Leider geht Frau Göbel - wie viele andere Kommentatoren der FAZ - nicht oder nur ungenau auf die "versicherungsfremden Leistungen" ein. Fakt ist, dass durch den Zuschuss des Bundes nur ein Teil (etwa Zweidrittel) dieser Leistungen gedeckt werden. Den Rest bezahlen die Rentner durch niedrige Renten und die Beitragszahler durch entsprechend höhere Beiträge. Beamte und Selbständige können sich bei diesem Thema entspannt zurücklegen. Jedem der sich für dieses Thema interessiert sei die Web-Seite der Deutschen Rentenversicherung empfohlen /www.deutsche-rentenversicherung.de) dort dann unter Suche "versicherungsfremde Leistungen" eingeben und man kommt nicht mehr aus dem Staunen heraus, für was die Rentenversicherung alles missbraucht wird.
Globales Wissen kann kaum schaden.,,
An der Zweispältigkeit zwischen Renten und Pensionen ist nicht nur der Neidkonflikt in Deutschland demonstrierbar, sondern vor allem der Unterschied zwischen einem nicht funktionierenden und einem funktionierenden Altersversorgungssystem.
Das nach wie vor obrigkeitsstaatlich organisierte System der Altersversorgung ist nicht auf Prosperität ausgerichtet, sondern auf eine möglichst weit ausgeprägte Entmündigung der Bürger. Während die Beamten sich einer quasi privaten, dynamischen und privilegierten Pension erfreuen, die sich von alten preußischen Zeiten her aus einer Überlebensstrategie hin zu einer heutigen Luxusausstattung wandeln konnte, müssen sich alle anderen Bürger auf ein gesetzlich verordnetes, aber nicht auf Nachhaltigkeit geprüftes System verlassen, das sich genau konträr zum Pensionen-System entwickelt, nämlich hin zu einer Überlebensstrategie.
Warum ist das so?
Es liegt daran, daß unsere Staatsverwaltung aus Machtgier den Bürgern jede Eigenverantwortlichkeit verbietet. Das gilt sowohl für die Rente, als auch für die Gesundheit. Sollen doch die Arbeitgeberanteile, die der Staat zum Machterhalt kassiert und verzockt, netto ausgezahlt werden, damit sie damit einer privaten Pflichtversicherung ihrer Wahl beitreten können.
Es ist einfach ein Bruch der Logik: die Einen bekommen die Grundsicherung ohne Vorleistung und die Anderen bekommen das Gleiche infolge einer lebenslangen Einzahlung in die Rentenkasse trotz knappem Einkommen. Und von letzteren, den Geringverdienern, wird es zukünftig offensichtlich immer mehr geben.
Solange dieser Bruch besteht wird er als zutiefst ungerecht empfunden. Einen anderen Ausweg als eine Gleichbehandlung, d.h. Grundsicherung für jeden aus der Staatskasse gibt es doch gar nicht - oder? Die Staatskasse ist die einzige gemeinsame Kasse, in die jeder Bürger entsprechend seinen Kräften seine Steuern einzahlt. Das wäre fair. Welche Alternative gibt es?
Es ist schon komisch. Viele, viele Jahre in die Kasse eingezahlt, und zum Zahltag ist das Geld weg.
Da fängt man mit 14 an zu arbeiten, bis zum 65 ten Lebensjahr sind das ziemlich genau 50 Jahre, und das soll immer noch nicht reichen? Gut, hängen wir noch 2 Jahre dran. Reicht immer noch nicht!
Da stellt sich doch die Frage, was in der Zwischenzeit passiert ist. Und dann fällt einem ein, dass in den vergangenen Jahren viele Menschen eine Rente erhalten haben, die in dieses System nie eingezahlt haben.
Wenn das aus Steuermitteln beglichen wird, halte ich das für korrekt. Nur denke ich, dass ein Interesse daran bestand, hier aus dem großen Topf zu nehmen, "dann fällt es nicht so auf"! Und hinterher läßt sich gut unken...
Das Bundesverfassungsgericht hat bei der Rentenversicherung davon gesprochen, dass es sich um das Geld der Beitragszahler handelt. Davon sind wir schon so weit entfernt, wie vom Mond.
Den Vertrauensverlust in die staatlichen Systeme haben sich die Damen und Herren selbst zuzuschreiben.
Die popeligste Lebensversicherung erwirtschaftet mehr Rendite als die deutsche Lebensversicherung.
Meine Wunsch an Ihre Zeitung: Ein bisschen differenzierter bitte!
Mit freundlichen Grüßen
Ich finde die Argumentation der FAZ, nicht nur in diesem Artikel, einleuchtend. Ich muss zugeben, es liegt daran, dass ich jemand bin, der sich von der "gleichmachenden" Rentenpolitik betrogen fühlen würde.
Trotzdem frage ich mich manchmal, ob große Unterschiede in Zukunft überhaupt noch möglich sind, denn minimale Standards müssen (müssten?) doch für jeden garantiert werden. Die Frage lautet, kann es ein, dass "gerechte Ungleichheit" bei der Rentenzahlung mit einem armseligen Leben eines Teils der Rentnerschaft verbunden wäre?
oder hat jemand ihn schon gesehen?
Es gibt auch keine toten Menschen;es gibt nur gestorbene Menschen.Wenn man gestorben ist,dann ist man nur noch eine Leiche.In Wien kann man eine schoenLeiche sein...
Aber wie kaeme die Literatur ohne das Wort Tod aus? Und was taeten wir ohne das Wort tot ?
Da Rente nur lebende Menschen bekommen,dazu auch ein paar Saetze;
es wird auch in der Zukunft sogenannten einfachen Menschen geben.
Wie sollen sie es bewerkstelligen ihre Rente zu planen und entsprechend
abzusichern ?
Liebe Frau Goebel;sind Sie sicher,dass Sie ihre Rente ganz richtig planen und absicher koennen? Was empfehlen Sie sich selbst fuer diese Aufgabe ?