28. Juli 2007 Die sieben Prozent Beitragssatz setzen sich nach den Berechnungen Raffelhüschens, die auch von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit initiiert worden sind, so zusammen:
- Allein wegen der demographischen Entwicklung steigt der Beitragssatz auf über vier Prozent, weil immer weniger Beschäftigte, die Sozialversicherungsbeiträge zahlen, für immer mehr pflegebedürftige Menschen aufkommen.
- Die Kosten für die Versorgung Demenzkranker schlagen mit etwa 0,2 Beitragspunkten zu Buche.
- Weil die Kosten auch in der Pflege steigen, müssen die Leistungen der Pflegekassen entsprechend erhöht werden, wenn es nicht zu Leistungskürzungen kommen soll. Rechnet man die Kostensteigerungen ein, ergibt sich ein Pflegesatz von sechs Prozent.
- Weil die Babyboomer nicht so viele Kinder in die Welt gesetzt haben, gibt es vom Jahr 2030 an viel mehr Menschen, die nicht mehr in ihren Familien gepflegt werden. Die Zahl der Pflegebedürftigen, die in ein Pflegeheim müssen, wird also steigen. Rechnet man diesen Heimsog mit ein, steigt der Beitragssatz auf sieben Prozent.
Text: cag, F.A.Z.