Arbeitsmarkt

Im Jahresschnitt 4,75 Millionen Arbeitslose erwartet

Das Problem Arbeitslosigkeit bleibt drängend

Das Problem Arbeitslosigkeit bleibt drängend

11. Juli 2005 Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Expertenberechnungen im Jahresdurchschnitt bei 4,75 Millionen liegen. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Nürnberg mitteilte, wäre dies ein Anstieg um 370.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

Zu zwei Dritteln sei dieser Anstieg jedoch der Zusammenlegung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Zuge der Hartz-Reformen geschuldet. Ohne diesen Effekt liege die Arbeitslosenzahl demnach immer noch um 125.000 über dem Jahresdurchschnitt von 2004.

Immer weniger sozialversicherte Vollbeschäftigte

Die IAB-Forscher gingen bei ihrer Prognose von einem realen Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent aus. Besorgniserregend nannten die Arbeitsmarktforscher, daß auch die Zahl der sozialversicherten Vollbeschäftigten weiter zurückgehe, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.

Nur die Unterbeschäftigung bleibt konstant

Da die Zahl der Selbstständigen, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten jedoch zunehme, steige die Zahl der Erwerbstätigen trotz zunehmender Arbeitslosigkeit insgesamt um 0,4 Prozent. Das Ausmaß der gesamten Unterbeschäftigung aus registrierter Arbeitslosen und der sogenannten Stillen Reserve bleibt nach IAB-Angaben mit rund 6,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Text: AP
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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