Freizügigkeit für Osteuropäer erst 2011

Deutschland hält die Grenzen dicht

Eigentlich sollte Deutschland seinen Arbeitsmarkt im Jahr 2009 für osteuropäische Arbeitnehmer öffnen. Doch Union und SPD sind sich einig: Der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt muss für zwei weitere Jahre blockiert werden. Gestritten wird dagegen über die Notwendigkeit von Mindestlöhnen in der Zeitarbeitsbranche. Von Sven Astheimer und Kerstin Schwenn

Lesermeinungen zum Beitrag

29. April 2008 17:45

Helena Raifova..

Fatih_Mehmet Uenal (Jerusalem1187)

.. ich finde ihre Argumentation furchtbar schwachsinnig! Eine sogenannte Islamisierung Deutschlands findet nicht statt.In Deutschland findet einen Diskussion über bessere Integration statt. Karl der Grosse hat mit der Arbeitsmarktsituation der BRD nichts zu tun. Die Regierung der BRD hat vollkommen Recht die Grenzen NOCH nicht ganz zu öffnen. Beispiel Italien: Eine halbe Million Rumänen sind eingewandert.Diese werden in Italien immer mehr zu unerwünschten Personen. Beispiel Gross Britanien.Fragen Sie doch mal die Engländer ob diese nicht lieber die Grenzen für abertausende Polen schliessen würden!?Eins dürfen Sie nicht vergessen. Es gibt Untersuchungen über den Wunsch der Bürger der BRD die ehemaligen Ostblockstaaten aufzunehmen.Das Ergebnis viel ähnlich aus wie die Bereitschaft der BRD Bürger die Türkei aufzunehmen.Also gar nicht! Leider haben wir Bürger der BRD keine Möglichkeit gehabt in Volksabstimmungen die Richtung der EU mitzugestalten. Die EU würde heute eine ganz andere sein!!! Ihnen empfehle ich, wenn Sie es mir gestatten, Argumentationen nicht zum Nachteil anderer Vorzubringen. Deutschland unterhält seit Jahrhunderten meist gute Beziehungen zur islamischen Welt!! Wir alle provitieren davon.Lassen Sie uns in RUHE!

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27. April 2008 17:55

An Helena Raifova

Jan Skalski (Skalski)

Es ist traurig , was sie hier schreiben, im Prinzip haben Sie recht. Europa wird immer noch in die bessere und in die schlechtere Hälfte geteilt.
Das ist das großartige Europa für die sich Deutschland so sehr einsetzt. Billig in Osteuropa einkaufen und gleichzeitig die Osteuropäer mit Billiglöhnen ausbeuten.
Für deutsche Waren (heißt deutsche Arbeit) war die Grenze immer offen, für die osteuropäische Arbeit ist die Grenze dagegen geschlossen.
Die Deutschen schauen immer noch nach dem eigenen kleinen Vorteil.

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25. April 2008 16:39

Vertrauensbruch...

Helena RAIFOVA (caeciliae)

Meiner Meinung nach ist ein bisschen unkorrekt und nicht klug, dass Deutschland z.B. die Tscheche blokiert. Es ist mir unverständlich, dass es von den Menschen, die keine Europäern sind, sein wunderschönes Deutschland stören lassen, das Deutschland von ihnen kaputt machen lassen, und die Europäern blockieren.
Europa und seine Kultur bewahrt werden soll...
Ich sehe, höre und empfinde, wie Islamisierung macht Deutschland riesige Probleme. Leibe Deutsche, haben sie nicht Angst? Es beunruhet sie nicht? Sie sind zur Islamisierung, die mit Europa nichts gemeinsam hat, zu viel tolerant. ..und Europäern blokieren.
Die Tschechische Republik stand und steht immer in der Geschichte mit ihnen. Wir sind mehr gewesen, als nur Nachbaren. Es ist bitter, diese Nachricht zu lesen. Es kann bei mir Eindruck erwecken, dass sie Freundschaft mit uns ernst nicht denken. Schade... er möchte uns schon Karl des Großen, Karl IV. vereinigen. Es wäre Schade nächste Gelegenheit verpassen.
Ich fahre nach Deutschland sehr oft. Es ist schwer, diesem Beschluss zu vestehen.
Ich wünsche ihnen schöne Zeit, und bemühe alles zu fassen. Ich liebe schönes Deutschland, sie bleiben die Freunde für mich immer.
Alles Gute...

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25. April 2008 13:17

@dude74eu

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Sie haben vollkommen recht!
Aber der eigentliche Grund warum die polnischen Arbeitskräfte nach GB abwandern ist doch der, dass sie erstens, dank Britischem Mindestlohn, erheblich mehr verdienen als in Deutschland und zweitens auch arbeiten ausführen dürfen die höhere Qualifikationen erfordern als sie für den Ernteeinsatz notwendig sind.

Die jetzt getroffene Entscheidung hilft nur denen, die sich mit Hilfe von Dumpinglöhnen auf kosten der Allgemeinheit die die Geringverdiener durch Aufstockung durchfüttern muss, eine Goldene Nase verdienen.

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25. April 2008 11:31

Im Jahr 2011

Lars Kuntermann (Leserlein)

werden Zeitarbeit, Billigstlöhne unterhalb des Hartz IV-Niveaus und 1-Euro-Jobs weit stärker verbreitet sein als heute.
Auch wird der Anteil der Normalbeschäftigten mit 30%-Lohnabschlägen (z.B. Neueinsteiger bei Grosskonzernen mit "normalem" Beschäftigungsverhältnis) deutlich höher sein.
D.h. im Jahr 2011 wird kaum ein Osteuropäer nach Deutschland kommen wollen. Bevorzugen doch die meisten Osteuropäer seit einiger Zeit Grossbritannien, Irland Skandinavien und die Schweiz - wegen der höheren Löhne.
D.h. auch, dass wir unser demographisches Problem noch verschärfen, da wir ausgebildete Arbeitskräfte gar nicht mehr in ausreichendem Masse bekommen werden. Schon heute kostet der Facharbeitermangel in Deutschland angeblich 7 Milliarden Euro im Jahr.
(Angeblich kann man die hohen Löhne in Deutschland ja nicht zahlen, weil der Deutsche und der eingewanderte Osteuropäer in Deutschland angeblich schlechter arbeiten als der GLEICHE Deutsche oder Osteuropäer im Ausland arbeitet...)

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25. April 2008 10:42

Gerechtigkeit

Bernd Kaiser (wunschtraum2208)

Zwei Punkte zum Thema Gerechtigkeit sind mir in diesem Beitrag ganz besonders aufgefallen. Der eine wäre, dass es absolut ungerecht ist und scheinheilig von der Politik ist, die EU ständig zu vergrößern, aber wenn diese Staaten dann Mitglied sind, sie nicht gleichberechtigt wie andere EU-Staaten zu behandeln. Das ist verlogen. Dann soll man doch so ehrlich sein diesen Ländern mitzuteilen, dass man sie eigentlich gar nicht haben will. Entweder, ich nehme einen Staat in die EU mit allen Konsequenzen auf, das beinhaltet dann eben auch, dass ich Niederlassungsfreiheit in den Mitgliedsstaaten habe und dort arbeiten kann oder ich nehme ihn nicht auf, weil ich das nicht gewährleisten kann oder möchte.
Der andere Punkt ist das Thema Mindestlohn. Die Zeitarbeitsbranche hat einen Mindestlohn bitter notwendig. Da werden in manchen Segmenten Löhne gezahlt, die eine Existenz ohne staatliche Hilfe fast unmöglich machen. Und nur weil die Lobbyisten sich mal wieder im deutschen Lobbystaat nicht einig werden muss der Kleine Mann wieder leiden! Wie so oft eben...

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25. April 2008 09:17

stupide Ignoranz

St. Koch (Pensacola)

Einige überschreiten jede Ironieschwelle wenn sie z.B. vorschlagen, den deutschen Arbeitsmarkt "für gut ausgebildete Arbeitnehmer aus Osteuropa zu öffnen, die mindestens zwei Kinder mitbringen". Haben wir noch nicht genug gut ausgebildete Fachkräfte wegen der Kinderbetreuung zuhause sitzen weil die politischen Vorzeichen auf "Heim und Herd" stehen ? Was bitte sollten die deutschen Arbeitgeber dann plötzlich anders machen wollen als jetzt ? Die Gesprächsverläufe, wenn Frauen die sich irgendwo bewerben sind doch eindeutig: "Haben sie Kinder?" und wenn "ja" - "Wer kümmert sich um das Kind wenn es krank ist? Ach- sie selbst ja (?) - Hm interessant....ja Frau X...also wir melden uns dann bei Ihnen.". Das unterbleibt dann i.d.R. und zeigt: Mit Kleinkind hat kann sich Geld und Zeit für Bewerbungen sparen. Da ist es egal ob die jenige deutsch oder osteuropäisch spricht.

Und was soll das überhaupt heißen "den deutschen Arbeitsmarkt für osteuropäische Arbeitnehmer öffnen" ? Sind die nicht schon da ? Wieviele Prozent der Arbeiter sprechen noch deutsch auf der Durchschnitts-EFH-Baustelle ? Wieviele im Reinigungsgewerbe ? In der Industrie ? Na, geht doch - der deutsche Arbeitsmarkt ist offen - und das alles ganz ohne Politik.

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25. April 2008 08:45

Irrwitz..

Christopher Kern (ChristopherKern)

Auf dem Leidensweg meiner Stiefmutter wurden fünf polnische Pflegekräfte eingesetzt. Nicht alle aufeinmal - sondern nacheinander, zwecks vierteljährlicher Rotation! Alle sehr lieb und zuvorkommend! Frau Merkel: Wie wollen Sie sich mal pflegen lassen?!! Saison der offenen Tür (sofern bezahlbar)? Illegal arbeiten auf diesem Sektor mehr Menschen, als Sie glauben. Dann erinneren Sie sich besser nicht, weil Fakt. Gut und gerne, ein Stundenlohn von min. 10€ muß drinsein, dies konstant. Amerikaner behaupten, GER sei eine Dienstleistungswüste, dem muß mann wohl nichts mehr hinzufügen - außer daß Sie diese noch verlängern. Insignien der Macht, was verdienen Ihre Haushaltshilfen? Oder wechseln Sie auch alle drei Monate die komplette Mannschaft?!!

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25. April 2008 06:28

Freizuegigkeit fuer Osteuropaeer

Hillmar Schneider (dude74eu)

Aehnlich wie in der Schulpolitik, verhindern es die Ideologien der beiden grossen Parteien, dass es in der Immigrationspolitik zu sinnvollen Loesungen kommt. Waehrend die SPD primaer Unterqualifizierte vor dem "Zustrom von Billigarbeitern" schuetzen moechte, blockiert die CDU seit Jahren die Einfuehrung eines Punktesystems zur Immigration von Hochqualifizierten, weil Deutschland kein "Einwanderungsland" sein darf. Waehrend sich die SPD-Position noch mit prinzipiell berechtigten sozialen Argumenten begruenden laesst, entbehrt die CDU-Position jeder rationalen Grundlage, wenn man den zunehmenden Fachkraeftebedarf einer Wissensgesellschaft beruecksichtigt. Aber auch die SPD-Position ist nicht unproblematisch. Die etwa eine Million nach Grossbritannien eingewanderten Polen beginnen derzeit, mit einer gewissen Kapitalausstattung, soliden Englischgrundkenntnissen und einer positiven Einstellung Grossbritannien gegenueber in ihr Heimatland zurueckzukehren, um dort die Wirtschaft aufzubauen. Davon profitiert nicht nur die europaeische Einigung, sondern auch langfristig die englische Wirtschaft. Auch Deutschland haette die Moeglichkeit gehabt, hier zu profitieren. Chance vertan! Fazit: Dogmen muessen fallen. In beiden politischen Lagern.

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24. April 2008 19:54

Arbeitsmarkt für Familien öffnen

Andreas Müller (abumachuf)

Ich schlage vor, den deutschen Arbeitsmarkt für gutausgebildete Arbeitnehmer aus Osteuropa zu öffnen, die mindestens zwei Kinder mitbringen und mit ihren Familien in Deutschland leben.
Ich denke, von diesen würden einige für immer in Deutschland bleiben.

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24. April 2008 19:43

Auch eine Art von Fehlinformation:

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Weiter offen kann ein Land kaum sein, als Deutschland. Hier kann jeder rein - jedenfalls faktisch und es sich richtig gut gehen lassen. Der Phantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt.

Gesetze gibt es viele; Alibipolitik. Was nützt es, wenn sich keiner dran hält und niemend sie kennt - oder kennen will.

Nur die Leistungsgesetze werden tagtäglich eifrig studiert und verbreitet - bis an das andere Ende der Welt. Und dann kann man die Grenzen gar nicht dicht halten. Das ist schlichtweg Unfug.

Mit den Ablenkugsmanövern, Arbeitswillige, die nicht so sehr auf die Leistungsgesetze, sondern auf eigene Arbeitsleistung setzen, dazu noch aus EU-Ländern, zeitweise auszugrenzen, ruft man bildlich gesprochen "haltet den Dieb", um ungehemmt weiter die eigenen Bürger schröpfen zu können.

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24. April 2008 18:19

Das großartige Europa

Jan Skalski (Skalski)

Das ist also das großartige Europa, für die sich Deutschland so sehr einsetzt. Billig in Osteuropa einkaufen und gleichzeitig die Osteuropäer mit ihren Billiglöhnen ausbeuten.

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