Deutschland schwimmt mit dem Atomausstieg gegen den Strom

Energie

Die Renaissance der Kernkraft

Insgesamt sind in der EU derzeit 158 Kernkraftwerke am Netz. Weitere sind auf der ganzen Welt in Planung. Dass die Kommission nun vorprescht, bringt Bundeskanzlerin Angela Merkel in einen Zwiespalt.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Januar 2007 18:35

Atom-Renaissance

Gerhard Johannes Stratenwerth (stratenwerth-gjs)

Neuerdings klingt es oft so, als sei das "Atom-Nein" eine Art pubertäre Entscheidung, nun aber werden auch wir erwachsen.
Erinnern wir uns: in den frühen 60ern ging es darum, eine Beteiligung an Atom-RÜSTUNG für die BRD auszuschließen, die FRIEDLICHE Kernenergie aber gerade zu unserer Sache zu machen. Von den Problemen dieser Energieform wußte man zu wenig oder redete man zu wenig: jedenfalls ist der MÜLL, die ENTSORGUNG der Grund für das spätere NEIN: mehr als 10000 Jahre lang muß jedes (auch unterirdische) Atommüll-Lager sachkundig gewartet und bewacht werden, immer muß eine Generation der nächsten das Knowhow weitergeben, alle Gerätschaften müssen immer neu hergestellt und kompatibelö gehalten werden usw. In den USA gibt es schon Szenarien dazu: ES KLAPPT NICHT. Das heißt: wer heute Atomenergie produziert, hinterläßt zukünftigen Generationen ein nichtbeherrschbares Gefahrenpotential - ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte.
Diese Risikodebatte müßte sich jetzt ebenso beleben wie die Debatte über die ganz unumstrittene Nutzbarkeit von "sauberem" Strom - nur ist er eben dreckiger als jede andere je genutzte Energie.

Gerhard Johannes Stratenwerth

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11. Januar 2007 14:15

Arbeitsplätze sichern...

Oliver Smith (mista_schmitt)

Herr Cfira: Die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sucht verzweifelt neue Mitarbeiter. Würden Sie dort arbeiten? Anderes Thema: WIrklich interessant wäre die Nutzung der Kernenergie von Seiten der Kernfusion. Da sollte sich das Bundeskanzler ("als Physikerin") mal Gedanken drüber machen. Ich wette, mindestens einer der Leser denkt jetzt "Fusion? Geht nicht!". Richtig, noch nicht. Genauso wenig wie die energetische Nutzung von Kernspaltung, ohne dass lebensbedrohliche Überreste zurückbleiben. Herr Haubrichs: Ihre Abhandlung über Herrn Gabriel zeugte auch nicht von nachweislich objektiven Erkenntnissen. Ich bin sicher Herr Maliki wird Ihnen dieses Malheur nachsehen.

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11. Januar 2007 11:42

Nicht vertrauenswürdig?

heike haubrichs (roselheike)

Leser Malliki legt unverblümt seine Meinung offen. Das ist sein gutes Recht. Aber ist seine Aussage auch begründet bzw nachvollziehbar?
Wenn man eine Bundeskanzlerin so generell niedermacht, spricht dies nicht für Seriösität.
Was die Kanzlerin wirklich hindert, ihre Fähigkeiten voll zu entfalten, ist leider dem Wahlergebnis 2005 geschuldet mit der Folge, dass ein Gemengelage von roter und schwarzer
Politik als nicht mehr erkennbare Linie entsteht.
(Feuer und Wasser können nicht nebeneinander zur Entfaltung kommen.)
Ich habe eher den Eindruck, dass bei Ihnen eine grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber vielem und allem virulent ist, was die Vertrauenswürdigkeit gerade nicht fördert.
MfG
WoHau

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11. Januar 2007 08:52

Merkel als Atomkraft-Fetischistin der Monopol-Kapitalisten

A. Malliki (a.malliki)


Merkel hat einzig und alleine zu diesem Thema eine konkrete Meinung. Zu alle anderen Themen stammelt sie Allerweltsweisheiten ohne Meinung und Linie.

Diese überdimensionale Motivation für die im Kreuzfeuer stehenden Energieerzeuger, kann sich vielleicht auch aus Spendengeldern heraus motivieren oder liegt gar daran, dass viele der Parteimitglieder sich im Dunstbereich dieser Firmen nebenberuflich, gewinnbringend ernähren.

Deshalb sollte das gebetsmühlenartige Geprappel unserer Kanzlerin nicht überbewertet werden und auch nicht von jeder Zeitung als Abendgebet auf der Titelseite täglich empfohlen werden.

Sie redet anscheinend lieber über AKWS als über Deutschland. Reformen reduzieren sich bei Ihr auf Steuer- und Gebührenerhöhung mit dem Ziel die Bevölkerung zu verarmen und billige Arbeitskräfte als Kombilöhner zu kreieren, damit die Wirtschaft boomt.

Diese Marionette der globalen Industrie regiert zwar 82.000.000 Bürger, vertritt aber nur die Interessen von Monopolkapitalisten, die sich an der Spitze der Nahrungskette befinden.

FAZIT: NICHT VERTRAUENSWÜRDIG

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10. Januar 2007 22:57

Die Renaissance der Kernkraft ...........

heike haubrichs (roselheike)

....gewinnt an Dynamik.
Die Chancen, einen Stimmungsumschwung auf demokratisch überzeugende Weise zu unterstützen, dürfte bei normaler Betrachtung nicht schwerfallen, weil wirklich überzeugende Gegenargumente fehlen. Da kann auch ein Herr Gabriel mit weiterhin nichtssagenden gebetsmühlen-haften Wiederholungen wenig ausrichten, geschweige denn überzeugen.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die Risiken der AKW nicht zur Kenntnis nehmen wollen; doch die morgigen Heraus-forderungen gibt es nicht zum Nulltarif.
Von daher ist es zwingend, jegliche und vernünftige Energiequellen zu erschließen, zu nutzen und diese auch mit größtmöglicher Sicherheit zu gewährleisten.
Auch diesbezüglich habe ich mit Blick auf den technischen Standart in DE und auch in großen Teilen der EU keine Bedenken.
Carpe diem, denn es ist höchste Zeit.
WoHaubrichs

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10. Januar 2007 22:05

Jawoll!

Gabor C (gcqp)

Endlich mal ein Artikel, der die Umstaende ordnungsgemaess wiederspiegelt. Lange konnte man den Medien nur gruene Meinungen entnehmen, die die Kernenergie veraechteten. Die Europaeische Union setzt auf die richtige Energie. Keine andere kann den weltweit (exponential) Wachsenden Energiebedarf so umweltvertraeglich decken wie die Kernenergie. Die Franzosen und Japaner sind bereits an der Entwicklung eines Verfahrens, mit dem man den Atommuell auf bis auf 1% Rest wiederaufarbeiten kann und somit den nuklearen Muell auf ein vertragbares Minimum reduzieren.
Desweiteren werden somit hunderttausende Arbeitsplaetze gesichert.

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