"[...] egal was sie (oder ob sie überhaupt
etwas) machen. Jeder Neubürger kurbelt den
Konsum an und schafft durch seine bloße Existenz
automatisch Wohlstand."
Das ist offensichtlicher Unsinn. Denn sonst wären alle bevölkerungsreicheren Länder auch reicher als wir. Ihre Aussagen hören sich an wie diejenigen von Multi-Level-Marketing-Sekten-Organisationen, bei denen man an sich selbst auch noch Geld verdient.
Das ist reine Bauernfängerei: "Leute, gebt einfach Geld aus, der Rest findet sich." Wie bei Finanzbetrügern wird auf die Dummheit und die (Denk-) Faulheit und die Gier der anderen gesetzt. Genauso wie Hr. Glos oder Hr. Prescott wird so getan, als müßte man nur die Steuern senken oder auf andere Weise Geld ausgeben, dann wird man automatisch reich.
Bitte ein paar Seiten weiter die Diskussion
http://www.faz.net/s/Rub6B15D93102534C72B5CF6E7956148562/Doc~EDE89DD1F90F6429FB5F00D4513B26BA4~ATpl~Ecommon~Scontent.html
beachten. Dort wird klar dargelegt, dass wir
möglichst viele Menschen in Deutschland
brauchen, egal was sie (oder ob sie überhaupt
etwas) machen. Jeder Neubürger kurbelt den
Konsum an und schafft durch seine bloße Existenz
automatisch Wohlstand. Bevölkerungswachstum
ist Voraussetzung und Lösung der wirtschaftlichen
Probleme.
Siehe einschlägige FAZ-Artikel: In der Schweiz sind seit vielen Jahre in vielen Jobs deutsche Angestellte die Regel, z.B. bei den Ärzten. Woran liegt das?
Die Deutschen können sich verbessern, wenn sie in die Schweiz gehen. Den Schweizern bieten bestimmte Jobs kein angemessenes Gehalts-Leistungs-Verhältnis mehr.
So wird das auch hier kommen: Den Deutschen bieten bestimmte Berufe nicht mehr genügend Lebenseinkommen, dann nehmen die Studentenzahlen ab (s. insb. Ingenieure und Informatiker).
Folgen:
Unternehmen schreien nach weiterem Zuzug.
Gehälter sinken weiter.
Studentenzahlen sinken weiter.
Wenn die Gehälter sinken, werden auch die Finanzminister aufschreien.
Und ich meine keine nicht fortgebildeten, sondern hochqualifizierte Leute, die nur etwas älter sind und rigoros aus dem Arbeitsleben ausgesteuert wurden und jetzt mit Hartz4 in die Kette: Armut, Elend, Kranheit, Siechtum und Tod getrieben werden, wenn sie nicht geschickt agieren und den Spitzeln der ARGE mit den Schnüffelmaßnahmen wie Kontoeinsicht usw. und Zwangsarbeit 1-Euro-Job oder Zwangsumsiedlung wegen angeblich unangemessener Wohnungsmiete(50 Euro mehr, kann Umzug bedeuten!), entkommen können.
Dies und die Öffnung des Arbeitsmarktes kann eine Verdrängung der einheimischen Fach- und Führungskräfte zur Folge haben, wie es sie noch nie gegeben hat.
Letztlich wird das der Ersatz der einheimischen Bevölkerung und ihrer Kinder durch Migranten sein.
Also ein Verschenken der Existenzgrundlagen unserer Kinder an andere aus Einfältigkeit und Gutgläubibkeit.
Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?
Läßt Du dir die Butter vom Brot nehmen, wird man dir auch bald das Brot selbst nehmen!
Wenn ich sehe wie bei uns Ingenieure frisch von der Schule mit minderwertigen Jobs verheizt werden, dann hat man eher das Gefühl es gäbe zuviele. Jetzt jammern die großen Firmen, aber keiner von denen will ausbilden bzw. was investieren und Leute selber aufbauen. Zuerst werden alle rausgeschmissen und dann sollen von heute auf morgen alle spezialisierten Fachkräfte wieder zur Verfügung stellen, von den absurden Vorstellungen die die Firmen haben ganz abgesehen. Da entscheiden Leute die selber über 50 Jahre alt sind, dass Fachkräfte mit 40 Jahren schon zum alten Eisen gehören. Aber alle bestimmenden Personen in den Geschäftsleitungen sind selber Oldies, scheinbar kann dieser Job nicht so schwer sein wenn er auch von älteren Leuten ausgeübt werden kann, aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema.
Wenn alle arbeitslosen Ingenieure (da man meistens diese bei der Fachkräftemangeldiskussion erwähnt) einstellen würde, dann würde zumindest ein Großteil des angeblichen Problems derzeit zumindest verschwinden. Allerdings gehören zu dieser Ingenieure-Gruppe die älteren Ingenieure, Frauen, die eine Familienpase von mehreren Jahren genommen haben und Ingenieure mit vielfachen Qualifikationen. Jede dieser Gruppen ist für die Industrie ein Problem: die älteren will man nicht, da alle Betriebe möglichst Absolventen mit 2-3 Jahren Erfahrung wollen (die sind noch sehr billig und verstehen schon, was gefordert wird), die Frauen sind schon zu lange raus und die müsste man wieder integrieren, und die vielfach Qualifizierten sind "überqualifiziert" und damit zu teuer. Die Lösung der Probleme: Osteuropäer, die das alles bringen, was man will zu einem Bruchteil des Gehalts. Indessen bleiben die anderen arbeitslos. Das ist aber ja nicht das Problem der Industrie, sondern des Staates. Nur deshalb sollen die Grenzen früher geöffnet werden. Die Interessenlage ist glasklar. Und so etwas fordert eine SPD, die ja auch die 1-Euro-Jobs erfunden hat und sich dann wundert, warum keiner mehr etwas von ihr wissen will.
Der enorme Arbeitskräftemangel (keine Arbeitslose) in den Aubaufjahren, der mit den Gastarbeitern zum Wohlstand geführt hat, ist mit der heutigen Situation (hohe Arbeitslosigkeit bzw. Massenarbeitslosigkeit) nicht zu vergleichen.
Die heutigen Arbeitslosen können-bis auf Ausnahmen- auch hier gewonnen werden, wenn Qualifizierung stattfindet.
Sind denn alle ABM- und Schulungsmaßnahmen bereits in Arbeit und Brot?
Den Arbeitsmarkt völlig zu öffnen, käme einer Kamikaze-Maßnahme für den hiesigen Arbeitsmarkt gleich.
Warum soll man bei Knappheit nicht mit dem Zuzug von Ausländern reagieren? Wenn wir Ausländer nicht zuziehen lassen, dann entstehen in Deutschland nicht so viele Arbeitsplätze wie eigentlich könnten. Diese Arbeitsplätze entstehen dann in anderen Ländern. Das Problem ist, dass dadurch unserem Staat Einnahmen entgehen, und folglich auch Sie und ich darunter leiden - unser Staat hat weniger zu verteilen. Mir ist tausend Mal lieber, wenn bei uns Arbeitsplätze entstehen, als wenn sie im Ausland entstehen. Entstehen sie bei uns, profitiere ich indirekt durch mehr Einnahmen beim Staat, entstehen sie im Ausland, habe ich nichts davon.
Für das Argument, dass nach Zuwanderung zur Befriedigung von Arbeitskräfteknappheit umso mehr Leute arbeitslos werden (mehr als sonst auch, wenn die Jobs im Ausland entstanden sind und hüben wie drüben Abschwung herrscht), habe ich bisher noch nirgends nachgewiesen gesehen. Sie haben dafür sicher aktuelle Forschungsergebnisse als Beleg, oder? Ansonsten bitte ich Sie, sachlich zu bleiben und nicht in ideologisch motivierte Aussagen zu verfallen, für die es keine Begründungen gibt.
Nachdem ich dieser Artikel gelesen habe, habe ich einen Eindruck, dass die Deutsche Politiker in ganz ändere Wirklichkeit leben wie ich. Die Zeiten, wenn Polen haben um die Arbeit in Deutschland geträumt sind schon vorbei. Obwohl gibt es in Polen zwei Millionen Arbeitslosen, in vielen Wirtschaftszweigen haben schon die Arbeitgeber Schwierigkeiten um Arbeiter zu finden. Auf diesen Grund hat sich Polnischen Regierung entschieden den Arbeitsmarkt für die Arbeiter aus Belarus, Russland und Ukraine zu öffnen. Jedoch wegen der Unschlüssigkeit, die Ausländer können nur drei Monate arbeiten. Danach müssen sie eine halbjährige Pause machen. Diese Lösung macht das ganze Programm wirkungslos. Es gibt keine Ströme billiger Arbeiter.
Vergessen Sie bitte über billige Arbeitskräfte aus Osteuropa. Es gibt noch keine. Statt um die Freizugigkeit zu denken, suchen sie anderen Quellen.
Mit freundlichen Grüßen
thousandfaces
Wie Sie ja selbst sagen, haben wir aktuell einen Mangel an Ingenieuren. Und Sie geben die Schuld daran überwiegend der Wirtschaft. Dabei ist für ein Hochschulstudium eigentlich der Staat verantwortlich. Gewiss, die Wirtschaft ist dafür zuständig, einem gewissen Beruf Attraktivität zu geben. Aber im Hochschulbereich ist und bleibt der Staat (genauer: unsere Bundesländer) der Hauptverantwortliche.
Wenn es also an Fachkräften in diesem Bereich fehlt, würde ich die Hauptkritik an den Staat richten. Nicht, dass die Unternehmen unschuldig wären (das sind sie definitiv nicht), aber wenn Sie immer nur auf die bösen Unternehmer zeigen, zeigen Sie meiner Meinung nach am aktuellen Problem vorbei.
Zu Ihrer Information: Der Staat hat in den vergangenen Jahren massiv an der Bildung gespart (kaum ein Land gibt weniger für Bildung aus als D). Bayern bspw. hat die Mittel für Hochschulen um 15% gekürzt. Gleichzeitig hat man den Unternehmen gesagt, dass sie ja nicht zu viel Geld in die Unis stecken sollen - denn die Bildung soll ja unabhängig von wirtschaftlichem Interesse gewährleistet sein.
Der gesellschaftliche Konsens hat versucht, das unternehmerische Engagement an Unis zu reduzieren. Jetzt ernten wir die Früchte davon.
Man kann doch nicht jedesmal wenn in irgendeiner Branche Arbeitskräftemangel herrscht diesen durch weiteren Zuzug von Ausländern lösen! Damit würde man es der Wirtschaft auch zu einfach machen. Zuerst nicht ausbilden und dann später jammern wenn es zuwenig Fachkräfte gibt. In der 60iger Jahren hat Deutschland massenweise ungelernte Arbeitskräfte aus der Türkei nach Deutschland geholt. Die Folge ist, das heute die Arbeitslosigkeit unter den unqualifizierten Deutschen extrem hoch ist, und die unqualifizierten Türken heute oft ebenfalls arbeitslos sind und das Sozialsystem belasten.
Jetzt würde man gerne Ingeneure aus dem Ausland holen. In ein paar Jahren, wenn der Boom nachlässt, werden dann deutsche Ingeneure arbeitslos sein, weil sie keine Stellen mehr finden.
"Die Gehälter von IT-Spezialisten in der Hightech-Branche liegen heute nur knapp über dem branchenübergreifenden Durchschnitt. Wie eine aktuelle Studie von Mercer Human Resource Consulting zeigt, [...] Mit zunehmender Berufs-
erfahrung nehmen die Unterschiede ab. Ab einer Berufserfahrung von 8 bis 10 Jahren sind die Grundgehälter in der Hightech-Branche und in der Gesamtindustrie etwa gleich." (trendemployer, 25.3.07)
Jobs in Zukunftstechnik sind leider nicht zukunftssicher. Im Gegenteil haben viele in den letzten Jahren gelernt, dass die Dynamik bei neuen Techniken sehr hoch ist und die Jobsicherheit damit sehr niedrig. Außerdem haben auch Krethi und Plethi gelernt, dass gerade in den neuen Techniken ständig nur jüngste Mitarbeiter gefragt sind.
Wenn die High-Tech-Studiengänge nicht mehr abwerfen als die normalen, aber ein höheres Risiko aufweisen, werden die Studentenzahlen weiter zurückgehen. Die Absolventen sind nicht so naiv, wie es die Unternehmen gerne hätten.
Die Einfuhr von High-Techies aus anderen Ländern wird zu einem weiteren Verfall der Gehälter und Honorare führen, was wiederum zu geringeren Studentenzahlen führen wird.
Es ist schon richtig, es bringt wenig, jetzt hektisch zu werden. Die Grenzöffnung zu den neuen EU-Staaten wird am eigentlichen Problem, der Verfügbarkeit von hoch qualifiziertem Personal, auch nichts ändern.
Allerdings sollte der aktuelle Mangel allen Betroffenen eine Lehre sein:
Den Betrieben, dass sie sich um qualifizierte Mitarbeiter eben auch im Abschwung kümmern müssen. Dass man nicht einfach 50.000 Ingenieure auf der Straße findet, wenn man gerade Bedarf hat - und sie sonst dort liegen lässt.
Noch mehr aber sollte der Fachkräftemangel den Politikern eine Lehre sein, endlich ein konkurrenzfähiges Ausbildungssystem in Deutschland zu etablieren. Momentan verschwenden wir da Millionen von Talenten, vor allem bei der Unterschicht und Migranten, aber nicht nur. Das Studium von Ingenieur- und Naturwissenschaften sollte viel attraktiver werden. Und außerdem müsste man endlich Methoden gegen den "Schweinezyklus" anwenden - z.B. mehr Promotionsangebote im Abschwung, sodass im Aufschwung neben Dipl-Ing. auch Dr.-Ing. verfügbar...
Nicht zuletzt ist der Mangel ein deutliches Signal an die ganze Gesellschaft, die Attraktivität Deutschlands für Hochqualifizierte - Deutsche wie Ausländer - zu erhöhen.
Wenn ich Herrn Kauder und die Anderen so höre, alles nur wahlkampftaktische Worthülsen und Geplänkel, um ja nicht eine Stimme zu verlieren. Mit der Realität und den Anforderungen in der Wirtschaft hat dies nichts, aber auch gar nichts zu tun. Facharbeiter, die hier arbeiten wollen, finden einen Weg nach Deutschland zu kommen, egal ob Öffnung jetzt oder später. Das Problem von Herrn Weise sind nicht die potenziellen Billig-Lohn-Arbeiter aus den östlichen EU-Mitgliedern, sondern die Unfähigkeit den strukturellen Problemen bei der Arbeitsvermittlung in diesem Sektor zu begegnen. Der viel propagierte wirtschaftliche Aufschwung wird mehr durch diese wahltaktischen Sprüche als durch die vermeintliche Bedrohung durch Billig-Arbeiter gebremst. Jetzt gilt es die Weichen für einen zukunftsfähigen Arbeitsmarkt zu stellen. Bange machen gilt nicht, nützt auch nichts, die Öffnung kommt so oder so. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam eine Strategie für dieses Thema entwickeln und zwar jetzt, nicht 2009/2011. Die ganze Panikmache und Angst vor Wählerabwanderungen zu rechtsradikalen Gruppierungen zeigt die Hilflosigkeit unserer Politik und der Politiker sich den aktuellen Problemen anzunehmen, für mich sind das Volks(verdummer) -vertreter.