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Öffentlicher Dienst

Verhandlungen gescheitert - Schlichtung angerufen

Seit Januar verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaften im öffentlichen Dienst über höhere Einkommen - zuletzt begleitet von wiederholten Warnstreiks. Nun sind die Verhandlungen endgültig gescheitert. Die Arbeitgeber haben die Schlichtung angerufen. Scheitert auch diese, drohen neue Streiks.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. März 2008 14:34

mehr Geld für mehr Arbeit!?

Erwin Steinhauer (hauer2)

Die einzige finanzierbare Lösung ist ein verbessertes Angebot (etwa 8% auf zwei Jahre) und dafür die Wiedereinführung der 40 Stundenwoche - alles andere kann sich die Staatsfinaz nicht leisten; Beamte arbeiten ohnehin schon 40-42 Stunden (ohne Lohnausgleich).

Warum sollen Angestellte nicht hier Zugeständnisse machen, die zumutbar sind, wenn sie im Gegenzug spürbar mehr in der Lohntüte haben.

Dankbarer Nebeneffet: Die Schwarzarbeit sink - schon in Ermangelung an Zeit.

Das sollte die Gewerkschaft verstehen und nicht stur auf ihrer Position vereinbaren - schließlich finanzieren die Steuerzahler den öffentlichen Dienst.

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07. März 2008 14:06

@ (msvk)

Stephan Jansen (StephanJan)

In Abwandlung: 'Stell Dir vor es ist Abitur und die Schüler müssten TATSÄCHLICH gehen'....(oder mit dem Fahrrad fahren).

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07. März 2008 12:58

Streik wegen falsche Politiker

Chris Mäglä (Reactor)

Nun platzt auch dem öffentlichen Dienst entgültig der Kragen. Laufend wird der Arbeiter zur Kasse gebeten. Für was? Damit Schäuble sich noch besser nicht erinnern kann was er gesagt hat. Er wartet wirklich ab, damit die Sympathieträger mehr werden. Nur wenn heute ein Schüler nicht zu Schule kommt, was dann? Angenommen der Schüler kommt zur Schule, aber er verhungert? Was dann, Politiker und Manager sind sich dahingehend nicht bewußt was sie mit ihren Aussagen anstellen. Auf Kinder los zu gehen in einem Beispiel gehört sich nicht. Man könnte meinen das die ältere Generation inzwischen denkt, was interessiert mich die Zukunft. Wenn Deutschland heute nach dem Jahr 2000 nicht mehr richtig streiken kann (aufgrund von Gewissensargumenten), dann waren unsere Urväter vor dem Jahr 2000 richtig dumm. Nur komisch das man darmals was erreicht hat.
Wir Bürger werden doch regelrecht von vorne und hinten ausgenutzt. Nur das wir absolut kein Geld mehr in der Tasche haben.
Wenn Deutschland mal richtig auf die Straße geht zum streiken, dann sind Politker selber schuld. Hätte man doch mal nur nachgedacht was man sagt. was sind schon 5% mehr auf einer 40h Basis? 0,5 €uro mehr in der Stunde was Schäuble will, und das noch auf 2 Jahre.

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07. März 2008 12:26

wer die Finanzsitution der Kommunen kennt,

Wolfgang Faßbender (Orwell84)

darf sich nicht wundern. Sicher wäre es bei der Handvoll Bundesangestellten möglich einen andere Satz zu vereinbaren. Leider sind nun aber auch einmal die Bediensteten der Kommunen direkt betroffen.
Daher sollte man auch auf Gewerkschaftsseite darüber nachdenken, wie man das alles unter einen Hut kriegen kann. Sonst müssen sich Kämmerer der Kommunen etwas einfallen lassen, daß dann wiederum zu lasten der Bürger geht. Dies könnten dann nur drastische Erhöhungne von Gebühren, auch im sozialen Bereich sein und damit schneiden sich die Beschäftigte dann selbst ins Fleisch.
Merkwürdig wird immer mehr von anderen gefordert als man selbst bereit ist zu zahlen, besondes von denen die ausschließlich von den Transferleistungen des Staates leben.

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07. März 2008 11:30

Schäuble der Scheinheilige

Joachim Müller (Nuedlinger)

Unser "Bundesüberwachungsminister" hatte nie wirklich vor, ein faires Angebot zu unterbreiten. Ganz bewusst vertraute man auf den Druck der Öffentlichkeit, die die negativen Auswirkungen des Streiks hervorruft und irgendwann die Sympathien den Streikenden gegenüber schwinden lässt.
Bleibt zu hoffen, dass Verdi hart bleibt und der Druck auf die Arbeitgeber Wirkung zeigt.
Das Argumentation Schäubles ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten und es leuchtet ein, dass der letzte Beschluss über die Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten schneller und einfacher durchgesetzt wurde.
Immerhin war damals der Bundeshaushalt mit einem Plus von mehr als 9 % nicht überfordert...

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07. März 2008 10:58

Stell Dir vor es ist Abitur und keiner kommt hin!

Matthias v. Knobelsdorf (msvk)

Frei nach Berthold Brecht

Man kann über die Funktion des Streikes als Methode zur Interessenvertretung durch von den Gewerkschaften institutionalisierte Vorgänge denken wie man mag. Das öffentliche Interesse soll geweckt und der soziale Gedanke zum Vorschein gebracht werden. Doch gerade der soziale Gedanke, die wechselseitigen Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins, ist nicht vorhanden, wenn Schüler durch den Ausfall des öffentlichen Personennahverkehrs nicht zur Schule kommen können. Selbst wenn Eltern die Schüler mit dem eigenen Auto oder durch die Bezahlung eines Taxis die Teilnahme an der Abiturklausur ermöglichen, ist es dennoch nicht vom sozialen Gedanken getragen, wenn der Streik auch auf dem Rücken der Schüler, die die Zukunft der Nation darstellen, ausgeübt wird, denn die Ungewissheit über die Anreise zur Klausur übt psychischen Streß aus, der zweifelsohne auf die Schüler in nicht vorteilhafter Art einwirkt.

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