So friedlich sieht es im Moment nur vordergründig aus, bei den Stromkonzernen

Monopolkommission

„Kein funktionsfähiger Wettbewerb“ bei Strom und Gas

Unerlaubte Preisabsprachen zwischen Stromkonzernen? Dieser Vorwurf macht seit vergangenem Wochenende wieder die Runde. Jetzt geht ein neues Gutachten der Monopolkommission in die gleiche Richtung. Und ein Politiker nach dem anderen verspricht Maßnahmen gegen Preiswucher.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. November 2007 04:39

Ist ein funktionsfähiger Wettbewerb durchsetzbar?

Stefan Stäcker (Christoffer1)

Einmal mehr ist beruhigend, wie einwandfrei unser weltweites Monopoly-Spiel derzeit funktioniert, wie gradlinig sich im schrankenlosen Tummelfeld der globalisierten Wirtschaft nachvollzieht, was jeder beim Monopoly am Wohnzimmertisch erfahren kann: Allenthalben ist eine Spreizung des Abstandes zwischen Arm und Reich festzustellen und auch hier, bei den Versorgungsunternehmen, wirkt die Anziehungskraft des vorhandenen Kapitals auf der anderen Seite als dessen Fliehkraft bei den Verbrauchern. Die quasi-monopolistische Struktur des Angebots führt zu einer Konzentration wirtschaftlicher Macht, die die Idealvorstellung eines durch Angebot und Nachfrage sich selbst regulierenden Wettbewerbs glatt aushebelt. Das Nachsehen hat der Konsument, der nicht zufällig auch Anteilsinhaber ist und daher aufgrund seiner Abhängigkeit von Elektrizität zahlen muss, was die marktbeherrschenden Unternehmen verlangen. Offensichtlich helfen da Kritik, Kommissionen, Prüfungen und schärfere Prüfungen kaum – Handeln ist gefragt. In diesem Zusammenhang wäre eine Zerschlagung der Machtmissbrauch treibenden Großunternehmen à la Hessen durchaus eine wirksame Maßnahme.

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07. November 2007 20:30

Strompreis-Wegelagerei

Martin Gürsch (Betroffener)

Ein erster guter Schritt wäre die pauschale Halbierung der Netzgebühren (derzeit meist um 8 Cent/kwh) auf maximal 4 Cent/kwh. Denn alleine an dieser Ecke des Endkundenpreises zocken sich die Unternehmen 4 Cent in die eigene Tasche zu Lasten der Verbraucher. Alleine das sind 200 € jährlich bei 5000 kwh. Es ist nicht darstellbar, warum EU-weit die Netzgebühren bei 2 bis 3 Cent liegen, hingegen in Deutschland bei 8 Cent.

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07. November 2007 14:04

Alleine die EU macht noch Hoffnung

Günter Heitel (gman)

Mit "milderen Eingriffen" wie es die Kommission empfiehlt ist es aus langjähriger Erfahrung nicht mehr getan. Unisono haben deutsche Politiker Wettbewerb versprochen, dabei wurden nicht nur Gebietsmonopolisten zugelassen und gefördert, nein man hält immer noch die schützende Hand darüber.

Alleine die EU macht hier noch Hoffnung.

Es muss verboten werden, dass gleichzeitig die Produktion, die Verteilung und der Verkauf von Strom und Erdgas in einer Hand betrieben werden darf.

Marktbeherrschende Stellungen müssen endlich gebrochen und ein freier Wettbewerb ermöglicht werden. Die Bürger und Verbraucher werden auf Dauer den entstandenen Energiestaat im Staate nicht hinnehmen. Auch wenn noch wenig Bewegung sichtbar sein sollte, eine einmal los getretene Lawine ist nicht mehr aufzuhalten.

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06. November 2007 14:35

Passieren wird sowieso nichts

Ulrike Weber (Ullimaus)

Für den kleinen Mann wird doch sowieso mal wieder nichts passieren, außer dass die Preise nach oben klettern. Da kann man dann auch wechseln, soviel man will.
Man muss diese MONOPOLE einfach auflösen!!!

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06. November 2007 13:21

Entwicklung tatsächlich bedenklich

Martin Buchwald (Denken)

Wenn ein Stromkonzern mehr damit verdient ein Kraftwerk geschlossen wird um die Liefermengen zu drücken und damit an der künstlichen Verknappung mehr verdient als der Produktion stimmt etwas nicht.

Dann hat dieses Unternehmen einen übermäßigen Einfluss auf den Markt. Von Wettbewerb kann dann nicht mehr die Rede sein.

So wie es aussieht liegen nun die Beweise wohl vor. Die Zeichen waren schon lange offensichtlich.

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06. November 2007 13:13

Kartellamt gegen Stromkonzerne

Karl-Heinz Haarke (99MisterMind)

Darf man eigentlich noch eine Lanze brechen für die Stromkonzerne oder wird man dafür belächelt?
Es sind mir Politiker suspekt, die erst die Liberalisierung (Liberale!) postulieren und danach jede Gelegenheit nutzen, fehlenden Wettbewerb einzuklagen und nach Regulierungen rufen. Es passt nicht zusammen! Stromkonzerne sichern uns den Strombedarf und sind Investoren in Kraftwerke, Netze und Energierohstoffe! Rohstoffe wie Kohle und Uran werden aber am (Welt) Markt immer teurer! Strompreise unterliegen deshalb schon dem Wettbewerb.
Der Ruf nach mehr Regulierung ist problematisch, weil es der Versorgungssicherheit nichts nutzt und Investitionen in die Zukunft behindert z.B. der Bau neuer Kraftwerke und Netze. Ich wundere mich, wie wenig allerdings die Konzerne selbst sich wehren - das riecht durchaus auch nach Schuldanerkennung. Es lohnt jedoch auch ein Blick nach Draußen: es gibt viele Länder ohne Kartellbehörden aber mit täglichen Stromausfällen in der Versorgung! Wir müssen doch nicht alles nacheifern!

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06. November 2007 13:03

Energieunternehmen zum Abschuss freigegeben, so fängt Sozialismus an

Detlef Symietz (Symietz)

Schon Lenin sagte: Kommunismus = Sowjetmacht plus Elektrifizierung (das ist so was ähnliches wie demokratischer Sozialismus)
Die Elektrizitätserzeugung möchte sich nun der Staat zur Beute machen. Erst werden die Erzeuger CO2-freier Energie zum Verzicht auf diese Technik erpresst, dann müssen sie Strom zu masslos überhöhten Preisen (3-10x teurer als durch Eigenerzeugung) abnehmen und diesen dann zu niedrigeren Preisen verkaufen (, eigentlich ist doch Dumping verboten oder?), wenn dieser unwirtschaftliche Luxusstrom an Menge zunimmt, was der Staat einfach erzwingt, dadurch und durch Ölpreisanstiege die Kosten der Unternehmen ansteigen, der Strompreis es also auch tun muss, wenn das dann angekündigt wird, dann stellt sich der Minister hin und sagt, das sei doch nicht gerechtfertigt, denn die Zwangspreise aus Windmühlenstrom seien ja gar nicht erhöht worden (von der gestiegenen Menge spricht er nicht, ist auch zu kompliziert) und von den Staatsaufschlägen von >40% möge man bitte schweigen, dann weiss man, was die Stunde geschlagen hat. Die Hatz kann beginnen: Der Strompreistreiber ruft:"Haltet den Strompreistreiber"!

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06. November 2007 12:05

Chapeau Herr Heitzer, Forza Alois Riehl

Ralf Schneider (ralf61)

Man kann Herrn Riehl nur in seinen Bemühungen unterstützen endlich gegen diese Kartelle vorzugehen.
Gerade die Vorstände dieser Unternehmen gerieren sich in der Öffentlichkeit als Mahner und Wohltäter der Menschheit.
Falls die Anschuldigungen von Herrn Heitzer war sind, müssen die Bernodats, Claasens und Co. auch persönliche Konsequenzen ziehen bzw. Strafverfahren wg. Kartellbetrug eröffnet werden.

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