
Danke für die Klarstellung, die einige bereits gemacht haben: nicht voll erwerbsfähige bekommen ja Sozialhilfe in besonderen Lebenslagen und das sollte natürlich auch so bleiben - gilt auch für psychische Krankheiten; abgestuft nach dem Grad der Erwerbsfähigkeit.

Wir können trefflich über die Grenzen diskutieren, auch wann jemand arbeitsfähig ist, jedoch kann man nicht eine Leistung unterhalb des Existenzminimums für ALLE fordern und auf Hinzuverdienste verweisen, wenn es einige gibt, die diese Hinzuverdienste nicht in der Lage sind zu realisieren.
Nur darum ging es mir. Warum aber immer All-Ausagen?

Ich stimme ebenfalls Herrn Wolfensteiner voll zu. Und was ihre Anmerkung betrifft, Herr Vogt:
Welcher Anteil von Geringqualifizierten, die in das Muster fallen, in dem sie sich zum Existenzminimum hinzuverdienen muessen, ist nicht erwerbsfaehig? Sollte wir denn die gesetzlichen Massstaebe der Harzt IV Reform ( vor allem moechte ich hier auf den sehr guten Reformvorschlag des Sachverstaendigenrates hinweisen ) an den nichterwerbsfaehigen festmachen? Es macht meiner Ansicht nach keinen Sinn die Ausnahme zur Pauschale zu machen. Fuer die nicht erwerbsfaehigen muss ganz klar die Solidargemeinschaft herhalten, OHNE jeden zweifel, aber warum ( bitte auf der Zunge zergehen lassen ) sollte ein Arbeitsfaehiger,der durch Hartz IV jetzt keinen Anreiz zur Arbeit hat an den Massstaeben eines nicht arbeitsfaehigen Behinderten gemessen werden???? Also muss fuer Diejenigen ein Anreiz her! Da muessen auch die Gewerkschaften mal in der Realitaet ankommen. Ich denke mit einiger Expertise der Wirtschaftswissenschaften waeren wir in Politik UND Gewerkschaften gut beraten! Gruesse MB

Als selbständiger Handelsvertreter im Versicherungsgewerbe bin ich als Einzelkämpfer im Geschäft.
Ich beschäftige niemanden als mich selbst.
Und habe und hatte somit noch keine Arbeitnehmer angestellt.
Ich könnte auch keinen beschäftigen, da es manchmal auch bei mir finanziell eng ist.
Nun, was die Knüppel betrifft, es wäre schön, wenn sich die Gewerkschaften so verhielten, wie Sie es schreiben.
Ich verkaufe hauptsächlich private Krankenversicherungen.
Wie Sie wissen, sind gerade wir den Gewerkschaften ein Dorn im Auge.
Da jene mit ihrer Bürgerversicherung uns unsere Geschäfts-, Exitenz- und damit Lebensgrundlage entziehen wollen, würde ich das sehr wohl als Knüppel zwischen die Beine werfen bezeichnen.
Denn die selbständigen Versicherungsvermittler sind die ersten, die auf der Strecke bleiben.
Ohne soziale, und bezahlbar soziale Absicherung, will ich betonen, ist der Absturz vorprogrammiert.
Wenn das die Gewerkschaften eben nicht schert, werden sie ihrer Verantwortung nicht gerecht.
Denn wenn eine Branche verschwinden soll, muss man auch sagen, wohin mit den Beschäftigten - seien sie angestellt oder selbständig -.
Von Managern und Unternehmen verlangen sie es auch.
Mit freundlichen Grüßen

Herr Wolfsteiner spricht doch nur davon, erwerbsfähige nicht mit mehr als 300 Euro zu unterstützen, im Umkehrschluss heißt das, nicht erwerbsfähige Menschen werden mit mehr unterstützt. Ihr Bezug auf die Euthanasiegesetze der Nazis ist genau die Art von Polemik, die sachlich geführten Diskussionen schadet. Versuchen Sie doch nicht alles möglichst falsch zu verstehen um Herrn Wolfsteiner solche Vorwürfe machen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Kim F. Fomm

Es gibt ja offensichtlich keine Zweifel mehr daran, dass es eine "Unterschicht" gibt. Polemische Diskussionen, ob diese denn als solche bezeichent werden darf gehen irgenwie am Problem vorbei. Wenn man vom "kleinen Mann" spricht, der mit Demonstrationen die Politiker "aufrüttlen" soll, ist das ja schön und gut, aber was sollen die Politiker machen? Steuern weiter erhöhen um die immer höheren Sozialleistungen zu finanzieren? Oder die Einkommenssteuer für die "Reichen" (ist das der "große Mann"?) erhöhen, am besten auf 50 oder 60%. Konstruktive Vorschläge aus dem Lager der Gewerkschaften sind bisher nicht zu hören gewesen. FAkt ist: Deutschland hat ein gigantisches Haushaltsdefizit und Schulden in astronomischer Höhe. Es muss gespart werden, auch an Sozialleistungen etc. Das Problem der "Unterschicht" ist mangelnde Bildung. Über eine Verbesserung der Bildungchancen führt der einzige Weg zu einer besseren Lage dieser Unterschicht. Allerdings muss diese auch leistungbereit sein. Der Empörung über Menschen, die viel Geld verdienen möchte ich folgendes entgegensetzen: Diese Leute zeigen eine große Leistungsbereitschaft, sie arbeiten teilwwise doppelt so viel wie der"kleine Mann".

Ich stimme IHnen weitgehend zu, doch erliegen Sie einem Denkfehler:
"Die einzige Lösung ist eine Soziale Grundsicherung unterhalb des Existenzminimums bei ca. 300 € für jeden und keine weitere Unterstützung, wenn jemand voll Erwerbsfhähig ist. Die Differenz zum soziokulturellen Existenzminimum kann sich jeder hinzuverdienen,"
Was machen Sie denn mit jemanden, der Querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt und nicht einmal mehr den Finger bewegen kann? Oder jemand, der schizoaffektive Schübe bekommt und nicht zwischen Realität und Einbildung unterscheiden kann?
Unter dem Existenzminimum sterben lassen?
Es kann sich eben NICHT jeder zum soziokulturellen Existenzminimum hinzuverdienen, weil manch einer nicht dazu in der Lage sind. Der größte Anteil geht schon für Zuzahlungen drauf.
Eine soziale Grundsicherung die unterhalb des Existenzminimums liegt ist nur für erwerbsfähige sinnvoll für alle anderen, die nicht erwerbsfähig sind ist das der blanke Hohn.
Wollen Sie diese vielleicht abschieben? Warum hatte denn die Nachkriegsgeneration diese Probleme nicht? Richtig, weil sie - so pervers es ist - von der Euthanasie der Nazis profitierten. Dies kann aber heute ja wohl nicht das Ziel sein.

Lieber Herr Ditges!
Ich hatte etwas vergessen.
Wenn die Gewerkschaften für die Arbeitnehmerinteressen da sind, o. k.
Dann sollen sie aber auch nur deren Interessen vertreten.
Wenn sie sich aber in die existenziellen Angelegenheiten kleiner Selbständiger wie mir einmischen, gar Vorschriften machen wollen und sich als Vormund gerieren...
.... dann mache ich eben meine Probleme zu ihren Problemen.
In einer Gesellschaft sollten alle Bürger gleichberechtigt sein, es steht eben einer Seite nicht zu, sich über die andere zu erheben.
Wie ich mein Leben und meine soziale Absicherung gestalte, geht die Gewerkschaften nun mal nichts an.
Mit freundlichen Grüßen

Mindestlohn und weitere Frühverrentung - ist das alles was den Gewerkschaften einfällt? Arbeitsplätze kann man nicht gegen die Makrkräfte schaffen. Gerechtigkeit muss dabei aber nicht auf der Strecke bleiben. Beides zu verbinden darin liegt die Herausforderung. Diese Herausforderung müssen auch die Gewerkschaften annehmen. Es ist einfach eine Lebenslüge, dass Geringqualifzierte in einem Land mit hohen Lebenshaltungskosten von ihrer eigenen Hand Arbeit leben können. Weil sie es nicht können, liegt Harz IV über oder nahe dem was sie verdienen würden, wenn sie arbeiten würden. Das ist auch jedem Arbeitgeber klar. Deshalb werden in diesem Bereich keine Arbeitsplätze mehr geschaffen, weil sich jeder ausrechnen kann, dass er keine engagierten Mitarbeiter finden wird - höchsten Illegale. Die einzige Lösung ist eine Soziale Grundsicherung unterhalb des Existenzminimums bei ca. 300 € für jeden und keine weitere Unterstützung, wenn jemand voll Erwerbsfhähig ist. Die Differenz zum soziokulturellen Existenzminimum kann sich jeder hinzuverdienen, weil unter diesen Rahmenbedingungen entsprechende Arbeitsplätze auch wieder entstehen würden. Ein Mindestlohn von 7,5 wäre eine Katastrophe. Mehr unter: www.soziale-marktwirtschaft-erneuern.de

Ich habe ja geschrieben, das ich mir keine Illusionen mache.
Im übrigen, ich bin kein Großunternehmer, sondern ein Einzelkämpfer.
Ein klitzekleiner Selbständiger mit 9.000 - 12.000 € Jahresbrutto vor Steuern.
Für das, was ich manchmal verdiene, würde mancher Arbeitnehmer, mit Verlaub, nicht mal früh im Bett den großen Zeh bewegen.
Das Herr Sommer und Genossen über ihren Tellerrand blicken, ist nicht zu viel verlangt.
Häme ist da fehl am Platze.
Danke für ihr ..... Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen

"(...) haben bei einer überschlägigen Einwohnerzahl von 80. Mill. Menschen in Deutschland, immerhin 79.800.000 nicht demonstriert. Dieser schweigenden Mehrheit gilt mein Lob!"
Mindestens e i n e r dieser knapp 80.000.000 möchte Ihr Lob aber gar nicht haben: I c h.
Aber herzlichen Glückwunsch: Wer kann schon von sich behaupten zu wissen, was 80.000.000 Millionen Menschen denken.

200 rechtsradikale Demonstranten bewegen mehr als 220.000 demonstrierende Bürger.
Aufgeschreckt reagiert die Politik nur noch, wenn es darum geht die Bürgerrechte und die demokratische Bürgerbeteilung per Demonstrationen einzuschränken.
200 Springerstiefelträger können also dafür sorgen, dass das Demonstrationsrecht eingeschränkt wird und sogar als Beispiel dienen, die Terrorgesetze auszudehnen und den Datenschutz aufzuheben.
Welche Ideologie steckt dahinter? Gewählte Volksvertreter hören die Stimme des Volks, übervorteilte, machtgierige Führer aber ignorieren diese und versuchen sie zu unterdrücken und sie zu ihrem Vorteil umzulenken.

nun, irgendwann wird der berühmte tropfen der das fass zum überlaufen bringt, in das fass fallen. vielleicht wacht dann das asinat auf.

aber natürlich nur, wenn es um die Kohle geht.
Ansonsten ist er der beste, größte und dickste schlechthin. Mein Haus, mein Auto, mein ...
Es lebe der konsumgeile kleine Mann, der nichts anderes als den Konsum hat, um sich zu definieren. Selbst Bildung ist beim kleinen Mann nur rudimentär zu finden.

Endlich mal wird etwas getan das die da oben Aufgerüttelt werden,das kann so nicht weiter gehen .Die Machen die kleinen leute doch kaputt.Es reicht uns und ich finde das richtig das sie es sich nicht gefallen lassen.Ich hoffe das noch mehr menschen die Kourage zeigen und sie änderungen bringen um Arbeitgeber eine kostenreduzierung zu ermöglichen damit er wirtschaftlich wieder arbeitsplätze für uns schaffen kann.Die Regierung muß sich ändern um nicht teuer zu werden und das Geld für unötige Ausgaben zu investieren.Frau Merkel solte das Ziel nicht vergessen das "wir sind wer"menschen die um ihre Existenz kämpfen eine gerechte Zukunft für Arbeitsplätze und nicht dagegen sind umzusetzen.Lasst uns Arme Leben damit wir für unsere
Arbeit endlich dafür da sein können und nicht Angst haben was ist Morgen.ThomasS.Nürnberg

Wann werden diese topverdienenden Gewerkschaftsfunktionäre - ganz oben Bsirske und Peters - endlich entmachtet? Selbst Altkanzler Schröder sieht nun im "Spiegel"-Interview endlich ein, dass "die beiden Genannten schon viel kaputt gemacht haben - für die SPD, aber auch für den Reformprozess, und zwar ... gegen die Interessen der Menschen, die ihre Mitglieder sind. Die beiden haben Funktionärsinteressen wahrgenommen bis in extenso... ."
Wie soll denn überhaupt noch Arbeit in Deutschland entstehen mit 35h-Woche, Mindestlohn, steigenden Sozialabgaben, etc., wenn in China und anderswo ohne Sozialstandards gearbeitet wird und die Leute, die heute noch demonstrieren, dann im Laden bei der Wahl zwischen deutschem DVD-Player für 300 € (inkl. 35h, Mindestlohn, usw.) und chinesichem Letzteren kaufen? Die Kunden stimmen letzlich selbst über ihre Arbeitsplätze ab, DARUM VERSCHWINDEN IMMER MEHR ABREITSPLÄTZE!
Wann demonstriert endlich die Masse der Steuerzahler gegen diese kleine, aber gut organisierte Gewerkschaftsgruppe und für die Absenkung der staatl. Transferleistungen, die einem das Zuhausesitzen schön machen?! 900€ Lohn vs. Hatz IV + Schwarzarbeit + Freizeit? Hartz IV!

Ob es die Gewerkwerkschaften schon einmal gemerkt haben.
Es gibt nicht nur eine Politik- bzw. Politikerverdrossenheit, sondern im weiteren Sinne auch eine Gewerkschaftsverdrossenheit.
Bei jenen, die sich von den Gewerkschaften nicht vertreten fühlen bzw. nicht vertreten oder ignoriert werden.
Eben jene, die nicht zur Klientel gehören, als deren Anwalt sie sich selbst sehen.
Wären Sommer und sein Führungsstab ehrlich, würden sie die Gründe analysieren, warum die Gewerkschaften massiv Mitglieder verlieren.
Als Selbständiger mache ich mir weder Hoffnungen noch Illusionen.
Meine Sorgen und Nöte sind ihnen gleichgültig.
Auch unsereiner könnte auf die Strasse gehen.
Gründe gäbe es viele.