
Zum vorstehen Beitrag von gerd hodina (hodger). In der Weltgeschichte passierten einige der größten Greul im Schlepptau bester Absichten und tollster Ideen. Das Chaos war sonst nicht zu retten. Aber das mit den besten Absichten passiert im Kleinen ja oft, in allen Parteien und oft beklatscht von der Öffentlichkeit und dem Jounalismus. Z.B. Verlängertes Arbeitslosengeld für Ältere. Natürlich schreiben und sagen alle, dass das nur von einer Minderheit ausgenützt würde. Natürlich wissen alle, wenn sie ehrlich wären und das was nutzen würde, dass das von der Mehrheit älterer Arbeitsloser bis zum Anschlag ausgenutzt wird, das ist denen doch auch gar nicht zu verdenken, wenn sie es a la Rüttgers und mit dem hohen "C" der CDU offeriert bekommen. Z.B. die Hilfen für alleinerziehende Mütter. Gut gemeint, aber damit produziert man immer mehr alleinerziehende Mütter mit zahlungsunfähigen Vätern. Alle wissen, dass das im Kern stimmt, keiner sagt es. Z.B. die Hilfen für Asylbewerber. Gut gemeint, aber damit produziert man auch Wasserleichen im Mittelmeer. Z.B. die nimmer endenden Hilfen für Süchtige etc., damit fördert und verlängert man oft deren Sucht und vermehrt den Empfängerkreis. Z.B. die Hilfen zur zugereiste AIDS-Kranke.........

Es ist an der Zeit für eine (r)evolutionäre Umkehr. Unsere Gesellschaft ist reich, mit am reichsten auf dem Erdball. Also, was hindert uns daran, ein gesellschaftliches Experiment auszuprobieren: Abschaffung aller sonstigen Steuern und Subventionen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Staatsbürger. Finanzierung durch eine 50%-Mehrwehrtsteuer. Abschaffung aller Finanzbürokratie im Steuerwesen, Abschaffung aller Sozial-Verteilungsbrürokratie und Ämter einschließlich der Arbeitsverwaltung. Reduzierung der Bundesländer auf maximal 12, Halbierung der Abgeordneten im Bundestag und den Landtagen. Stärkung der direkten Demokratie durch Volksentscheide und Abstimmungen im Internet. Abschaffung der EU-Bürokratie, von Subventionen an grosse Unternehmen und Konzerne und die Landwirtschaft. Und so weiter und so fort. Wir hätten dann relativ schnell ein Innovationsparadies, einen Staat der Selbstverantwortung und eine Gesellschaft, in der es keine Diskussion mehr über "Mitte"-"Oben und Unten"-Prekariat und Manager usw. geben würde. ABER: Wir haben Angst vor Veränderungen. Also: Lassen wir das Steuer los und schauen dem Eisberg ins Gesicht.

Mich verunsichert die statistisch/volkswirtschaftliche Natur der Diskussion: ein Leser meinte treffend, wenn wir alle doppelt soviel verdienen, haben wir immer noch genausoviel Arme. Waerend des Studiums waren die meisten von uns wahrscheinlich (technisch gerechnet) "arm" , fuehlten sich aber ganz anders, und manch einer, der in einem Auto zur Arbeit fährt, das teurer ist als das ganze Studium, will trotzdem diese Zeit nicht missen. Umgekehrt kenne ich mehr als einen Fall, in dem trotz "Besserverdienerstatus" das tatsaechliche zur Verfuegung stehende "Geld in der Hand" zum Rechnen zwingt, wenn Lebensmittel gekauft werden (zB nach Scheidungen, Fehlinvestitionen etc) Wenn wir den beliebten GINI index betrachten, dann hat Deutschland ca 28%, Schweden 25 %, die Schweiz (mit ca 2.5% Arbeitlosen) bereits 33%. Dh die Schweiz hat (statistisch) deutlich mehr Ungleichheit als die Deutschen, aber bei weitem nicht die Debatte, die wir hier haben.(Quelle: Development Data Group, The World Bank. 2007. 2007 World Development Indicators Online) In Frankreich hat wurde eine Arbeitsgruppe (J Stieglitz, Armatyia Sen) beauftragt, neue Beschreibungen zu entwickeln. Die Deutschen sollten sich anschliessen.

Zum Diskussionsbeitrag von Matthias Rüttgen (MRuettgen)19. Mai 2008 20:15: „Die soziale Mobilität kann man durch Bildung längst nicht mehr erhöhen. Die einzige Chance wäre eine wirkliche Leistungsorientierung. Wenn man Einkommen in Abhängigkeit vom persönlichen Risiko und von dem persönlichen Einsatz bekäme, dann wäre Veränderung möglich. Heute zählt aber Herkunft.“ Man kann über Generationen betrachtet, durch Bildung schon einen langsamen Aufstieg schaffen, aber im Grunde genommen, haben Sie leider recht, geht es zu langsam. Wenn Amerika das Land der Unbegrenzten Möglichkeiten (durch Leistung) ist, dann ist Deutschland – um bei der Übertreibung zu bleiben - immer noch die kaiserliche Standesgesellschaft, wo der ererbte Besitz mehr zählt als die Leistung, einmal Gutsherr immer Gutsherren, vice versa. Sozialhilfekarrieren vererben sich wie Gutsbesitzerkarrieren. Die Oberschicht hütet das „Oben“ für ihre „Jungen“ eifersüchtig und trickreich gegenüber den gleichbegabten „Jungen“ der „Unterschicht“ (siehe Schulen hier und in Skandinavien). Ein Land wird nur dann gut im Wettberwerb mit anderen Ländern bleiben, wenn es die Leistung konsequent fördert und vieles aus der nächsten Generation herausholt und das Beamtendenken abschafft.

@Witte: Sie haben die Sache auch aus meiner Sicht richtig erkannt, nur das mit Amerika ist ein wenig euphorisch. Mag ja sein, dass die Durchlässigkeit von unten nach oben grundsätzlich möglich ist, aber die „200 Superreichen“ sind dies zum Teil seit vielen Jahrhunderten. Außerdem gibt es diese Möglichkeit auch nur, wenn man die Spielregeln beachtet, und die sind gnadenlos. Jemand der es von unten nach oben schaffen will, muss emphatisch betrachtet eine „Wildsau“ sein, während der reiche Sprössling sich die Kultur des „Hausschweins“ leisten kann. Dies wiederum passt natürlich zum Wildwestkapitalismus dort. Schwer zu sagen, was erträglicher ist, will heißen: kulturausgleichender. Die Frage ist nämlich, geht es wirklich darum im System den Aufstieg zu ermöglichen, wo doch das System als solches historisch auf dem Abstieg ist, zumindest sehe ich das so! Die Klassengesellschaft in Deutschland ist natürlich konservativer, da auch älter, und von noch älteren Gesellschaften geprägt, aber, es gibt hier Strukturen (es gab sie!), die eben aus dem Klassenkampf heraus entwachsen waren und die Chance zu einer Änderung der ganzen Gesellschaft in sich trugen. Nun ja, das wäre jetzt ein neues Thema.

Man muss nämlich nur deren Bildungslaufbahn mit der ihrer Brüder vergleichen. (also unter 100% gleichen Herkunfts- und Umweltbedingungen) Im Durchschnitt (!) sind diese Mädchen nämlich, wo die Eltern sie fördern, sehr ehrgeizig und haben höhere Schul- und Studienabschlüsse. Im Studium wählen sie überdurchschnittlich oft "harte" Fächer wie Ingenieurswissenschaften und im Beruf machen sie schnell Karriere. Netzwerke wie XING sind voll von ihnen. Es ist also nicht so, dass es in Deutschland keine Bildungschancen gäbe. (ohne zu bestreiten, dass vieles noch verbessert werden könnte)

Was sagt dieser Armutsbericht in seiner Limitation? Was die Zahlen allein betrifft, so sagen diese nur recht wenig ohne ergänzende Betrachtungen. In der Diskussion hat sich bisher ein Schwerpunkt gebildet, der sich um Sinn und Unsinn von Umverteilung von Steuergeldern durch den Staat dreht. Da allein jedoch schon die Erhebung der Steuersummen, die jeder einzelne dem Staat entrichten muß, in Deutschland von Absurdität und Ungerechtigkeit geprägt ist, ist schon dort der wichtigste Ansatz zu einer Änderung der Situation zu suchen. Wir haben viel Staat, das heißt der Staat nimmt viel von den Steuerzahlern. Wir haben auch wenig Staat, d. h. er leistet wenig, trotz oder wegen riesigem Verwaltungsapparat. Wäre der Staat ein Angestellter, würde er bald entlassen werden. Auf der Ausgabenseite (Subventionspannen, Unterstützung für China, "Reparaturen" für eigene Fehler aus der Vergangenheit, uswusw.) sieht es nicht viel besser aus. Armut existiert, auch in der Kommunikation zwischen den Lagern. Wer allerdings glaubt, daß Konzerne, Lobbies oder auch einzelne Gierige irgendwann einsehen werden, daß sie so nicht weitermachen sollten, ist auf dem Holzweg und dort ist der Staat eben gefordert.

Wo gibt es denn in Deutschland eine Kultur des Aufstiegs? Nirgendwo auf der Welt - so sagen es z. B. die PISA-Studie und der Bericht des UN-Bildungsbeauftragen - ist der schulische Erfolg und damit auch die frühen Weichenstellungen im Leben in Bezug auf Bildung so abhängig vom Vermögen und dem sozialen Status der Eltern. Oder kann sich jemand vorstellen, dass ein Kind, geboren aus einer Verbindung zwischen einer Deutschen und einem ausländischen Gaststudenten, von der alleinerziehenden Mutter großgezogen, klug, begabt, dass ein solches Kind einmal Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wird? Man kann über die USA sagen, was man will, aber Senator Barack Obama hat eine solche Lebensgeschichte. In Deutschland dagegen zielt man auf eine Klassengesellschaft ab. Schuster, bleib bei deinen Leisten, so ist das Motto in Deutschland. Die Reichen und Mächtigen schotten sich ab. Es soll die da oben und die da unten geben. Noch ein Beispiel: Man möge sich doch nur einmal die Biographien der Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne ansehen. Gibt es da mehr als einen, der aus einem Arbeiterhaushalt kommt? In Deutschland gilt: reich = klug, arm = dumm. Wo soll es da eine Kultur des Aufstiegs geben?

Was momentan läuft, ist meines Erachtens eine sich verstärkende Abwärtsspirale. Durch erhebliche Personalreduzierungen, häufig von Großunternehmen, wird seit Jahren ein volkswirtschaftlicher Flurschaden angerichtet, der eben die Mittelschicht - bisher regelmäßig hochgestufte Angestellte- systematisch vernichtet. Umverteilung macht - in Maßen - Sinn, solange wir uns das durch die derzeit noch Besserverdienenden leisten können, um schwere Arbeitskämpfe zu verhindern. Neues Denken fände ich insofern interessant, daß zum Beispiel Verzicht auf Einkommen Gewinn an Lebensqualität bedeuten kann. Will sagen: warum nicht z.B. einen Platz im Controlling durch 2 Teilen (Job-sharing). So haben beide mehr Zeit zum Leben, allerdings bei weniger Geld. Und hin zu weniger Entertainment und mehr echtes Leben (Gespräche, Kinder aufwachsen sehen statt wegorganisieren etc.). Letzteres gilt natürlich nicht für die jetzt schon "Armen". Die müssen das sowieso. Macht aber einen Unterschied, ob man muß oder man entschleunigen will. Wohl dem, der die Chance sehen kann, die darin liegt.

Auch wenn die Wirtschaft mancher sog. Schwellenländer unter dem Einfluss des transnationalen Kapitals zu wachsen scheint, verarmen die Massen in den Länder Asien, Afrikas und Lateinamerikas (3.Welt) nach wie vor und verstärkt und dies absolut. Die Verarmung unseres sog. Mittelstandes (ein schwammiger Begriff) ist demgegenüber relativ. Es findet ein internationaler Klassen- und Konkurrenzkampf statt, der gewährleistet, dass die 3. Welt der Verlierer bleibt. Selbst ein mittelständisches Unternehmen im Westen kann da, auch dank der starken Währung, im Einkauf bestens konkurrieren. Nur ein Beispiel: Wenn der Reis hier um 50 % teurer geworden ist, ist er weltweit dies um 100 % und in manchen Ländern um 300 %. Aber auch hier findet eine Verarmung und vor allem Prekarisierung nicht einfach im Mittelstand statt, sondern vor allem in den unteren Schichten des Proletariats. Diese Klasse verarmt (gemessen an unseren Verhältnissen) auch absolut. Und doch gibt es auch dort weiterhin einen gigantischen Unterschied zur Lage der arbeitenden Klassen in der 3. Welt. Der „proletarische Mittelstand“ (die Arbeiteraristokratie) scheint aber zu verschwinden, was die bürgerliche Macht hierzulande nicht gerade stabilisieren wird.

Da dürfte kein Unterschied in der Moral sein. Reich hinterzieht anders als Arm. Man genehmigt sich/Familie ein Gehalt von der eigenen Firma, jongliert mit Auslandsumsätzen, hat mehrere Firmen, von denen die, die die Arbeiter und Angestellten beschäftigt, immer klamm ist, Spesen, Reisen, Auto, uws. usw. "Arm" bezieht Leistungen, geht schwarz arbeiten, verheimlicht anderweitige Einkünfte, drückt sich geschickt vor Zahlungen, versäuft, verkonsumiert oder verspielt das Kindergeld und schickt die Kinder zur „Tafel“. Es gibt sogar Reiche, die sich so arm rechnen, dass sie Sozialleistungen beziehen. Es gibt natürlich auch Reiche, die korrekt Steuern bezahlen und Arme, die wirklich bedürftig sind. Aber viele haben die neue Bauernregel, viel Jammern bringt viel Zuschüsse, auch wenn man sie gar nicht bräuchte, verinnerlicht. Ursache ist der Fehlglaube, alles irgendwie regeln zu können und dass alle Menschen im Grunde ehrlich sind. Wer soll denn so allwissend sein, dass er alles richtig regeln kann, das kann man/Verwaltung/Justiz nicht. Der Staat wird nur dann gut funktionieren, wenn er einfache Regeln hat und die streng durchgesetzt werden. Dann ist auch wieder gegenseitiges Vertrauen da. Alles andere sind Illusionen.

Da hier immer noch Menschen behaupten, es gäbe keine Armut in Deutschland, lade ich all diese mal zu uns nach Berlin ein. Und wir machen eine "Stadtrundfahrt" der anderen Art z.B. zu den div. Suppenküchen (werden von Jahr zu Jahr mehr) , den Ausgabestellen der "Tafeln" (werden auch immer mehr) und zur "Arche" nach Hellersdorf (Günter Jauch unterstützt übrigens einen Ableger der "Arche" in Potsdam) ... vielleicht gehen sie dann danach mit anderen Augen durch dieses Land !? P.S. statt Berlin, kann es auch München, Hamburg, Leipzig, Dresden, Stuttgart, Bremen usw. sein !

Der Sozialstaat wirkt- mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen! Damit ist auch seine Notwendigkeit bewiesen. Was die schrumpfende Mittelschicht betrifft: Ich gehe davon aus, dass sich dieses Phänomen in praktisch allen frühindustrialisierten Nationen fortsetzen wird- schliesslich leben wir in einem Zeitalter, in dem sich das ökonomische Schwergewicht nach Asien verlagert- verschiedene Exponenten aus Wirtschaft und Politik haben bereits in den Neunzigerjahren keinen Hehl daraus gemacht, dass dabei voraussichtlich die Mittelschicht unter Druck geraten wird. In der Folge steigt natürlich auch die Zahl der sozial Benachteiligten oder der sog. "Abgehängten" an, das sollte eigentlich langsam wirklich niemanden mehr erstaunen. "Verbesserungen werden in der Regel um den Preis sozialer Umschichtungen erkauft", hat dazu schon der ungarische Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftstheoretiker Karl Polanyi (The Great Transformation) bemerkt- eine insgesamt bedrohliche Entwicklung also, die sich aber leider kaum mehr vermeiden lässt. Eine der wichtigsten Fragen der Zukunft muss deshalb lauten WIE man im Westen in Zukunft mit diesem Wandel (sozialpolitisch) umgehen will.

Umverteilung ist typisch fuer die Linken. Die Deutschen muessen lernen sich am eigenen Schopf aus dem " Sumpf " zu ziehen. Dazu gehoert : Gute Ausbildung ( hier haben Staat und Wirtschaft in der Vergangenheit schlimm gesuendigt ), Staatliche Hilfe an Kinder und Familien mit Kindern ( mehr und besser qualifizierte Lehrer, Kita - Plaetze etc. ) Arbeitsplaetze und Motivation sie anzunehmen, Mentalitaetsaenderung bei Sozialleistungsempfaengern von Generation zu Generation, Beendigung von Neiddiskussionen und Weckung von Begehrlichkeiten durch Gewerkschaften und Politik. Freundliche Gruesse an alle die es angeht.

Die Menschen verstehen die Ursache der Misere noch nicht. Hauptursache für Armut ist und bleibt die Massenarbeitslosigkeit. Wer arbeitslos wird und keinen neuen Job findet, weil die sozialistischen Regierungsparteien durch horrende Steuern, Lohnnebenkosten und abstruse Bürokratie alle Unternehmen aus dem Land oder in die Pleite getrieben haben, ist arm und wird arm bleiben. Ein Vermögenspolster konnte er ja nicht aufbauen, von dem bißchen Nettogehalt, das man ihm gelassen hat. Demnächst werden Inflation und Abgeltungssteuer ihm völlig den garaus machen. Die sogenannte Wirtschaftsförderung ist auch völlig überflüssig: Wer tatsächlich die Wirtschaft fördern wollte, würde die Unternehmenssteuern senken. Der Staat ist ein Blutsauger, der seine Opfer auch noch überzeugt hat, jeder Euro, den sie verdienen, gehöre eigentlich ihm, und jeder Euro, den sie behalten dürfen, sei noch ein Geschenk. All das wird durch sinnlose Schlagworte wie »soziale Gerechtigkeit« versüßt, die nur vernebeln sollen, daß all die Billionen, die der Staat einkassiert, um sie für den Sozialstaat auszugeben, nicht Armut vermeiden, sondern gerade erst verursachen. Solange das niemand begreift, wird es immer weiter bergab gehen. 1-2% »Wachstum« ändern daran nichts.

..funktioniert in Deutschland nicht. Das Problem sind nicht zu wenig Mittel, sondern die ungerechte Verteilung. Sozial- und Asylbetrüger leben blendend von den Transferleistungen - übrigens unsere Steuergelder - und kennen jedes Schlupfloch. Alleinerziehende Mütter und andere, die das Geld wirklich brauchen und es auch verdient hätten sind oft zu bescheiden, ängstlich oder überfordert, um ihr Recht einzufordern. Der Rest versickert in einem unglaublichen Verwaltungsapparat, der sich immer weiter aufbläht. Wenn nicht Strukturen geschaffen werden die konsequent zur Arbeit zwingen, Missbrauch streng bestrafen und effektive Kontrolle ausüben, wird sich das Problem weiter verschlimmern. Des weiteren hat in Deutschland immer noch jeder die gleichen Chancen, auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird. Das Beste Beispiel sind die vielen hochqualifizierten jungen Damen mit Migrationshintergrund. Rumsitzen, jammern, die Hand aufhalten, Verantwortung abwälzen, fordern, - das hat noch nie funktioniert, "früher" erst recht nicht. Wer etwas will, muss etwas dafür tun. Die Vorraussetzungen hat der Staat geschaffen, der Rest steht jedem frei. Dann aber bitte auch die Konsequenzen tragen und nicht die fleißigen Zwangsmelken.

Zum Diskussionsbeitrag von Günther Schulz (ggschulz) vom 19. Mai 2008 17:39: Zitat „Wie sagt Churchill: Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“ Da ich selber amtlicher Statistiker bin, ärgere ich mich über sehr über diese fortgesetzte Verleumdung seit Jahren. Dieser Spruch stammt nicht von Churchill sondern von der Goebbels’schen Gegenpropaganda, siehe http://www.zeit.de/2002/18/200218_stimmts_churchill.xml . Wenn die deutschen Bildungsschichten schon einmal verstanden hätten, Statistiken zu lesen, hätten sie 2 Weltkriege vermieden, aber sie machen und beurteilen ja Politik lieber aus dem hohlen Bauch heraus. Ein Politiker oder Journalist, der keine Statistiken lesen kann, ist wie ein Arzt, der keine Diagnosen stellen kann, statt dessen nur nach Hörensagen herumdoktert. Zum Diskussionsbeitrag von Christian Edom (cedom) 19. Mai 2008 19:23 Die Finanzämter nahmen 2003 insgsamt 480 Mrd.€ an Steuern ein. Davon 167,5 Mrd.€ Lohnsteuer und 4,6 Mrd. an veranlagter Einkommensteuer (=172 Mrd.€) = 36% der Steuereinnahmen waren 2003 Lohn- oder Einkommenssteuern.

Zitat: „Zehn Prozent der Steuerzahler tragen mehr als die Hälfte des Aufkommens der Einkommensteuer.“ Formal richtig. Aber diese 10% (2,7 Mio. Einkommenssteuerpflichtige) fangen bei einer Summe der Einkünfte ab 65842 Euro an. So wie Sie und viele Politiker dieses Argument gebrauchen, kann der unbedarfte Leser meinen, „die Reichen zahlen 50% aller Steuern“. Die Reichen wissen schon, wie Sie steuerliche Verluste machen und wenig Steuern zahlen, deshalb wissen wir gar nicht, wieviel Steuern die wirklich Reichen zahlen, denn Reichtum deckt sich nicht mit der „Summe der jährlichen für die Steuer deklarierten Einkünfte“. Wir können seriöserweise nur sagen, dass die „Steuerpflichtigen mit mehr als 65842 € deklarierter Einkünfte im Jahr 2003 insgesamt 33% aller deklarierten Einkünfte (935 Mrd.€) erzielt haben und davon 50% der gesamten Einkommenssteuern 2003 (173 Mrd.€)gezahlt haben. Das ist etwas ganz anderes, als was die „Reichen“ gezahlt haben oder zu zahlen gehabt hätten. Auch wenn ein Bundesminister im Kanzleramt so ähnlich argumentiert, wird das nicht seriöser, nur peinlicher. Quelle: Fachserie 14, Reihe 7.1.1 des Statistischen Bundesamtes Seite 7.

Zum Artikel von Holger Steltzner: Zitat: „Es gibt auch keine Steuerschlupflöcher mehr.“ Ein ehemaliger CDU-Schatzmeister (Walter Leisler-Kiep) hat sich einmal dafür geschämt, dass in seinem wohlhabenden Heimat-Finanzamtsbezirk (im Taunus) das Finanzamt eine negative Einkommenssteuerseite hat. Die offensichtlich Wohlhabenden also so viel „Verluste“ deklarieren können, dass sie noch was von den Steuereinnahmen der Mittel- und Unterschicht zu Deckung ihre „Abschreibeobjekte“ bekommen. Nun, wenn das heute nicht mehr ist, schön das die Journalisten das glauben. Glaube ich aber nicht. Sie können doch heute über die Grenzen Finanzströme so fließen lassen, dass die „Gewinne“ in den passenden Ländern bei den passenden Firmen entstehen. Das ist etwas weltfremd, Herr Steltzner.

.... kritisieren die Politik der grossen Koalition. Diese wird von Frau Merkel (CDU)geführt. Merkwürdig ist nur, dass sie viel über die SPD, den Sozialismus und dessen Leid philosophieren. Da kommen immer noch die bekannten Stereotypen. Schröder, der diese Leute während der Rot/Grünen Ära steuerlich enorm entlastet hat, mäkeln weiter über die SPD, die selbst von der CSU links überholt wird. Keiner will mehr geben. Die Unternehmer nicht, die Subventitonen in Form von Kombilohn, 1 Euro-Jobs, Niedriglohn, Zeitarbeit, aber gerne einstreichen. Die Arbeitnehmer nicht mehr, die nicht mehr einsehen, für einen Hungerlohn das Ferienhaus und das Boot des Chefs mit zu finanzieren und zu Hause bleiben. Ja selbst die Ärzte, sicher keine armen Leute, drohen mit Arbeitsverweigerung, wenn die Krankenkassen nicht mehr zahlen. Jeder sollte mal nachdenken, was er zu dieser unheilvollen Entwicklung in diesem Land beigetragen hat. Das schlimmste Verbrechen war und ist, dass die ach so klugen Leute, aus Kalkül, über einem Drittel der deutschen Kinder eine vernünftige Schulausbildung verweigert haben. Dieselben Leute, die heute über unqualifizierte Jugendliche jammern, haben es verursacht.

Ein JEDER werde sich der Wirkung seines Tuns bewußt und handle danach, umsichtig und verantwortungsvoll, treffe seine persönliche Entscheidung zugunsten von Haben oder Sein, Passivität oder Kreativität, Konsum oder Produktivität, Größenwahn oder Bescheidenheit, Arroganz oder Demut, China oder Tibet! Der Zustand einer Gesellschaft bildet sich aus der Summe dieser Entscheidungen. Solange bei uns JEDER ein dickes Auto fahren will, keiner (mehr) jammert weil dabei die Umwelt vor die Hunde geht, sondern weil der Sprit so teuer ist, erübrigt sich jede Diskussion zum Thema Gerechtigkeit ! Diesen Fragen will sich doch auber auch gar niemand mehr ernsthaft stellen, weshalb ja auch seit Jahren die geisteswissenschaftlichen Disziplinen zugunsten der technischen massiv runter gefahren werden ! Im Übrigen ist Wirtschaft, zumindest golbal betrachtet und unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren wie z.B. der Ökologie selbstverständlich ein Nullsummenspiel ! Wohlstand ist zweifelsfrei relativ, objektiv aber IMMER Ausbeutung von Ressourcen und somit faktisch begrenzt ! Laßt uns doch mal darüber reden welcher Standard vor diesem Hintergrund für 6 Mrd. Menschen nachhaltig ist ! Schönen "Urlaub" !!

Es gab früher einmal eine Zeit, da gab es arme Menschen. Die hatten nicht genug zu essen, konnten sich keinen Arzt leisten, und mussten im Winter frieren. Ich seh die nicht mehr. Ich seh nur solche, die behaupten, sie seien arm, weil es für den Urlaub nicht reicht, oder für das Auto, oder den Zweitfernseher selbstverständlich mit Dolby1.7. Und ich seh Menschen, die "kümmern sich mitleidsvoll" um diese, geben ihnen "Dies und Das", ohne, dass diese sich sonderlich anstrengen ( ausser beim Lamentieren) ,auf dass es den "Armen" besser gehe. Ich seh Menschen, die gehn zur Schule - manchmal auch nicht - und hoffen, dass der Heilige Geist sie küsst bzw. der Lehrer sie schlau macht. Und ich seh Menschen, die "reissen sich in der Schule und bei der Arbeit den Arsch auf", bezahlen all die "Fürsorge" und werden zum Dank mit dem Schimpfwort "reich" belohnt.

Ich möchte mit einem Zitat aus der NZZ - wenn es erlaubt ist - kommentieren: "Folgt man den Klagen ... so wäre die Gesellschaft in tiefe Armut gestürzt. Dabei zeigen die veralteten Zahlen des Berichts, die noch nicht einmal den jüngsten Wirtschaftsaufschwung reflektieren, dass die Armutsquoten in Deutschland unter dem Durchschnitt der EU liegen. Der sehr ausgiebig umverteilende Sozialstaat verhindert verbreitete Armut vergleichsweise wirksam. Die politische Debatte, die letztendlich auf die in eineinhalb Jahren abzuhaltende Bundestagswahl ausgerichtet ist, schwadert ziel- und nutzlos vor sich hin". Dem ist nichts hinzuzufügen!

Mische Fragen der Einkommenserzielung mit denen der Verteilung, wirf dazu noch Vermögen mit Einkommen in einen Topf und reichere dieses mit populistisch-politischen Werturteilen und Definitionen an... dann kannst Du alles begründen, was du willst! Eines ist aber doch klar: Am Beginn aller monetären Diskussionen und vor allem des politischen Handelns muss das Potenzial zur Einkommenserzielung stehen. Schon die Bibel sagt sinngemäß: Wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, dem wird (noch der Rest) genommen. Das ist nicht Ausdruck von Ungerechtigkeit, sondern Naturgesetz und auch ökonomische Weisheit: Bildung und Ausbildung, Wachstum, Freiheit des Handel(n)s, Freude an der Vermehrung, faire und klare Spielregeln des Wirtschaftens, Disziplin und Motivation bringen uns weiter, nicht irgendwelche Rechenspielchen.

in den Leserkommentaren zu diesem Beitrag kann man eine Bessere Analyse des Themas finden, als alle öffentlichen Äußerungen der Politiker aller Parteien des vergangenen Jahres zusammengenommen. Wer nachhaltig im Lande was verbessern will, muß die strukturelle Neuverschuldung, also das parasitäre Verhalten der Gesellschaft an erster Stelle beseitigen. Ist schon interessant, wie schnell Politiker mit den Schwimmbewegungen aufhören, sobald die Nase wieder aus dem Wasser ragt, angesichts der vorübergehenden Besserung der Wirtschaft. Dieses Verhalten sagt aber viel aus, über den Menschenschlag Politiker: keine Grundsätze, keine Visionen, keine Ziele sondern Sklaven der Politologen, Stimmungen und Meinungsforscher. Hierin liegt die Unglaubwürdigkeit der Politiker und die Wurzel der Politikverdrossenheit. Der Umverteilungsstaat hat in erster Linie die Trägheit gewisser Kreise gefördert. Dort ist es kein Anliegen mehr, daß aus den Kindern was wird, Lehrer werden nicht mehr durchs Elternhaus unterstützt, statt sich mit den Kinder abzugeben stellt man sie vorm Fernseher ruhig. Man stellt Ansprüche an eine mögliche Arbeitsstelle, die unerfüllbar sind. Hilfe zur Selbsthilfe sollte nicht nur in der Entwicklungshilfe das Prinzip sein.

Mit steigender Qualifikation und Ausbildung ändert sich auch die Arbeits- und Lohnstruktur in einem Land? Die Krankenschwester, der Bauarbeiter, Lkw-Fahrer oder Kommissionierer mit vier Fremdsprachen und Philosophiestudium wird seiner Ausbildung wegen selbstverständlich besser bezahlt? Phantastisch! Gerade die gesellschaftlich notwendige Arbeit wird doch häufig so schlecht bezahlt, dass Transferleistungen seitens des Staates notwendig werden. . ... und wer mit einem knallroten Bonbon im Kreis rumfährt, bekommt wegen seiner einzigartigen Fähigkeiten bis zu 70.000.000 Euro im Jahr zugesteckt! Das ist kein Problem der Ausbildung, sondern der Verteilungs- und Machtstrukuren in Verbindung mit der gesellschaftlichen Wertschätzung der Arbeit. Oder ist es ein Zeichen mangelnden Bildungsniveaus, wenn jemand sich bereit erklärt für 5,- Euro brutto die Stunde zu arbeiten ... und wehe er macht es nicht! Dann ist er ein Sozialschmarotzer, der der wahrhaft Schuldige am Niedergang des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist. So, oder so ist er Dumme ... und das per se rechtfertigt den Status der Armut! Was für ein Glück, dass wir noch so viel Intelligenz im Land haben, die ihre geistigen Ergüsse in Form solcher Artikel zum Besten geben kann.

Ja was denkt man in unserem Land? Wenn die Damen und Herren der Linken 68er den Sozialismus durch die Hintertür eingeführt haben, werden die heutigen Armen von der guten alten Zeit nur noch träumen können. Denn sagen werden sie es nicht dürfen.

Prankenhiebe nach allen Seiten. Die Bruttolöhne sinken seit Jahren. Trotz zusätzlichen Hartz-IV- Leistungen leben Familien am Rande der Existenz. Die Mitte zahlt und wird ärmer. Wußten wir alles seit Jahren, haben wir schon seit Jahrzehnten vor gewarnt. Wollte aber keiner der Herrschenden hören. Was bietet der Löwe an. Mehr Arbeit. Bessere Bildung. Diese Forderungen kennen wir auch schon. Passiert aber nichts. Armutslöhne und Studiengebühren führen nicht zu dem gewünschten Aufschwung. Wo also ist die "neue" Kultur des Aufschwungs zu sehen ? Ausser Gebrüll nichts gewesen.

Diese Statisitik ist darauf angelegt, das scheinbare Problem Armut zu erhalten, da sie keine Aussage über Armut (= die finanziellen Mittel für die täglichen Bedürfnisse des Lebens nicht zu haben) sondern über die Einkommensverteilung darstellt. Sie dient nicht der Armutsbekämpfung, da alle Maßnahmen statistisch wirkungslos verpuffen, sondern dem Ziel eines Traums sozialistischer Gleichheit. Beispiele: 1. Die Einziehung aller Einkommen und Vermögen und die Auszahlung von 100 € pro Kopf und Monat würden die statistische Armut beseitigen, gleichwohl alle den Kitt aus den Fenstern fressen. 2. Wenn Bill Gates Deutscher werden würde, und seine erste Steuererklärung macht, hätten wir auf den Schalg 100000 statistische Arme mehr. Objektiv betrachtet wäre das Gegenteil der Fall, angesichts der Dienstleistungsnachfrage des Mannes. Die Anwendung untauglicher Mathematik ist Ausdruck der mangelnden Analysefähigkeit und mangelndem Interesses die Probleme wirklich zu verstehen und nachhaltig zu verändern. Zur Zeit der Schröderregierung wurden gute Debatten über die Zukunftsfähigkeit des Landes geführt. Seither hat ein intelektueller Niedergang der öffentlichen Diskussion zu einem Wettbewerb im Auffinden von Ungerechtigkeiten stattgefunden.

Der Beitrag spricht zwei Aspekte gar nicht an: 1. Zu den z.T. völlig veränderten Familienstrukturen, der Zahl der Alleinerziehenden sei angemekrt: Für zwei oder mehrere "Teilfamilien" hätte auch früher ein normales Einkommen nicht gereicht. 2. Zu uns kamen und kommen jedes Jahr hunderttausende Zuwanderer mit Großfamilien aus bildungsfernsten Schichten. Die Schule für Defizite bei den Schülern verantwortlich zu machen, ist grotesk. Die Schulen sehen sich einer immer größeren Zahl von Problemschülern, Schulverweigerern und Defiziten gegenüber: Extensivem Medien- und Alkoholkonsum, Erziehungsdefiziten, falschen politischen Vorgaben. Ohne ein Minimum an Anstrengung, Selbstdisziplin und sozialem Verhalten geht es aber nicht. Das muss Politik endlich von den Jugendlichen einfordern! Viele empfinden morgendliches Aufstehen schon als Zumutung! Der Bundespräsident hat Lehrer als "Helden des Alltags" bezeichnet, sie machen einen Knochenjob. Wir müssen Hauptschule und Lehrerschaft stärken. Schule kann nicht den Libero der Nation spielen!

Die Altersarmut kommt, weil die Finanzierung der Renten zugunsten der privaten Altersvorsorge ausgedünnt wurde. Für alle die es nicht genau wissen: Blüm hatte recht, hätte man es bei dem belassen, wie die staatliche Rente zu seiner Zeit aufgebaut war. Alle die nun keine private Rentenvorsorge betreiben werden sich in 20 Jahren umschauen, wie wenig ihnen bleibt im Vergleich zu denen, die jetzt Rente beziehen. Privat nicht vorzusorgen ist all zu menschlich. Es ist auch menschlich, dass ein Chef, der Jobs im Niedriglohnsektor anbietet, den Stundensatz immer weiter drückt. Dem Arbeitnehmer kann´s egal sein, er kriegt den Rest vom Staat. Dieser Chef ist aber nicht nur ein gieriger Ausbeuter, er muss die Leistung am Markt über den Preis gegen andere durchsetzen. Und so kommt die Lawine ins rollen, hat einer mal angefangen. Die Ich-Ags waren ein gutes Beispiel. Die nutzten die Zuwendung nicht als Startfinanzierung, sondern dazu, die Stundensätze zu drücken und die Etablierten kamen plötzlich unter Druck. Weil man gehört hat, dass dem Meier die Tapete für 6 Euro geklebt wurde, will man nicht 30 bezahlen. Ist doch klar. In den 30 sind aber Steuern und Sozialabgaben für die 6 2-fach mit drinn. Schluss mit der Flickschusterei.

Die Analyse in Ihrem Artikel trifft genau den Punkt. Die momentane Debatte ist von allen Seiten populistisch. Je nach politischer Ausrichtung mit einem etwas anderen Anstrich, aber nicht lösungsorientiert. Als Versicherungsfachmann für Firmen - und Industrieversicherungen bin ich Tag für Tag mit mittelständischen Betrieben und deren Entscheider in Kontakt. Das größte Problem, was diese in den letzten Jahren drückt ist das nicht vorhandene Potential an gut qualifizierten Arbeitskräften. Also offenkundig ein Bildungsproblem, dessen Wurzeln im Schulsystem und im Elternhaus liegen. Hier anzusetzten wäre dauerhaft zielführend und erfolgsversprechend. Da es leider über eine Legislaturperiode keine Wirkung zeigen würde, konzentriert sich unsere auf Machterhalt fixierte Politik lieber auf noch mehr Sozialausgaben und alimentiert so das Verharren in der Armut. Mehr Bildung statt mehr Sozialstaat wäre angesagt!

Ein Ausweg aus der Altersarmutsfalle sollte auch dargestellt werden: Die Auswanderung bevor das Ersparte aufgebraucht (laut Hartz) ist. Weshalb sollen nur die großen Konzerne von der Glogalisierung profitieren? Ich habe jahrzehntelang als hochqualifiziert im Fahrzeugbau gearbeitet. Dann mit 56 Jahren wurde mir aus der deutschen Industrie bei der Arbeitssuche unverblümt gesagt, ich sei zu alt. Nach dem Ablauf des Arbeitslosengeldes 1 haben wir dann einen Container gepackt und sind nach Bolivien ausgewandert. Hier habe ich mir ein Geschäft aufgebaut und kann gut davon leben. Unsere Rente werden wir also nicht in Deutschland ausgeben. Ich bin froh, dass ich keine Angst vor den zu erwartenden Problemen der Rentner haben muß. Der Geländewagen, den ich mir vor kurzem gekauft habe, ist kein deutscher.

1.Trüge man über der Basis der Einkommensgruppen (einschließlich der explizit erfaßten Kinder und Rentner) deren verfügbares Einkommen auf (netto), so erhielte man eine schöne S-kurve. 2.Über der gleichen Basis könnte man eine gruppenspezifische Bewertungszahl auftragen, in der sich die angeborene Intelligenz und andere natürlichen Talente, die elterliche Situation und die schulische Erziehung, die daraus geprägte individuelle Strebsamkeit, wahrgenommene berufliche Ausbildung und der persönliche Ehrbegriff (auch Religiosität), ggf. andere soziologisch relevante und zuordenbare Eigenschaften spiegeln. 3. Beide Kurven wären geometrisch ähnlich. Die unteren ca. 20 bis 25% bei der Kurve 1 (Einkommen) wären erkennbar als die, bei denen man in Kurve 2 deutliche Defizite bei den Parametern der Bewertungszahl feststellen müßte. Die oberen 20 bis 25% würden das Gegenteil zeigen. Dazwischen läge die Mitte. 4. Das gleiche Spiel, sagen wir für 1970, ergäbe die gleichen Kurven, nur, daß die unteren 25% der Einkommensgruppen noch so gut wie keine Transferleistungen erhielten. Sie lebten brav es als Hilfsarbeiter auf dem Bau mit Schippen (ersetzt durch Bagger) oder in der Textilindustrie (ersetzt global). 5. Mitte bleibt aber Mitte.

Ich lebe nunmehr 12 Jahre als Rentner in Österreich und kann mich nicht beklagen über mein Leben hier- als Deutscher!-Und ich kenne viele Landsleute, Handwerker vor allem, die hier dauerhaft Fuß gefasst haben, d.h.sie sind ausgewandert und gründen hier Familien. Österreich begrüßt das, befürchtet es doch seit Jahren eine Überfremdung vom Balkan.- Und Ö. bedroht nicht dauernd seine Autofahrer mit einer Erhöhung der kfz-Steuer auf Basis des Hubraums. Das würde hier zu Aufständen führen und die hiesigen Politiker wissen das auch. Deshalb drehen sie lieber an anderen Stellschrauben der Finanzpolitik, die weniger auffällig sind.- Offenbar geht Finanzpolitikeren in D.diese Fähigkeit ab!- Und offenbar lebt es sich für gut ausgebildete junge Sachsen und Thüringer , die ich hier zuhauf treffe, besser als "daheeme"!- Ob das wirklich traurig ist weiß ich nicht.- Alte Österreicher wissen zu berichten, daß es hier immer schon viele von denen gab , auch von "MeckPomm".- So neu ist das alles nicht!- Und das wird die neue "Miitte" sein, wenn sie denn wirklich in D. zugrunde gehen sollte, was ich für eine Erfindung halte, eine Erfindung der "Presse"!

Der Bericht über die Armut im Lande hat wieder einmal die Sozialpolitiker aller Parteien auf den Plan gerufen, um noch mehr Umverteilung und staatliche Regulierung zu fordern. Dabei wurden zwei zentrale Fakten übersehen. Erstens zeigt der Bericht, dass der deutsche Staat bereits überdurchschnittlich wirksam Armut bekämpft. Zweitens wird deutlich, dass die beste Politik zur Armutsbekämpfung eine solche wäre, welche möglichst viele Menschen in Arbeit bringt. Während gemäss dem Bericht im Jahre 2005 43% der Arbeitslosen vom dort höher als die staatliche Hilfe für Langzeitarbeitslose definierten Armutsrisiko betroffen waren, waren es von den Erwerbstätigen bloss 6%, weniger als die Hälfte des Durchschnitts aller «Armen». Die Regierungskoalition müsste deshalb alles unternehmen, um möglichst viele Arbeitslose, von denen es immer noch 3,4 Mio. gibt, möglichst rasch in dauerhafte Arbeitsbeziehungen zu führen. Das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel auch bei Amtsantritt im Jahre 2005 versprochen. Doch die Politik der grossen Koalition von Union und SPD hat seither das Gegenteil bewirkt. Die Steuern wurden markant erhöht, wodurch das Wirtschaftswachstum gebremst wurde (NZZ).

Da viele Wenigverdiener glauben, sie würden ungerecht behandelt, wählen diese auch immer brav die Schwätzer von der SPD und der CDU, die ihnen immer ganz viel versprechen. Doch diejenigen, die die Leistung erbringen, die haben nichts zu sagen. Der Ärger gegenüber Managern ist nachvollziehbar, wenn diese für ihre Fehlentscheidungen nicht haften müssen und dann noch viel Geld als Abfindung bekommen, aber die meisten schuften 80-100 Std. pro Woche und schaffen viele Arbeitsplätze. Und von den 10 Millionen zahlen die auch die ein oder andere Million als Steuer, das ist soviel mehr als die 5,80 Eur Jahressteuern von 1000 Verkäuferinnen. Das was passiert, wenn dieses Managergehalt wegfällt? Dazu die schöne Geschichte mit den 10 Männern beim Essen: http://www.spapo.de/10-maenner-beim-essen.html Das Land wird ärmer! Lasst den Vielverdienern doch wenigstens etwas vom Geld! Und gebt es nicht der Wirtschaft, sondern investiert es in Bildung! Weniger Geld = Weniger Bildung = Noch weniger Geld für Bildung Ich werde meine Kinder nicht auf eine öffentliche Schule schicken, egal auf wie viel ich dafür verzichten muss!

Er stellt ein Armutszeugnis dar,da er mit den Werten der Schröder-Ära die Wirklichkeit der Zeit danach bis heute völlig unberücksichtigt lässt. Seine öffentliche Vorstellung und Interpretation dient wohl vornehmlich den jeweils vertretenen politischen Zielen. Immerhin schafft er es,einen weiteren Beitrag zur Störung des sozialen Friedens zu leisten. Sicherlich haben die Autoren differenzierte Feststellungen bezüglich der Personengruppen getroffen,die aus verständlichen Gründen nicht öffentlich gemacht werden,aber diese bilden einen wesentlichen Anteil daran.Ihnen muß die Förderung, nicht durch immer weitere Transferleistungen,zur Bewältigung der Probleme gelten.

Wie man an den bisherigen Kommentaren sehen kann, haben wir als Steuerzahler und aktive Mitglieder der Gesellschaft die Ursachen und Lösungen des Problems besser erkannt als die Politiker (die scheinen den falschen Blickwinkel zu haben). Darauf will ich deshalb auch nicht mehr näher eingehen. Ich würde gerne etwas gegen diese Missstände unternehmen. Und genau darauf zielt mein Beitrag ab: ich hätte gerne Vorschläge, wie wir verhindern können, dass es wieder zu einer Umverteilungsdiskussion kommt (ich halte wie viele Vorredner Chancengleichheit und Bildung für wichtig). Wie können wir die Mehrheit der Bevölkerung zu einem selbstbestimmten und eigenmotivierten Leben bewegen (auch wenn die Mehrheit anscheinend zu unpolitisch ist um die Zukunft aktiv gestalten zu wollen). Was können wir - als weniger prominente Bürger - tun, um den richtigen Stein ins Rollen zu bringen? Ich würde mich auf viele konstruktive Kommentare freuen!

werden jetzt wieder von der Politik geführt. Noch mehr Umverteilung sagt die SPD - nach 40 Jahren Umverteilungspolitik sind die Zustände nicht besser sondern schlechter geworden. Bald ist jeder bedürftig - dann geht nach dem Wohlstand auch die Freiheit und der Sozialismus nach DDR Muster kehrt zurück (Sozialismus ist ja gut, wurde nur schlecht umgesetzt, heißt es - ist noch nie und nirgenwo gut umgesetzt worden!) Naiv ist es, von der politischen "Elite" etwas zu erwarten; die sind der eigenen Partei verpflichtet und nicht dem Bürger. Geradezu unverschämt ist es, wenn die politische "Elite" von "Steuergeschenken an die Bürger" spricht - als ob ihnen das Geld gehören würde!! Auch an ihren Worten sind sie zu erkennen. Alle reden sie von Bildung - man schaue sich nur einmal den desolaten Zustand vieler Schulen und Universitäten im Westen an, dann weiß man, dass das alles nur gefasel ist, bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird. Die Bürger sollten aufhören, sich von der Politik für dumm verkaufen zu lassen - 2009 werden die Bürger den Spieß umdrehen; egal, was SPD und CDU wieder alles versprechen, unsere Zweitstimme ist diesmal nicht zu kaufen!! Denkzettel 2009 - keine Zweitstimmen für CDU und SPD!!!

Die Gesellschaft wurde unwiederbringlich durch demographische Katastrophe, Bildungsnivellierung, verfehlte Einwanderungspolitik und Ausbau der Transferleistungen verändert und die Konsequenzen müssen getragen, d.h. finanziert, werden. Will man wirklich "Armut" bekämpfen, bedeutet dies nicht die Stützung einer "Mitte", sondern Umverteilung von der Mitte zur kinderreicheren (und häufig mit Migrationshintergrund versehenen) Unterschicht. Wenn man Reiche ab 60.000 Euro verst. Eink. feststellt, ist klar, daß nicht "die Reichen" die zukünftige "Gerechtigkeit" bezahlen werden, sondern bereits bei denen angesetzt wird, die sich heute als "bedrohte Mittelschicht" sehen. Horn und Bofinger deuten doch wohl an, daß in Zukunft Wachstum und steigende SozAbg (und kräftige Erhöhung der Erbschaftssteuer ?) notwendig sein werden. Bildung, Bildung, Bildung ? Seit 30 Jahren übt die Linke die Hegemonie im Bildungsbereich aus - als Ergebnis haben wir (angeblich) diskriminiernde Verhältnisse. Da bin ich doch gespannt, wie es in Zukunft gelingt, aus der Erde ein Scheibe zu machen und signifikant höhere IQ-Werte zu "erzeugen". Aber keine Angst, bisher ist noch jede linke Lebenslüge geplatzt. ;-)

"Deutschland gibt jährlich für sein Sozialsystem 700 Milliarden Euro aus. Für eine von den Linken als kalt und neoliberal verteufelte Gesellschaft ist das beachtlich." Meines Wissens gibt nicht "Deutschland" diese 700 Milliarden aus, sondern der Staat zwingt die Abhängig Beschäftigten soweit sie Arbeit haben, für diejenigen einzustehen, die entweder aktuell nicht gebraucht, nicht brauchbar oder gar nicht mehr gebraucht werden. Und den entsprechenden Sozialversicherungen wurde noch einiges mehr aufgebürdet, wofür dann der deutsche Staat aus dem Steueraufkommen was zuschiesst. Danke Deutschland, dass Du mir erlaubst, 40 Prozent meines Gehalts zwangsweise abzuführen. Nett auch der neue Hit von mehr Bildung. Nachdem zuerst die Globalisierung per se den Wohlstand mehrte, dann nur unter der Bedingung dass Staat und Gesellschaft umgebaut werden (Deregulierung, Privatisierung, Hartz I - IV, Stuersenkungen für Unternehmen) soll nun mehr Bildung helfen. Natürlich ruft jetzt niemand nach einer Bildungskampagne für Arbeitslose - für die sollte mehr Druck gemacht werden. Und niemand weiss wieviel Akademiker etc. es in Zukunft wirklich braucht. Aber wenigstens ist die Laufzeit dieses (ungedeckten) Wechsels auf die Zukunft schön lang.

Die Mittelschicht ist an die "arme Schicht" gekettet, um sie vorm Absturz zu bewahren. Umgekehrt verhindert diese Kette, dass die Mittelschicht keine Chance auf Wohlstandsmehrung hat, wie sie noch in der vorherigen Generation gegeben war. Letzlich wird in beiden Schichten unter dem Deckel des sozialen Friedens eine beispiellose Motivationslosigkeit erzeugt. Ein Ausbruch ist nicht möglich. Man tanzt im Kreis. Davon unabhängig das politische Establishment und die richtig Reichen. Hier gelten eigene, kreative Gesetze und Bedingungen. Solange die anderen aneinader gekettet sind, kann ja auch keiner ausbrechen und das System auf den Kopf stellen. So lässt sich leben !

Wenn Armut ein zusammengesetztes Wort wäre, so könnte in ihm Arm und Mut vereint sein. Arm und Mut. Womöglich ließe sich sagen, wer seine Arme nicht gebraucht und dazu den nütigen Mut aufbringt, der wird von Armut betroffen sein können. Andererseits muss es heutzutage bessere, humanere, vernünftigere Lösungen geben, um Armut bekämpfen zu können und die alles umfassende Lösung heisst immernoch soziale Marktwirtschaft. Auch wenn die Globalisierung versucht, diese platt zu rollen. Doch abgesehen von den UrUrsachen der Armut, wird diese zumindest dann akzpetiert, wenn Verschulden zu ihr geführt haben könnte. Da jedoch in der Vielzahl Kinder und Jugendliche von Armut betroffen sind, greift das Verschuldensprinzip kaum. Kinder und Jugendliche benötigen daher direkte Hilfen, um aus der Armut heraus kommen zu können. Das beginnt dann wohl beim freien Schulessen und hört bei der Finanzierung des Laptops für das Studium immernoch nicht auf. Und dazwischen liegen das Bücher-, Bekleidungs-, Nachhilfeunterrichtsgeld, sowie Beiträge für Bibliothek, Sportverein, Musikschule und so weiter. Womöglich muss die Gesellschaft bereit sein, mehr Geld in Kinder und Jugendliche zu investieren, sie damit zur Teilnahme am bürgerlichen Leben anzustiften.

Auf der einen Seite "jammern" die "Armen" und auf der anderen Seiter der Umverteilung diejenigen, die "vertanden haben, dass Bildung wichtig ist". Das ist, was ich bisher aus den Kommentaren behalten konnte. Ist denn eigentlich jemandem bewusst, dass in Deutschland und dem Rest der Welt soziale Ungleichheiten vorherrschen? Bildung ist zu einem Privileg geworden. Nicht nur die Sekundarstufen sondern auch "Privatisierung der Bildung" mittels der Studiengebühren. Ich bin ein einfacher Abiturient und habe selbstverständlich realisiert, dass Bildung wichtig ist, aber immer noch treffe ich auf Mitschüler, denen das nicht bewusst ist. Statt einer Symptombekämpfung würde ich eine Ursachenbekämpfung an den Schulen empfehlen. Den Jugendlichen muss von Beginn an eingetrichtert werden, dass Bidlung ein Gut ist, welches man auch schätzen sollte. Jedoch wird es uns hier in NRW sehr schwer gemacht (Zentralabitur-Mathe-Disaster), jenes zu schätzen. Zur aktuellen Situation kann ich leider nicht viel sagen, dafür bin ich zu jung.

"Es tut weh, wenn man auf jeden Cent achten muss" - (Scholz, zitiert in der RNZ vom 19.ß5.2008). Was machen sie aus uns? Jammerlappen, die nicht genügend Phantasie und Tatkraft haben, um das "achte-den-Pfennig-Spiel" zu spielen? Ein Spiel, das besonders die Reichen hervorragend beherrschen. Statt sich in die Bedürftigenecke schieben zu lassen, wo wir zur Freude und Befriedigung derjenigen verharren, die ihr Superego durch Almosen, Sponsoring, Stiftungen und Basars noch ungehemmt steigern, sollten wir "Armen" uns doch unserer Kräfte erinnern und beweisen, dass wir uns von den vorgefertigten Konsumgütern noch nicht vollständig verblöden haben lassen. Und vor allem für kostenlose und gute Bildung der mittelmäßig Begabten kämpfen, denn die profitieren am meisten von Förderung!

Der letzte Absatz Ihres Artikels gibt im Prinzip die Antwort auf die aufgeworfenen Fragen. Wir brauchen wieder ein solides Fundament und eine Neuausrichtung der Gesellschaft. Die Elite dieses Landes muss diesen Gedanken wieder aufnehmen und umsetzen. Ich halte das für eine wichtige Voraussetzung, denn der weitaus größte Teile unserer Gesellschaft ist in hohem Maße abhängig. Auch wird es ohne neue Ideen und vor allem die Schaffung von Möglichkeit, diese umzusetzen nicht gehen. Es muss uns wieder etwas Neues einfallen. Nicht Umverteilung sondern nur die Schaffung weiterer Arbeitsplätze verbunden mit einer Qualifizierung auf breiter Front führt uns aus der Sackgasse heraus. Das setzt Investitionen in Bildung voraus. Danach ist auch wieder Masse da, die dann verteilt werden kann. Wenn wir wieder im Konzert der Großen und Erfolgreichen dabei sein wollen, müssen wir die "Schlagzahl" erhöhen, d. h. wir müssen wieder mehr und länger arbeiten. Nur so lässt sich der erreichte Wohlstand sichern und vielleicht sogar steigern. Wir treten seit mehr als 20 Jahren mehr oder weniger auf der Stelle.

Ein Schwachpunkt im Beitrag ist das ausgerechnet die extrem privilegierte Gruppe der Alleinerziehenden als Beispiel fuer Arme genannt wird. Alleinerziehende geniessen viele Privilegien bei der Steuer, im Unterhaltssystem, bei Kindergartenplaetzen.... Das Unterhaltssystem ist so entartet das Alleinerziehnde durch Nichtanrechnung von Einkommen und dergleichen regelmaessig besser gestellt werden als der Unterhaltserpresste Vater. Warum werden nicht die unterhaltspflichtigen Vaeter, die gemaess geltendem System bis auf 650 Euro/mtl. heruntergepfaendet werden koennen als Armutsgruppe genannt. Vandale

...immer stärker. Im Neoliberalismus schrumpft noch ganz anderes: Reallöhne,Sozialleistungen u. vor allem der wirtschaftpolitische Verstand u. die soziale Verantwortung der Lauf - burschen des Kapitals in Politik, Medien u. so genannter Wirtschaftswissenschaft. Das auffällig uniformisierte Meinungsbild der deutschen Leitmedien ist nicht zuletzt auf die jahrelange, hoch professionalisierte Kampagnenarbeit einer Vielzahl markt - wirtschaftlich orientierter, von Arbeitgebern u. Finanzsektor finanzierter Meinungs - agenturen zurückzuführen.

Die Regierung hat nun den Beweis vorgelegt, daß jahrzehntelange Umverteilung und Alimentierung die gesellschaftliche Situation breiter Schichten nicht verbessert hat. Da kann man als Politiker natürlich nur den Schluß ziehen, daß man erneut die Instrumente der Umverteilung beschwört, die diese Misere nun in der dritten Generation weiter zementieren werden. Bildung, Bildung, Bildung - nur eine durchgängige und langfristig angelegte Qualifizierungsoffensive wird die Armut verhindern. Die Schere weitet sich nämlich auch deshalb, weil hochqualifizierte Arbeitnehmer der deutschen Wirtschaft derzeit große Erfolge beim Export und bei Einsatz auf internationaler Ebene bringen. Wer zum Formulareausfüllen beim Sozialamt verdammt ist, kann für sich und seine Kinder natürlich solche Chancen kaum erreichen! Die Wahrscheinlichkeit, daß die Politiker es merken und auch noch konsequent an diesen Problemen arbeiten ist allerdings sehr gering...man redet dem Volk ja lieber nach dem Mund....zum eigenen Wohl-Stand!

Deutschland ist momentan in einer Phase, in der mehr Bildung niemandem nützt. Es ist eine ungeheuerliche und naive Forderung. Denn es können zwei Dinge gemeint sein: Abschlüsse im untersten Bildungssegment, damit mehr Leute in den einfachen Jobs auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das ist richtig und wichtig, aber es diejenigen, die deutlich weniger als 70% des Durchschnittseinkommens haben werden. Hier geht es also nur darum, etwas weniger Hartz IV, aber nicht weniger Unterschicht zu haben. Und die höhere und höchste Bildung garantiert für nichts mehr. Die Universitäten sollen 40% eines Jahrgangs ausbilden, was dazu führt, dass das Studium schlechter wird. Schon jetzt nach der Umstellung auf Bachelor und Master ist ein deutscher Abschluss relativ wenig Wert. Also kommt es stärker denn je darauf an, sich durch Beziehungen und speziell durch das Elternhaus abzusichern. Auf diese Weise zementiert sich die Zusammensetzung der Oberschicht. Die soziale Mobilität kann man durch Bildung längst nicht mehr erhöhen. Die einzige Chance wäre eine wirkliche Leistungsorientierung. Wenn man Einkommen in Abhängigkeit vom persönlichen Risiko und von dem persönlichen Einsatz bekäme, dann wäre Veränderung möglich. Heute zählt aber Herkunft.

Der Verweis darauf, dass 10% 50% der "Steuern" zahlen unterschlägt, dass der Anteil dieser Steuern nur noch ein Drittel des gesamten Aufkommens an Steuern und Abgaben ist als Folge der hohen indirekten Steuern.

Wieder verlangt die Politik daß diejenigen, die begriffen haben, daß eine solide Ausbildung die Basis für ein ausreichendes Einkommen ist, die Zeche für diejenigen bezahlen, denen die Politik vorgaukelt, daß es reicht, sich in der sozialen Hängematte gemütlich zu machen. Den Politikern ist es egal, denn sie haben sich ja erst einmal hohe Zuwächse an Diäten und Rente gesichert. Auf der Strecke bleiben die ehrlichen Arbeiter, denen durch die Umverteilungspolitik wieder zusätzliche Gelder aus der Tasche gezogen werden. Auf der Strecke bleibt aber auch erneut die Glaubwürdigkeit der Politiker, die es versäumen einmal mehr den Wählern reinen Wein einzuschenken. Die Renten sind sicher (Norbert Blühm)? Haben die Politiker den Wählern je erzählt, woher das Geld stammt, das auf der anderen Seite mit dem Füllhorn ausgegeben wird? Haben sich außerordentliche Kosten wie Aufbau Ost oder Umzug Berlin je reduziert? Es ist bedenklich mit welcher Beratungsresistentz die Politiker die Bildungspolitik noch immer nicht verbessert haben. Das aber ist der Schlüssel für die Zukunft, ein ausreichendes Einkommen und eine solide Rentenfinanzierung. Die Ehrlichkeit der Politik wird bei der nächsten Wahl erneut geprüft. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Das schöne an der angewandten Definition für "Armut" ist, dass einem die Armen niemals ausgehen. Das hält die Umverteilungsindustrie am Leben. Als Lediger gilt man mit einem Nettoeinkommen von knapp € 3400 als reich. Welche Perversion! Warum werden die wirklich Reichen immer reicher? Der Zinseszinseffekt wird von vielen Menschen nicht verstanden. Zu 7% angelegt, verdoppelt sich das Vermögen innerhalb von 10 Jahren. Was tut man dagegen? Man halbiert den Sparerfreibetrag. Was sagte Perus Präsident Garcia anläßlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel: „Nirgendwo sonst ist der Abstand zwischen den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung und den ärmsten zehn Prozent so gering wie in Deutschland“.

Zum einen werden die um 50% zu niedrigen Zahlen der BA herangezogen ebenso wie die Zahl der Erwerbstätigen mit 40 Mio um gut 1 Million zu hoch angegeben wird, was weite Teile des "Armuts-Berichtes" massiv verfälscht. Die Wahrheit sieht nämlich anders aus und ist viel schlimmer. Auch die "nur" 2,3% bei der GruSi sind fadenscheinig - denn das sind nur die, die GruSi beantragt haben und bekommen, weil es gar nicht mehr anders geht. Die Zahl der Anspruchsberechtigten liegt um ein vielfaches höher - aber wie alte Leute so sind, wollen die das nicht oder wissen nicht einmal was davon, dass sie noch ein paar Euros dazu bekommen könnten. Sei es als Wohngeld oder eben als Grundsicherung im Alter und verzichten freiwillig und schränken sich noch mehr ein, als unbedingt nötig. Die Rentenversicherer wissen sehr genau, was ihre Niedrigrentenkunden bekommen und der postalische Auszahlungsdienst weiß es noch besser. Hinzu kommen vielfach aus der Luft gegriffene Darstellungen und Behauptungen in diesem Machwerk, die weit an den jeweiligen Realitäten vorbeigehen. Es wurde geschafft, junge und alte, Arbeithabende und Arbeitslose gegeneinander auszuspielen, dass diese sich nicht gemeinsam auflehnen gegen die reGIERenden Wirtschaftsmarionetten.

Leistungsbereitschaft entsteht vor allem aus dem Wunsch, etwas zu erlangen, was man nicht hat, sei es ein Eigenheim, ein Sportwagen oder gesellschaftliches Ansehen. Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn das Hauptaugenmerk bei der Bekämpfung der Armut auf der Förderung in Kindergarten, Schule, Studium und Weiterbildung liegt, damit jeder seine Talente erkennen und sich dementsprechend orientieren kann. Außerdem stärkt individuelle Förderung auch das Selbstvertrauen, mit dem es bei vielen am Rande der Gesellschaft schlecht bestellt ist. Wenn dann jemand beruflich abstürzt - aus welchen Gründen auch immer - sollte es umfangreiche Beratungs- und Coachingmöglichkeiten geben, um den Betroffenen wieder auf die Beine zu helfen. Aus diesen Gründen sind individuelle Förderung, nicht Subventionszahlungen, der richtige Weg zur Bekämpfung der Armut.

L. Erhard hat für vielen Jahrzehnten sehr deutlich gemacht, wie Wohlstand, Leistungsbereitschaft, Gemeinschaft, Wettbewerb etc. zusammenhängen. Leider wurden - dank staatlicher "Zuwendungspolitik" mit all ihren Stilblüten zur Befriedigung der diversen Interessensgruppen - Erkenntnisse nicht mehr beachtet. Übriggeblieben ist nur noch eine Worthülse der Sozialen Marktwirtschaft. Schon Konfuzius wußte, daß ein guter Staat daran zu erkennen ist, daß man ihn nicht sieht. Er läßt seinen Bürgern möglichst viele freiehtiliche Rahmenbedingungen in denen er sich bewegen kann. Oder: Gib einem Hungernden einen Fisch und er wird für einen Tag satt. Lehre ihm aber das Fischen, dann leidet er sein Leben lang keinen Hunger mehr. (chin. Sprichwort). Unser fürsorgliches Sozialsystem verteilt lieber Fische.

Dass der Mitte des Einkommensbereiches seit Jahren der Boden unter der Lebensgrundlage weggezogen wird, ist doch nun wirklich nichts neues. Schaut man sich den Bereich der Grenzbelastungen bei Steuern und Abgaben im Bereich 30-50.000 EUR Jahres Haushaltsbruttoeinkommen an, so landet man hier bei exorbitant hohen Belastungen im Bereich um 70% herum. Neuerdings stellt die Politik völlig entgeistert fest, dass es ja so etwas wie eine kalte Progression gibt - an Scheinheiligkeit ist diese Feststellung kaum zu überbieten. Alle schwerwiegenden Krisen von Gesellschaften in der Welt gingen mit dem "Phänomen" einher, dass dem Mittelstand die gefühlte Wohlstandsgrundlage entzogen wurde, die Folge waren in der Regel schwerwiegende Umwälzungen auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Wird die Finanz- und Steuerpolitik auf dem bisherigen Pfad fortgeführt, begibt man sich in die Gefahr, die Gesellschaft zu überfordern und riskiert ein Auseinanderbrechen. Ich sehe jedoch momentan bei keiner der etablierten Parteien einen Ansatz, wie man den Pfad der Untugend der vergangenen 50 Jahre verlassen möchte, hin zu einer nachhaltigen Einkommensverteilungskorrektur die dieses Land zukunftsfest machen kann.

Mir kommt es ein wenig vor, wie der Wunsch nach "alten" Werten: Etwas aus seinem Leben machen. Etwas Lernen, damit man im Leben weiterkommt. Und, auch ein Spruch, den man früher öfter hörte: Seinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen. Nur, warum soll man versuchen sein Leben zu verbessern, wenn man auch so ein recht erträgliches Leben führen kann, und zwar auf jedenfall. Egal ob man was tut oder nicht. Es gibt eine bestimmte arme Schicht, die versucht aufzusteigen, es aber alleine nicht schafft. Dieser muss man helfen. Es gibt aber auch eine arme Schicht, die die Mehranstrengungen für eine Veränderung des Zustands in Relation zu dem derzeitgen Zustand als nicht sinnvoll ansehen und lieber da bleiben wo sie sind. Nur zu sagen, die Gesellschaft lässt einen Aufstieg nich zu, und das deutsche System sei ungerecht ist einfach falsch. Vieles hängt von einem selber ab. Und vielleicht muss man einfach den jungen Leuten vermehrt klar machen, dass man im jungen Alter u.U. mehr leisten muss um im höheren davon zu profitieren (Bildung). Dazu auch ein angenehmeres Anreizsystem (weniger Steuern!) und man könnte auch schon recht schnell die Situation für viele verbessern.

Schon definititiongemäss ist die "Mitte" niemals arm. Damit geht`s schon los. Arm ist, wer nicht genug hat um ELEMENTARE Bedürfnisse zu befriedigen. Nicht, was eine blödsinnige Statistik vorgibt zu wissen ( deren Interpreten oder Auftraggeber ). Da ist schon das Sozialamt vor, mit dem Grundgesetz im Rücken. Als "arm" definiert man sich in diesem Land, weil man die Hoffnung hat, dass dann, wenn man nur laut genug JAMMERT, ein umverteilender Gutmensche-Politiker herbeieilt um "robin-hood-gleich" was um zu verteilen. Wie die Erfahrung der letzten Jahrzehnte gelehrt hat, ein ziemlich probates Mittel um ohne allzuviel Arbeit ein recht erträgliches Leben zu führen. Man muss nur die richtigen Anreizsyseme schaffen - siehe Bundesrepublik der letzten 30 oder 40 Jahre - dann M A C H T man die WIRKLICHE blöde arbeitende Mitte( die die Steuern zahlt ) arm. Meinen tief empfunden "Dank" den Politikern aller Parteien die ihre Wahl diesem Anreiz-System verdanken.

Die Leistungsträger sind fürwahr die "geschröpfte Mitte der Gesellschaft" welche unseren Sozialstaat, den aufgeblähten und teilweise schamlos ausgenutzten, mehrheitlich finanzieren. Statt hart arbeitende Menschen mit immer neuen Trixereien und Winkelzügen zu schröpfen soll sich die öffentliche Hand ernsthaft um Ausgabenkürzungen kümmern. Wahrhaft ein "weites Feld" dessen Behandlung in der Vergangenheit wenig Anlaß zur Hoffnung gibt. Traurig nur, daß durch das permanente Treiben immer neuerer "Abgabensäue" durch die Republik die Verdrossenheit auch unter den Gutwilligen zunimmt. Dummschwätzereien und Profilierungssucht unserer Volksvertreter sind auch hier völlig fehl am Platze. Noch wäre es für die Koalition Zeit für Steuerreformen. Ob´s noch was wird ????

Ist Deutschland ein armes Entwicklungsland? Der Armutsbericht kommt zu einem grotesken Ergebnis. Wie sagt Churchill: Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe. Wenn jeder achte Deutsche als arm gilt, stimmt wohl etwas mit der Definition von "arm" nicht. Eine Irreführung der Öffentlichkeit: es wird nicht die absolute, sondern die relative Armut gemessen, d. h. wenn der allgemeine Wohlstand steigt, steigt automatisch die statistische Armut, selbst wenn der betroffene "Arme" genauso viel Einkommen wie vorher hat. Das ganze dient wohl nur dazu, die Neidkultur zu befeuern und den Boden für weitere Umverteilung vorzubereiten.

Gewiss kann und sollte man vielleicht auch, wie eigentlich fast immer, die Dinge hinterfragen, diskutieren und verbessern. Wir sollten jedoch nie vergessen, dass uns viele, wenn nicht sogar die meisten Völker dieser Erde um unsere hohe "Armmutsgrenze" beneiden. Wenn viele von uns dennoch das Gefühl haben, arm zu sein, liegt das nicht zuletzt auch daran, dass wir heute wesentlich mehr Bedürfnisse befriedigen, als wir dies noch vor einigen Jahren oder Jahrzehnten konnten und als dies unsere Mitmenschen in vielen anderen Ländern dieser Erde können. Diskussion gerne, aber bitte nicht, wie in Deutschland leider allzu oft üblich, dramatisieren und damit sachliche und vernünftige Diskussionen verhindern, schon aus Respekt denen gegenüber, die gerade darüber diskutieren, wie sie morgen ihre Familie ernähren können.

Da wird über ( falsch verstandene ) Gerechtigkeit diskutiert. Gar "Rechtsanspruch auf Schulabschluss" ernsthaft vorgeschlagen. Die Gesellschaft mit beliebigen Statistiken in Überprivilegierte und Unterprivilegierte gespalten. Ein Gutteil der Wirklichkeit einfach ausgeblendet im günstigsten Fall, im häufigeren Fall mit "neoliberal" von vorne herein DIS-qualifiziert. Gebetsmühlenartiges Wiederholen von Dummheiten! Generationen die existentielle Nöte nur noch aus Erzählungen der Großeltern kennen sind dumm genug den Blödsinn als "WAHR" zu inhalieren und nachzuplappern.

Zwei Diskussionspunkte: 1) Haben wir es hier mit einer sinnvollen Definition von Armut zu tun? Auch nach dieser Definition "arme" Menschen können (zumindest in den meisten Regionen Deutschlands) ein komfortables Leben mit eigener Wohnung und eventuell sogar eigenem Auto sowie einem Urlaub im Jahr führen. (Zumindest konnte ich das mit dem Betrag wärend meiner noch nicht allzu weit zurück liegenden Studentenzeit) 2) Ist eine auf Deutschland beschränkte Definition in Zeiten eines europäischen Wirtschaftsraums bzw. Arbeitsmarktes noch sinnvoll? Wie viele Deutsche wären im Kontext der EWG noch "arm"?