„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos, hätte Konrad Adenauer geantwortet”

Finanzmarktkrise

„Mehr als eine vorübergehende Schlechtwetterfront“

Bundestagspräsident Lammert hat im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gemahnt, die Finanzkrise nicht zu unterschätzen. Ein noch dunkleres Bild zeichnet der Wirtschaftsweise Bofinger. Er bezeichnete die Krise als die schlimmste „seit dem zweiten Weltkrieg.“

Lesermeinungen zum Beitrag

27. März 2008 17:49

Ackermann & Bofinger

Sophia Orti (rum)

Das wäre der richtige Name für eine kleine, aber feine Privatinvestmentbank.

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23. März 2008 13:29

Bravo Seyfarth!

Reinhold Eysel (Eysel)

Interessant finde ich, dass endlich ein Politiker erkennt und ausspricht, dass in D. weniger das Problem ein ernstes Problem ist, sondern der UMGANG mit diesem Problem in Deutschland. Siehe auch die Ackermannsche Äusserung über die Uminterpretation des Problems in eine "Systemdiskussion".
Unrealstisch dürfte allerdings die Hoffnung sein, dass die "Wahlkämpfer" der nächsten 18 Monate das Problem SACHLICH behandeln werden...
Sachlichkeit und Wahlkampf passen nun mal nicht zusammen.
Mit den entsprechenden Konsequenzen.

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23. März 2008 12:24

Himmelhochjauchzend -- zu Tode betrübt ...

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

... dieses Goethewort trifft auf die Börsenwelt zu, die stets in beiden Richtungen übertreibt. Tatsache ist lediglich, dass sich die Finanzwelt verspekulierte und nun die Folgen einstecken muss. Die Industrie brummt und Arbeitslosigkeit ist gering, hier wie auch in Amerika. Da die Verluste in Amerika größer waren, verringerte sich das Wachstum und eine Rezession ist möglich, doch bisher noch immer nicht eingetreten, sondern blieb erfreulicherweise seit fast einem Jahr im Wesentlichen auf Finanzwelt und Immobilienmarkt beschränkt. Die US-Inflationsrate ist geringer als unsere, weshalb sich die Fed noch mindestens eine weitere Senkung des Leitzins erlauben kann, um die Wirtschaft zu stützen.

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23. März 2008 02:27

Das ich das erleben darf.................

Markus Kern (kernel)

........ die Eliten erfinden gerade die soziale Marktwirtschaft.

Ackermanns, Sinns, Bofingers und wie sie alle heißen. Und natürlich muss der Steuerzahler dafür Verständnis haben. Das ist doch klar, es geht immerhin um DU BIST DEUTSCHLAND, oder wie war das?

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22. März 2008 19:38

Wenn Deutschland erwacht, ist die Krise vorüber.......

wolf haupricht (emilgilels)

Immerhin rafft sich ein "Wirtschaftsweiser" dazu auf, die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Wachstum in DE zu erahnen. Allerdings daraus ein Konjunkturprogramm abzuleiten bzw zu fordern, geht am Thema vorbei.
Da hört sich der Vorschlag von J. Ackermann, ein Gremium von Finanzfachleuten zu berufen, um die Krise zu lösen schon besser an. Die EZB wäre als Dach schon geeignet, um im Kontext mit der Weltbank und den USA das Problem anzugehen.

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22. März 2008 17:30

Das Ende des Endes scheint nah!

Martin Seyfarth (Martin.Seyfarth)

Mir kommt es so vor, dass immer dann, wenn Politiker auf eine Krise im Finanzsystem aufmerksam geworden sind, diese Krise so gut wie vorbei ist.
Streng nach Rockefeller, der wusste, dass der Börsenboom 1929 sehr bald ein jähes Ende finden würde, als ein Schuhputzer ihm dazu riet, Aktien zu kaufen.

Es ist bezeichnend, dass allerorts nur noch von "Finanzkrise" oder "Hypothekenkrise" gesprochen wird, ohne ins Detail zu gehen. Blasenbildung, weltweiter Wachstumsstop und die schlimmste Krise seit dem zweiten Weltkrieg wird als Folge unterstellt, ohne dass die Kausalitätskette beschrieben werden kann.

Gibt der DAX 5% nach, werden Parrallelen zum schwarzen Montag gezogen; wächst er um 5% .... Stille und Schweigen.

Ich kann nur jedem Privatanleger raten, sich niemals von dieser Panik anstecken zu lassen. Der Dax hat das Jahr 2007 mit knapp 8000 Punkten geschlossen, was fast 20% p.a. sind. Öl, Gold und andere Rohstoffe haben sich spektakulär gut entwickelt und China, Indien und die anderen BRIC-Staaten gehörten zu den größten Gewinnern.

Deutschland ist so wettbewerbsfähig wie nie. Osteuropa ist eine absolute Wachstumsregion. Chancen gibt es heute mehr, als jemals zuvor, man muss sie nur ergreifen.

Bewahren Sie Ruhe.

Liebe Grüße

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22. März 2008 17:07

Am Ende alle Kommunisten?

Klemens Schwieters jun. (schwieters-bayern)

Jetzt kam es zur Delle, zugegeben einer steilen, aber schon rufen Sie nach dem Staat und ermahnen zur Einhaltung moralischer Werte.

Gerade Politiker des deutschen Bundestag 2008, der Herr Lammert darf sich angesprochen fühlen, haben hier sich ruhig zu verhalten. Immerhin waren Sie beim kräftigen Zulangen der Diäten Ende 2007 an vorderster Front dabei. Das Finanzgebaren vieler Abgeordneter ist weiterhin "verschwommen", durch möglichst große Stufen, und den kostenlosen 2 Tonnen Limoservice und die kostenlose Zugfahrt lassen wir hier unerwähnt.

Wie heißt es in etwa: Wer im Glashaus sitzt, werfe nicht mit Steinen.
Die Nettolohnsummenverminderung des kleinen Wählers ist auch nicht erst in diesem Quartal bekannt.

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22. März 2008 16:49

Verrecken tun zumeist die "Zivilisten"!

Herold Binsack (Devin08)

Bis auf die „Überschriften“ kann man da eigentlich nichts unterschreiben – alles Bullshit, wie die Amis sagen! Dass ausgerechnet China dem Westen unter die Arme greifen soll, ist nur ein Lächeln wert – ein chinesisches vielleicht. Oder ist es etwa nicht so, dass gerade die Krisen dazu genutzt werden, um die Konkurrenz auszuschalten? Oder leben wir nicht mehr im Kapitalismus? Die „schlimmste Krise seit dem 2. Weltkrieg“ ist damit in den Rang eines Krieges erhoben (Greenspan wusste es schon länger!), eines noch kalten, vielleicht, und die Chinesen haben seit dem Boxeraufstand und den Opiumkriegen wenigstens zwei Rechnungen offen! Und dass die Akzeptanz der Marktwirtschaft auf Null zugeht, wäre da fast die gute Nachricht, wenn man nicht wüsste, dass auch das nur ein taktisches Geheul ist, das den Bürger an den klaren Einsichten hindern soll. Denn natürlich, wenn Gefahr droht, steht die ganze Nation wie ein Mann hinter… ja hinter dieser Marktwirtschaft. Also auch hier wird die Krise in den Rang eines zu bestehenden Krieges gehoben. Vor allem eines sollten uns die großen Kriege aber gelehrt haben: verrecken tun darin zumeist die „Zivilisten“!

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22. März 2008 16:13

"Wirtschaftsweiser"

Paul Schächterle (paulimausi)

Die Bezeichnung "Wirtschaftsweiser" ist -- unabhängig davon, wen sie trifft -- eine höchst unsachliche Bezeichnung.

M.E. handelt es sich dabei um einen angesichts der "Erfolge" der Wirtschaftswissenschaften höchst lächerlich wirkenden Euphemismus.

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