Nur wenige Frauen werden Top-Managerinnen

Europäische Studie

Frauen verdienen weniger

In Europa werden Frauen nach wie vor schlechter bezahlt als Männer. Laut einer Studie der Europäischen Kommission verdienen Frauen heute im Durchschnitt 15 Prozent weniger in der Stunde. In Deutschland ist das Phänomen besonders ausgeprägt.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. Juli 2007 21:57

Mythos 2: Frauen werden auf Teilzeitarbeitsplätze verdrängt

Torsten Klier (TorstenKlier)

Auch davon kann dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes zufolge keine Rede sein: Lediglich 4,8 Prozent der berufstätigen Frauen gaben an, mit einem solchen Job vorlieb nehmen zu müssen, weil sie keine Vollzeitbeschäftigung fanden. Rund drei Viertel hatten überhaupt kein Interesse daran, von morgens um acht bis abends um fünf eine Stelle auszufüllen. Sogar in Toppositionen des Managements finden sich mit 36 zu 11 Prozent mehr als dreimal so viele Frauen wie Männer, die vorhatten, zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Berufsleben nur noch teilzeit zu arbeiten. Es gibt sehr viele "Frauen, die in der Berufstätigkeit nur ein Übel sehen, das es so bald wie möglich zu beenden gilt", sagt die Münchner Finanzberaterin Helma Sick. "Offenbar existiert in den Köpfen die alte Rollenverteilung: Mann sorgt vor, Frau wird versorgt - immer noch."

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
20. Juli 2007 21:42

man kann es kaum noch hören

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

keiner hindert sie daran!

Die Schlechterbezahlung korreliert mit 5 Stunden weniger Arbeitszeit pro Woche!
Tarife mit geschlechtsspezifischen Unterschieden sind schlicht gesetzwidrig.
Frauenförderquoten sollten es auch sein.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
20. Juli 2007 21:26

Mythos 3: Frauen werden durch Männerseilschaften aus der Führungsebene ferngehal

Torsten Klier (TorstenKlier)

Annette Winkler, die mit gerade einmal 32 Jahren und gleich zwei Baufirmen zur deutschen Unternehmerin 1991 erklärt wurde, erklärt unumwunden: "Ich hatte als Frau immer Vorteile, keine Nachteile." Was sie von anderen Frauen unterscheidet, die das nicht schaffen, ist ihre Bereitschaft zur Leistung. Ende der neunziger steuerte nur ein Drittel der weiblichen Studienberechtigten eine leitende Stellung an, aber fast die Hälfte ihrer männlichen Kommilitonen. Wichtig ist den Studentinnen an einem Beruf "Selbstverwirklichung, Spaß und Soziales" - Kriterien, die zu nennen Frauen sich leisten können: Ein besonders hoher Verdienst muss nicht dazu gehören, weil auch heute noch in den seltensten Fällen eine Frau ihr ganzes Berufsleben hindurch einen gesunden Partner und den Nachwuchs finanziell versorgen muss. Während die Mehrzahl der Männer aus eben diesem Grund um die weniger "spaßigen" und "erfüllenden", aber dafür um so karriereträchtigeren Fächer wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik nicht herumkommt, können es sich Frauen zu mehr als 70 Prozent leisten, Fächer wie Germanistik, Anglistik, Romanistik, Pädagogik und Psychologie zu studieren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 22:45

Vielleicht müssen wir uns bei den Autorinnen der Studie bedanken

Torsten Klier (TorstenKlier)

weil die viel weniger lügen und hetzen, als man das sonst aus der feministischen „Wissenschaft“ kennt.
Erfreulich vor allem, dass die hier (da unterscheiden die sich wohltuend von dem in der gedruckten FAZ lesbaren Fortsetzungsroman „Die Antwort“) darauf verzichten, die feministischen Gewaltfantasien auszuleben. Es wird nicht mal angedeutet, dass die Frauen unter dem Trauma des als Kind erlittenen Missbrauchs leiden. Und auch (was in Studien dieser Art nur selten vorkommt) keine Rede davon, dass Frauen (je nach Studie) täglich 1 ... 5 mal von ihrem Mann ermordet, vergewaltigt und zusätzlich zu täglich 40 ... 80 Stunden unentgeltlichem Frondienst als Haus-, Putz- und Sexsklavin gezwungen werden.

Sogar, dass kann man gar nicht hoch genug schätzen, auf das Märchen von der schlechteren Bezahlung bei gleicher Leistung wurde verzichtet. Auch logisch; wenn schon die Behauptung Frauenarbeit ziemlich schräg ist, ist die Behauptung Frauen würden so viel wie Männer arbeiten völlig weltfremd.

Leider müssen wir nun das Lob beenden, denn uns wurde auch hier der übliche Statistik-Müll mit den in diesem Bereich typisch absurden Schlussfolgerungen aufgetischt.
Schade.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 16:49

Was Frauen wollen

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

"„Es müsste eigentlich so sein, dass Frauen nach zwei, drei Jahren wieder ebenso viel wie die männlichen Kollegen verdienen, die nicht ausgesetzt haben“, sagte Špidla. Der durch die Pause entstandene Unterschied in der Qualifikation sei dann ausgeglichen."

Wenn denn tatsächlich nach Qualifikation bezahlt würde. Es spielen aber noch andere Kriterien eine Rolle.

Zum einen wird man in der Wirtschaft angeblich nach Erfahrung bezahlt. Beim Aussetzen fehlt diese allerdings. Zumindest wird das behauptet.

Andererseits möchte man die Mitarbeiter nicht verwöhnen, weil diese sich sonst auf dem Polster ausruhen. Man liest das schließlich immer wieder: Für Einmalleistungen möchte man gleich Gehaltserhöhungen, die ewig bestehen. Also muss man in regelmäßigen Abständen die Löhne und Gehälter erhöhen. Dann empfinden diejenigen das als ungerecht, die nicht ausgesetzt haben - egal, ob das Frauen oder Männer waren.

Würden alle rein nach Leistungen bemessen und bezahlt, also im Akkord, dann wäre gleiche Bezahlung kein Problem. Die gleiche Leistung ist aber häufig schwer zu ermitteln.

Außerdem sind Frauen risikoscheuer und verhandeln nicht so hart (s. FAZ-Artikel). Also will frau weniger. Dann bekommt frau weniger. Sicherheit kostet.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 15:55

Vergebliche Liebesmüh

Christian Heier (albino_2004)

Wenn Hr. Spidla in alarmistischer Art und Weise auf die bekannte Halbwahrheit hinweist, dass Frauen hierzulande im Schnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer, dann sollte er auch so fair sein darauf zu verweisen, dass diese Differenz auf ein Bruchteil zusammenschmilzt, wenn man u.a. Branche, Ausbildung, Arbeitszeiten, Überstunden und unterschiedliche berufliche Motivationen in Betracht zieht. (Sonst würden Arbeitgeber schließlich bloß noch Frauen einstellen, weil sie so 22 Prozent Lohnkosten sparen könnten. Dem ist jedoch bekanntlich nicht so.)
Aber nein, er bringt die altbekannten 22 Prozent, weil sich mit ihnen so schön Stimmung machen lässt. Wirklich "diskriminiert" scheinen aber seiner Aussage nach nur die Mütter zu sein. Klar, die verlieren den Anschluss, wenn sie 1-2 Jahre pausieren (wär' ja auch noch schöner, wenn sie während der Mutterpause Gehaltserhöhungen bekämen, obwohl sie nicht arbeiten). Dass sie diesen Rückstand nie wieder aufholen können, scheint ein riesig schlimmes Problem zu sein (ob die betroffenen Frauen das auch so sehen? Vielleicht haben die andere Lebensziele als Kohle zu scheffeln und sich im Job abzuhetzen?). Die Medien springen jedenfalls immer drauf an. Haben wir wirklich keine anderen Sorgen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 14:44

@Herr Perschbacher

Norbert Ost (grohfuda)

1.
Im öffentlichen Dienst gibt es keine Gehaltsunterschiede bei gleicher Qualifikation. Es werden sogar Frauen bevorzugt eingestellt.

2.
In der Privatwirtschaft gibt es in den großen Unternehmen geschlechtsunabhängige Tarifverträge. (Nur) In den Toppositionen ist das Gehalt Verhandlungssache. Wenn eine Handvoll Topverdiener viele Millionen verdient, zieht das den Gehaltsdurchschnitt für alle Männer deutlich nach oben. Von einigen Alphatieren auf alle Männer zu schließen ist ein beliebter feministischer Trugschluss.

3.
Ich stimme ihnen zu, daß ein Jahr Berufspause immer mit deutlichen finanziellen Einbußen verbunden ist. Diese sind allerdings für Männer in Elternzeit noch wesentlich höher als für Frauen.

4.
Ich bleibe dabei, dass die Arbeit in Topposionen auch eine Willensfrage ist. Wer dort hin möchte, muss mehr arbeiten und die 12 Stunden und mehr am Tag wollen sich viele Frauen vernünftigerweise nicht antun. Diese Aussage hat nichts mit allgemeiner Arbeitsunlust zu tun.
(Die meisten Frauen, die ich kenne sind emanzipiert genug sowohl selbst für sich zu sorgen und die - für sie - erniedrigende Frauenförderung abzulehnen. Und keine von ihnen wird gegenüber Männern benachteiligt.)





Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 14:42

Politik raushalten

Marcel Meier (MarcelMeier)

Die Diskrepanz zwischen den Gehältern ergeben sich nunmal aus den verschiedenen Lebenslagen der Geschlechter.
Wenn man aber den "Vorteil" des Mannes und den "Nachteil" der Ehefrau mittelt, dann haben wir doch völlige, in Deutschland ja ach so geliebte Gleichmacherei.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 14:36

@ Herr Perschbacher

Stefanie Neubert (contactsteff)

Danke!
Ich wusste doch, dass es sie gibt, irgendwo da draußen: die emanzipierten deutschen Männer (mit Verstand noch dazu)!

In einem hat Frau Unger jedoch recht, selbst als Frau wird man der Diskussion langsam überdrüssig. Immerhin verzeichne ich jedoch eine Verbesserung der Lage um 8 Prozentpunkte, vor einigen Jahren sprach man ja noch von 30%.
Vielleicht könnten wir ja wenigstens das als positive Tendenz deuten???

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 13:32

Polemik pur

Dirk Perschbacher (tuttipaletti)

liebe Co-Kommentator(-)innen,
schön, wenn eine EU Studie uns zu so schönen polemischen Kommentaren verhilft, wenigstens dafür war sie gut. Ich stimme damit überein, dass die Studie ziemlich pauschal gehalten ist, eine differenziertere Betrachtungsweise hätte andere Ergebnisse gebracht. Was mich an der Diskussion stört sind solche Stammtischparolen wie von Herrn Ost, er hat sich anscheinend mit den falschen Frauen umgeben ;-)
Frau Unger, fast hätte ich Ihnen zugestimmt, leider hat Ihr Kommentar wenig mit der Studie zu tun.
Das was die Studie belegt wissen wir längst und auch die Schlussfolgerungen sind nicht neu. Je jünger die betrachteten Personen sind, um so näher liegen die Gehälter zusammen, warum nicht auf gleicher Höhe? Bei meinen Berufseinstieg vor über 20 Jahren wurde ich vom Personalchef gebeten mit meiner gleich qualifizierten Kollegin nicht über mein Gehalt zu reden, warum wohl.
Ich habe auch genügend Bespiele für die Diskrimminierung von Akademikerinnen, die sich für eine Kinderzeit entscheiden. Selbst wenn sie nach nur einem Jahr zurückkommen, nicht mehr zu den vorherigen Konditionen. Hier muss praktische Gleichstellung anfangen, in allen Berufzweigen und Ebenen, meine Meinung als emanzipierter Mann ;-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 13:10

Arbeitszeiten

harald schneider (asklepion)

Nach den Ergebnissen einer Studie zu Arbeitszeiten (Beruf plus Haushalt) die ich letztens las, waren nur in Italien die Frauen pro Tag länger am Arbeiten als die Männer. Und der Unterschied betrug auch in Italien nur eine halbe Stunde. In afrikanischen Ländern war der Unterschied wesentlich größer. Das widerspricht der Aussage des Artikels, das Frauen mit ihrer Doppelbelastung, Beruf und Haushalt mehr arbeiten als Männer. Da die Studie selbst zugibt, das Ihr Studienansatz falsch ist (Ergebnis durch Studienansatz vorhersehbar) fragt man sich, ob man sich die Verschwendung von Gled nicht hätte sparen können.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 12:26

Schön..

Sandra Elena Unger (Charming9278)

Schön, dass dieser Beitrag wieder einmal nur von Männern kommentiert wurde und das auch noch auf so einseitige Weise, dass man als Frau nur gähnen kann. Ich wünschte, Sie alle, würden einmal ein Vorstellungsgespräch als Frau hinter sich bringen und dann noch einmal hier posten was Ihrer Ansicht nach "richtig" oder "falsch" oder bloße Behauptung ist. Es ist so energie- und zeitraubend als Frau immer wieder auf die Missstände hinweisen zu müssen und die Argumente der männlichen Bevölkerung bleiben immer gleich. Sie sind allesamt einfach nur ermüdend.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 11:33

Sinnlose Studie

Norbert Ost (grohfuda)

Das Resultat der Studie hätte man sich vorher schon denken können. Und die feministische Interpretation der Ergebnisse sowieso.

Warum wird jeder Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern - von unseren ach so aufgeklärten seriösen Medien - immer auf eine angebliche Benachteiligung von Frauen bzw. Müttern zurückgeführt?

Das Frauen häufig gar nicht in die gut bezahlte Positionen wollen (wer rackert schon freiwillig täglich 12 Stunden und mehr - 7 Tage die Woche), da z.B. zu Hause bleiben viel bequemer ist und dank des Frauenfreundlichen Familienrechts auch besser bezahlt wird, kommt leider niemand in den Sinn.

Das Hausarbeit von Frauen definiert wird, und Tätigkeiten wie Reparaturen, rasen Mähen, Steuererklärungen und ähnliches nicht berücksichtigt werden und Frauen gerne die Brutto-Hausarbeitszeit (inkl. Fernsehen während das Essen kocht) angeben wird ebensowenig berücksichtigt.

Um auf ernstzunehmende Ergebnisse zu kommen, hätte man die Studie genauer durchführen müssen, aber dann hätten die Ergebnisse nicht die Wünsche der Auftraggeber befriedigt und es gäbe keine Fördergelder mehr. (Vielleicht war die Studie ja genauer, aber die brisanten wirklichen Ergebnisse werden der Öffentlichkeit wie üblich vorenthalten)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 10:09

:-)

Andreas Würz (BluesBrother1983)

LOL, wieder eine Studie, die man in die Tonne treten kann. Da wurden mal wieder schön Steuergelder verpulvert. Es ist doch bekannt, dass Frauen eher im Dienstleistungsbereich arbeiten und weniger im industriellen Sektor, wo die Löhne einfach höher sind. Dadurch ergibt sich schon ein großer Unterschied. Wenn man schon solche Studien macht, müsste man das ganze GENAU untersuchen, aber das ist dann ja bestimmt zu aufwendig...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. Juli 2007 09:52

Der Frauentag ist lange vorbei....

Michael Meier (never1)

....diese Meldungen langweilen immer mehr.

Frauen weniger als Männer, Farbige weniger als Weiße, Homos weniger als Heteros, Christen mehr als Moslems.......ich beantrage für alle hier genannten Minderheiten / Bevölkerungsklassen nachhaltige staatliche Förderungsprogramme auf Kosten der angeblich Bevorteilten. Männer, Weiße, Christen und Homos müssen mehr Steuern zahlen und dürfen erst eingestellt werden, wenn egal welcher Qualifikation kein Interessent aus benachteiligten Gruppen vorhanden ist. Wir brauchen endlich die totale Gerechtigkeit und die Abschaffung (sämtlicher Privilegien) der ausbeutenden und bevorteilten Gruppen.
Der Vorschlag der Grünen für eine geringere Besteuerung der Fraueneinkünfte sollte auf alle Gruppen sinngemäß ausgedehnt werden. Ansonsten sollte in jedem Betrieb mit mehr als 5 männlichen, weißen und nichtmoslemischen Mitarbeitern wieder eine weibliche Gleichstellungsbeauftrage eingeführt werden, finanziert aus zusätzlichen Sonderabgaben der oben genannten Gruppen. Nur das wird den genannten Gruppen gerecht...und das ist gut so :-)



Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 15 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche