
In Australien, den USA und Kanada (zum größten Teil) wird Englisch gesprochen. Weiterhin gibt es hier keine Aussagen wie "Kinder statt Inder". Englisch beherrschen meisten hochqualifizierten Zuwanderer. Ein Land, in dem öffentlich Aussagen wie oben genannt getätigt werden können ohne das dies einen ernsthaften Skandal provoziert, ist nicht interessant für Menschen die ihre Würde nicht an ihrer Herkunft gemessen sehen wollen. Die Hälfte seines Einkommens will auch kein Mensch abgeben, wenn er nicht die gleichen Ansprüche erwirbt wie ein Einheimischer. Die Jungs die nach Deutschland kommen haben einfach keinen Job in den USA bekommen. Eine Bluecard wird das Problem nicht lösen.

Es führt für Europa - wenn man das Ziel, die EU zum dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen, ernst nimmt - kein Weg daran vorbei, mit den klassischen Einwanderungsländern in einen Wettbewerb um die besten Köpfe einzutreten. In diesem Wettbewerb zu bestehen, wird zur Prosperität der europäischen Nationen beitragen und ist umso mehr geboten, als die europäischen Völker überaltern. Gleichwohl ist es wichtig, daß die Ausweitung der legalen Zuwanderungsmöglichkeiten sich wirklich auf hoch- und höchstqualifizierte Migranten bezieht, denn geringqualifizierte wandern in viel zu großer Zahl ein, z.T. über den Familiennachzug. Das Europäische Parlament hat richtig entschieden, eine Anhebung des Mindestverdienstes der Zuwanderer zu fordern. Ferner gilt es, darauf zu achten, daß die Zuwanderer nicht nur qualifiziert sind, sondern daß sie wissen, was die Werte und Spielregeln europäischer Demokratien sind, und daß sie bereit sind, sich an diese zu halten. Schließlich darf man nicht vergessen, daß die Ermöglichung legaler Zuwanderung und die Bekämpfung illegaler zwei Seiten derselben Medaille sind: Wer definiert, welche Zuwanderer kommen dürfen und sollen, der muß auch sagen, welche nicht erwünscht sind.