Nicht in allen Betrieben gibt es noch Stechuhren

Stechuhr für alle

Bundestag will Pflicht zur Arbeitszeiterfassung

Viele Unternehmen haben die Stechuhren längst abgeschafft. Das könnte für sie jetzt teuer kommen. Denn der Bundestag will ein Gesetz verabschieden, nach dem alle Betriebe die Arbeitszeiten künftig genau erfassen sollen - um dann mit Hilfe der Daten die Beiträge zur Unfallversicherung zu bemessen. Von Andreas Mihm

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Juni 2008 15:37

Arbeitszeiterfassung - Lobbyismus pur

Wilhelm Rggrt (Wilhelm29)

Nur einer verdient daran, die Industrie der Zeiterfassungsgeräte. Einen Erkenntnisgewinn gibt es nicht. Es ging auch bisher gut. Unsere sozialistische BDR ist schlimmer wie die DDR. Warum hat man die Stasi denn aufgelöst wenn man sie so dringend benötigt?

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25. Juni 2008 09:58

TAMtam und Getöse.......

Stefan Glöckner (Bellringer)

Nun beteiligt sich also auch die renomierte (?) FAZ am allgemeinen Tamtam und Getöse mit dem die Verantwortichen Politiker nur davon ablenken, dass was eigentlich anstünde und schon seit ca. 15 Jahren verschlafen wird, nämlich die Reform auf der Leistungsseite der gesetzlichen UV, (wieder mal) nicht angepackt und umgesetzt wird. Die Politik hat also ihr Ziel der Ablenkung und Verschleierung erreicht. Der Leistungskatalog der gesetzlichen UV stammt aus den 70´ger Jahren. Die Aufwendungen für Renten verschlingen den Löwenanteil der Beiträge und die Rentenberechnungsgrundlage für Verletztenrenten liegt immer noch bei 66,66 % vom Jahresarbeitsverdienst. Hier wäre nur diese eine Zahl auf 50 % zu ändern, das entspräche auch in etwa dem, was vom Netto übrigbleibt (direkte und indirekte Steuern und Sozialversicherung eingerechnet), also fiktiv durch die Rente ausgeglichen werden soll, um die Betriebe von Belastungen zu befreien und damit uns Kunden. Denn jedes Produkt verteurt sich aufgrund der Beitragszahlung an die Unfallversicherung. Auch für dieses politische Unvermögen zahlen wir Bürger bei jedem Einkauf die Zeche.

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25. Juni 2008 09:27

Einigkeit und Recht und Sicherheit

Christoph Grzimek (bobet)

Nicht nur ist es doch längst ein Gemeinplatz, wie sich die implizite Mißtrauensbekundung "Stechuhr" auf die Motivation des Arbeitnehmers auswirkt, sondern auch absehbar, wer sich noch so alles für die Daten aus der Arbeitszeiterfassung interessieren wird. "Und Schäuble beim Stechen lustvoll stöhnt?" Ich denke, auch die 6,5 Millionen Arbeitslosen sollten für Beginn und Ende der täglichen Arbeitssuche meldepflichtig werden. Der Verwaltungsaufwand ist zu vernächlässigen. Der kleine Chip, bei eines Deutschen Geburt dezent hinters Ohr implantiert, er ist nicht mehr fern - und die Heimat ja für viele schon wieder ein "Land, aus dem man flüchtet". Wen wundert es da noch, daß die Beziehungen zum Regime in Peking immer besser werden.

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25. Juni 2008 09:01

ein - aber auch nur ein Vorteil

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

In der Tat gibt es EINEN Vorteil: in Branchen, in denen massiv Überstunden geleistet werden, diese aber als 'natürliche Gegebenheit' für Arbeitnehmer angesehen werden (Einzelhandel, ÖD, Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser, Sozialberufe...), können Zeiterfassungen zum Vorteil der Arbeitnehmer eingesetzt werden. Da werden sich aber die Arbeitgeber sehr wundern, welche Mehrkosten auf sie zukommen! Also werden diese mächtigen Lobbies das nicht zulassen oder zusätzliche Gesetze entwickeln, die TROTZ Stechuhr eine Maximalarbeitszeit festlegen - unabhängig von den tatsächlich geleisteten Stunden. (Glaubt einer nicht? Gibt es schon.)

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25. Juni 2008 08:52

Das Europaparlament nicht vergessen ! ;)

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Die schon mehrfach, auch in der faz.net thematisierte, vergebliche Suche von EU-Parlamentariern trotz Eintrags in die Anwesenheitsliste muss dann auch dort Rechnung tragen :) Um Missbrauch beim deutschen Arbeitnehmer zu verhindern (Verlängern der Mittagspause, Schlafpause in der Klo-Kabine, mündliche Prüfung der Praktikantin...) sollte der Arbeitnehmer noch mit einem GPS-Chip ausgestattet sein, der dem Arbeitgeber auf Google-maps den momentanen Aufenthaltsort in Echtzeit aufzeigt. Das kann dann auch vom Arbeitsamt (Schwarzarbeit), vom Sozialamt (Leistungserschleichung) und der Steuerfahndung genutzt werden. Und nun finde ich selber diese Ideen SO klasse, dass in Bärlin bestimmt bereits eine Arbeitsgruppe sitzt und sie bereits umsetzen will ;)

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25. Juni 2008 06:55

Das ist nicht Marktwirtschaft, das ist Sozialismus!

norbert doerre (ndoerre)

Die Kommentare zu diesem Thema zeigen deutlicher als je zuvor, wie sehr sich der Staat seit Frau Merkel samt ihrer Parteigenossen technokratisch zum Ausbeutungs- und Überwachungsstaat entwickelt hat. Die große Mafia aus EU-Verwaltung, deutscher Bürokratie und multinationalen Konzernen haben schleichend eine Entmachtung des deutschen Volkes als Souverain betrieben. Den wachsenden Erfolg damit erfahren wir leider immer nur aus den daraus folgenden sekundären Ereignissen wie dem aktuell diskutierten. Die übergeordnete Wahrheit und treibende Kraft zeigt sich jedoch im Primären, nämlich dem Streben nach grenzenloser Macht von Lobbyisten und politischen Scharlatanen mit dem Anspruch der Weltherrschaft, denen sich unsere Politiker in idealer Weise angeschlossen haben. Doch macht der neue sozialistische Fluch nicht bei den Politikern und den auszubeutenden Wertschöpfenden halt, sondern verlagert unsere wertvolle Wertschöpfung in Verwaltungstätigkeiten mit dem Ziel, den Öffentlichen Dienst zu stärken und zu vergrößern. Denn machtbesessene Politiker brauchen eine hörige Verwaltung, um Macht ausüben und halten zu können. Eigentlich müßten die ehemaligen Bürger der DDR jetzt auf die Barrikaden gehen; denn sie haben alles schon einmal erlebt.

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25. Juni 2008 00:14

Die Idee finde ich super....

Marco Pino (Neutrino)

...und ich wüsste auch schon einen Ort, wo unbedingt eine Stechuhr hingehört: nämlich in den Bundestag! Sitzen dort nicht immer drölf Abgeordnete und wissen gar nicht, auf welchen der unzähligen freien Stühle sie ihre Füsse legen sollen? Ich bediene mich mal ausnahmsweise einer Wortwahl, die dieser Seite eigentlich nicht gebührt: SO EINEN UNSAGBAREN MIST HABE ICH LANGE NICHT MEHR GELESEN. Wasn das fürn Parlament? Unser Land zerbricht unter der Last eines vollkommen asozialen, ungerechten, unnötig komplizierten und armut-schürenden Steuersystems, und statt da Hand anzulegen, verschwenden die Herrn "Wir-erhöhen-unsere-Diäten-im-Halbjahrestakt" ihre Zeit mit dergleich absurden Gestzvorschlägen? Da scheint die fraglos traurige Message von Wahlen-gewinnenden Ex-SEDlern am Herzstück unserer Demokratie noch nicht angekommen zu sein! ABM Maßnahme für Spitzenpolitiker? Was kann man noch tun, um das Leben der Menschen in unserem Land komplizierter zu machen? Wie wäre es mit einer Sauerstoff-Steuer? Dann könnte man den Menschen ein Messgerät implantieren... und... oh welch Freude... ein eigenes Ministerium gründen! Das wäre doch was! Und wieder eine Legislaturperiode überstanden, ohne einem Lobbyisten weh zu tun. Super. Weiter so...

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24. Juni 2008 23:39

Richtig – aber wir brauchen einen Test

Chi Tamago (tamago)

Die Arbeitszeiterfassung sollte zuerst mit den Bundestagsabgeordneten getestet werden. Die Daten zur Anwesenheit in Berlin sollten auf der Internetseite des Bundestages veröffentlicht werden, mit Links zu den Diskussionsbeiträgen – soweit vorhanden. Der Souverän, der Wähler, sollte sehen, wie aktiv die einzelnen Abgeordneten sind. Nicht von Interesse ist dabei die verbrachte Zeit bei den Schützen-, Fußball- und Karnevalsvereinen.

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24. Juni 2008 23:37

Arbeutszeiterfassung

Rüdiger Schaufuß (altbaer)

Der Bundestag sollte die Arbeitszeiterfassung für die Abgeordneten beschließen, die einzig nützliche Variante , die ich sehe. Die weiter ausufernde und nicht aufzuhaltende Bürokratie frißt das Geld auf, dessen Fehlen wir in lebenswichtigen Bereichen oft beklagen. Das ist aber kein Naturgesetz sondern politischer Wille, weil nichts die Macht mehr stabilisiert als der bürokratische Unterbau. Also bedarf es des massiven Drucks von uns, den Bürgern, den Wählern, um den politischen Willen zu ändern oder die handelnden Personen auszutauschen.

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24. Juni 2008 22:54

"THIERSE" mit vor Stolz geschwollener Brust ...

Reinhold Eysel (Eysel)

... noch als Bundestagspräsident meinte in einer talkshow : "MEHR ALS 500 Gesetze haben wir dieses Jahr verabschiedet." Mit hat es die Sprache verschlagen. Ein Bundestagspräsident glaubt offensichtlich und allen Ernstes, gutes Regieren zeichne sich durch fleissige Gesetzgebung aus. Wer hat das gesagt? "Ein Gesetz, dass man nicht UNBEDINGT braucht, das braucht man überhaupt nicht."

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24. Juni 2008 22:48

Wer bleibt, der schreibt

Dietmar Fleischhauer (dfleischhauer)

Es ist genug. Gründe, nicht auszuwandern, werden lächerlich knapp. Das bürokratische Gesindel hat sich bereits bis in die letzten Ritzen des Lebens vor- und festgefressen, und auch bei größtem Wehgeschrei ist keine Wende zum Guten zu erwarten. Die nächsten Urlaubsziele sollten mit Bedacht gewählt werden.

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24. Juni 2008 22:10

Stechen gegen Mobbing

Julius Franzot (JFranzot)

Ich begrüße die Pflicht zur Datenerfassung. Im heutigen Mobbing-Zeitalter ist es für den ehrlichen Arbeitehmer von Vorteil, einwandfrei belegen zu können, dass er pünktlich zur Arbeit erscheint. Tja, die Sekunden und die Minuten einer möglichen Verspätung werden damit auch gandenlos erfasst und bei den entsprechenden Gesprächen mit den Personalmenschen auch benutzt, um aus einer Fliege einen Elephanten zu machen, aber mit der Stechuhr hat man wenigstens eine Chance, die eigene Lage juristisch zu verbessern. Somit kann man eine Falschaussage in der Mitarbeiterbeurteilung über eine vermeintliche Verspätung problemlos für eine Strafanzeige gegen den Mobber verwenden. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass sehr oft die, von der Stechuhr nicht erfassten, Zeiten der Mittagspause oft ausgedehnt werden, nicht zuletzt, um in der kantine die Nachbarschaft zum "kommenden Manne" zu suchen. Wenn schon Stechuhr, dann bitte auch für die Mittagspause!

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24. Juni 2008 21:27

Deutschland geht es bestens

Fabian Kauczok (ThePeasant)

... könnte man glauben, wenn man diesen Unsinn ließt. Arbeitszeiterfassung auf die Sekunde genau? Wem soll das etwas bringen? Niemandem! Hier noch einige Anwendungsmöglichkeiten für Stechuhren: Badezimmer (wegen des Zähneputzens, wer nicht mindestens 2X3 Minuten putzt fliegt aus der Krankenkasse), Laufenlassen des Motors an einer roten Ampel (höhere Umweltsteuer). Ich bin leider nicht so kreativ wie die Damen und Herren in Berlin, aber ich bin mir sicher, dass sie uns mit weiteren tollen Ideen an die Weltspitze bringen werden.

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24. Juni 2008 21:11

Differenzierung unbedingt geboten

Patrick Jost (Iphikles)

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass bei der Regelung ähnlich wie beim KSchG Klein- und Kleinstbetriebe milder oder gar nicht in die Pflicht genommen werden. Schon einmalige Kosten in Höhe von ca. 1000 € können einem Betrieb mit 5 Arbeitnehmern das Genick brechen, da viele dieser Betriebe ohnehin an der Grenze zur Insolvenz wirtschaften. Sei es, dass betriebswirtschaftliches Know-How der Geschäftsführer schlicht fehlt, sei es, dass gewisse Arten von Kleinbetrieben (KFZ-Werkstätten, Sanitär-Unternehmen, Gaststätten und andere kleine Dienstleister) vom Gesetzgeber, der Berufsgenossenschaft und diversen Behörden totgemacht werden. Eine weitere Belastung von diesem Ausmaß werden vor allem die kleinen Betriebe kaum oder zumindest mit schwersten Einschnitten überstehen.

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24. Juni 2008 20:42

Diktatur des Wahnsinns

Ingo Lange (Ingoatwork)

Deutschland einig Sklavenland - Wählen bringt doch längst nichts mehr ! Sitzt DU noch ... oder packst DU schon ?!

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24. Juni 2008 20:39

Diktatur des Wahnsinns

Ingo Lange (Ingoatwork)

Deutschland einig Sklavenland - Wählen bringt doch längst nichts mehr ! Sitz DU noch ... oder packst DU schon ?!

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24. Juni 2008 19:51

Welcher Bürokrat hat sich das denn wieder ausgedacht?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Gestern eine neue Chip-Karte für Arbeitnehmer zum Preis von 40 €, die natürlich jeder Arbeitnehmer selbst zahlen soll. Heute Zeiterfassungsgeräte für alle, deren Kosten vom Arbeitgeber zu tragen wären. Und alles unter dem Etikett Bürokratieabbau. Tja, liebe Abgeordneten und lieber Normenkontrollrat, welcher Spezialist hat sich das denn wieder ausgedacht? Ihr solltet langsam mal zur Kenntnis nehmen, dass Bürokratieabbau kein Selbstzweck ist, der dazu dient, dem Bürger ein MEHR an Kosten zu bescheren. Das Gegenteil sollte der Fall sein! Wenn Ihr meint, dass sich durch Eure Maßnahmen Bürokratie abbauen lässt und damit Kosten gespart werden können, muss der Staat zunächst einmal die Anfangsinvestitionen zahlen, um diese Einsparungen dann zu erzielen. Dass Ihr aber diese Kosten wie selbstverständlich den Bürgern aufknuten wollt, zeigt wieder einmal in ganzer Schärfe eine unappetitliche Abzocker-Mentalität, die sich bei den nächsten Wahlen schon rächen wird ! Es wäre schön, wenn Ihr dieser Demokratie endlich mal einen Dienst erweisen könntet: Tut einfach mal zwei Monate gar nichts. Dann könnt Ihr wenigstens auch keinen Unsinn anrichten! Das wäre das Beste, das Ihr für den Bürokratieabbau tun könntet!

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24. Juni 2008 19:06

mein Freund die Stechuhr

michael blume (oldtimer58)

In den 70`wollte ich keine Uhr ,jetzt ist sie mein Freund weil ich die Überstunden die ich mache auch bezahlt bekomme. Und nicht wie im Handel, Aufschließen ,Kasse abrechnen,und putzen nach der Regelarbeitszeit. Das sind die Kosten gegen die die Arbeitgeber sturmlaufen.

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24. Juni 2008 19:03

Warum wurde Herr Honecker eigentlich entlassen ?

Karl Friederichs (KFrieder1)

Viele Leute glauben irrtümlich, die Vorteile der Marktwirtschaft könnte man auch nutzen, wenn der Staat jede Entscheidung vorschreibt. So wie man ja auch in der DDR frei entscheiden konnte, welches im 5-Jahres-Plan freigegebene Produkt (Wartburg oder Trabbi) man kaufen wollte. Und nur diejenigen, die Zeiterfassungsgeräte verkaufen, können das gut finden. Das Märchen, das sei alles im Interesse der Arbeitnehmer, sollte man aber nicht glauben. Das mußte auch der Betriebsrat der Niederlassung einer internationalen Firma in Berlin erleben, bei dem die Arbeitnehmer die Zeiterfassung bei 2 Abstimmungen abgelehnt haben. Ich glaube, Europa wie Deutschland braucht mal eine parteiübergreifende Koordination der Marktwirtschaftler, um die christlich-soziale Planwirtschaft durch christlch-soziale-liberale-grüne Marktwirtschaft zu ersetzen.

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24. Juni 2008 18:44

Pflicht zur Arbeitszeiterfassung

Wolfgang G. Runte (Wolluc)

Wie lange soll es mit diesen selbsternannten und sogenannten Berufspolitikern noch weitergehen? Es ist an der Zeit über neue demokratische Machtinstrumente des Volkes zur Kontrolle der Politik nachzudenken. Ein vierjähriger Wahlzyklus ist zwischenzeitlich ungenügend! Das Internet ist ein hervorragendes Medium, die Macht wieder zugunsten des Volkes zu verschieben, um den politischen Mißbrauch des Volkes wieder zu verhindern. Wir brauchen keine Reform der Berufsgenossenschaften (BG). Es ist ausreichend diese schlicht abzuschaffen. Verkauft die BG - nichts anderes als ineffiziente Staatsmonopolunternehmen - an die Versicherer und zahlt mit dem Geld Staatsschulden zurück! Ein Gesetz, welches den Arbeitgeber verpflichtet ausreichenden Unfallschutz für seine Mitarbeiter anzubieten ist vollständig ausreichend. Wir sind erwachsene und mündige Bürger und kein sozialistischer Kindergarten.

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24. Juni 2008 18:42

Deutschland verliert zwar die Eliten (siehe der heutige Bericht auf ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... faz.net). Dafür sollen aber die Daheimgebliebenen bürokratisch genauestens kontrolliert werden, damit zumindest die Beiträge zur Unfallversicherung centgenau abgerechnet werden können. Und da sage niemand, der Bundestag sei nicht lernfähig. Nachdem die Autobahn-Maut doch noch ein Erfolg geworden ist und die öffentlichen Kassen klingeln lässt, soll das Konzept nun sukzessive auch auf andere Lebgensbereiche übertragen werden. Wahrscheinlich hat im konkreten Falle irgend so ein Experte ausgerechnet, dass sich mt dieser Kontrollmaßnahme für die Unfallversicherung erhebliche Mehreinnahmen erzielen lassen !? Von den Beschäftigungseffekten in der Stechuhrindustrie mal ganz abgesehen!! Was also lag näher !? Bleibt nur die Frage: Wo schlägt der Bundestag als nächstes zu ???

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24. Juni 2008 18:34

Wenn die Deutschen die Idioten im deutschen Bundestag bei der nächsten Wahl ...

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

... nicht stoppen, dann ist ihnen wirklich nicht mehr zu helfen. Eine solche hemmungslose Geldgier gepaart mit hochkonzentriertem Schwachsinn wird zunehmend gefährlicher. Der deutsche Parlamentarier wird im Wesentlichen von Lobbyismus und Bereicherungsstreben motiviert, auf jeden Fall die angehörigen der derzeit regierenden Parteien. Und das beste ist, man konnte es vorher wissen!

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24. Juni 2008 18:32

Weiteres Outsourcing auf Freelancer ist die Folge

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Eine wesentliche Folge eines solchen Vorgehens ist eine weitere Verlagerung von Sozialversicherungs-Arbeitsplätzen auf Freiberufler und selbsständige Einzelunternehmer in KMU's. Dies hat sich ja schon beim Kündigungsschutzgesetz gezeigt. Das kann nicht Sinn und Zweck einer solchen Regelung sein.

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24. Juni 2008 18:09

Konsequenz wäre Revolution an den Universitäten

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Wie schon ein Vorredner angemerkt hat: die Konsequenzen wären enorm. Wenn nun offiziell dokumentiert würde, dass etwa an den Universitäten die Mitarbeiter mit 20 Wochenstunden Arbeitszeit in Wirklichkeit 50 Wochenstunden - oft auch am Wochenende - tätig sind, dann würden sich in den Landeshaushalten plötzlich riesige Löcher auftun. Wegen der Nachforderungen wegen Überstunden... Also los, dies wäre die längst überfällige Revolution an deutschen Hochschulen! Eine grandiose Reformidee ist das!

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24. Juni 2008 18:07

man glaubt es nicht .........

Rüdiger Noll (krn)

Zeiterfassungsysteme sind sehr teuer, zudem wollen die Daten ausgewertet, verwaltet und an die Versicherungsträger übertragen werden. Hohe Extrakosten dürften dann noch zusätzlich für die Sicherung der Daten gegen unbefugte Zugriffe entstehen. Gerade diese Arbeitszeitdaten sind sehr sensibel - Werbewirtschaft und Einbrecher werden sich darüber freuen. Ich möchte jedenfalls nicht, daß mein Arbeitszeitprofil von Hinz zu Kunz weitergereicht wird. Wo bleibt hier die Selbstbestimmung über meine Daten? Und wie gut Daten gesichert werden, haben wir an Beispielen aus England und von unseren Einwohnermeldeämtern lernen können. Wenn die Versicherungsträger diese Daten wollen, sollten sie als allererstes auch die Kosten hierfür übernehmen und nicht den Unternehmen (und damit indirekt den Mitarbeitern) aufhalsen - insbesondere da wahrscheinlich die Daten sowieso nur dazu genutzt werden sollen, sich besser aus der Leistungspflicht stehlen zu können. Es werden genug Daten über die Menschen erhoben, daher sollte kein Unternehmen und kein Mitarbeiter sich an diesem Schwachsinn beteiligen und zu gegebener Zeit sich dagegen wehren. Z.B. wählen Sie den MdB Ihres Wahlkreises ab, wenn er dafür eintritt! Schreiben Sie ihm das!

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24. Juni 2008 17:35

Und noch ein weiterer Grund in diesem Land niemanden mehr anzustellen...

Michael Gaisser (eintreuerleser)

Manchmal scheint es, die Regierung ist nur damit beschäftigt immer mehr unsinnige Regelungen zu erfinden und es Unternehmern zu verleiden jemanden anzustellen. Wie wäre es denn, wenn probeweise einmal die Arbeitszeiten aller Abgeordneten erfasst würden ? Und diese vielleicht auch von Hand Fahrtenbücher führen ... oder für alle Ausgaben Belege sammeln anstatt eine riesige Pauschale zu geniessen ... oder die Dienstwagen nach CO2-Verbrauch ausgesucht würden ... Sicher wäre vieles hierzulande einfacher, wenn alle Regeln 1:1 auf Regierung und Abgeordnete angewendet würden. Keiner braucht sich mehr zu wundern, dass immer mehr Leistungsträger dieses Land auf dem Weg zum real existierenden Sozialismus verlassen.

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24. Juni 2008 17:27

Fassungslos

Stefan Pohl (friedrich_leipzig)

All die Politikerschwüre, den Bureaukratiewildwuchs zu beschneiden — und nun das ... unglaublich. Verstoße ich demnächst gegen das Gesetz, wenn ich mich ohne Stop-Uhr gewisser Stoffwechselendprodukte entledige? Werden die kleinen Selbständigen, die nur durch Selbstausbeutung mit mehr als 60 Wochenstunden existieren können, künftig auch noch mit höheren Beiträgen zur Berufsgenossenschaft bestraft?

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24. Juni 2008 17:23

Der wahre Grund liegt nicht in der Bürokratie...

Klara Breitner (KlaraB)

In vielen Betrieben ist die Infrastruktur für eine Zeiterfassung sehr wohl vorhanden. Die Zeiterfassung ist nur abgeschafft worden, weil sich zeigt das ohne diese länger gearbeitet wird. Auch ist eine Aufrüstung eines Kleinstbetriebes mit einem Zeiterfassungssystem kein Megainvenstmentment (ich selbst habe schon mal einen Kleinbetrieb mit 20 Mitarbeitern damit ausgerüstet, die Kosten lagen bei < 1000 Euro einmalig). Das Problem liegt vielmehr darin, das die in vielen Betrieben leider üblichen Verstösse gegen das Arbeitszeitgesetz (z.B. Längere Arbeitszeiten als 10 h) damit regelmässig erfasst und dokumentiet würden. Arbeitnehmer hätten ein Rechtmittel an der Hand, nur noch so lange zu arbeiten wie es in ihrem Vertrag steht. Interessant fände ich es trotdem. Mich würde interessieren, wie lange die wahre Arbeitszeit in Deutschland beträgt.

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24. Juni 2008 17:13

Nur noch Bekloppte!

Reinhold Eysel (Eysel)

Maximaler Aufwand - minimaler Ertrag. D A S scheint die Devise zu sein, die regiert. ALLE sind mit guten Argumenten dagegen, aber wen kratzen schon Argumente in einer Diktatur der Unbelehrbaren, der Unfähigen????

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