die Notenbanken all den von Geschäftsbanken
(wider besseres Wissen) emittierten Anleiheschrott aufkaufen um diese
aus der selbstverschuldeten Bredouille zu holen.
Es kann doch nicht sein, dass eine Bank wie die "Deutsche" mit ihrem Expertenwissen Papiere minderster Bonität (mit von Bankenfinanzierten Ratingagenturen versehenen gefakten Triple A Ratings )
an die IKB weitergereicht und damit klotzig verdient hat, und dass dann ein Herr Josef Ackemann treuherzig scheinheilig nach dem Staat und konzertierten plärrt.
Seine Boni beuhten schließlich auch darauf!

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22. März 2008 19:08

Ach ja

heinz herzing (heinz48)

Die Engländer sind in einer ähnlichen situation wie die USA , auch hier hat man
wakel Kredite im grossen mas an Ottos vergeben sollte die Konjuntur ein bischen einbrechen trifft es die Banken wie ein Blitz .

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22. März 2008 18:52

Versuch einer Erklärung - aus "Geld arbeitet nicht" übernommen

Uwe Paulsen (Wohlmeinender)

so einfach sollte man es sich nicht machen: "Wer ist schuld? Die Komplexität der modernen Finanzprodukte!" deshalb der Versuch einer Erklärung:
Basis aller modernen Finanzprodukte sind realwirtschaftliche Vorgänge, hier die Vergabe eines Kredites. Dieser Kredit wird heute nicht nur als "Ware" in der Finanzwirtschaft gehandelt, es werden auch von diesem abgeleitete Finanzprodukte generiert (MBS, CDO etc) Diese Produkte werden als "Wertpapiere" angepriesen und verkauft. Genau hierin liegt das Übel, den Käufern ist nicht bewusst, dass sie Kredite übernehmen, stattdessen glauben sie, ein Wertpapier erworben zu haben. Die "Werthaltigkeit" der Papiere ist durch Ratingagenturen im Auftrag der Wertpapierkonstrukteure bestätigt worden. Weil das Geschäft mit diesen Papieren zunächst sehr erfolgreich gelaufen ist (Landesbanken, IKB, West LB u.a. haben kräftig gekauft) haben Investmentbanken begonnen, solche Papiere kreditfinanziert auf Vorrat zu kaufen. Als die Käufer realisierten was da angeboten wird, sind Bear Sterns u.a. auf ihren faulen Eiern sitzen geblieben und unter der Last der Kredite zusammengebrochen. Nachvollziehbar und klar beschrieben im Buch "Geld arbeitet nicht" - sollte Pflichtlektüre für alle Politiker werden!

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