Künftig sollen nur solche Biokraftstoffe erlaubt sein, für die kein Regenwald gerodet wurde

Biosprit der zweiten Generation

EU hält am Ausbau von Biokraftstoffen fest

Trotz wachsender Kritik wollen die EU-Umweltminister an ihren Plänen zum Ausbau der Biospritnutzung festhalten. Sie wollen aber nur solche Biokraftstoffe erlauben, für die kein Regenwald gerodet wurde. Zudem soll Biokraftstoff statt aus Mais oder Rüben aus Klärschlamm oder anderen organischen Abfällen gewonnen werden. Von Hendrik Kafsack und Claus Tigges

Lesermeinungen zum Beitrag

15. April 2008 12:38

Biosprit und Biogas

Helmut Clausen (Tierarzt)

Alle sprechen hier über die Biospritförderung und vergessen, dass auch für die Biogasproduktion z.B. Mais angebaut wird, auf Flächen, auf denen auch Getreide anebaut werden kann. Warum fragt kein kritischer Reporter die verantwortlichen Politiker, dass durch die Förderung der Biogasproduktion zur Strom- und Wärmeproduktion der gleiche Zwiespalt besteht?

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15. April 2008 11:45

@Rudolf Ortwein

Detlef Wolf (dewo)

Sie schreiben: "Erst wenn das nächste AKW hochgegangen ist..."

Fakt ist: Es ist überhaupt noch kein Kernkraftwerk "hochgegangen".

Das in Tchernobyl wurde von einer Clique unfähiger Technokraten vorsätzlich ruiniert. Im normalen Betrieb "hochgegangen" ist es keineswegs. Von was reden Sie also?

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15. April 2008 11:26

@ Hr. Ortwein

Thomas Berger (tberger)

Ein Kasten Bier für Sie, wenn Sie mir erklären, wie ein Hochtemperaturreaktor "hochgehen" soll.

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15. April 2008 10:55

Der Pleiten Väter sind Bürokratäter

Hartmut Joerger (08hacki)

Kein Tag vergeht, ohne dass man nicht von irgendeinem Bürokratenschwachsinn erfährt.

Würden die Stellen dieser nichtsnutzigen Fraktion gestrichen werden, in welcher Eintracht und in welchem Wohlstand könnten wir alle leben?

Gesetzliche Rahmenbedingungen müssen sein, wenn wir ein Gemeinwohl erreichen wollen, das ist unbestritten. Aber bitte mit besonnenem Augenmaß, realer Wahrnehmung der wirklichen Bedürfnisse und klugem Handeln mit Zielrichtung auf ein lebenswertes Miteinander.

Um uns das Leben angenhmer zu machen, sollten wir Bürger einen staatlichen Gegenpol schaffen und folgende Steuern einführen:

- Bürokratensteuer
- Lobbyistensteuer
- Steuerverschwendungssteuer
- Abzockersteuer
- Volksverdummungssteuer
- Steuer auf geistige Armut
- Ignorantensteuer

Welch Reichtum wäre uns beschert!?

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14. April 2008 11:56

Diese "Büchse" sollten wir gar nicht erst öffnen...

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

>Künftig sollen nur solche Biokraftstoffe erlaubt sein, für die kein Regenwald gerodet wurde<

S O L L
An diesem Wort wird sich alles aufhängen.
Es soll auch kein Gammelfleisch verkauft werden,
es soll auch statt Heizöl keine Luft verkauf werden (oder eine "Reibachleitung" eingebaut sein),
es soll auch in China die Meinungsfreiheit verbessert werden,
es soll, es soll, es soll...

Zu allererst wird der Regenwald geschont, indem "normale" Anbauflächen "bio-verspritet" werden - normale, d.h.: Äcker, die ursprünglich für Lebensmittel vorgesehen waren. So eine Nutzungswidmung kann man allerdings in entsprechenden Ländern ganz schnell ändern und - schwupps - die Biospritherkunft ist "sauber"...
Dann wird der große öko-ideologische Reibach gemacht. Wenn Unregelmäßgkeiten des Liferanten auftreten wird er (vielleicht) bestraft - die Anbauflächen sind dann aber nachhaltig WEG! Die widerrechtliche Produktion findet ja nicht in Deutschland statt. Nur der, dann illegale, Vertrieb kann im Nachhinein geahndet werden.
Die Produktion läuft mit allen negativen Konsequenzen (Regenwaldrodung/ Hunger - Armut) munter weiter - Abnehmer gibt es weltweit genug. Und die scheren sich nicht um die Herkunft des "Bio"-Sprits. Diese "Büchse" sollte

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14. April 2008 09:34

Atom-Lobbyisten

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Kaum wird die Bio-Sprit-Verdummung virulent, kommen die Uralten mit ihren Atomstromhuldigungen wieder aus der Schuddelecke gekrochen. Erst wenn das nächste AKW hochgegangen ist, werden sie wieder sagen, das haben wir weder gewußt noch gewollt. Wie immer zu spät.

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14. April 2008 06:21

EU die Zerstorungsmachinery greift an

Peter Slater (Wales-Rhondda)

Also, das war keine Uberraschung, sondern eine Ankundigung, die Branrodung voran zutreiben, denn wie kann Brussel dem Verbraucher, garantieren, das das bio-fuel nicht aus Brasilien kommt? Diese egoistischen EU-Burokraten tragen eine grosse Mitschuld an den steigenden Preisen und denen ist es vollig egal, denn solange EU-Normen erfullt werden, solange ist alles in Butter, ist es aber nicht. Brandrodungen ist viel besser als Klarschlamm zu bio-fuel zu verarbeiten, denn Brasilia konnte argumentieren, das sie damit mehr Land beackern konnen und die Viehzucht vergrossern konnten, was dem Menschen als neue Kornkammer zu gute kame. Soll die EU Brasilien mit EU-Normen erpressen? Eine vernunftige Politik ware es, den Autoherstellern und Energiekonzernen auf die Fusse zu treten und den Bauern endlich die Freiheit geben zu lassen, ohne unsinnige EU-Normen erfullen zu mussen. Warum wird in Brussel eigentlich nicht uber die Preisgestaltung von Nahrungsmittel gesprochen? Warum bemuht sich Brussel so stark, das wir den "pint" und "inch" verlieren mussen und warum muss z.B. die Brotverpackung in Britain geandert werden? Unsere roten Telefonboxen mussten wegen Brussel angebaut werden. Die Leute sollen sich der sinnvollen Politik huldigen!

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14. April 2008 02:39

Es gibt ...

Frank Geiser (geiser123)

... eigentlich nur drei Alternativen:

A -> Wir bauen weitere Kernspaltungskraftwerke und finden eine Loesung zur Entsorgung.
B -> Die Jungs von Cern bringen uns endlich zur Kernfusion
C -> Wir mieten uns eine Einoede (Wueste) in Afrika und produzieren mittels Solarenergie Strom oder Wasserstoff fuer Europa. Diese Anlage muesste allerdings saemtliche bekannten Groessenvorstellungen sprengen ...

Amsonsten muesste man mal endlich einsehen das unsere Zukunft nicht in der Verbrennung fossiler Stoffe liegt.

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13. April 2008 20:52

Demnächst mit dem Tretboot nach Bali

norbert doerre (ndoerre)

Bei all den Wundern in bezug auf BioSprit, die von Frau Merkel/Herrn Gabriel erzeugt werden, handelt es sich in keinster Weise um umwelttechnisch bedingte oder ökonomische vorteilhafte Gewinnung alternativer Kraftstoffquellen, sondern ausschließlich um die Erschließung neuer Steuerquellen.
Es ist nachgewiesen, daß Abgase, die von Bio-Kraftstoffen verursacht werden, toxisch sind und Krebs erzeugen. Der Herstellungsprozess dieser Brennstoffe hat nur einen Wirkungsgrad von rund 1% und liegt damit noch unter dem der Solar- und Windkrafttechnik. Die gesamten Ressourcen der Erde würden selbst dann, wenn sämtliche Pflanzen zu Kraftstoffen verarbeitet würden, weniger als 1% des Bedarfs decken können, und das bei wachsender Weltbevölkerung.
Politiker in Europa versuchen nur, aus Steuergeldmangel für ihre Geschenk-Umverteilung neue Quellen zu erschließen, die teuersten, unsinnigsten und schädlichsten, die je erschlossen wurden.
Sie alle wissen, daß es zu Kernkraft derzeit keine Alternative gibt. Doch sind ihnen vor den Wahlen für weitere direkte Steuererhöhungen die Argumente ausgegangen, und so greifen sie zu diesen indirekten Steuern. Mal sehen, ob unser gescheiter Umweltminister Gabriel demnächst mit dem Tretboot nach Bali schippert.

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